Traumschiff – Teil 49

Dienstag, Tag 1 nach Vierzig……..

 

Paul

War ja ganz lustig gestern, die Party, viele neue Gesichter, sechs Autogramme hab ich von den Werder Leuten bekommen, mit Tim Wiese habe ich länger gesprochen und er will mir noch andere Autogramme besorgen,das hat er mir versprochen. Gekannt habe ich von den anderen Leuten niemand, woher auch, das war bis jetzt nicht unsere Liga.

Ich mach mir Gedanken um Ulli, wo kann der nur sein? Es ist eigentlich nicht seine Art, einfach zu verschwinden. Hoffentlich hat Papa nichts mit bekommen, der könnte sonst ausrasten und Ulli verprügeln. Das wäre schlimm, für Ulli, aber auch für mich. Komisch ist, das er nicht ans Handy geht, ganz offensichtlich ist es aus. Notfalls muss ich mit Martin mal bei uns, da wo ich mal zu Hause war, vorbei fahren, wenn der Alte auf der Arbeit ist. Ich weiß noch nicht einmal, wo Ullis Freundin wohnt, das weiß keiner, außer ihm. Schlüssel habe ich ja noch, für nachzuschauen, wenn der Alte die Zylinder in den Schlössern nicht gewechselt hat. Zwei Leute müssten Schmiere stehen draußen, mit dem Handy, das uns der Alte nicht überraschen kann.

Mit Martin hätte ich keine Angst, den würde er wohl nicht angreifen, denk ich. Vielleicht kann Kai ja auch noch mit fahren. Bei der Gelegenheit könnte ich meinen teuren Fahrradhelm und das Werkzeug zum Reifenwechsel aus dem Keller holen.

Ich werde auf jeden Fall Jeromes Vater darauf ansprechen heute noch und vorher auch mit Jerome.

Jetzt geh ich mal mit der Oma und der Tante runter zum Frühstück, es ist ja gestern schon einiges übrig geblieben und alle treffen sich jetzt unten zum Reste Essen, wie Oma so treffend gesagt hat vorhin, als sie mich geweckt hat. Ich hatte wohl doch ein oder zwei Bier zu viel gestern Abend, ein bisschen den Frust weg gespült.

Alle haben oder finden Partner, Enrico ist voll auf den Noah abgefahren, den hätte ich auch genommen, allein schon, weil er Ole gleicht. Oh Mann, warum ist Ole nur vergeben? Damit muss ich mich wohl abfinden, auch wenn es schwer fällt. Ein bisschen freue ich mich ja darüber, das wenigstens mein Schwarm glücklich ist. Er hat das verdient, ist einfach ein toller Junge…..schade und großes Pech für mich.

 

Enrico

 

Zu Beginn bin ich etwas unkonzentriert, habe Noahs Bild vor Augen, seine vom Schlaf verstrubbelten Haare. Ich meine, seine Augen zu sehen und seinen Duft zu atmen, schaue wohl gerade sehr verträumt aus den Augen und als eine Stimme fragt: „Wie heißt sie denn?“ sag ich ohne zu überlegen:“Noah!“

Upps……und jetzt? Ich schau zur Seite, in die Augen von Herr Meinle. Scheiße….Scheiße…Scheiße!

Der grinst mich nur an und sagt: „Der letzte Lehrling im Hilton, der in meiner Küche Zitronen schneiden sollte, hat sich bei den Gedanken an seinen Freund in die Hand geschnitten. Konzentriere dich auf deine Arbeit, deinen Freund siehst du bestimmt später, also los jetzt.“ Ich schau ihn verdattert an, nicke und sag: „OK“ „Du bist übrigens heute von ihm gebracht worden, hab ich gesehen“, sagt er und geht dann weiter. Was…..gebracht worden?

Er meint Sergej, jetzt fällt der Groschen, der ist doch auch im Hilton. Das muss der mir aber mal genauer erzählen, wie das war, der Sergej.

Ich stell mir jetzt einfach vor, ich koche für meinen neuen Traummann, bei dem soviel andere, neue Gefühle im Spiel sind, als sonst bisher bei den letztendlich doch wohl eher nur Fickgeschichten. Ich brenne, hab ein unbekanntes Kribbeln im Bauch und Sehnsucht nach Noah. Ich hatte noch nie richtig Sehnsucht nach jemandem, mit dem ich gepoppt habe, hinterher mein ich. Vorher, das war wohl nur Verlangen, Geilheit, aber keine Sehnsucht.

Heute ist Fisch an der Reihe, das ist schon sehr schwierig, da muss alles stimmen. Wenn man nicht aufpasst, wird er zu trocken oder fällt auseinander. Papa ist aus Diana de Marina in der Nähe von Alassio, direkt am Meer. Fisch kann ich zubereiten, besser wie Papa, moderner, bunt und sehr schmackhaft.

Aber auch bei Süßwasserfischen gelten die selben Grundregeln. Ich soll Zanderfilet machen, unsere ganze Gruppe macht das gleiche. Ich habe mir einen Fisch rausgesucht, gleich als erster, die Augen sagen viel über die Frische, aber die ist insgesamt gut. Jetzt filetiere ich ihn, hab ein extra Messer dafür. Ein Hauch Zitronensäure, dann etwas Salz und Kräuter a la Enrico. Olivenöl, was anderes kommt nicht in Frage, ein mildes, damit der Fisch auch nach Fisch schmeckt. Kurz anbraten, von beiden Seiten. Zanderfilet auf Salatvariationen, das wird es, wenn es fertig ist. Ob Noah Fisch mag….hoffentlich, denn Fisch ist schon exquisit, lecker, gesund und oft um vieles besser als Fleisch , finde ich.

Fisch geht eigentlich immer sehr flott, er ist sehr empfindlich beim Braten oder Dünsten, aber das ist etwas, das kann ich. Fertig, jetzt anrichten und dann servieren……… Mal sehen, was sie sagen, die Herren.

Die anderen sind nicht wesentlich langsamer, zwei tun sich schwer, die sind wahrscheinlich nur Fleisch gewohnt.

Ich beobachte die Kommission beim Essen, bzw. beim Probieren. Herr Meinle guckt verzückt, sieht zu seinen Kollegen und nickt. Sein Blick sucht mich, ein leichtes Nicken mit leuchtenden Augen sagt mir, das es gut ist. Das beruhigt mich, doch wüsste ich gern, ob Noah es auch mögen würde.

Ich werde kochen, für alle, bei Jerome zu Hause, wenn die Prüfung vorbei ist, seine Mutter wird es verstehen und bestimmt gerne erlauben…..vier Gänge, Gang zwei wird Zander, ich freue mich drauf und auf heute Nachmittag, auf Noah und auf die neue Wohnung, die heute möbliert werden soll.

Soviel Unterstützung, wohl auch, weil ich Jungs mag. Zum ersten mal erlebe ich einen Vorteil, der auf mein Schwulsein zurück zu führen ist, nicht etwa durch Eltern oder Verwandte, nein, eigentlich durch Fremde. Bei ihnen hat man allerdings vom ersten Augenblick ein gutes Gefühl, man kann sein, wie man ist und wird dafür freundlich und ehrlich behandelt und nicht geschmäht oder gemobbt, wie die letzten zwei Jahre zu Hause.

 

 

Martin

 

Ein bisschen ausschlafen ist einfach fein, einfach kuscheln mit Kai und feuchte Fingerspiele, zu mehr reicht unsere Energie noch nicht am frühen Morgen. Außerdem wollen wir ja die zwei Jungen nicht aufwecken oder, wenn sie schon wach sind, nicht stören, bei was auch immer. Der Gedanke, das beide gerade Sex haben könnten lässt mein Kopfkino anspringen und als ich die Bilder ihre schlanken Körper vereinen in meinem Kopf, spritze ich Kai heftig in die Hand.

„Holla, das ging aber jetzt fix“, meint der und grinst, „welches Video ist denn da gelaufen?“ „Kevin besorgt es Wolfi“, sag ich und grinse, „einfach zu real, diese Vorstellung der beiden.“ Mit der Shorts wischt er seine Hand und meinen Kong ab. Ja, Kong sagt er, genauer King Kong, zu meinem Schwanz, nur weil der etwas größer ist. „Kleiner Neger“ sagt er auch ab und zu, und dann: „sucht du die Schokolade?“ Ich muss dann immer grinsen, denke gerade an Dirk, der ja auch so einen „King Kong“ hat. Kais und Mikes Hintern müssen da schon was ab können, aber es scheint ihnen doch Freude zu machen, auf so einem U-Boot zu reiten.

„Müssen aufstehen, gleich gibt es oben Frühstück und dann müssen wir den Transporter holen und Möbel fahren“, sagt Kai. Just in diesem Moment klopft es und unser Sohn spitzt durch die Tür. „Guter Morgen, ihr zwei Vadders“, sagt er und grinst dabei, „Wolfi und ich gehen schon mal rüber, ihr habt das Bad für Euch.“ Was immer das auch heißen soll, Kai wirft ein Kissen, lacht, als es die blitzschnell zugezogene Tür trifft. Kevins Lachen hören wir, dann wird es leiser und die Eingangstür fällt zu.

Wir stehen auf und machen uns fertig und zwanzig Minuten später betreten wir das Esszimmer, wo bereits alles am mampfen ist. Nach der Begrüßung suchen wir uns einen Platz, beim Chef ist noch was frei, und frühstücken ebenfalls.

 

 

Carl August

 

Mit Martin und Kai ist die Gesellschaft komplett. Neun Jungs, Noah ist ja auch noch da, die einsatzfähig sind, dann die zwei Männer und der Doktor und Johannes Jensen , die zwei letzteren werden in der Wohnung sein, wenn die Jungs mit den Möbeln kommen, das wird alles gut gehen.

Lis will dann am Freitag mit den Zwillingen noch shoppen, falls Sachen wie Bettwäsche und so fehlen sollten. Wenn die zwei Jungs das überstanden haben, wird eine kleine Wohnungsparty gefeiert, nicht zu doll, weil ja am Samstag ab fünfzehn Uhr Almauftrieb ist. Der Begriff für den Empfang, von Jerome geprägt, ist jetzt bei uns im Wortschatz fest verankert.

Martin und Kai werden den LKW holen nach dem Frühstück und die Jungs tragen die Möbel bis zum Aufzug und bringen sie dann runter.

Da das Auto eine Hebebühne hinten hat, ist das Verladen wohl kein Akt und es dürfte mit maximal zwei mal fahren alles in der neuen Wohnung sein. Das dort auch ein Aufzug ist, dürfte die Sache wesentlich erleichtern.

Kai und Martin machen sich jetzt auf den Weg, Jerome geht mit den Jungs nach oben auf den Dachboden, Frank bleibt mit trauriger Mine am Tisch sitzen. „Frank, du kannst es nicht ändern, das du nicht mit anpacken kannst“, sag ich zu dem jungen Mann, „ Es sind Leute genug und die schaffen das jetzt auch ohne uns.“

„Vier Wochen Krankenschein, das ist für mich schon bitter“sagt er zerknirscht. „Ich hätte da schon eine Idee“, sag ich, „du könntest Wolfi bei der Vorbereitung der Ausstellung helfen. Die Bilder müssen katalogisiert werden und Nummern bekommen. Wenn das geschehen ist, will ich die Preise mit Wolfi festlegen. Ich lasse einen kleinen Container dort abstellen, in dem man alles einlagert und dann nach und nach aufbaut. Wolfi muss ja zur Uni und du hast Zeit. Ich gebe dir jemanden aus der Firma, der dir beim Aufbau hilft. Du und Wolfi macht einen Plan und du baust dann mit dem Mann, den ich dir gebe, auf. Wenn Wolfi dann von der Uni kommt, kann er sich anschauen, was ihr gemacht habt. Das wäre doch eine schöne Aufgabe und es gibt natürlich auch eine Entlohnung dafür.“

„Das wäre echt cool und würde mir auch Spaß machen“, sagt Frank und sieht gleich viel fröhlicher aus, „wann soll es losgehen.“ Ich muss grinsen. „Wir können alles besprechen mit Wolfi, morgen gleich“, sag ich , „Jerome soll euch den Kombi überlassen, der hat ja Automatik und den kannst du mit einer gesunden Hand fahren. Dann könnt ihr loslegen.“

Ich freue mich drauf, Danke“, sagt er und strahlt jetzt.

Mein Handy geht und als ich dran gehe, ist es mein Freund von der Kripo. Er teilt mir mit, das der saubere Herr Werthmüller einen Besuchstermin bei Dirks Mutter abgemacht hat für den Montag der nächsten Woche, das ist der fünfzehnte Juni, um siebzehn Uhr, mit der ganzen Familie. Mein Freund will eine Kamera und ein Mikro dort installieren und das Gespräch aufzeichnen. Der Plan ist gut, finde ich und sag das auch. „Wir sehen uns ja am Samstag“, sag ich, „ihr kommt doch auch, oder?“

„Ich komm allein, Margret ist heute morgen zur Kur“, sagt er, „da ist kurzfristig ein Platz freigeworden und da haben die angerufen und jetzt ist sie unterwegs nach Bad Westernkotten.“ „Na schön, das du dann wenigstens kommst, da kommen alle Freunde von der Penne noch mal zusammen“,sag ich. Er verabschiedet sich und ich muss daran denken, mit Dirk, Mike und Ole zu reden später.

 

 

Ulli (Pauls Bruder)

 

Es ist dunkel um mich herum und kühl ist es, als ich wach werde. Es ist das dritte Mal, das ich jetzt aufwache in dieser Dunkelheit. Es muss unser Keller sein, der Geruch kommt mir bekannt vor. Mich wundert, das ich wieder riechen kann, meine Nase war komplett zugeschwollen und mein ganzes Gesicht tut weh. Der Alte, dieser Drecksack, hat heraus gefunden, das ich mit Paul Kontakt hatte.

Er hat mir aufgelauert, mit mit seinen Faustschlägen überrumpelt und zusammen geschlagen. Seit dem liege ich hier unten auf einer ausrangierten Matratze. In regelmäßigen Abständen, ich vermute mal morgens vor und abends nach der Arbeit, kommt er immer,macht kein Licht an, leuchtet nur mit einer Stablampe auf mich, bringt mir Wasser.

Zum Essen hatte ich schon nichts mehr, seit ich hier liege. Meine Hände sind mit Handschellen auf dem Rücken zusammen gemacht und die Füße sind ebenfalls gefesselt.Ich liege auf der Seite die meiste Zeit. Meine Knochen tun weh und ich habe mir im Schlaf schon mehrfach in die Hose gepinkelt, weil ich das wohl nicht verhindern konnte. Es ist kalt und nass untenrum und es stinkt auch, wie ich jetzt riechen kann, kacken musste ich offensichtlich noch nicht, wie oder was denn auch ohne was zum Essen.

Dieses miese Schwein, das sich mein Vater nennt, was hat er vor, was soll das hier nur werden. Mein Handy hat er und meine Uhr, auch den Geldbeutel mit den Ausweisen und Scheckkarten.Ich kann nur hoffen, das mich jemand vermisst und sucht oder er zur Vernunft kommt und mich hier raus lässt.

Irgendwas ist in dem Wasser, nach dem Trinken schlafe ich immer wieder sehr schnell ein, das ist eigenartig.

Da ich die ganze Zeit nichts riechen konnte, kann ich nicht sagen, ob was drin ist, aber ich habe sonst keine Erklärung fürs schnelle Einschlafen. Auch die Schmerzen im Gesicht werden nach dem Trinken schnell besser. Er macht bestimmt was rein in das Wasser.

Ich habe jedes Zeitgefühl verloren und weil es immer dunkel ist, weiß ich auch nicht, wann Tag und wann Nacht ist.

Jetzt höre ich ihn kommen, der Schlüssel dreht sich im Schloss und etwas Licht fällt durch die Türe. Erstellt ein großes Glas mit Wasser auf den Boden, tritt hinter mich und zieht mich einfach an meinen Haaren hoch in eine sitzende Position. Jetzt nimmt er das Glas und setzt es an meinen Mund. Ich schlucke, so gut ich kann, der Rest läuft halt am Mund vorbei oben auf mein Sweatshirt.

Als das Glas leer ist, stößt er mich einfach wieder um und ich knall auf die Matratze. Mein Kopf, der eh noch weh genug tut, bekommt erneut einen, Gott sei Dank durch die Matratze abgefederten Stoß und Sternchen flimmern vor meinen Augen. Ohne ein Wort gesprochen zu haben, geht er mit dem leeren Glas und schließt die Stahltüre hinter sich wieder ab.

Wenn ich könnte, ich würde ihn umbringen. Die bleierne Müdigkeit kommt wieder und ich falle in tiefen Schlaf.

 

 

Jerome

 

Als Martin mit dem LKW kommt, steht ein Teil der Möbel schon unten. Kai, der schon vor Martin mit dem Achter zurück gekommen ist, wird jetzt mit Martin die Sachen aufladen. Die beiden kennen sich mit der Hebebühne aus und Martin hat ja früher mal Lkw gefahren, der hat das mit dem richtigen Laden drauf.Wir Jungs bringen weiter alles, was mit soll, nach unten. Das Auto ist recht groß, ein sieben Komma fünf Tonner mit einem hohen Kofferaufbau mit über vierzig Kubikmeter Stauraum. Da werden wir wohl alles in einem Mal reinkriegen.

Um zwölf Uhr zwanzig ist alles verstaut und Frau Gut sagt , das wir jetzt vorher noch was zu Mittag essen sollen, was wir dann auch tun.

Gewärmtes von Gestern und auch noch diverse Leckereien sind immer noch ausreichend vorhanden.

Beim Essen erzählt Papa, was er mit Frank vereinbart hat und auch, was sein Kripo Freund gesagt hat. Als Papa fertig ist, erzählt Paul von seinen Bedenken, was Ulli betrifft und das er Angst hat, sein Vater hätte ihm in seiner Wut was angetan. Es ist ganz ruhig geworden am Tisch und Papa guckt sehr nachdenklich. Man sieht förmlich, das er überlegt, nach einer Lösung sucht.

„Wann und von wem wurde denn der Junge zuletzt gesehen und was weiß man denn in seiner Firma?“, fragt Papa jetzt, „gibt es Freunde oder eine Freundin, bei denen man fragen kann, wo er sein könnte?“

„Ich kenne seine Freundin nicht“, sagt Paul, „er arbeite bei einer Firma Stiefel als Bauhelfer und war am Samstag nicht auf der Baustelle.“ „Er arbeitet mit draußen, für die Firma Stiefel, die an unserem Umbau arbeitet“, sag ich zu Papa. „Wusste dort niemand, wo er abgeblieben ist, hat er sich gar nicht gemeldet?“, will Papa wissen. „Nein“, sag ich, „es wusste niemand was auf der Baustelle.“

„Dann muss man den Stiefel mal einfach anrufen und fragen, ob der jetzt was weiß“, sagt Papa und nickt mir zu.

Die Nummer der Firma ist seit Baubeginn in meinem Handy gespeichert, für eventuelle Rückfragen und so und nun ruf ich dort an. Als der Ruf durchgeht, der Lautsprecher ist an, hält Papa seine Hand in meine Richtung und ich leg im das Handy hinein.

Nach dreimaligem Tuten knackt es und eine Stimme sagt: „Stiefel“. „Remmers hier, guten Tag Herr Stiefel. Entschuldigen sie die Störung in der Mittagszeit, aber ich habe eine Frage, einen ihrer Mitarbeiter betreffend.“

„Womit kann ich ihnen denn helfen, um wen geht es denn genau, Herr Remmers?“, fragt der Unternehmer. „Es geht um einen Ulli Gruber, er ist als Bauhelfer bei ihnen und zur Zeit auch auf der Baustelle meines Sohnes „In den Hufen“ in Bremen. Er wird vermisst und ich möchte wissen, ob ihnen was über seinen Aufenthalt bekannt ist“,sagt Papa.

„Hmm…., jetzt wo sie fragen“, kommt die Antwort, „sein Vater hat gestern morgen um zehn Uhr angerufen und gesagt, das der Ulli seit Samstag krank ist und er wohl so schnell nicht mehr kommt. Was er genau hat, sagte er aber nicht und ich darf das ja auch nicht fragen. Einen Krankenschein will er noch zuschicken, hat er dann noch gesagt.“ „Gut, das ist ja mal etwas greifbares“, sagt Papa, „dann müssen wir dort weiter fragen. Danke, Herr Stiefel und Auf Wiederhören.“ Auch Stiefel verabschiedet sich und das Handy kommt zu mir zurück.

Paul schaut skeptisch, schüttelt mit dem Kopf und sagt dann: „Da stimmt was nicht, Ulli ist volljährig und hat, wenn er wirklich mal krank war, immer selber angerufen, der Alte wollte das nie machen, anrufen oder was schreiben. Irgendwas ist passiert, das fühle ich.“

Papa überlegt angestrengt, holt dann sein Handy und sucht nach einer Nummer. Er steht auf und geht Richtung Arbeitszimmer und verschwindet darin. Die Tür schließt sich hinter ihm.

 

 

Noah

 

Ich sitze hier mitten zwischen Jeromes Freunden und staune, wie sich hier um andere Jungs gesorgt wird, auch wenn sie, wie dieser Ulli, eigentlich gar nicht zu dem eigentlichen Freundeskreis gehören. Die Zusammenhänge sind mir nicht geläufig, es handelt sich wohl um den Bruder von Paul, der, wie Jerome mir sagte, von seinem Vater schwer misshandelt und von Oma Remmers hier aufgenommen wurde.

Ich denke, wir werden gleich los fahren und die Möbel in die neue Wohnung von Enrico und Paolo bringen. Ich muss immer an Enrico denken, der kleine Lockenkopf beschäftigt mich und mein Herz seit dem Kuss heute Morgen noch mehr als gestern. Ich glaube, ich hab mich verliebt in den Kleinen. Bisher war ich noch nie verliebt, hab wohl heimlich für den einen oder anderen geschwärmt, aber einen richtigen Freund, ich meine als Schatz oder so, hatte ich noch nie. Ich bin, von der wohl unter Jungs üblichen Selbstbefriedigung abgesehen wohl eine lupenreine Jungfrau. Einmal hab ich in der Küche eine Möhre entwendet, eine ziemlich dicke war das.Es hat gleich weh getan und dann hab ich es gelassen. Das ich noch keinen Sex mit einem Anderen hatte, hat mich bis jetzt nicht wirklich gestört, Schule und Sport haben mich genügend abgelenkt. Ich ringe in einem Verein, bin in der Wettkampfmannschaft in der A-Jugend in Gewichtsklasse acht bis zu maximal sechsundsiebzig Kilo. Bei Ein Meter zweiundachtzig habe ich mit zweiundsiebzig Kilo ein gutes Kampfgewicht und auch noch Spielraum nach oben. Wenn ich achtzehn werde, am siebten August, komm ich in die Klasse Weltergewicht, so heißt das bei erwachsenen Ringern.

Das Ringen macht mir sehr viel Spaß und ich habe auch schon einige Preise gewonnen. Im Verein weiß keiner, das ich schwul bin. Da wir im Training immer Körperkontakt haben, wird das einigen bestimmt nicht gefallen. Irgend wann muss ich wohl mal mit dem Trainer reden, zu dem ich ein sehr gutes Verhältnis habe und der mir bestimmt raten kann, ob ich mich outen soll oder besser nicht. Das Ringen möchte ich nur sehr ungern aufgeben, nur wenn ich mit dem Lockenkopf richtig zusammen komme, will ich mich auch nicht immer verstellen und verstecken müssen. Mal sehen,

was Mama und Papa sagen, wenn ich einen Freund habe und der auch bei mir schlafen soll. Ich hoffe, das Mama damit zurecht kommt, wenn nicht, muss ich Tante Lis um Unterstützung bitten denn hier ist das ja echt kein Akt, das habe ich schon festgestellt.

Bei Papa hab ich auch keine Bedenken, der ist wie Onkel Carl August, so sollte ich ihn immer nennen, offen und tolerant. Mama ist da etwas verklemmter von Hause aus. Mein Opa, ihr Vater, war Pfarrer in der evangelischen Kirche in Hamburg, jetzt ist er im Ruhestand. Mal sehen, was der und Oma dazu sagen, wenn ich mal mit Rico da hin fahre.

Upps, jetzt plan ich aber schon ein bisschen weit im voraus, so weit sind wir ja noch lange nicht. Wenn es nach mir geht, möchte ich ihn schon als Schatz haben und ich denke und hoffe, das er mich auch will. Onkel Carl August kommt zurück und alle Augen richten sich auf ihn.

 

Sergej

 

Jeromes Papa kommt und schaut in die Runde. Sein Blick bleibt an Paul hängen. „Hast du noch einen Hausschlüssel?“, fragt er ihn. „Ja, hab ich“, sagt Paul, „auch von dem Hintereingang zum Keller, für den Fall, das er das Haustürschloss gewechselt hat.“

„Gut“, sagt Carl August, „wir fahren jetzt alle bei euch vorbei, das liegt eh an unserem Weg zu der Wohnung. Mein Freund von der Kripo kommt mit zwei Beamten der Schutzpolizei auch dort hin. Du gehst mit Ihnen ins Haus, wenn dein Vater nicht da ist. Wenn er da ist, lassen wir das die Polizei allein regeln. Ihr schaut überall im Haus nach, am besten fangt ihr mit dem Keller an. Wenn dein Vater den Ulli festhält, dann wohl am ehesten im Keller. Wenn der Junge dort gefunden wird, wird mein Freund einen Haftbefehl beantragen und dein Vater kommt in Untersuchungshaft. Alle anderen bleiben zuerst mal in den Autos sitzen. Martin und Kai halten sich bereit, falls die Polizei Verstärkung braucht. Ole, ruf deinen Onkel an, er soll mit dem Doktor und dessen Notfalltasche auch zu Pauls Haus kommen.“ Er schaut auf seine Uhr. „Wir müssen los“, sagt er und wir gehen alle raus. Carl August fährt mit Kai und Paul im Achter. Ich fahre mit Dirk, Mike und Wolfi im Fabia und Jerome mit Ole, Frank und Noah im Kombi. Martin fährt mit Kevin im LKW.

Die Kolonne fährt nach Bremerhaven hinein in die Straße, in der Paul gewohnt hat.

Nur der Achter parkt direkt in der Nähe des Hauses, ein Opel Vectra und etwa dreißig Meter dahinter ein Polizeiauto stehen auch in Hausnähe am Bordstein. Wir halten etwa fünfzig Meter hinter dem Achter. Wir beobachten, wie Paul mit Carl August zu dem Vectra geht, aus dem jetzt zwei Kripo Leute, denk ich mal, aussteigen. Von dem Polizeiauto kommen jetzt zwei Beamte in Uniform dazu und alle gehen Richtung Haustüre. Wir warten gespannt, was wohl passieren wird.

Paul versucht wohl gerade, die Haustüre auf zuschließen, offensichtlich ohne Erfolg, denn alle gehen nun am Haus vorbei nach hinten, wohl zur Hintertüre, die, wie Paul gesagt hat, wohl in den Keller führt. Da sie nicht zurück kommen, denk ich, das sie ins Haus hinein gekommen sind.

Oles Onkel und der Doktor kommen mit einem dunklen Golf älteren Baujahrs. Im Spiegel sehe ich das Jerome ausgestiegen ist und zu den Beiden ans Auto geht.

 

 

Paul

 

 

Mit Herrn Remmers, den zwei Kripo Leuten und den beiden anderen Polizisten bin ich, nach dem ich die Haustüre nicht auf schließen konnte, zur Hintertüre, die fünf Stufen tiefer in den Keller führt. Hier hat der Alte wohl versäumt, einen anderen Schließzylinder ein zu bauen. Pech für ihn.

Als die Türe auf gesperrt ist, hat einer der Schutzpolizisten seine Waffe gezogen und drückt die Türe langsam auf. Der Zweite hat eine starke Stablampe in der Faust und leuchtet über die Schulter des ersten in den Gang. Mich hat man drei Stufen hoch auf die Treppe nach hinten gestellt und die zwei Beamten vorweg, dringen alle nach einander in den Kellergang ein.

Jede Türe, die vom Gang aus abzweigt, wird geöffnet, bis sie zur letzten Türe rechts kommen, die ist verschlossen. Ich dränge mich an den anderen vorbei nach vorn und sage: „Ich geh hoch, den Schlüssel holen, ich weiß, wo der immer hängt.“ „Ich geh vor“, sagt der Beamte mit der Waffe“. „sicher ist sicher,“

Wir gehen zur Innentreppe und steigen leise nach oben. Die Türe zum Flur ist offen und schnell habe ich den Schlüssel gefunden. Wir machen uns wieder auf den Weg nach unten, wo der andere Polizist den Schlüssel nimmt. Er schließt auf und leuchtet in den Raum. Der Geruch von Pisse kommt uns entgegen und dann sehen wir eine Gestalt, die gefesselt am Boden liegt. Jetzt hält mich nichts mehr und ich schiebe den Polizisten einfach zur Seite. „ Ulli“, ruf ich und stürze auf ihn zu, aber er rührt sich nicht.Der Polizist schiebt mich zur Seite und kniet sich neben Ulli, der im Licht der Lampe erschreckend aus sieht. „Er scheint fest zu schlafen“, sagt er, „ wir rufen am besten den Notarzt, der junge Mann sieht schlimm aus.“ „Ein Arzt ist bereits draußen“, sagt Herr Remmers, nimmt sein Handy und ruft an. „Paul, zeig dem Doktor den Weg“, sagt er und ich laufe aufgeregt los. Der Alte ist so ein mieses Schwein, hoffentlich wird das wieder mit Ulli und alles nur, weil ich schwul bin.

Der Doktor kommt mit einer Tasche die Straße entlang und folgt mir schnell in den Keller. Ich bring die ganze Zeit kein Wort heraus, so hat mich Ullis Anblick geschockt. So ähnlich wie Seins hat mein Gesicht auch ausgesehen noch vor ein paar Tagen. Der Alte ist ein Verbrecher, eine Drecksau, aber jetzt geht er wohl in den Knast, hoffe ich.

 

 

Joachim Morbach

 

Als ich in den Kellerraum komme, hat einer der Polizisten den Jungen losgebunden und auch ein paar Handschellen liegen nun auf dem Boden. „Gibt es hier kein Licht?“, frag ich Paul und der macht nun eine Neonlampe an der Decke an. Deren Licht ist ausreichend, das Ausmaß der Gesichtsverletzungen zu erkennen. Der Junge ist offensichtlich sediert, mit einem Medikament ruhig gestellt worden.

„Wir brauchen einen Krankenwagen, er muss dringend in die Klinik“, sag ich und der Herr Remmers telefoniert direkt. „Paul“, sag ich zu dem immer noch entsetzt guckenden Jungen, der beim Kopf seines Bruders kauert, „hol bitte was leichtes zum Anziehen, packe ein paar Sachen ein für Ihn, das, was er jetzt anhat, kommt in den Müll. Du weißt ja , was man im Krankenhaus alles so braucht.“

Von einem Polizisten begleitet, geht der Junge nach oben, während ich vorsichtig Kopf und Gesicht des am Boden liegenden untersuche. Beim betasten des Nasenbeins stöhnt der Junge auf, ohne jedoch die Augen zu öffnen. Mehrere Hämatome und Schwellungen verunstalten sein Gesicht und der Unterkiefer scheint auch lädiert zu sein.

Es dauert nicht allzu lang, bis der Krankenwagen hier eintrifft. Ich werde am besten mit in die Klinik fahren, Jo kommt in der Wohnung auch ohne mich klar. Die beiden Sanitäter kommen mit einer Trage in den Keller und vorsichtig legen wir den jungen Mann darauf.

„Ich fahre mit“, sag ich so, das alle es hören können, „bringt Paul mit den Sachen in der Klinik vorbei, er soll hoch gehen auf die Station, wo er und Ole gelegen haben. Der junge Mann kommt auch dahin. Paul soll, wenn es geht, den Ausweis und die Versicherungskarte des Jungen mitbringen.“ Dann geh ich der Trage hinter her. Im Wagen muss ich mal gleich einen Zugang legen und eine Infusion anhängen.

Als das dann erledigt ist, fährt der Wagen los, mit Blaulicht, aber ohne Martinshorn. Nach knapp zehn Minuten fahren wir vor die Liegendaufnahme und das von mir verständigte Notfallteam wartet bereits auf uns.

Zunächst wird der Junge in den Vorraum des unsterilen OPs gebracht, wo wir ihn ausziehen und auch gleich säubern. Dabei sehen wir dann auch, das er noch Blutergüsse am Körper hat, wohl von Schlägen oder Tritten zeugen. Alles wird abgelichtet, dokumentiert für spätere Beweise vor Gericht und bei der Polizei. Jetzt schieben wir ihn zum röntgen, nach dem eine Kollegin im Blut abgenommen hat. Wir müssen wissen, mit welchem Zeugs er sediert wurde, also warum er fest schläft. Das Blut bringt sie gleich ins Labor und wartet dort auf das Ergebnis.

Beim nach folgenden CT wird eine Schädelfraktur über dem rechten Ohr festgestellt, ebenso ein Kiefer und ein Nasenbeinbruch. Zwei Zähne fehlen im linken Unterkiefer, da, wo auch der Bruch ist.

Um Blutungen im Inneren des Schädels auszuschließen, wird mit einem Kontrastmittel erneut ein CT gemacht, das erfreulicher Weise ohne Befund bleibt. Auch weitere Knochenbrüche an Rippen, Armen oder Beinen gibt es nicht, ich geh aber davon aus, das die Rippen linksseitig auf jeden Fall geprellt sind. Der Bruch am Kiefer muss operiert werden, also muss ein Kieferchirurg her. Ich leite alles in die Wege und der Junge kommt nun in einen sterilen OP zwecks Gesichtsoperation. Das Nasenbein wird dann auch gleich gerichtet.

Das Ergebnis des Labors ergibt eine Sedierung mit Valium. Das muss bei der Narkose berücksichtigt werden. Der Narkosearzt ist auf dem Weg, der Kieferchirurg auch.

Der Chef kommt und ich berichte kurz, das es sich um Pauls Bruder handelt, der wohl ebenfalls von seinem Vater so zugerichtet wurde, wie schon zuvor Paul.

Nach kurzer Besprechung mit den Fachärzten wird der Patient für die OP vorbereitet und dann fangen wir mit dem Kiefer an.

 

 

Jerome

 

Der Krankenwagen ist mit Ulli und Joachim fortgefahren. Oles Onkel hat wohl mit Joachim telefoniert und kommt jetzt zu uns ans Auto. Er sagt in den Wagen hinein: „Der Junge hat wohl einiges abgekriegt, so das Joachim mit gefahren ist. Paul wird wohl mit deinem Vater und Sachen für den Ulli in die Klinik fahren, den Rest macht die Polizei.Wir fahren jetzt mal die Möbel weg und bringen alles hoch. Danach sehen wir weiter.“ Er geht zurück zu seinem Golf und dann setzen wir die Kolonne wieder in Bewegung, ganz schön aufregend heute, denk ich so für mich.

Oles Handy geht und er telefoniert mit…Torsten. Ja richtig, der kommt ja heute zurück oder ist schon zu Hause, wie ich aus Oles Gespräch schließen kann, das ist wohl in dem Trubel ganz untergegangen.

Ole erzählt in groben Zügen, was bei uns gerade abgeht und verabredet mit Torsten ein weiteres Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt, nach neunzehn Uhr.

Wir haben das Haus erreicht, in dem die neue Wohnung der Zwillinge liegt und jetzt heißt es, das Zeug nach oben in den ersten Stock zu bringen.

Ich frage Sergej, wann die Zwillinge abgeholt werden müssen und der meint mit Blick auf die Uhr, das ich wohl in einer halben Stunde los muss nach Bremen. Noah bleibt heute aber hier, will lieber mit helfen beim Einrichten der Wohnung seiner neuen Flamme.

Wieder senkt sich die Hebebühne am LKW und wieder tragen die Jungs Teile in den Aufzug und fahren das Zeugs nach oben. Viele Hände schaffen viel und es geht gut voran. Als es Zeit ist, fahre ich los, um die Zwillinge ein zu sammeln und her zu bringen.

 

 

Paolo

 

Heute war es für mich nicht gerade so einfach wie Gestern. Ich musste schon alles geben, um die Arbeitsprobe zu bewältigen. Ich musste ein Fallrohr an ein Stück Dachrinne anpassen und das ganze verlöten, dicht natürlich. Da ich nicht der beste Löter bin, musste ich mich schwer konzentrieren und es hat eigentlich noch ganz gut geklappt. Eine Eins wird es wohl definitiv nicht werden, aber morgen, beim Zuschnitt der Balken für eine Dachgaube, da bin ich topp fit und mache bestimmt viele Punkte.

Ich hoffe, das es Enrico gelingt, ein gutes Ergebnis zu erzielen, er braucht einfach mal so richtig Sonne nach all der Scheiße mit Papa und wenn er den Meinle überzeugen kann, hat er auch den Job und nicht nur für ein halbes Jahr, darauf wette ich.

Morgen ist der letzte Prüfungstag, am Donnerstag in der Schule können noch einige mündlich ihr Ergebnis verbessern, dann ist die Prüfung vorbei. Am Freitag Morgen bekommen wir dann gesagt, ob und wie wir bestanden haben. Den Gesellenbrief gibt es dann am nächsten Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Berufsschule für die, die bestanden haben.Wie der Zeitplan bei Enrico ist, weiß ich nicht genau, aber die praktische Prüfung ist morgen Nachmittag auch beendet. Vielleicht kann er ja Donnerstag gleich ins Hilton, nach Hause zu Papa, das ist ja wohl nicht. Mal sehen, was er sagt, wenn wir ihn später abholen.

 

 

Jerome

 

Als ich bei der Lehrbaustelle vorfahre, kommen die ersten schon nach draußen. Paolo ist auch dabei, hat das Auto schon erkannt und kommt auch mich zu. Er macht seinen Rucksack auf die Rückbank und setzt sich mit einem „Hi“ vorn neben mich. „Auch Hi“, sag ich und fahre los, nach dem er sich angeschnallt hat. „Wie war deine Prüfung?“, frag ich ihn. „Joah, es ging so“, sagt er und erzählt kurz von der Arbeit heute. „Wie war es heute bei Euch?“, fragt er dann.

Ich berichte ihm, was heute alles abgelaufen ist, muss aber unterbrechen, weil wir jetzt erst mal Enrico einladen, der gleich guckt, ob Noah auch im Wagen sitzt. Nach einer Begrüßung lass ich ihn zuerst erzählen, wie seine Prüfung war und stolz berichtet er über sein Zanderfilet und Herr Meinles Reaktion.Er freut sich, das alles gut war und Paolo lobt ihn und freut sich mit ihm.

Jetzt berichte ich noch mal von vorn, was heute bei uns und an Pauls Haus los war. Beide hören aufmerksam zu und Enrico meint dann, als ich fertig bin, das es wohl noch größere Arschlöcher als seinen Vater geben würde.

Wir fahren direkt zur neuen Wohnung und als wir ankommen, sind alle Möbel bereits oben in der Wohnung. Der Lastwagen ist weg und somit Martin auch . Alle anderen, die geholfen haben sind in der Wohnung und heißen die Zwei willkommen im neuen Heim. Jetzt werden erst mal die Möbel da platziert, wo die Zwillinge sie hin haben möchten.Während dem nun folgenden Verrücken der Möbel ist Noah permanent an Enricos Seite und beide sprechen viel miteinander. Es dauert etwa eine halbe Stunde, bis alles so steht, wie beide es möchten und jetzt machen wir erst mal eine Pause.

Mama hatte uns heute Mittag einen Korb mit Getränken mitgegeben, der wird jetzt geplündert.

Es wird natürlich über die Prüfung der Beiden geredet, überwiegend dreht sich das Gespräch aber um die Vorkommnisse heute bei Paul zu Hause. Es wird dabei auch über Ullis Gesundheitszustand spekuliert, aber da keiner von uns ihn gesehen hat, wissen wir nur das, was Dr. Morbach Oles Onkel Jo am Telefon erzählt hat, nämlich, das der Junge einiges ab gekriegt hat.

Johannes Jensen sagt jetzt: „ Ich rufe Joachim mal an, wenn er nicht bald herkommt, fahren wir besser alle nach Hause. Hier gibt es ja jetzt nichts zu tun und es ist ja auch schon bald sechs Uhr.“

Er wählt und dann hören wir alle ein Handy klingeln, das heißt, es macht Musik, direkt vor der Eingangstüre. Johannes ist mit wenigen Schritten im Flur und öffnet, um dann den erstaunten Joachim zu umarmen und zu küssen.

„Hallo, mein Schatz“, sagt er und der sagt:“Moment, ich habe gerade einen Anruf.“ Jo hält darauf hin sein Handy ans Ohr und sagt:“Hallo“. Jetzt begreift Joachim, wer da angerufen hat und beide kommen lachend ins Zimmer.

Alle Augen ruhen jetzt auf Doktor Morbach, keiner sagt ein Wort und dem Doktor wird bewusst, das wir alle auf seinen Bericht über Ulli warten.

„OK, OK“, sagt er, „sofort, aber nur, was meine Schweigepflicht zulässt. Der Junge ist nicht in Lebensgefahr, alles wird wieder gut, auch der Kiefer und die Zähne werden wieder so sein, wie vorher. Zwei bis drei Tage liegt er auf Intensiv, zur Sicherheit, falls doch noch Komplikationen eintreten nach dem Schädelbruch, aber er ist körperlich topp fit und wird das alles überstehen. Ich hoffe, der Alte wird jetzt erst mal weg gesperrt, er ist in U-Haft, nach dem man ihn auf der Arbeit verhaftet hat und die Spurensicherung ist in seinem Haus und trägt alles gegen ihn zusammen. Herr Remmers hat Paul mit Heim genommen, weil sein Bruder zunächst auch schlafen wird und erst morgen Nachmittag wieder aufwachen soll. Wenn hier nichts mehr zu tun ist heute, dann fahren wir am besten auch nach Hause.“Es folgt der allgemeine Aufbruch, vorher gibt Joachim aber alle Schlüssel an Paolo und sagt: „Die Miete bis einunddreißigsten August habe ich bezahlt, der Vermieter hat eure Handynummer und wird sich melden zwecks unterschreiben des Mietvertrages. Den Festnetzanschluss könnt ihr übernehmen, ich habe schon alles für den fünfzehnten Juni gekündigt. Die Unterlagen wegen Übernahme werden hier her geschickt,Hausordnung und sonstiges liegt alles in der Küche. Die Küche schenk ich Euch zum Einzug, ich brauch ja keine mehr und verkaufen bringt nicht viel.“ Die beiden Jungs sind sprachlos und wir applaudieren spontan über Joachims Aktion, die den Zwillingen den Neustart wesentlich erleichtert.Nach dem Enrico und Paolo ihre Überraschungsstarre überwunden haben, umarmen sie Joachim und bedanken sich lautstark und drücken und knuddeln den überraschten Doktor.

Onkel Jo meint dann: „Lasst mal noch was übrig für mich, macht ihn mir nicht kaputt, ihr Beiden.“

Allgemeines Lachen ist die Folge. Die Zwillinge lassen strahlend vom Doktor ab und wir toben die Treppe runter und zu den Autos. Jetzt sind wir zwei mehr als heute Morgen. Wolfi, Kevin, Frank und Ole und Dirk fahren mit Sergej im Kombi, Enrico, Paolo, Noah und Mike mit mir im Fabia. Joachim und Johannes wollen dann Freitag Abend um neun zur kleinen Einzugsparty kommen. Jetzt sind wir unterwegs nach Hause und werden gegen viertel vor Sieben wohl dort sein.

Noah muss ja auch noch nach Bremen heute, weil er morgen zur Schule muss. Mal sehen, ob er abgeholt wird oder ob ihn einer von uns bringen muss .Zu Hause angekommen, strömt alles ins Wohnzimmer, wo der Rest der Familie mit Paul zusammen sitzt. Oma hat einen Arm um Paul gelegt , der aus sieht, als hätte er geweint. Die Stimmung ist angespannt und gedrückt.

 

 

Lis

 

 

Als Carl August mit Paul zurück kam, sind Oma und Frieda gleich herunter gekommen. Sie haben Paul in ihre Mitte genommen und getröstet, während Carl August den Nachmittag und die ganzen Ereignisse geschildert hat. Als er über Ullis Zustand erzählt hat, kamen Paul die Tränen und Oma hat ihn in den Arm genommen und getröstet. Paul gab sich eine Mitschuld an Ullis Verletzungen, weil er ja der Auslöser des ganzen Übels sei, aber die Oma hat ihn da ganz schnell von ab gebracht.

Als die Jungs ins Wohnzimmer kommen, wird es einen Moment lauter, aber beim Anblick Pauls verstummen alle direkt.

Ich bin froh über das Auftauchen der Jungs, bietet es mir doch die Möglichkeit, Paul etwas abzulenken von seinen Sorgen um Ulli.

Zuerst wende ich mich den Zwillingen zu und bitte um einen Bericht über den heutigen, zweiten Prüfungstag. Paolo berichtet von der Dachrinne und den Problemen, die er wohl doch gemeistert hat und dann sprudelt es nur so aus Enrico heraus. Voller Begeisterung erzählt er sehr detailliert, was er gemacht hat und auch über die Reaktion seines wohl zukünftigen Küchenchefs. Neben ihm strahlt Noah, so, als wäre er dabei gewesen. Seine Hand liegt dabei auf Enricos Rücken. Da wächst was heran, davon bin ich überzeugt und freue mich für die beiden, die ein schönes und kontrastreiches Paar abgeben. Noah, der größere, ist blond und sportlich wie Sergej und Jerome, Enrico, eher klein und schlank, aber nicht mager, mit dunklen , fast schwarzen Locken bis auf die Schultern, mit deutlich dunklerer Haut, einfach beide sehr hübsch.

Jetzt bitte ich Jerome, von der Wohnung zu berichten, aber der sieht Sergej an und sagt, das er ja über eine Stunde fort war, die Zwillinge abholen in Bremen. An seiner Stelle ergreift Sergej das Wort und berichtet von der Möbelaktion. Ole erzählt dann noch, das der Doktor die Miete bis Ende August bezahlt hat und das er den Zwillingen die Einbauküche als Geschenk zum Neuanfang überlassen hat. Paul hat aufmerksam zugehört und sieht jetzt nicht mehr so traurig aus. Es klingelt und Kevin läuft zur Tür. Er kommt mit dem Freund Carl Augusts zurück, der von der Kripo. Carl August ist aufgestanden und geht ihm entgegen. Der Mann grüßt in die Runde und setzt sich dann auf einen Stuhl, den Sergej aus dem Essbereich geholt hat.

Er sagt, zu Paul gewandt: „Ich wollte dir und Herrn Remmers berichten, was wir gemacht haben und wie es jetzt weiter geht. Möchtest du das mit Herrn Remmers und mir allein bereden oder dürfen die anderen das auch hören?“ Paul guckt kurz in die Runde und sagt dann: „Alle hier wissen eh Bescheid und haben mir in irgendeiner Weise geholfen, also sollen sie ruhig mithören, was es zu berichten gibt.“

„Gut“, sagt er,“dann fang ich mal an. Dein Vater wurde von meinen Kollegen und mir auf der Arbeit vorläufig fest genommen und noch heute Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hat. Er hat keinen Widerstand geleistet und er versucht, seinen Anwalt zu erreichen, bisher wohl erfolglos. Er sitzt jetzt in der Haftanstalt, zumindest, bis alle Fakten und Beweise ermittelt sind.“ Er macht eine Pause und ich frage ihn: „Möchtest du was zu trinken?“ Als er nickt, springt Sergej gleich auf und fragt: „Was darf ich ihnen denn bringen?“

„Cola oder Wasser, egal“, sagt er und Sergej grinst, als er sagt: „Egal ist aus, also Wasser.“ Alle grinsen, er auch und Sergej beeilt sich, ihm ein Glas Mineralwasser zu bringen.

Er trinkt einen großen Schluck und erzählt dann weiter. „Dein Bruder“, sagt er zu Paul gewandt, „kann erst aussagen, wenn er wieder klar bei Bewusstsein ist, frühestens übermorgen. Die Sachen deines Bruders, Geldbeutel, Handy und Ausweise haben wir im Schlafzimmer deines Vaters gefunden, die bekommt der Ulli dann übermorgen zurück. Wir haben auch Namen und Adresse seiner Freundin herausgefunden und die junge Dame in Kenntnis gesetzt, was Ullis Zustand und seinen Aufenthaltsort angeht. Dein anderer Bruder wusste offensichtlich nichts von Ulli, da er zur Zeit in Leipzig auf Montage ist, wie wir von seinem Arbeitgeber erfahren haben. Er kommt erst am Wochenende zurück und dann werden wir ihn zu beiden Aktionen, die gegen dich und die gegen deinen Bruder anhören. Auf Grund der Verletzungen wird wohl die Anklage auf versuchten Totschlag lauten, mal sehen, was der Staatsanwalt daraus macht.“ Er trinkt ein weiteres Mal von seinem Wasser und schaut in die Runde.

„So sieht es im Moment aus und wir müssen halt jetzt warten, bis der Ulli vernehmungsfähig ist“, sagt er, „dann werden wir hören was und wie ihm das alles widerfahren ist und auch wann. Wir gehen davon aus, das er mindestens seit Freitag Abend letzter Woche im Keller eingesperrt war.

Das wird in dem anstehenden Strafverfahren wohl auch gebührend berücksichtigt werden.“

Er trinkt sein Glas aus und erhebt sich. „Wenn es keine dringenden Fragen mehr gibt, dann würde ich mich gerne verabschieden und nach Hause fahren. Halb Acht, Zeit, Feierabend zu machen.Paul, ich würde dich gern morgen Nachmittag abholen und noch mal in euer Haus fahren mit dir, es gibt da noch ein paar Fragen vor Ort. Wenn du noch Sachen dort hast, wo du brauchst, dann kannst du die gerade mit nehmen.“ Nach einem „Gute Nacht“ von ihm geleitet ihn Carl August hinaus.

Morgen früh ist wieder alles normal, die Jungs müssen zur Schule , die Zwillinge zur Prüfung, Wolfi zur Uni und Kevin und Sergej ins Hilton. Sergejs Prüfung beginnt am Montag und Jeromes Abi ist auch nicht mehr weit.

Noah, der ist ja auch noch da, der muss morgen auch zur Schule, in Bremen. Entweder wir bringen ihn heute noch hin oder er fährt morgen früh mit Sergej und Kevin, die ja auch Paolo und Enrico mitnehmen.

„Wie läuft denn das jetzt morgen früh ab?“, frag ich in die Runde.

Ole sagt, das er mit Frank gerne heute noch nach Hause fahren würde, Dirk und Mike schließen sich dem an, da sie ja sonst wegen Noah, so wie in der letzten Nacht, wieder bei der Oma schlafen müssten. Als Jerome aber sagt, das Noah, wenn er heute noch bleiben darf, ja dann auf der Couch bei ihm schlafen kann und Mike und Dirk wieder in seinem Gästezimmer, strahlen die beiden und bleiben doch bis morgen früh. Na ja, da will ich jetzt nicht so genau über die Gründe nach denken.

Wolfi möchte auch nach Hause, da er morgen erst ab elf Vorlesung hat und er dann noch für die Ausstellung was vorbereiten kann. Er hat das wohl schon mit Kevin besprochen und Sergej sagt, das er Kevin morgen früh bei Wolfi abholt.

Jerome wird gleich Wolfi, Kevin und Frank und Ole nach Hause fahren. Ich werde Noahs Eltern anrufen und sagen, das er morgen früh heim gebracht wird und dann zur Schule geht. Bin mal gespannt, was Irene und Ulf dazu sagen,

Als ich jetzt aus Carl Augusts Arbeitszimmer anrufe, ist Irene zunächst nicht gerade begeistert, aber ich sage ihr, das Noah hier schläft, morgen früh Kleider von Jerome bekommt und dann nur noch seine Schulsachen abholen kommt. Frühstück und Schulbrot gibt es selbstverständlich auch, so das alles in Butter ist. Nach kurzem Zögern sagt sie dann: „Pass bitte ein bisschen auf ihn auf, Lis, das scheint mir alles sehr flott zu gehen mit dem Jungen.“ „Wir haben alles im Griff, Irene, dein Sohn ist kein kleines Kind mehr und er hat sich wohl ein bisschen verliebt. Da er aber immer schon sehr besonnen war, wird er wohl nichts überstürzen.Mach dir also keine Sorgen sondern mach dich mit dem Gedanken vertraut, das sich die zwei Verliebten auch bald bei euch zu Hause breit machen werden und wenn du dann siehst, das dein Sohn glücklich ist, wirst du dich mit ihm freuen, wart es ab.“ „OK, Lis, sag ihm aber bitte, er soll noch kurz anrufen“, sagt sie, bevor wir das Gespräch beenden.

Ich geh zurück ins Wohnzimmer und sage zu Noah, das ich mit seiner Mutter abgemacht habe, das er diese Nacht noch hier bleibt, morgen früh Kleider von Jerome bekommt und mit Sergej nach Bremen fährt, wo er dann nur noch seine Schulsachen holen muss. Mit strahlenden Augen kommt er auf mich zu, umarmt mich und gibt mir einen Kuss auf die Wange. „Tante Lis, du bist Klasse, danke“, sagt er und freut sich sehr „Lass es langsam angehen Noah“, flüstere ich ihm zu und er nickt und nuschelt leise: „Versprochen“. Na bitte, klappt doch.“ Ein Anruf zu Hause wäre auch noch ganz gut“, sag ich ihm und er nickt und sagt: „Mach ich nach her.“ Er dreht sich um und zeigt Enrico den hochgereckten Daumen, was wiederum den ans Strahlen bringt. Auf Jeromes Vorschlag gehen alle nach oben, während der jetzt die anderen schnell nach Hause bringt.

Martin kommt, sagt, das er fährt, weil ja auch Kevin und Wolfi mitfahren. Das freut Jerome natürlich und er folgt den anderen Jungs nach oben. Die vier, die jetzt fort wollen gehen mit Martin zum Wagen, nach dem sie Carl August und mir „Gute Nacht“ gesagt haben.

Natascha ist mit den Jungs hoch gegangen und hält sich dort ein bisschen an Paolo, der ja allein unter den schwulen Pärchen sitzt und froh ist, mit Natascha ein bisschen reden zu können.

 

 

Noah

 

Lis ist einfach toll, sie hat mit Mama alles geregelt, so das ich noch hier bleiben kann. Oben geht Jerome mit mir in seinen begehbaren Kleiderschrank und wir suchen was für mich für Morgen früh raus. Als er mir ein mega scharfes Unterhöschen hinhält, werde ich rot. „So was hast du? Geil, ich habe nur Webboxer, die Mama immer kauft“, sag ich verlegen. „Das war bei Sergej wohl ähnlich und früher bei mir auch, aber das haben wir selber in die Hand genommen“, sagt er und grinst und zeigt mir einiges aus der Kollektion der beiden. „Wir können ja mal shoppen gehen“, meint er und ich nicke heftig. Nach dem ich alles habe für morgen, legt er alles auf sein Bett und sagt, das ich das ja holen kann, wenn die andern nachher weg sind. Wir gehen zurück zu den anderen ins Wohnzimmer und die diskutieren gerade, welchen Film man denn noch gucken könnte. „Es ist schon gleich neun“, sagt Jerome, „für einen Film schon fast zu spät, weil alle früh raus müssen. Lasst uns einfach ein bisschen Musik hören und quatschen und um zehn gehen wir dann pennen, wenn ihr einverstanden seid.“

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3 Kommentare

  1. Danke für einen weiteren Teil. Bin gespannt wie es weiter geht. Hoffentlich ohne lange Wartezeit.

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  2. wieder eine sehr gelungene Fortsetzung.

    Das mit Ulli tut mir echt leid, der Vater gehört echt eingesperrt.

    hoffe es geht bald weiter.

    Viele Grüße
    Claus

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  3. Hi, sehr schöne, spannende Fortsetzung, mach so weiter.

    LG Andy

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