Die unfreiwillige Verwandlung – Teil 3

3. Ich hasse Nummer Zehn

Nummer Zehn oder auch Fabi, was für ein Name grrr…, grinste mich immer noch an.

„Was??“ knurrte ich ihn an.

Fabi rollte mit den Augen.

„Es tut mir leid. Wirklich!“

„Kannste Dir klemmen, erzähl das mal meinen Erzeugern und für Dich zum mit Meißeln… ICH. HASSE. DICH. FÜR. DEN. MIST!“

Er zuckte regelrecht zusammen.

„OK Jungs jetzt mal tief durchatmen…“

Rian kam auf mich zu und legte seine Hand beruhigend auf meine Schulter.

„Beruhigen? Wie denn, mein Leben ist ein Scherbenhaufen…“

„Steven hör mir bitte zu und Du Fabi kannst jetzt erst mal verschwinden, wir reden nachher noch miteinander!“

Fabi verschwand durch die Tür und Rian wandte sich wieder zu mir.

„Steven ich weiß es macht das alles nicht besser, nur wir müssen da jetzt durch. Ich… Wir wollen Dir helfen. Daher mein Angebot, Du wirst jeden Tag nach der Schule hierherkommen und wir bringen Dir alles bei damit Du die Verwandlung kontrollieren kannst. Zum anderen gibt es da noch andere Auswirkungen, die bei Dir erst nach und nach zu Tage kommen.“

„Was für Auswirkungen?“

Ich sah schon mich halb verwandelt mit Wolfsbeinen durch die Welt stapfen.

„Also die sind nicht wirklich schlimm, aber Du wirst kräftiger werden und naja dabei wirst Du dann feststellen das Du Dinge bewegen kannst die ein normaler Mensch nicht bewegen könnte.“

Zu dem ganzen Mist wie Geruchsinn und erhöhte Hörfunktion, kommt das auch noch dazu. Na super. Ähmm ich sah mich schon als SUPERWOLF im Flatteranzug rumrennen, wie cool.

„Was heißt das genau?“

„Na wenn Du Deine Kräfte nicht beherrschst, könnte schnell etwas zu Bruch gehen!“

„OK und weiter was noch?“

Ich wusste, dass das wohl noch nicht alles war.

„Nichts das ist alles. Also was sagst Du zu meinem Angebot?“

Was brachte mir jetzt hier noch darüber nachzudenken? Ich brauchte Hilfe und die wurde mir angeboten. Ein Zurück in mein altes Leben gab es nicht!

„Alles klar ich nehme Dein, Euer Angebot an! Was bleibt mir übrig!“

Rian lächelte mich an.

„Wir fangen ab morgen damit an, das heißt für heute kannst Du gehen. Und Steven denke bitte über mein Angebot nach, in unser Rudel einzutreten. OK?“

„Mach ich…“

Das darüber nachdenken wollte ich jetzt erst mal verschieben zu viel war passiert und was auf mich noch zukommen würde, wusste ich nicht. Rian führte mich raus auf die Straße und ich begab mich auf den Heimweg.
In Gedanken versunken lief ich los, um nach Hause zu kommen.

Auf dem ganzen Weg hatte ich das Gefühl, das mir jemand folgt. Aber immer wenn ich mich umdrehte um diese Person oder was auch immer zu entdecken, war da keiner auf der Straße der mir bekannt vorkam.
Zu Hause angekommen musste ich erst einmal feststellen, dass meine geliebten Erzeuger ausgeflogen waren und ich heute sturmfreie Bude hatte. Ein Zettel hing am Kühlschrank auf dem meine Mutter mir mitteilte wo das Essen stand und das ich mir dies bitte schön auch warm machen sollte. Also holte ich das Essen, Spaghetti mit Tomatensoße aus dem Kühlschrank und wärmte es in der Mikrowelle auf.

Tja und dann wurde es unheimlich. Also ich meine so richtig. Das Essen nachdem es warm war verschlang ich gerade zu, aber mein Magen meinte wohl das es nicht reichte und ich öffnete nochmals den Kühlschrank um nach weiterem verwertbaren Futter zu durchsuchen und dabei fiel in mein Sichtfeld ein dickes rohes Steak.
Der Geruch von diesem stach sofort in meine Nase und mein Magen meldete sich mit einem unheimlich knurren.
Ehe ich überhaupt A denken konnte, hatte ich das Teil schon in der Hand und aß es. Echt Leute glaubt mir so eklig das sich anhört, aber es schmeckte so was von, dass ich erst aufhörte als das Teil gegessen war, oder auch verschlungen. Erst kurz darauf wurde mir bewusst was ich da gerade getan hatte. Danke Rain das hättest Du mir auch sagen müssen. Also war da doch noch einiges was auf mich zu kam.

Ich räumte dann kurz die Küche auf und verschwand in mein Zimmer um kurz danach erst einmal die Dusche zu benutzen. Kurze Zeit später stand ich wieder in meinem Zimmer und zog mir saubere Kleidung an. Die Sachen die ich von Rian bekommen hatte packte ich sorgfältig zusammen um diese morgen wieder zurückzugeben.
Tja ab Morgen musste ich mir was einfallen lassen. Denn wie sollte ich meinen Eltern erklären das ich nicht gleich nach der Schule nach Hause kam sondern erst viel später.
Na da würde mir schon was einfallen. Erst mal Hausaufgaben lösen und dann Informationen zu besagten Thema Werwolf im Internet googeln. Hausaufgaben waren fertig und ich wollte gerade beginnen im www zu suchen als mein Handy klingelte. Ich nahm das Teil in die Hand und sah Fred seine Nummer aufleuchten.

„Hi Fred na schlechtes Gewissen??“

„Mensch Steven ich hab mich doch schon entschuldigt.“

„Ja und?“

„Lässt Du mich rein ich stehe vor Deiner Haustür?!“

„Eigentlich sollte ich Dich schmoren lassen… Aber egal ich komme runter.“

Damit drückte ich auf Beenden und machte mich auf zur besagten Haustür. Kaum war die Haustür geöffnet stürmte auch schon der Orkan Namens Fred in den Hausflur und nach oben in mein Zimmer. Das einzige was ich tun konnte, war die Haustür schließen und ihm in mein Zimmer zu folgen.

Bevor ich aber die Haustür schloss, sah ich kurz auf die Straße vor dem Haus und da stand auf der gegenüberliegenden Seite der Straße Michael. Der sah ziemlich intensiv in meine Richtung, irgendetwas sagte mir das hier was ganz und gar nicht stimmte.
Egal. Haustür zu und dem Orkan in meinem Zimmer die Leviten lesen. Fred sitzt auf meinem Schreibtischstuhl und begutachtet gerade meine Hausarbeiten.

„Streber…“ kam es von ihm.

„Ich habe es gehört Fred. Wenn Du auf Schmerzen aus bist, dann kannst Du diese gleich bekommen..“

„Schon gut menno.“

„Und wo ist Dein Zwilling Tom?“

„Der hat Hausarrest, wegen der fünf in Englisch.“

„Na wenigsten einer der etwas leiden darf..“

„Steven es tut mir leid aber ich habe echt die Panik bekommen als ich diesen Hund…“

„Wolf! Fred es war ein WWWWOOOLLLFFF!“

„Ja schon gut. Also zurück ich habe echt die Panik bekommen und als Tom neben mir sich umgedreht hat und los gerannt ist, bin ich nur noch hinterher ohne zu überlegen.“

„Tja tolle Kurzschlussreaktion… Und mich hat’s erwischt. Danke! Warum hat nicht einer danach versucht mich anzurufen, geschweige denn zu Hause aufzusuchen, um zu erfahren ob ich noch LEBE?“

„Ehrlich ich hatte Angst, zu erfahren, dass Du als Rotkäppchen geendet bist, ohne Happyend!“
Jetzt musste ich doch lachen. Fred und seine Ausführungen.

„Aha sehr nett. Wärst Du auch auf die Idee gekommen den Jäger zu spielen?“

„Nee Du dazu war mir der Wolf doch zu unheimlich. Seine Augen so was von einem Blau. Deswegen bin ich hier. Ich habe im WWW nach Wolf und blaue Augen gesucht. Ich hab nichts dazu gefunden. Rein gar nichts.
Vielleicht war das eine Mutation.“

Ganz unrecht hatte er nicht. Ich wusste ja was dahinter steckte, aber das konnte ich ihm ja schlecht sagen. Ich könnte mich aber auch verwandeln und ihn beißen. Nein keine Option, zum anderen wollte ich nicht das er das durchmacht was ich gerade durchmache. Tja ab morgen musste ich ja auch zu diesen Übungsstunden.

„Naja Fred vielleicht war das auch eine Kreuzung aus Wolf und was weiß ich…“ Gute Antwort, daran hatte er erst mal zu kauen und war beschäftigt.

„MMHH… könntest recht haben vielleicht eine neue Rasse. Dem werde ich mal auf dem Grund gehen.“

So unterhielten wir uns noch zwei geschlagene Stunden, bevor Fred abzog. Nachdem Fred weg war sah ich nochmals, bevor ich die Haustür schloss auf die Straße, aber kein Michael war zu sehen. Ich hatte mich bestimmt geirrt, was soll’s.

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1 Kommentar

  1. Hmm kurz und knackig, gefällt mir, mehr lesen will😁😁

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