Ja&Ja

Monika lugte durch die Küchentür.

„Jan? Kannst du für Heinz noch was zu Essen machen?“

„Chefin, die Küche ist seit einer halben Stunde zu, geputzt ist auch schon. Ich bin gerade bei der Einkaufsliste für morgen.“ Ich verdrehte die Augen. „Kann dein Bruder nicht etwas früher kommen?“

„Es reicht ja auch eine Kleinigkeit.“ Sie lächelte mich an. „Du kennst ihn doch! Seid ihn seine Frau verlassen hat, ist er … etwas durch den Wind.“

Etwas war gut! Der alte Schmierlappen sollte nicht soviel saufen und auf seine Besuche im Bordell verzichten, dann klappt es auch mit der Ehe. „Rührei geht noch.“

 

„Dann muss das halt reichen. Ich zapf dir auch schon mal dein Bier an.“ Sie verschwand wieder.

 

Grummelnd ging ich an den Kühlschrank und fügte mich in mein Schicksal. Pünktlicher Feierabend ist in der Gastronomie sowieso ein Fremdwort und wie viel Überstunden hatte ich in den letzten zwei Wochen, seit Klaus, der eigentliche Koch, mit Maria, der spanischen Küchenhilfe, durchgebrannt war, angesammelt? Ich überschlug kurz und kam auf 63. Also, auf die paar Minuten mehr oder weniger, würde es auch nicht mehr ankommen.

Auf der einen Seite war ich froh, dass ich mit dem homophoben Kerl nicht mehr zusammenarbeiten musste, aber auf der anderen Seite fragte ich mich, wie lange ich noch 10-12 Stundenschichten pro Tag – und das sieben Tage die Woche – durchhalten würde. Es musste eine Lösung gefunden werden, es musste dringend Ersatz her. In den ersten Tagen seiner Abwesenheit hatte Monika ja noch auf seine baldige Rückkehr gehofft, das Ganze als eine Art Kurzschlussreaktionen abgetan, schließlich hatte Klaus Frau und drei Kinder, aber mittlerweile war die Hoffnung der Resignation gewichen.

Als die rubenshafte Frau mich vor zweieinhalb Monaten angestellt hatte, war ich wirklich glücklich, nur drei Wochen nach meinem achtkantigen Rauswurf aus dem Landhotel Rasmussen wieder eine Anstellung gefunden zu haben. Der alte Rasmussen hatte zwar groß getönt, er würde dafür sorgen, dass ich in Ostfriesland nie mehr ein Bein an die Erde kriegen würde, aber Monika Walmsen war es egal, mit wem ich ins Bett gehe; ihr käme es nur auf meine Arbeit an. Zwar nannte sie mich Jan und nicht Jannis, aber das war für mich keine Diskriminierung.

 

Zum zweiten Mal war meine Homosexualität Grund für einen krassen Bruch in meinem Leben. Gut, die erste Zäsur hätte man vorhersehen können, aber das meine Eltern mich gleich rauswerfen, damit konnte ich wirklich nicht rechnen. Im antiken Griechenland wurde die gleichgeschlechtliche Liebe akzeptiert, im orthodox geprägten modernen Staat ist die Haltung zurückhaltender, um es neutral zu formulieren. Meine Eltern, beide auf Kreta geboren, aber in Deutschland aufgewachsen, erwiesen sich als Hardliner, als ich mich nach bestandener Kochlehre ihnen gegenüber outete.

Mit 19 stand ich also auf der Straße, aber, Dank meines Ausbilders, konnte ich von Hannover nach Bremen wechseln, wo ich zunächst als Tournant, also als Springer, arbeitete, ehe ich dann als Beikoch zum Entremetier kam. In Bremen lernte ich auch Lars-Henrik Rasmussen, der im gleichen Hotel eine Ausbildung zum Hotelkaufmann machte, kennen und lieben. Aus mir und dem zwei Jahre jüngeren Hotelerben wurde ein Paar und wir schmiedeten schon Pläne für eine gemeinsame Zukunft.

Als vor einem halben Jahr die Stelle des Gardemanger im väterlichen Betrieb frei wurde, sollte ich vorausgehen. Die drei Monate bis zum Ende seiner Lehre überlebten wir, dann aber dauerte es keinen Monat und der Alte entdeckte die Liebesweise seines Sohnes und mich in seinem Bett: Er schickte Junior nach Dubai und mich in die Wüste.

 

Ich brachte das Rührei mit Schinken nach draußen, machte sauber und setzte mich dann zu Monika an den Tresen, um mein Feierabendbier zu genießen. Sie blickte mich mitfühlend an. „Sag mal, kennst du nicht jemanden, der hier anfangen könnte? Klaus wird wohl doch nicht wiederkommen und das Arbeitsamt ist ja auch keine richtige  Hilfe! Die Küchenhilfe, die die geschickt uns haben, war doch wohl ein Witz.“

 

Ich lachte schräg, die Frau hatte nicht nur Fingernägel, mit denen man einen Garten hätte umgraben können, darüber hinaus verfügte sie auch zwei linke Hände. „Werde mich mal umhören, aber …“ Ich trank einen Schluck. „… versprechen kann ich nichts.“

 

Nach dem Gerstensaft machte ich mich auf meinen Heimweg, zehn Minuten auf dem Fahrrad. Die Nachtluft tat gut, auch wenn ich mit den Gedanken immer noch auf der Arbeit war. Wen aus meiner Klasse sollte ich ansprechen? Mir fiel niemand ein, dem ich guten Gewissens die Stelle hätte anbieten wollen; Monis Reiterstübchen nannte sich zwar offiziell Restaurant, war aber in Wirklichkeit nur eine bessere Frittenschmiede. Gut, es gab zwar einen wechselnden Mittagstisch, aber 80% des Umsatzes wurden mit Schnitzeln, halben Hähnchen, Hamburgern. Bratwürsten und Kartoffelprodukten in frittierter Form gemacht.

 

Zuhause angekommen, machte ich mir ein Bier auf und den Rechner an, eigentlich wollte ich nur kurz meine Mails checken, landete dann aber wieder auf den blauen Seiten. Ich klickte auf Online – Stadt, außer mir waren noch sieben weitere User in Papenburg online. Vier davon kannte ich vom Chat her, mit zweien war ich sogar schon in der Kiste gewesen, man ist ja auch nur ein Mann.

Unbekannt war mir einzig und alle Kreuzfahrer_BOS, ich klickte, rein informatorisch, auf sein Profil und betrachtete es mir etwas genauer. Die Bilder, die er öffentlich zur Schau stellte, hatten eines gemeinsam: Immer war Wasser im Hintergrund. Wenn sein Alter stimmte, sah der Kerl für seine 42 ziemlich gut aus, athletischer Körperbau, kurze blonde Haare, Brustbehaarung sah man nicht und das Paket auf dem Bild mit der nassen Badehose ließ einiges vermuten, als Schwanzgröße hatte er aber nur L angegeben. Wirklich tolles Profil, aber der Kerl war 20 Jahre älter als ich.

 

Ich pellte mich gerade aus der Hose, als ein Blöken das Erhalten einer Nachricht verkündete. Er hatte mich angeschrieben. Als höflicher Mensch antwortete ich natürlich.

 

Kreuzfahrer_BOS: hallo

Jan-Greek: einen wunderschönen

Kreuzfahrer_BOS: ebenfalls – auch noch auf der suche?

 

Als Status hatte er Chat angegeben, ich war offiziell nicht am Rechner, aber was bedeutet das schon? Seit über zwei Wochen herrschte bei mir Handbetrieb vor, ich war, wenn man das so sagen kann, chronisch untervögelt. Aber Sex mit einem Mann, der drei Jahre jünger war als mein Vater?

 

Jan-Greek: wer sucht denn nicht? könnte etwas entspannung gebrauchen

Kreuzfahrer_BOS: wie soll die denn aussehen?

Jan-Greek: av, ov, küssen, lecken und dann mal sehen J

Kreuzfahrer_BOS: mal sehen? fesselspiele, ns?

 

Bei S&M war soft zu lesen, also mag er es wohl etwas härter. Diese Welt der Spielarten kannte ich nicht, Lars und ich waren eher die Kuscheltypen im Bett. Gut, mal ein Klaps auf den Hintern, aber das war es dann auch. Das Frivolste, was wir je gemacht hatten, war Nutella vom Körper des anderen zu lecken. Die Flecken hatte ich kaum aus der Bettwäsche rausgekriegt.

 

Jan-Greek: beides noch nie gemacht! weiß echt nicht, ob das was für mich ist

Kreuzfahrer_BOS: kann richtig geil sein! aber es kommt immer auf den typen und den ort an

Jan-Greek: wie meinste denn das?

Kreuzfahrer_BOS: na, bei ns brauchst du gewisse örtlichkeiten, wenn du später nicht wischen willst

Jan-Greek: lach – is klar!

Kreuzfahrer_BOS: und es bringt nix, wenn nur einer spaß hat! 6 soll beiden spaßmachen

Jan-Greek: ein gegenseitiges geben und nehmen

Kreuzfahrer_BOS: gaynau! außerdem: mal so eine nummer zwischendurch bringt die abwechslung. immer das volle programm wird auf die dauer langweilig – gibt genügend andere spielarten *g

Jan-Greek: stimmt auch wieder. neugierig bin ich ja

Kreuzfahrer_BOS: sag mal: wann willst du dich denn entspannen?

Jan-Greek: am liebsten sofort – bin echt rattig

 

Moment! Hatte ich das gerade geschrieben? Gut, der bisherige Chat hatte auf meine 16 Zentimeter nicht gerade unerotisch gewirkt, sie zeigten eine gewisse Spannung. Der Typ schien nett zu sein.

 

Kreuzfahrer_BOS: nicht nur du J biste a oder p?

Jan-Greek: beim ficken?

Kreuzfahrer_BOS: yepp

Jan-Greek: beides – in letzter zeit eher p, hängt aber vom gegenüber ab

 

Zu Anfang meiner Beziehung mit Lars war ich der Stecher, dann war es Fifty-fifty und am Ende waren ich derjenige, der meistens die Beine breit machte. Nach unserer Trennung durch seinen Vater war es dann zwar wieder ausgeglichen, aber ich vermisste das Gefühl des Ausgefülltseins schon etwas.

 

Kreuzfahrer_BOS: bin eher a – passt schon mal *fg

Jan-Greek: stimmt! wie sieht dein teil denn aus?

 

Neugierig war ich ja schon, was sich hinter der Badehose versteckte. Er schickte zwei Bilder, das Teil sah einfach nur gut aus, mindestens 20 unbeschnittene Zentimeter und ziemlich dick. Ich würde ziemlich ausgefüllt sein, wenn es in mir stecken würde.

 

Kreuzfahrer_BOS: bitte – und deiner? deine kiste?

Jan-Greek: hab nur die beiden! sorry für die qualität, hab ich mit dem handy gemacht

Kreuzfahrer_BOS: lach – man kann ja was erkennen. deine kiste gefällt mir, sieht stoßfest aus! kann gerne bilder von dir machen, digi habe ich. musst nur nen stick mitbringen, hab keine rohlinge hier

Jan-Greek: vernünftige bilder könnte ich echt gebrauchen. aber jetzt noch ne fotosesseion?

Kreuzfahrer_BOS: was spricht dagegen?

 

Einen Stick hatte ich, aber es war kurz vor Mitternacht und um neun würde der Wecker klingeln.

 

Jan-Greek: die uhrzeit! bin gerade von der arbeit gekommen, daher weder geduscht noch gespült

Kreuzfahrer_BOS: kannste auch hier machen – den aufsatz habe ich schon ausgepackt

Jan-Greek: du willst mir dabei zuschauen, wie ich …?

Kreuzfahrer_BOS: gaynau! könnten dabei die ersten bilder machen *g

 

Was war das denn? Bei Dirty stand nur NS, aber mich beim Spülen beobachten? War das nicht etwas zu heftig? Normalerweise mache ich das privat und nicht in der Öffentlichkeit.

 

Jan-Greek: weiß nicht – wo wohnst du denn

Kreuzfahrer_BOS: kleines kaff – weener

 

Ich grinste, die Welt war wirklich ein Dorf. Im Stadtkern von Weener wohnen ungefähr 6.700 der knapp 16.000 Einwohner und schwul ist offiziell kein einziger Bewohner.

 

Jan-Greek: das gibbet nicht, ich auch! hallo nachbar – bin der jannis

Kreuzfahrer_BOS: und ich der jacob. Kennste die apartments an der marina?

Jan-Greek: kenne ich! da wohnst du? Ziemlich nobel

Kreuzfahrer_BOS: naja – meine firma zahlt das – bin für ein projekt hier

Jan-Greek: wollte, das könnte ich auch sagen

Kreuzfahrer_BOS: willst du nun?

 

Wollte ich? Ich könnte mir auch einen runterholen und wieder mit dem Dildo spielen, aber ein echter Schwanz im Arsch ist besser als das Gummiteil. Gut, der Knabe könnte mein Vater sein. aber die anderen Leute, die noch online waren, waren auch nicht gerade so mein Fall. Also: Warum eigentlich nicht? Was konnte denn schon groß passieren? Mehr als Schiefgehen konnte es nicht und eine fremde Hand am Schwanz ist eh dreimal besser als die eigenen fünf Finger.

 

Jan-Greek: ja – wo muss ich denn klingeln?

Kreuzfahrer_BOS: nummer 35 – wie lange brauchst du

Jan-Greek: gib mir ne viertelstunde – aufrauchen, schuhe an, pissen und dann noch fünf min für den weg

Kreuzfahrer_BOS: kriegst 10 minuten – rauchen kannst du auf dem weg

 

Ich grinste innerlich. Da hatte es jemand anscheinend wohl eilig, den Druck in der Leistengegend abzubauen. Aber egal, mir ging es ja nicht viel anders, rattig war ich auch und, je eher ich bei ihm wäre, desto mehr Zeit hätten wir, um.

 

Jan-Greek: alles klar – mache mich dann auf den weg

Kreuzfahrer_BOS: beeil dich – deine zeit läuft – piss gleich

 

Ich loggte mich aus, fuhr den Rechner runter und schlüpfte wieder in meine Jeans, auf Unterwäsche verzichtete ich. Portemonnaie, Schlüssel, Zigaretten? Ich nickte mir selber im Spiegel zu: Alles am Mann! Also, ab in die Schuhe und losmarschiert. Auf dem Weg zu meinem mitternächtlichen Date fragte ich mich zwar, ob es richtig wäre, was ich da machte, aber ich beruhigte mich gleich wieder. Entweder hätte ich gleich Spaß und der Druck auf den Eiern wäre weg, oder, falls man feststellt, es passt doch nicht, dann würde ich wieder nach Hause ins Bett gehen und selber Hand anlegen.

Seine Bemerkung mit den Fesselspielen machte mir überhaupt nichts aus, eher das Gegenteil war der Fall, es machte mich irgendwie sogar an, beim Akt mal wehr- und bewegungslos sein zu müssen. Viel mehr Gedanken machte ich mir um die Wasserspiele, die er wohl mit mir spielen wollte. Aber? An der Pissrinne ließ ich ja auch mal den Blick schweifen, also warum sollte ich mir nicht dabei zusehen lassen? Und in der Dusche? Da habe ich es auch schon mal laufen lassen, aber gespürt habe ich unter dem Wasserstrahl nicht viel. Aber wie würde ich reagieren, wenn er es an mir herunterlaufen lassen wollte? Wenn er mir vielleicht sogar in den Mund … Es schüttelte mich regelrecht, meine Beine wurden schwach. Sollte ich wirklich weitergehen? Ich war mir ziemlich unsicher, aber da stand ich schon vor seiner Haustür. Also! Augen zu und durch! Mehr als flüchten konnte ich nicht. Ich warf daher alle Befürchtungen über Bord, nahm allen Mut zusammen und klingelte.

 

Die Tür ging auf, ein Mann im Bademantel stand im Rahmen. „Hallo Jannis, schön dass du da bist.“

 

„Hallo Jacob.“ Unsicher gab ich ihm die Hand.

 

Er lächelte mir zu. „Komm rein und zieh dich aus.“

 

„Gerne.“ Ich trat in den kleinen Flur, hing meine Jacke an den Haken.

 

„Ich sagte Ausziehen und sprach nicht vom Ablegen!“ Der Blonde schüttelte den Kopf, blickte mich scharf an. „Ich bin nackt unter dem Bademantel und so solltest du auch bald sein.“

 

Er sprach klar und deutlich, duldete wohl keinen Widerspruch. Ich könnte mich jetzt umdrehen und gehen, aber irgendwie zog mich seine Stimme magisch an. Ich schlüpfte aus meinen Turnschuhen, Gürtel auf, Hose runter und zusammen mit den Strümpfen in die Ecke gepfeffert. Der leichte Pullover und mein T-Shirt flogen ebenfalls gemeinsam auf den Boden. „Besser?“

 

„Geht doch! Warum nicht gleich so?“ Er wuselte durch meine schwarzen Haaren, strich mir über die Brust und griff mir fest an die Eier, zog mich hinter sich her in Richtung Wohnraum. Ich stolperte mehr, als ich gehen konnte. Ich bin eher der softe Typ, auf Härte oder so etwas in der Art stehe ich überhaupt nicht, aber Klein-Jannis schien die Behandlung zu gefallen, er war hart wie der Marmor auf der Akropolis an ihren besten Tagen.

Das Zimmer war voll mit Kartons und Kisten, der Bewohner war augenscheinlich noch mit dem Einzug beschäftigt, allein die Computerecke mit Laptop, Drucker und Modem schien komplett eingerichtet. Ich stand in der Mitte des Raumes, mein Gegenüber griff sich seine Digitalkamera und umrundete mich, machte einige Aufnahmen und murmelte etwas in seinen nicht vorhandenen Bart. Was er genau sagte, verstand ich nicht, aber er schüttelte immer wieder seinen Kopf.

Die Situation war etwas merkwürdig: ich stand nackt in der Wohnung eines fremden Mannes, der mein Vater hätte sein können, und wurde von ihm fotografiert. Unwohl fühlte ich mich nicht, eher etwas angespannt. Aber Klein-Jannis schien jedoch aufgeregt zu sein. Ab und an berührte er mich, mal zart, mal etwas härter. Es war, als würden Hunderte von Strömstößen gleichzeitig durch meinen Körper gejagt; ich wollte fliehen und gleichzeitig bleiben, mein Herz raste, was passierte mit mir?

Jacob blieb hinter mir stehen. „Bück dich und spreiz die Backen. Ich will jetzt dein Loch sehen!“

 

Ich hatte einen Kloß im Mund, an Sprechen war nicht zu denken. Ich beuge mich vornüber und legte die Hände an meine behaarten Backen und zog sie auseinander. „Bitte!“

 

„Das geht ja überhaupt nicht.“ Eine erneute Bilderserie erfolgte, dann traf seine Hand meinen Hintern unvorbereitet. Ich zuckte zusammen, Klein-Jannis sabberte reichlich Vorsaft ab.

 

Ich stellte mich auf, drehte mich zu ihm um. „Was geht nicht?“

 

„Du musst dich nicht nur spülen, du musst dich da unten erst einmal rasieren. Dein Gestrüpp ist total abturnend.“ Er griff mir ins Gemächt, Klein Jannis machte einen Freudensprung.

 

Ich blickte ihn entschuldigend an. „Sorry, aber ich hab die letzten zwei Wochen durchgearbeitet.“

 

„Das heißt nichts, außerdem …“ Er klammerte sich in meinem Schamhaar fest. „… kann das nicht erst in den letzten vierzehn Tagen so gewachsen sein, auch nicht mit Hühnermist als Wachstumsmittel. Du hast dich da mindest eine halbes Jahr nicht rasiert, wenn nicht sogar länger. Also? Wann warst du zuletzt blank da unten?“

 

„Eigentlich noch nie, maximal die Eier waren blank, obenrum habe ich es immer nur gestutzt.“ Warum schämte ich mich plötzlich. „Und ich kann mir ja schlecht das Loch selbst rasieren, oder?“

 

„Wenn man will, dann man alles! Komm mit.“ Er verließ, mit der Kamera in der Hand, den Raum.

 

Wie ein Hund folgte ich ihm in das Badezimmer. Er deutete auf das offene Klo, ich setzte mich brav auf die Brille. „Aber … aber bitte nicht ganz ab, ja? Etwas … etwas möchte ich behalten, sonst … komme ich mir irgendwie nackt vor.“

 

Er machte ein paar Bilder, sich griff dann den Langhaarschneider, setzte einen Aufsatz auf. „Kürzen wir es erst einmal auf 12 Millimeter und schauen dann, ob mir das gefällt.“

 

Hatte ich eigentlich ein Mitspracherecht? Ich spreizte die Beine. „Ok!“

 

Jacob kämmte mit einem grobzackigen Kamm mein Gestrüpp unten erst einmal zurecht, ehe er den Rasenmäher ansetzte. Ich war wohl nicht der erste, den er auf diese Weise barbierte, es dauerte keine Minute, dann war mehr die Hälfte meines Schamhaare obenrum ab. Die Haare kämmte er aus, sie fielen zwischen meinen Beinen direkt ins Wasser.

„Dann stell dich mal.“ Ich tat, was er von mir verlangte. Der Blonde schüttelte, nachdem er die Digi wieder weggelegt hatte, den Kopf. „Die Proportionen werden nicht stimmen, wenn deine Eier gleich blank sein werden. Einigen wir uns oben auf 6 Millimeter. Einverstanden?“

 

Warum nickte ich? Warum ließ ich das mit mir machen. „Gerne, es soll ja gut aussehen.“

 

Er wechselte den Aufsatz und ließ den Rasenmäher erneut über meinen Pelz kreisen, diesmal allerdings ohne vorher durchzukämmen. „Schon besser! Und jetzt mach mal die Beine breit!“ Ich spreizte meine Schenkel so weit wie möglich auseinander. Er hantierte auf meinen Oberschenkeln und an meinem empfindlichen Eierbehälter; da waren sie wieder, die elektrischen Stöße.

Als er das Ergebnis dokumentiert hatte, setzte er sich auch meine Oberschenkel. Sein Bademantel war mittlerweile offen. Sein langes Teil zeigte eine deutliche Regung. Ich wollte meine Hand danach ausstrecken, aber er schlug sie nur weg. „Jannis, jetzt noch nicht. Ich in ja noch nicht fertig und du willst doch nicht, dass ich abrutsche und dich schneide, oder?“

 

Was hatte er vor? Ich schüttelte zaghaft verschüchtert den Kopf. „Nein!“

 

„Dann ist ja gut!“ Er setzte den Apparat erneut an, erst einmal in Richtung meines Bauchnabel, von da aus ging es hinauf zu meiner Brust, die Nippel umkurvte er, aber ansonsten musste jedes Haar auf meiner Brust dran glauben. Ich war so etwas von geil, ich konnte es selber kaum glauben. Klein-Jannis stand immer noch wie eine Eins.

Jacob bedeutete mir, meine Arme hinter dem Kopf zulegen. Als ich das tat, surrte der Mäher erst durch meine rechte, dann durch meine linke Achselhöhle. Als er mir danach seine Lippen auf den Mund drückte, hätte ich vergehen können. Unsere Zungen tanzten minutenlang Walzer. Was machte der Kerl mit mir? Von mir aus hätten wir die ganze Nacht so sitzen bleiben können, aber mein Gastgeber erhob sich, grinste mich an und machte erneut einige Fotos.

„So, und nun wird es Zeit, dass ich deinen Eingang wieder freilege. Hüpf am besten mal in die Wanne, ich will ja keine Haare auf dem Fußboden haben.“ Er lachte mich an, reichte mir seine Hand und führte mich in die kalte Emaille. Als ich im Inneren Stand, berührte er sanft meinen Rücken. „Beug dich nach vorne.“ Ich tat es und, nach einigen Bildern, fiel das Haar auf meinen Backen. Dann sollte ich die Backen spreizen und die Talwiesen wurden gemäht.

Für den schmalen Streifen im Tal wurde wohl ein Nasenhaarscheider eingesetzt, das Gerät wurde auf alle Fälle gewechselt. Ich erschauderte, als er mir durch meine nun freie Ritze blies, ich hatte eine nie gekannte Gänsehaut, ich wollte, ich hätte die Zeit anhalten können, so geil war der Moment. „Bleib so!“ Ich verhaarte regungslos. Jacob, der die ganze Zeit hinter mir gestanden hatte, musste die Wanne verlassen haben, denn kurze Zeit später packte er mich an den Hüften, drehte mich zur Wand und forderte mich auf, meine Beine so weit wie möglich auseinander zu stellen.

Ich spürte, wie er eine kühle Creme auf meinen Sack strich, sie regelrecht einmassierte, dann drückte er einen großen Spritzer in meine Kerbe und verteilte sie ebenfalls. Mein Puls raste, aus meiner Spitze tropfte es wie wild. Was machte dieser Mann mit mir? Und ich meinte nicht die Bilder, die er von der Aktion bisher geschossen hatte. Ich war hin und weg. Er gab mir einen aufmunternden Klaps auf meinen Allerwertesten. „Jannis! Wir sind hier erst einmal fertig. Lass uns in Wohnzimmer gehen und eine Runde quatschen.“

Mit zitternden Knien folgte ich ihm zurück in den Wohnraum und wie selbstverständlich hockte ich mich zu seinen Füßen, während er breitbeinig auf seinem Schreibtischstuhl saß. Einen freien Stuhl sah ich auch nicht, aber so hatte ich die beste Sicht auf sein Teil. Am liebsten hätte ich mir seinen Speer einverleibt, ich war irgendwie begierig auf diesen Mann. Er aber streichelte mir nur über den Kopf und erhob sich wieder. „Auch ein Bier?“

 

„Gerne!“ Mehr konnte oder wollte ich nicht sagen.

 

Er ging in die Küche, die nur durch einen halbhohen Tresen vom Wohnraum getrennt war. Aus dem Regal nahm er zwei Krüge, aus dem Kühlschrank zwei Flaschen Bier, die er in die Gläser einfüllte. Mit den vollen Gemäßen kam er wieder, reichte mir eins und setzte sich. Wir stießen an und tranken. Mein Mund war so trocken, ich konnte erst stoppen, als ich im Glas den Boden sah. Er lachte mich an. „Da hatte anscheinend jemand wohl richtigen Durst, oder?“

 

Ich konnte nur nicken. „Hatte ich! Ach hoffe, du bist mir deswegen nicht böse.“

 

„Nein, wieso sollte ich?“ Er wuselte mir durch die Haare. „Wenn du ein neues haben möchtest, dann bedien dich. Du weißt, wo der Kühlschrank steht.“

 

Ich blickte ihn verwundert an. „Ich soll an deinen Kühlschrank?“

 

„Natürlich!“ Er lachte mich an. „Meinst du, ich bediene dich den ganzen Abend?“

 

Ich trottete zum Kühlschrank und füllte den Inhalt einer neuen Flasche in das Glas. Als ich mich wieder vor ihm niedergelassen hatte, küsste ich ihm, wie selbstverständlich, seine Kniescheiben. Ich fühlte mich komischerweise ziemlich wohl und blickte den Blonden, an dem ich kein Körperhaar entdecken konnte, erwartungsvoll an. „Woher kommst du eigentlich?“

 

„Geboren bin ich in den Staaten, in Boston, daher auch das BOS in meinem Nick.“ Er legte mir seine Hand auf die Schulter. „Aber ich arbeite für eine Reederei und die hat mich zur Beobachtung eines Projektes hierher geschickt.“

 

Ich grübelte kurz. „Aber wäre ein Hotel nicht einfacher?“

 

„Schon, aber auf die Dauer ist eine Wohnung billiger und besser!“ Er lachte mich an-

 

„Wie das?“ Ich war verwundert.

 

Er wuselte mir erneut durch die Haare. „Ganz einfach: In einem Hotel könnte ich Gäste wie dich um diese Uhrzeit nicht mehr empfangen. Wenn ich erst um neun oder um zehn aus dem Büro komme, welche Küche würde mir dann noch Essen so zubereiten, wie ich es mag? Hier kann ich Sexspielzeug offen rumliegen lassen, es stört keinen; in einem Hotel müsste ich es erst im Koffer verstauen.“

 

Seine Worte machen Sinn. „Kann ich nachvollziehen.“

 

„Siehst du! Mit dem Tagegeld, dass ich kriege, kann ich also entweder in ein Hotel gehen, bin da aber eingeschränkt, oder ich miete mir eine Wohnung und bin ein freier Mann.“

 

„Du?“ Ich blickte ihn von unten an. „Ich würde dir gerne einen … Blasen, wenn … wenn ich darf.“

 

„Du darfst alles!“ Seine Hände lagen in meinen Haaren.

 

Ich leckte über seine Eier, seinen mächtigen Schaft, umkreiste mit meiner Zunge seine Kuppe, versuchte, so weit wie möglich, mit ihr in seinen Schlitz einzudringen und nahm dann den ganzen Kopf in meinem Mund, umkreiste ihn mit meinem Waschlappen. Langsam ging ich tiefer und ich wunderte mich über mich selber, aber ich schaffte es zum ersten Mal in meinem Leben, mit meinen Zähnen den Ansatz zu erreichen ist, selbst bei Lars-Henrik, der ein weitaus kleineres Anhängsel sein eigen nannte, blieb ein Abstand von mindestens zwei Fingern.

Ich weiß nicht, was es war, aber ich weiß, dass es da war: Irgendeine Faszination ging von diesen Kerl aus, den ich heute das erste mal gesehen habe. Ich arbeitete mich wieder nach oben, um mir dann seinen Freudenspender wieder zur Gänze einzuverleiben. Während mein Mund hoch und runter ging, an seinem Schaft entlangfuhr, tastete ich erst vorsichtig, dann immer stärker, die beiden Teile ab, die in seinem Sack verborgen waren. Der Kerl machte mich einfach nur an!

Mein Takt, das Auf und Ab, wurde immer schneller, seine Kopfmassage, die er mir dabei verabreichte, immer intensiver. Ich weiß nicht, was es genau war, aber ich wollte dieses Teil in mir haben, wollte es spüren, wollte es schmecken. Meine Finger spielten mit seinem Beutel und mit den kleinen Fingern wanderte ich tiefer an ihm herab, massierte seinen Damm, glitt über eine Ausstülpung hin zu weichem, sich öffnendem Fleisch. Wir stöhnten fast im Gleichtakt.

Ich brauchte eine kleine Pause und blickte ihn von unten aus an, schaffte es gerade noch, meine Lippen nicht von seinem Lutscher zu lassen. Er lachte mich an und drückte mich nur tiefer in seinen Schritt, es war einfach nur herrlich! Dieser Schwanz! Diese Nille! Diese Grotte, in die sich die ersten Glieder meiner kleinen Finger bohrten!

 

Wie aus einer fernen Galaxie nahm ich seine Worte war: „Jannis … Jannis … ich  … ich … ich komme … komme gleich.“

 

Anstatt seinen Freudenspender in die Freiheit zu entlassen, saugte ich ihn umso tiefer ein. Ich wollte diesen Mann, wollte fühlen, wie er in mir explodiert. Ich wollte diesen Mann zur Ekstase bringen und wollte ihn schmecken. Er pumpte und pumpte und ich schluckte und schluckte, es war einfach nur herrlich. Lars-Henrik hatte mir des Öfteren ins Gesicht gespritzt, das fand ich eklig, aber, das sich Jacob in mir entladen hatte, fand ich einfach nur geil! Ich blickte ihn an. „Danke!“

 

Der Mann, der auf dem Schreibtischstuhl saß und mein Vater hätte sein können, atmete tief durch und blickte mich mit gläsernen Augen an. „Ich habe dir zu danken und du nicht mir!“

 

Ich leckte ihn sauber, genoss die letzten Tropfen seines göttlichen Nektars, blickte ihn unschuldig an. „Wieso? Du hast mir doch was geschenkt und nicht umgekehrt.“

 

Wer verharrten ungefähr fünf Minuten in dieser Stellung, ich zu seinen Füßen, dann kippte der Blonde mir auf die Schulter. „Ich glaube, wir sollten jetzt unter die Dusche.“

 

Ich blickte ihn fragend an. „Wieso?“

 

„Wir müssen die Enthaarungscreme, die ich bei dir aufgetragen habe, noch abspülen.“ Er erhob sich und ging Richtung Badezimmer, ich folgte ihm blind.

 

Erst als er mich in seine Dusche, das Badezimmer war wirklich phänomenal, bugsiert und den Strahl des Duschekopfes auf mein griechisches Unterteil gestellt hatte, wurde ich wieder einigermaßen Herr meiner eigenen Sinne. Ich genoss es einfach nur, wie er mit einem Topfschwamm erst an meinem Sack und dann in meinem Tal herumrubbelte.

Als er mich dann mit seinen Fingern berührte und dabei in mich eindrang, ich konnte einfach nicht anders: Mein gesamter Körper bäumte sich auf und ich schleuderte ihm Tausende von potenziellen Hellenen in sein Gesicht. Einen solchen Abgang hatte ich seit Jahren nicht mehr!

 

Wir duschten zu Ende; fast entschuldigend für blickte er mich an. „Du Jannis, sei mir bitte nicht böse, aber wir haben jetzt schon fast zwei. Du musst arbeiten, ich muss arbeiten, wenn … dann sollten wir morgen weitermachen. Aber nur, wenn du willst!“

 

Ob ich wollte? Ich blickte ihn irritiert an. „Natürlich will ich! Was denkst du denn?“

 

Wir trockneten uns ab, Jacob cremte, wohl zur Prophylaxe gegen Hautirritationen, mich mit reichlich Bodylotion ein. Ich zog mich an und dann von dannen. Im Bett dachte noch kurz an das Geschehene nach und glitt, ein paar Minuten später, in einen traumlosen Schlaf, aus dem ich um 08:54 Uhr erwachte. Ich erhob mich, betrachte mich im Spiegel und stellte fest, dass ich nicht mehr der Mann war, der ich noch vor 24 Stunden gewesen war; Jannis Philipos Stafanides hatte sich nicht nur rein optisch verändert, nein, auch innerlich war ich nicht mehr ganz der Alte.

 

 

 

Der Arbeitstag, der um 10:15 Uhr begann, verlief zwar stressig wie immer, aber irgendwas hatte sich verändert. Was es ganau war, konnte ich nicht sagen, aber ich fühlte mich längst nicht so abgekämpft wie in den letzten Tagen, als ich mein Feierabendbier trank.

Als ich wieder daheim war, fuhr ich den Rechner hoch und loggte mich direkt auf den blauen Seiten ein. Als ich Kreuzfahrer_BOS online sah, klickte ich sofort das Nachrichtensymbol auf. „Hallo Jacob, würde gerne da weitermachen, wo wir gestern aufgehört haben!“

 

Kreuzfahrer_BOS: grins – bist du dir sicher?

Jan-Greek: bin ich J und wie!

Kreuzfahrer_BOS: dann ist gut! wie lange brauchst du?

Jan-Greek: wenn ich bei dir duschen kann? 8 min

Kreuzfahrer_BOS: dann mach dich mal auf den weg, lieber jannis

Jan-Greek: bin schon wech – bussi

 

Rechner aus und Schuhe an. Ich klopfte meine Jacke ab: Portemonnaie, Schlüssel, Zigaretten waren vorhanden, also raus aus meinem Bude und zur neuen Marina. Je näher ich seiner Wohnung kam, desto enger wurde es in meiner Hose. Er öffnete mir wieder im Bademantel. „Hallo Jannis!“

 

„Jacob!“ Ich ging auf ihn zu, drückte ihm einen Kuss auf die Lippen, ehe ich aus meinen Turnschuhen schlüpfte. Er hatte die Tür kaum hinter mir geschlossen, da stand ich auch schon nackt vor ihm.

 

Er grinste mich frech an. „Da lernt jemand aber ziemlich schnell. Komm erst mal richtig rein.“

 

Ich steuerte direkt das Badezimmer an. „Kommst du?“

 

„Wollen wir nicht erst …“ Er deutete auf die Tür zu seinem Wohnraum.

 

Ich lachte. „Du wolltest doch sehen, wie ich mich …“

 

„Stimmt, ich hol dann mal die Kamera.“ Jacob verschwand kurz in seinem Wohnzimmer und kam mit dem silbernen Teil in der Hand wieder. „Wir können.“

 

„Wanne oder Dusche? Wo soll ich? Was ist dir lieber?“ Wieso war ich so aufgeregt?

 

„Nimm die Dusche, da habe ich einen besseren Blickwinkel.“ Er grinste mich an.

 

Ich hüpfte freudestrahlend in die Tasse, drehte den Duschkopf ab. Der Edelstahlaufsatz, der gleich in mir verschwinden würde, lag in Seifenhalter, wo auch das Duschzeug stand. Jacob nahm mir die Brause ab, legte sie ins Waschbecken. Ich schraubte die Analdusche auf, griff mir dann die schwarze Tube, drückte mir einen Spitzer des Gels auf den Finger und rieb mir damit meine Rosette ein. Lauwarmes Wasser sollte reichen, ich ließ den Schlauch samt Aufsatz auf den Boden gleiten, ging in die Knie. Ich blickte den Blonden an. „Hast du auch alles im Bild?“

 

„Habe ich.“ Er lachte und leckte sich lasziv über die Lippen, als er vor mir leicht in die Knie ging.

 

Hatte ich mich gestern allein noch bei dem Gedanken unwohl gefühlt, mich beim Reinigen meines Kanals überhaupt beobachten zu lassen, war es heute für mich das Selbstverständlichste von der Welt, dass der Blonde mich dabei sogar ablichtete. Irgendetwas stimmte mit mir nicht, aber was es genau war, wusste ich nicht und es war mir eigentlich auch total egal.

Ich flirtete mit der Linse, als ich mir das Teil einführte. Mit zunehmenden Druck in Inneren wich aber auch das Grinsen aus meinem Gesicht. Ich erhob mich, wollte zum Klo, um das Wasser wieder aus mir herauszubefördern, aber Jacob stand mir im Wege. „Könntest du mal kurz da weg? Ich müsste …“

 

„Aber selbstverständlich.“ Er machte den Weg frei und ein Bild, wie ich auf dem Klo saß und presste.

 

Auf meinem Weg zurück in die Dusche drückte ich ihm ein Kuss auf die Lippen und griff in seine Körpermitte, auch Klein-Jacob schien großen Gefallen an der Show zu haben. Den Vorgang der Darmbefüllung und Entleerung wiederholte ich insgesamt fünfmal, dann floss nur noch klares Wasser aus mir heraus; ich war also sauber. Aber: Je öfter ich an ihm vorbeikam und je tiefer ich ihm in die Augen blickte, desto mehr versteiften sich seine 21 Zentimeter.

Ich stieg zum siebten Mal die Tasse, allerdings nahm ich diesmal nicht den Schlauch in die Hand, sondern bediente mich wieder am Duschgel, schmierte meine Rosette ein. Jacob grinste mich an, in einer Hand hielt er den Knipsomat, mit der anderen brachte er sein Anhängsel in Form. Ein Finger nach dem anderen verschwand in mir, als ich vier Finger in mir hatte, schaute ich ihn intensiv an. „Willst du meine Finger nicht endlich durch deinen Schwanz ersetzen?“

 

Er wollte! Jacob stieg zu mir in die Dusche, zog mich zuerst hoch, dann drückten seine Hand meinen Unterarm nach unten, ich war plötzlich leer. Aber nicht lange! Da, wo gerade noch meine Finger waren, setzte er seine Kuppe an und, keine Sekunde später, hob er sein Becken. Er drang in mich ein, jäh und ungestüm, ich spürte sein Fleisch in meinem Hintern. Ich war mehr als glücklich!

„Willst du das so?“ Seine Stimme war erregt, glich eher einem Hecheln. Ich, keiner Antwort fähig, griff nach hinten, schob ihn tiefer in mich hinein. Sein Beutel schlug gegen meine Haut. Ich war geil, glücklich und zufrieden, ich wollte nur ihn und ich hatte ihn auch bekommen. Ich stöhnte und versuchte, noch mehr von ihm in mir aufzunehmen. „Du willst es also auf die harte Tour?“ Ich konnte nur noch nicken. „Dann sollst du es auch kriegen! So, wie du es brauchst!“

Ich fühlte, wie er sich mir entzog, nur um dann, unbarmherzig wie er war, wieder zu zustoßen. Ich hätte schreien können vor Glück, ich fühlte mich, nach langen Monaten der Einsamkeit, endlich wieder geliebt und geborgen. Seine Arme legten sich unter die Meinen, ich konnte mich nur noch abstürzen. Er fickte mich, riss wir im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch auf, aber das war es, was ich eigentlich haben wollte: Ich wollte ihn spüren, wollte in mir haben. Ihn und nur ihn!

Dieses Auf und Ab seines harten Muskels war exakt das, was ich brauchte, wonach ich verlangt hatte. In diesem Moment hätte ich vergehen können, ich wollte ihm gehören, ich wollte eins sein mit ihm. Aber? Ich war eins mit ihm, wir waren vereinigt! Noch ehe er seinen heißen Saft in mir entlud, öffnete ich meine Schleusen und spritzte meinen weißen Saft gegen die Fliesen. Ich zuckte immer noch vor Geilheit und Ekstase, als seine Welle schon längst abgeebbt war.

 

„Das … das war himmlisch! Das müssen wir unbedingt wiederholen!“ Ich versuchte, mich zu ihm umzudrehen, ihn zu küssen. Ich spürte eine klaffende Leere in mir, aber dafür eroberte meine Zunge seinem Mundraum. Wir schraubten den normalen Duschkopf wieder auf, seiften uns ein, ich konnte meine Hände nicht von ihm lassen. Ich kam mir – nach Monaten – endlich wieder wie ein kompletter Mann vor. Unfähig, auch nur ein Wort zu sprechen, stieg ich aus der Dusche, trocknete mich ab. Jacob folgte mir, rieb mich mit Bodylotion ein, meine Brust presste sich an seine.

 

Jacob fühlte mich ins Wohnzimmer, wir tranken ein Bier, ich hockte mich, wie selbstverständlich, zu seinen Füßen. Auch wenn wir kein Wort wechselten, ich spürte seine Nähe, seine Anwesenheit; das reichte mir, mehr wollte ich nicht. Als ich dann wieder in den Flur ging und mich anzog, blickte ich ihn fast sehnsüchtig an. „Danke!“

 

Ich ging nach Hause und fiel ermattet in mein Bett; ich war glücklich, zufrieden, meine Gedanken kreisten beim Einschlafen nur um die Person, die sich im Chat Kreuzfahrer_Bos nannte.

 

 

 

Als ich erwachte, spürte ich eine gewisse Leere in mir. Wie ich den Tag überstanden habe, sorry, das kann ich heute leider nicht sagen. Ich war wie weggetreten, wie von einer anderen Welt. Was machte der Kerl nur mit mir? Was wollte ich wirklich?

 

Nach fast 10 Stunden Arbeit fuhr ich den Rechner wieder hoch. Kreuzfahrer_Bos war auf den blauen Seiten online, ich tickerte ihn sofort an. „Kann ich kommen?“

 

Seine Antwort bestand nur aus zwei Buchstaben: JA! Sofort machte ich mich auf den Weg und ging in Richtung Ems. Klingeln brauchte ich nicht, die Tür stand offen. Nachdem ich sie geschlossen hatte, zog ich mich komplett aus und ging nackt in seinen Wohnraum. Klein-Jannis schien sich mehr als zu freuen, er stand waagerecht von mir ab.

Das Wohnzimmer war nicht mehr ganz so vollgestellt wie gestern noch. Zwei Sessel waren freigeräumt, ich bräuchte also nicht mehr vor ihm auf dem Boden zu hocken, obwohl mir das überhaupt nichts ausgemacht hatte. Auf dem kleinen Tisch inmitten des Raumes lag seine Digitalknipse. Ich griff mir das Teil, es war an. Jacob saß an seinem Laptop, starrte wie gebannt auf den Bildschirm, ich tippte ihn sanft auf die Schulter. „Hallo!“

 

Leicht erschrocken drehte er sich zu mir um, in dem Moment drückte ich den Auslöser. Ich ließ den Fotoapparat wieder sinken, er blickte mich an. „Jannis! Schön, dich zu sehen.“ Der Blonde erhob sich, wir küssten uns, er streichelte meine Wangen. Wieso wurden meine Knie schwach?

 

Ich grinste ihn an. „Endlich habe ich dich auch mal erwischt.“

 

„Hast du, aber du willst ja Bilder von dir haben und nicht von mir, oder?“ Er lachte mich an und ging in seine Küche. „Bier?“

 

„Ja – Nein – Ja.“ Ich lachte ihn an.

 

Er blickte mich irritiert über den Tresen an. „Könntest du die Antwort vielleicht etwas eindeutiger formulieren? Möchtest du jetzt ein Bier oder möchtest du lieber etwas anderes?“

 

„Das erste Ja war auf die Bilder bezogen, die ich gerne von mir haben würde. Das Nein war so gemeint, dass ich durchaus nichts dagegen hätte, wenn du auch auf dem einen oder anderen Foto auftauchen würdest, …“ Ich lachte ihn an. „… und das letzte Ja …“

 

„… galt dann wohl dem Bier. Alles klar, dann habe ich verstanden.“ Grinsend schenkte er ein.

 

Mit den Krügen in der Hand umrundete Jacob mit offenem Bademantel den Tresen, gab mir einen und setzte sich. Ich lagerte mich, wie zweimal schon zuvor, zu seinen Füßen. Er schaute mich irritiert an. „Ich glaube, auf dem Sessel ist bequemer als auf dem Fußboden.“

 

„Mag ja sein, aber die Aussicht von hier ist erheblich besser.“ Ich deutete auf sein Teil, das eine gewisse Regung zeigte. Ich brauchte nur an ihn zu denken und mein Teil war steif.

 

Er grinste mich keck an. „Dann bleib da unten sitzen, du bist der Gast. Aber erst einmal Prost.“

 

„Jámas!“ Es war zwar etwas schwierig von unten, aber es klappte trotzdem.

 

Jacob stellte sein Glas ab. „Na, wie fühlst du dich? So mit gestutzten Haaren?“

 

„Erst war es etwas ungewohnt, aber …“ Ich blickte an mir herunter. „… mittlerweile finde ich es sogar gut, sehr gut sogar. Wie gefalle ich dir denn, so mit gestutzten Haaren?“

 

„Du siehst auf jeden Fall erheblich besser aus als beim ersten Mal!“ Er kniff mir ein Auge zu.

 

Ich stutzte etwas. „Wie würde ich denn noch besser aussehen?“

 

„Ehrliche Antwort?“ Er blickte mich intensiv an.

 

Ich nickte. „Ehrliche Antwort!“

 

„Nun, halte mich bitte nicht für verrückt, aber … noch besser – jedenfalls für mich – würdest du ganz ohne Haare aussehen.“ Er lehnte sich zurück.

 

Ich war irritiert. „Ist das so eine Art … ein Fetisch von dir?“

 

„Nein, und es hat auch nichts mit Master und Servant zu tun, ein Sklave hat ja kein Anrecht auf Haare unterhalb der Augenbrauen, es ist eher …“ Er atmete tief durch. „… Vergangenheitsbewältigung.“

 

„Wie muss ich das verstehen?“ Meine Neugier war geweckt.

 

Er schaute mich intensiv an. „Nun, als mein Vater erfahren hat, dass ich auf Männer stehe, hat er mich erst verprügelt und dann aus dem Haus gejagt. Das Ekel war behaart wie ein Affe, von daher …“

 

Ich erhob mich, beugte mich zu ihm runter und küsste ihn, streichelte über seinen Kopf. „Komm!“

 

„Wohin?“ Er hatte Fragezeichen in den Augen.

 

Ein Lächeln legte sich auf meine Lippen. „Ins Badezimmer, mein lieber Jacob!“

 

„Ins Bad?“ Er schaute mich verdutzt an. „Was willst du da machen? Duschen?“

 

„Das auch! Aber erst einmal wirst du mich komplett rasieren! Alle Haare sollen ab, ich will blank für dich sein.“ Diesmal griff ich an seinen Sack und führte ihn hinter mir her.

 

„Jannis! Du bist echt verrückt! Weißt du das?“ Er lachte mich an, „Du brauchst das nicht zu machen!“

 

Ich drehte mich um, blickte ihn an. „Ich bin verrückt nach dir! Und? Wenn es mir nicht gefällt?“ Ich zuckte mit den Schultern. „Egal! Die Haare werden wieder wachsen! Also komm und rasier mich!“

 

Im Badezimmer hüpfte ich vor lauter Vorfreude in die Badewanne, harrte der Dinge, die der kommen sollten. Aber was machte Jakob? Er schüttelte nur lachend den Kopf, grinste mich frech an. „Jannis, deine Haare sind eh so kurz, da reicht vollkommen die Enthaarungscreme, die musst nur einwirken. Oder soll ich auch deine Beine und Arme rasieren?“

 

„Das wäre wohl zu viel des Guten, oder?“ Ich blickte ihn fragend an.

 

„Du sagst es!“Er lachte mich an und schmierte mir die Creme auf Brust, Scham, Arsch und Achseln. Als alle Stellen eingeklemmt waren, lachte er mich an. „Wir können mit erst einmal ein Bier trinken, das Zeug muss erst einmal einwirken.“

 

Als wir wieder in seinem Wohnzimmer saßen, erzählte ich ihm, wie mein Vater mich nach meinem Outing aus der Wohnung, aus der Familie und aus seinem Leben geworfen hatte. Wir hatten eine Gemeinsamkeit! Jacob umarmte und drückte mich, küsste mich, streichelte über Körper. Unter der Dusche wurde wieder der Topfschwamm benutzt und ich konnte sein Teil wieder in mir spüren, ich war nur glücklich, zufrieden, was auch immer! Ich war endlich wieder komplett!

 

 

 

Anstatt den Umweg über meine Behausung zu machen, fuhr ich nach meiner Arbeit direkt zu Jacob. Ich klingelte. Er blickte mich erstaunt an, als er öffnete. „Jannis? Was machst du denn hier?“

 

„Dich besuchen!“ Ich trat ein und zog mich aus, meine Sachen landeten auf dem Fußboden.

 

Er lachte mich an, leckte seine Lippen. „Sei mir bitte nicht böse, aber … ich kann im Moment nicht!“

 

„Was ist denn los?“ Ich blickte ihn fragend an.

 

Er schüttelte sich. „Sorry! Ich habe einige Probleme, aber … nein, eigentlich macht das Projekt, weshalb ich überhaupt hier bin, gewisse Schwierigkeiten. Ich habe heute noch nichts gegessen, habe auch vergessen, in den Supermarkt zu gehen. Es wäre besser, wenn du wieder gehen würdest. Ich … ich dürfte heute … unausstehlich sein.“

 

„Quatsch mit Soße!“ Ich drängte mich an ihm vorbei in seine Küchenzeile. „Ich darf?“

 

„Was willst du machen?“ Er blickte mich fragend an.

 

Ich lachte ihn an. „Ich bin Koch, also kann ich auch aus Resten etwas machen. Wenn ich also dann mal etwas stöbern dürfte, dann kann ich dir zu mindest bei deinem Nahrungsproblem etwas helfen.“

 

„Tu, was du nicht lassen kannst!“ Er ging wieder in sein Wohnzimmer.

 

Ich schaute mich in der Küche und im Kühlschrank um: Nudeln waren da, Wurstreste, etwas Frischkäse, ein paar Gurken aus dem Glas, drei Beutel Ketchup einer deutschlandweit tätigen Imbisskette waren im Kühlschrank, Salz und Öl waren auch vorhanden. Ich grinste innerlich. Die Nudeln waren schnell gekocht, auch die passende Soße dazu war einfach hergestellt. Nach etwas mehr als eine Viertelstunde kam ich mit zwei Tellern in das mittlerweile frei geräumte Wohnzimmer. „Du wirst jetzt erst mal etwas essen, dann kannst du dich wieder um deine Pläne kümmern!“ Ich stellte ihm den dampfenden Teller hin. „Guten Appetit!“

 

„Danke!“ Er nahm die Gabel in die Hand und stocherte in seinem Teller umher. Er probierte, er schmeckte, ließ sich das, was er auf dem Gaumen hatte, wohl munden und grinste mich frech an. „Das schmeckt hervorragend! Und das hast du aus meiner Resten gemacht?“

 

Ich lachte. „Habe ich! Und wo ist das andere Problem?“

 

„Da!“ Er deutete auf die Wand, dort Pläne waren festgepinnt. „Probleme auf Deck fünf und sechs.“

 

Ich ließ meinen Teller stehen und ging an die Wand, betrachtete die Papiere, die dort hingen. Es handelte sich offensichtlich um ein Schiff. „Du arbeitest für die Meyer-Werft?“

 

„Nein, die arbeiten für uns, bauen ein neues Schiff für meine Firma.“ Er steckte sich die Gabel in den Mund. „Die Soße ist wirklich gut.“

 

„Danke!“ Ich grinste ihn an. „Aber auch das Problem ist einfach zu lösen!“

 

Er blickte mich fassungslos an. „Wie meinst du das?“

 

„Das Tiefkühllager auf Deck Fünf muss näher an die eigentliche Küche und auf Deck Sechs sollten eins der Restaurants nicht in der Mitte der Einkaufspassage sein, sondern hier …“ Ich tippte auf das Papier an der Wand. „… am Ende der Mall, dann kann es von der unteren Küche mitbedient werden!“

 

Er erhob sich, kam zu mir, legte seine Hand auf meine Schulter. „Was meinst du?“

 

„Bei dem vegetarischen Restaurant braucht man nur Rohkost, alles andere ist uninteressant. Wo das genau liegt, ist mehr oder minder egal.“ Ich zuckte mit den Schultern. „Aber hier, bei dem Bürger-Laden auf Deck sechs! Also entweder gebe ich dem eine eigene Küche, wenn er da bleiben soll, wo er jetzt auf dem Plänen ist, oder ich schiebe ihn eher ans Ende der Passage, dann kann ich ihn auch aus der Küche auf Deck fünf bedienen.“

 

Jacob schaute mich irritiert an. Er blickte auf die Pläne, dann auf mich, dann wieder auf das Papier. „By George! You got it! Du hast die Lösung unseres Problems! So mir nichts, dir nichts!“

 

Ich zuckte mit den Schultern. „Ist einfache Küchen-Ergonomie, mehr nicht! Und jetzt wird erst einmal gegessen, mein Lieber: Ich will ja nicht, dass du vom Fleisch fällst.“

 

„Ja Mama!“ Er aß weiter, aber ich konnte sehen, dass seine Gedanken bei den Plänen waren. Plötzlich legte er seine Hand auf meine. „Hast du dir mal vorgestellt, auf einem Schiff zu arbeiten?“

 

„Ich bin Koch, aber auf See? Ich weiß nicht.“ Ich zuckte mit den Schultern.

 

Er grinste mich an. „Die Pläne, die du an der Wand siehst, das … das wird mein Schiff werden.“

 

Panik überfiel mich! Ich zuckte zusammen, mir blieb der Bissen im Hals stecken. Ein Schauer nach dem anderen lief mir den Rücken herunter. Unsere Beziehung würde also spätestens mit dem Stapellauf dieses Kahns enden. Ich war verzweifelt: Mit Jacob hatte ich endlich jemanden gefunden, mit dem ich mich verstand, bei dem ich mich geborgen fühlte, mit dem ich einschlafen und wieder aufwachen wollte, aber … das Ende war also absehbar. Mist! Warum hatte ich nie Glück?

“Dein Schiff?“ Ich schaute ihn fragend an. „Du bist also der Kapitän?”

 

Er schüttelte den Kopf. “Nein, ich werde der Club-Direktor, … man könnte auch Hotelchef sagen.”

 

“Wenn ich mit dir zusammen bleiben möchte, müsste ich anheuern und für die Passagiere kochen?”

 

Er blickte mich mit großen Augen an. “Du möchtest mit mir zusammen bleiben?”

 

“Ja, das möchte ich!“ Ich machte mich ganz klein. „Denn ich … ich habe … verdammt! Ich liebe dich!“

 

„Darf ich das noch einmal hören?“ Ein breites Grinsen lag auf seinem Gesicht.

 

Ich war auf 180. „Ich habe mich in dich verliebt! Ich will nicht mehr ohne dich sein und wenn du auf dieses Schiff gehen wirst, dann muss ich ja wohl oder übel mitgehen und in der Kombüse arbeiten, nur um mit dir zusammen sein zu können. Hast du das jetzt verstanden?“

 

Er lachte. „Habe ich! Aber du wirst nicht in irgendeiner Kombüse arbeiten, mein lieber Jannis!“

 

Was war das denn? Mochte er mich nicht? War mein Liebesgeständnis für die Katz? „Warum?“

 

„Du wirst eher Assistent des Küchenleiters, denn… “ Er lachte mich an. „… denn der hat, wie ich, eher geregelte Arbeitszeiten! Ich will meinen Schatz nicht mit den Gästen teilen müssen und das müsste ich, wenn du als einfacher Koch …“

 

Moment? Was hatte er gerade gesagt? „Äh? Du willst mich?“

 

„Was denn sonst? Das Gefühl, lieber Jannis, dass du hast, beruht nämlich auf Gegenseitigkeit, auch ich bin in dich verschossen.“ Er griff meine Hand. „Ich liebe dich, du behaarter Grieche! Und jetzt frage ich dich zum ersten und zum letzten Mal: Willst du mit mir auf mein Schiff?“

 

 

 

Seit September steht als Berufsbezeichnung auf meiner Visitenkarte ‚Assistent Food & Beverage Manager‘, ich bin verantwortlich für Einkauf und Personalplanung auf dem Clubschiff. Planung und Gestaltung unserer Kabine übernahm dann doch ich, denn Jacob ist alles, aber kein Innenarchitekt, der ein gemütliches Heim, sei es auch eins auf hoher See, schaffen konnte.

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2 Kommentare

  1. hat sich da ein fehler eingeschlichen, die geschichte gehört doch nicht hier rein oder? das ist doch ein teil der HYPERION-reihe oder?

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  2. Danke Juuhi, wurde schon korregiert. LG Pit

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