Billy und der Weihnachtsmann

Billy drückte sich an die Hauswand und suchte Deckung vor dem eisigen Wind. Es war bitterkalt an diesem Heilig Abend und die ersten Schneeflocken des Jahres tanzten auf den schmutzigen Bordstein. Allmählich fühlte er die Kälte durch seine verschlissene Jacke schleichen, spürte wie sie unaufhaltsam durch seine Schuhe kroch. Lange würde er heute Abend nicht mehr hier warten, das nahm er sich vor. Er beobachtete die anderen Jungs wie sie zu den haltenden Limousinen der Freier gingen und die Preise verhandelten. Meist stiegen die Jungs ein und Billy dachte, sie würden es bei der Kälte lieber um die Hälfte billiger machen als zu erfrieren.
Er umklammerte seinen Brustkorb mit den Armen und sah seinem weißen Atem nach. Dann stampfte er mit den Füßen, ohne damit jedoch der Kälte entkommen zu können.
Pit stieg eben in eines der Autos. Billy konnte den Fahrer in der Dunkelheit nicht erkennen, aber er wusste dass Pit nicht zu jedem ins Auto stieg, auch heute Abend nicht. Pit war wählerisch und er konnte es sich leisten. Er ist eben hübsch, dachte Billy leicht wehmütig. Nein, Pit ist ein sehr schöner Junge. Und deswegen stand er auch nie lange hier, hatte er die teuersten Klamotten am Leib, wohnte in einer eigenen Bude. Einmal sagte er zu Billy, er würde das so lange machen bis er sich ein Haus auf Staten Island kaufen könnte.
Billy sah sein Spiegelbild in der Schaufensterscheibe neben sich. Er hatte abgenommen in den letzten Wochen, kaum ein Freier hatte ihn mitnehmen wollen. Die tiefe Narbe auf seiner Stirn, die schiefe Nase.. Obwohl er schon fast achtzehn war wurde er die Pickel in seinem Gesicht nicht los. Geld für den Friseur hatte er auch keines übrig und so zog er die Kapuze seiner Jacke tief über das Gesicht. Er seufzte. Er würde lieber gar kein Geld verlangen heute Nacht; es würde ihm schon reichen wenn nur einer käme und ihm ein warmes Bett bieten würde.
Billy wusste nicht wie spät es war. Eine Uhr besaß er nicht mehr, die hatte er vor zwei Tagen aus Hunger an einen Passanten verkauft. Von den anderen Jungs war inzwischen keiner mehr auf der Straße. Josh und Ben machten sich eilig davon, er sah sie drüben in den Schnellimbiss gehen.
Hunger – der begann jetzt seinen Magen zu verkrampfen und er empfand die Kälte immer schlimmer. Der Schnee war auf dem kalten Boden liegen geblieben und es kam immer mehr dazu. Billy durchsuchte alle seine Taschen und insgesamt fand er einen Dollar fünfzig. Damit konnte er nichts anfangen und beschloss, vor dem Shoppingcenter betteln zu gehen. Das war dort zwar streng verboten, aber vielleicht konnte er ein paar Dollar scheffeln bevor man ihn davonjagte. Außerdem profitierte er von der warmen Luft an der Eingangstür.
Er drehte sich noch einmal um bevor er sich auf den Weg machte. Der Platz war nun völlig leer und kein Wagen fuhr mehr durch die Straße. Die Freier machten sich jetzt einen gemütlichen Abend mit den Jungs und Neid machte sich in Billy breit.
Als er einige Straßen weiter um die Ecke bog, erstrahlten die Lichter des Centers und wie vor Ehrfurcht blieb Billy stehen. Überall bunte Lichterketten, leise war auch Weihnachtsmusik zu hören. Auf dem Platz vor dem Eingang stand ein mit Lichtern übersäter Tannenbaum, über 30 Fuß hoch. Es waren noch viele Menschen auf den Straßen, aber Billy erkannte in vielen auch jene, die Gott und das Leben vergessen hatte – seinesgleichen. Die Kleidung, die Haltung, die Gestik – das waren die Erkennungsmerkmale dieser Gestrandeten.
Er lief langsam auf den Tannenbaum zu, blickte empor zur Spitze wo eine große, goldene Kugel prangte.
»Hey Billy, laufen die Geschäfte nicht?«
Billy erkannte den Mann nur an der Stimme, zu vermummt waren dessen Gesicht und Körper. Es war der alte Jones. Malcolm Jones war kein Stricher, er bettelte in der ganzen Stadt und er war bekannt. Er hütete schon mal kleine Kinder, wenn die Eltern shoppen gingen oder führte Hunde aus. Man kannte und duldete ihn, Strichjungen wie Billy dagegen nicht. Er fragte sich oft ob man ihm ansehen würde dass er mit Männern nach Hause ging um Geld zu verdienen. Er scherte sich wenig darum, aber ab und zu dachte er ernsthaft darüber nach.
»Hast recht, Malcolm, die Freier haben keine Kohle mehr. Alles ausgegeben für Frau und Familie. Da bleibt für unsereiner nichts mehr übrig.« Es ärgerte ihn, lügen zu müssen. Die meisten seiner Kumpels waren schließlich auch mitgenommen worden.
»Tja, so ist wohl das Leben. Frohe Weihnacht, trotzdem« sagte Jones und trottete weiter.
»Dir auch«. Billy war bei diesen Worten zum heulen zumute. Es waren fast alle Bettler hier an diesem Abend und nur mit viel Glück konnte er damit rechnen, ein paar lumpige Dollars abzustauben.
Ein Weihnachtsmann ging vor der Tür des Centers auf und ab, drückte den Kindern ein kleines Päckchen in die Hand und schien sich sehr an den strahlenden Gesichtern zu erfreuen. Billy lächelte einen Augenblick als er sich an seine Kindheit erinnerte. Wie viel Respekt er dem Mann in Rot entgegenbrachte und wie schade es war, dass man irgendwann nicht mehr an dieses Märchen glauben konnte. Väter, Onkels, Cousins verbargen sich meist hinter dem Bart und Mantel. Nichts war von der einstigen Vorfreude und der unterschwelligen Angst vor der Rute geblieben.
Das helle Licht, der Schnee, die Musik, die lachenden und fröhlichen Gesichter der Menschen – Billy wurde zum ersten Mal, seit er sich erinnern konnte, richtig traurig. Auch wenn dies kein Abend dafür war, alle anderen Menschen waren ja glücklich und zufrieden. Er sehnte sich nach seinen Eltern, seinen Geschwistern, einem Zuhause. Aber das gab es für ihn nicht mehr seit man ihn aus dem Haus geworfen hatte.
„ So einen wie dich braucht die Welt nicht. Niemand. Sieh zu wie du zurechtkommst!“
Das waren seines Vaters letzte Worte an ihn, nachdem er ihn dabei erwischte wie er sich mit Joe, dem Nachbarsjungen, küsste.
„ Du bist nicht unser Sohn. Verschwinde aus meinem Haus, und zwar für immer.“
Das war vor einem halben Jahr. Damals schien es gar nicht so schwierig zu sein, allein in dieser Großstadt. Da konnte er unter den Brücken schlafen oder im Park, Freier gab es jede Menge und Geldprobleme kannte er nicht. Aber jetzt, jetzt war alles anders. Er schien in einem Teufelskreis zu sein. Die Freier nahmen ihn immer seltener mit, meinten manchmal ohne Hemmungen dass er sich gefälligst waschen sollte und pickelige Typen wären sowieso was für den Babystrich.
Als alles noch großartig lief, da ließ er sein Geld zum großen Teil in der Spielhalle wo er sich mit seinen Kumpels oft aufhielt. Und irgendwann hatte er Schulden. Steve, der älteste und kräftigste unter den Strichjungen, vermöbelte ihn weil er die Schulden nicht zurückzahlte. Das büßte Billy mit einem Eckzahn, einer tiefen Narbe auf der Stirn und einer gebrochenen Nase. Da er kein Geld für einen Arzt hatte blieb seine Nase schief und die Lücke in seinem Mund. Er musste seine Schulden abstottern und so kam der Abstieg.
Er war den Tränen nahe als er sich vorstellte, von keinem mehr genommen zu werden. Außerdem dachte er in letzter Zeit sehr viel über eine Freundschaft nach, ein echter Freund, das war alles was er sich wünschte. Aber so wie er jetzt aussah würde ihn niemand mehr wollen.
Er starrte weiter auf den Tannenbaum als ihn jemand ansprach.
»Na, was ist mit dir?«
Billy drehte sich um und sah dem Weihnachtsmann ins Gesicht. Klare, hellblaue Augen, eine rote Nase. Mehr konnte er nicht sehen, der weiße Bart verdeckte den Rest.
»Was soll sein?« Billy war zu überrascht als dass er eine vernünftige Antwort geben konnte.
»Erzähl mir nicht dass alles Okay wäre. Ich hab eine Träne gesehen, und die stammt nicht vom kalten Wind.«
Was ging den das an? Musste er sich so anplappern lassen? Aber je länger Billy in diese Augen sah, desto ruhiger wurde er. Verstohlen wischte er die Träne von seiner Wange, dann schniefte er.
Der Weihnachtsmann blinzelte ihm zu und drehte seinen Kopf. »Komm mal mit.«
Billy war alles egal, er zögerte nicht. Er sah wie der Mann vor ihm in seinem roten Mantel herumkramte. Als sie ein Stück weit aus dem Lichterschein waren zog er eine Schachtel Zigaretten aus einer Tasche. »Hier, ich denke das hilft ein bisschen bei der Kälte.«
Zitternd griff Billy zu und ließ sich Feuer geben. Der Weihnachtsmann rauchte nicht.
»Nun, was treibst du hier?«
Billy überlegte sich seine Worte gut. Immerhin konnte hinter dieser festlichen Fassade jemand ganz anderes stecken, es gab in letzter Zeit viele Übergriffe auf die Schwulen und Stricher in der Gegend.
»Ich hab kein Zuhause. Das ist mein Problem.«
»Aha. Nun gut, es geht mich nichts an warum und wieso, aber ….« Der Mann machte eine Denkpause. »Warte hier, in einer Stunde ist mein Dienst beendet, dann sehen wir weiter.«
Billy nickte und der Mann ging ohne weitere Worte zurück zum Eingang des Centers.
Es schneite immer heftiger, der Wind nahm zu und es wurde noch kälter. Billy wusste, dass er nun keine Stunde mehr hier warten konnte. Die Bettler und Penner verschwanden nach und nach, würden jetzt ihre Quartiere aufsuchen oder die Heilsarmee.
Das riesige Thermometer an der Fassade des Centers zeigte -12 Grad und man konnte zusehen wie es weiter fiel.
Billy hatte das Gefühl überhaupt keine Kleidung zu tragen, so intensiv spürte er jetzt die Kälte. Er konnte keine klaren Gedanken mehr fassen und beschloss einfach in das Center hineinzugehen. Nur eine Stunde lang, bis dieser Weihnachtsmann seinen Dienst beendet hatte.
Gerade als sich die automatische Tür vor ihm öffnete stand ein Wachmann vor ihm.
»Nun, kleiner Penner, aufwärmen? Ist nicht. Entweder du zeigst mir wenigstens 20 Dollar oder du verschwindest auf der Stelle. Ich denke da ist keine Wiederholung nötig, okay?«
Billy nickte fast unmerklich und kehrte um. Er blickte noch einmal zurück, den Weihnachtsmann konnte er nirgends sehen. Dann ging er zurück zu „seinem“ Platz, vielleicht fand sich doch noch ein Freier für diese Nacht.
Kaum ein Mensch begegnete ihm jetzt. Die Leute würden zu Hause sein, in einem warmen Zimmer, saßen um den Weihnachtsbaum, hörten oder sangen Lieder und tauschten ihre Geschenke. Und anschließend gab es ein feines Abendessen. Billy rannen die Tränen herunter, er machte sich nicht die Mühe sie abzuwischen. So verlassen und allein hatte er sich noch nie in seinem Leben gefühlt.
Er stand wieder auf seinem angestammten Platz, aber kein einziges Auto fuhr vorüber. Nur ein Schneeräumer raste die Straße hinunter, gespenstisch spiegelten sich seine gelben Blinklichter an den Häuserwänden.
Bleierne Müdigkeit überfiel Billy und er begann langsam, nicht mehr zu frieren. Er setzte sich auf den Gehsteig, lehnte sich an eine Laterne und schloss die Augen. Er sah sich im Wohnzimmer sitzen, sah seine Eltern, seine Geschwister. Er hörte Musik, Lachen, muntere Unterhaltung. Die Kerzen an dem Weihnachtsbaum leuchteten und goldenen Kugeln glitzerten.
Plötzlich krabbelte etwas auf seine Hose, dann spürte er ein nasses Etwas in seinem Gesicht. Billy öffnete die Augen und sah einem kleinen Mischlingshund in die munteren Augen.
»Nanu, wo kommst denn du jetzt her?« Billy konnte plötzlich wieder lächeln. Der weißbraune Hund war kleiner als eine Katze und trug kein Halsband.
»Abgehauen oder rausgeworfen – wie ich?« Billy nahm den Hund in seine Hände und hob ihn übermütig über seinen Kopf. Der Hund quiekte und schwänzelte wild.
Billy öffnete seinen Mantel und schnell verschwand der kleine Hund darunter. Billy steckte seine kalten Hände in den Mantel, das Tier kuschelte sich hinein und ganz ruhig blieb es dann so liegen. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte sich Billy nicht mehr alleine. Wohlig spürte er die Wärme die von dem Tier ausging. Er würde für den Kleinen schon sorgen, selbst wenn er dafür stehlen musste. Aber erst ausschlafen, Morgen früh würde er sich darum kümmern.
Billy saß im Wohnzimmer bei seiner Familie. Es hatte leckeren Braten mit Nudeln gegeben und nun trank er mit seinen Eltern einen Glühwein.
Dann ein Klopfen an der Balkontür. Billy sah seine Eltern an und sie forderten ihn auf, die Tür zu öffnen.
Er stand auf und ging, von einer seltsamen Kraft gezogen, zur Balkontür, öffnete sie und der Weihnachtsmann kam ins Zimmer. Er klopfte sich den Schnee von seinem roten Mantel und stellte seinen Jutesack ab. Billy sah in diese Augen, die er irgendwo schon einmal gesehen hatte.
»Nun, mein Junge, brav warst du habe ich gehört. Deshalb habe ich ein besonderes Geschenk für dich. Du darfst mit mir kommen, ich zeige dir etwas.«
Billy strahlte. Der Weihnachtsmann nahm seine Hand und sie gingen hinaus auf den Balkon. Es schneite plötzlich nicht mehr, dafür funkelten tausende Sterne am Himmel. Billy fror auch nicht, eine angenehme Wärme durchflutete seinen Körper.
Einer der Sterne über ihnen am Himmel wurde langsam immer heller, begann fast so grell zu leuchten wie die Sonne.
»Was ist das?« fragte er neugierig.
Der Weihnachtsmann lächelte. »Das ist dein Stern. Jeder Mensch hat einen Stern.«
»Mein Stern? Und warum wird er so hell?«
»Seine Zeit ist vorbei.«
Billy spürte wie er vom Balkon abhob, gezogen von dem Weihnachtsmann. Sie strebten auf das helle Licht zu.
Billy erwachte. Er richtete sich langsam auf, sah sich um. Er kannte nicht das Bett, nicht das Zimmer. Und er wusste nicht wer da neben ihm lag. Ein offenbar junger Mann, dessen Gesicht tief in das Kopfkissen vergraben war, schlief neben ihm.
Er sah seine Kleider auf dem Boden, sein Blick fiel auf den Stuhl vor dem Bett. Ein roter Mantel lag darüber, ein weißer Bart hing an der Lehne und Stiefel standen davor.
Der junge Mann neben ihm streckte sich, hob den Kopf aus dem Kissen und sah ihn an.
»Na, Billy, gut geschlafen?«
Diese schöne Stimme. Und wie hübsch der Bettgenosse war.
»Wer bist du? Wie komm ich hierher?«
»Beides ist für dich nicht wichtig.«
»Und wieso war ich zu Hause bei mir?«
Der junge Mann lächelte. »Du warst nicht zu Hause. Das hast du geträumt.«
»Aber… jetzt weiß ich immer noch nicht wie ich hierher gekommen bin. Vor allem aber – wo bin ich?«
»Warum willst du das wissen? Reicht es dir nicht, dass es so ist?«
»Eigentlich.. Doch, es reicht mir.«
Billy legte sich zurück.
»War etwas heute Nacht – ich meine zwischen uns?« wollte er schließlich wissen.
»Oh ja, das kann man so sagen.«
Er schluckte. »Ich kann mich aber an nichts erinnern.«
»Musst du auch nicht. Du wirst dich daran gewöhnen dass es hier, wo du jetzt bist, keine Erinnerungen mehr geben wird. Vorhin ist vorbei und ein Morgen gibt es noch nicht. Es zählt nur das Jetzt.«
»Aber ich kann mich an einen kleinen Hund erinnern..«
Der junge Mann lächelte. »Ja, der. Den kannst du nicht vergessen. Er kümmert sich um Jungs wie dich. Macht es am Ende leichter.«
Billy verstand es nicht, aber er wähnte sich in einem tiefen, schönen Traum. Er stützte seinen Kopf auf den Arm und betrachtete seinen Gastgeber. Er streckte seine Hand aus und fuhr dem jungen Mann durch die dunklen, kurzen Haare.
»Es ist schön hier. Und gar nicht kalt.«
»Hier wird dir nie mehr kalt sein.«
*
»Mann, der ist hart wie ein Stein« flüsterte Pit leise. Zusammen mit Ben starrte er auf den eingeschneiten Körper. Er wischte ihm den Schnee aus dem blassen Gesicht und Billy machte einen friedlichen Eindruck.
Pit stupste Billys Körper ein paar mal an, aber der Körper rührte sich nicht.
»Es heißt, man schläft einfach ein. Man spürt nichts, nur Müdigkeit. Und schwupp – ist es vorbei« sagte Ben.
»Eigentlich beneidenswert. So möchte ich auch mal von hier weg.«
»Sieh doch, Billy lebt. Er atmet noch« rief Ben plötzlich.
»Quatsch, der ist mausetot.«
»Nein, sieh doch…«
Da streckte der kleine Hund seinen Kopf aus dem Mantel.
»Ach du lieber Gott. Schau dir das an.« Pit nahm den Hund und zog ihn heraus. »Wo hat der den bloß her gehabt?«
»Egal, der bleibt bei uns. Kommt sonst auch um in dieser lausigen Kälte« sagte Ben und steckte den Hund unter seinen Mantel.
Aber lange blieb er dort nicht. Rasch schlüpfte er aus dem Mantel und rannte durch den Schnee die Straße hoch.
Die beiden sahen ihm nach.
»Der hat’s aber eilig.«
»Macht nichts, Pit, der wird schon jemanden finden..«
Dann sahen sie wieder zu Billy.
»Wo er jetzt wohl ist?« fragte Ben nachdenklich.
»Er wird nicht mehr frieren, der arme Teufel, das ist sicher. Vielleicht rennen dort eine ganze Menge hübscher Jungs herum. Und man kann’s treiben ohne Geld, weil man keins mehr braucht..« sinnierte Ben.
»Du bist pietätlos, weißt du das?
»Wieso? Kann doch sein« sagte Pit. Schulterzuckend fügte er hinzu: »Naja, vielleicht liegt er ja auch beim Weihnachtsmann im Bett…«

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