Die unfreiwillige Verwandlung – Teil 6

5. Jagdausflug und weitere Unfälle

Ich stand im Badezimmer vor dem Waschbecken und hatte gerade geduscht. Mit der rechten Hand wischte ich über den beschlagenen Spiegel um mich anzusehen. Ich war ja nicht selbstverliebt aber ich musste schon sagen, dass das was mich da anschaute nicht von schlechten Eltern war.
Ich grinste meinem Spiegelbild entgegen, was dieses auch prompt erwiderte. Mein drei Tage Bart beließ ich ,so wie er war, denn der stand mir recht gut. Meine Brust war mittlerweile richtig gut definiert und es sprossen die ersten Haare darauf.
Auch nicht schlecht. Zufrieden mit mir ging ich in mein Zimmer um mich anzuziehen und runter zu rennen um wenigstens noch etwas zwischen die Zähne zu bekommen, bevor es heute zum letzten Mal in dieser Woche zur Schule ging.
Der Rucksack mit meinen Sachen für den Ausflug zur Waldhütte stand auch gepackt im Flur und ich freute mich schon drauf. Meine Mutter war heute tatsächlich noch da und nicht schon weg zur Arbeit.

„Morgen Schatz und alles klar fürs Wochenende!“

„Jep Rian hat euch doch angerufen und euch alles gesagt was ihr wissen wolltet!“, dabei stahl ich meiner Mam geschmiertes Brötchen vom Teller und biss hinein.

„Ja aber ganz ehrlich Steven, Rian hörte sich am Telefon ja sehr nett an aber Dein Vater und ich möchten ihn schon gerne kennenlernen.“

Dieser Unterton von meiner Mam, typisch sie glaubte mir nicht das ich dort nur trainierte und zusätzlich für die Schule mit Fabi lernte. Naja ganz falsch lag sie ja nicht, typisch Muttergene, aber sollte ich ihr sagen das ich teilweise zum Werwolf mutierte und ganz nett mit meinem Schwanz, ähm den Schwanz und nicht den anderen alles klar bei Euch, wedeln konnte.
Ich glaub da müsste ich vorher so ein Reanimationsding mir zulegen müssen.

„Ja ich sag es Rian das ihr ihn unbedingt kennenlernen wollt. Und Mam NEIN ich habe immer noch keinen Freund und will auch erst mal keinen.“

„Ist doch gut Schatz aber das mit Rian ist uns wichtig. Du bist uns wichtig. Dein Bruder hat auch schon gefragt und gedroht, wenn der dich anfasst, hackt er dem die Flossen ab.“

Ich musste grinsen, ja mein großer Bruder, wohnt weit weg aber wenn es um mich geht ist er Bruder Haifisch der jeden zerfleischt der seinem kleinen Bruder was antut. Mam sah auf die Uhr und stand auf.

„Schon so spät. Ich muss dann los und vergiss nicht uns anzurufen ob ihr gut angekommen seid. Keine Widerrede.“

„Ja mach ich Mam. Hab dich lieb.“

„Ich dich auch Schatz.“

Sie gibt mir kurz einen Kuss auf die Wange und weg war sie. Ich höre nur noch die Haustür knallen. Kurz darauf stand ich auch auf der Straße, wo Fred schon mit seinem Fahrrad auf mich wartete.

„Hallo Stev…“

„Hi Fred, na dann los..“

Den Rucksack klemme ich hinten auf den Gepäckträger von Freds Fahrrad und dann ging es los zur Schule. Auf dem Weg zur Schule hatte ich wieder mal das Gefühl, das mich jemand beobachtet, so dass ich mich suchend umsah.
Mein Gefühl hatte mich nicht betrogen, denn hinter uns lief Michael mit einem etwas älteren Mann und beide sahen zu mir und Fred. Ich drehte mich um und lief etwas schneller. Fred schnaufte nur und lief mir nach.

„Mann Stev, kannst du etwas langsamer laufen? So langsam geht mir die Puste aus.“

Lachend nahm ich Fred sein Fahrrad aus der Hand und schob es für ihn weiter.

„Hab dich nicht so…“, meinte ich und sah mich nochmals nach Michael um, der jetzt alleine hinter uns herging. Von dem anderen Kerl war weit und breit nichts mehr zu sehen. Schon komisch, aber was soll’s.
An der Schule angekommen erwartete uns schon Tom. Ich nahm meinen Rucksack vom Fahrrad und Fred und Tom schlossen Ihre Fahrräder dann an. Michael ging wortlos an uns vorüber.
Er sah ganz kurz zu mir und lächelte mir zu, eher sich wieder abwandte und im Schulhaus verschwand. Schon ein komischer Typ, aber total süß. Was dachte ich da schon wieder, ja er gefiel mir und ich glaube ich stehe auf blonde Typen mit Sixpack.

„Sabber nicht und komm!“

Fred schlug mir seine Hand auf die Schulter und drückte mich in Richtung Schule. Die Stunden verflogen wie im Flug und dann klingelte die Schulglocke zum letzten Mal in dieser Woche.
Fred nahm meinen Schultasche, Wir hatten abgemacht das er diese zu mir nach Hause brachte, meine Mutter wusste Bescheid und sollte diese in Empfang nehmen. Ich selbst nahm den Rucksack und lief hinter Fred her, der mit Tom gerade die Freizeitaktivitäten für das Wochenende plante.
Von weitem sah ich wie immer Fabi am Schultor stehen. Hinter ihm auf der Straße stand der VW-Bus den Rian diese Woche bei einem Autohändler erstanden hatte. Echt geiles Teil und der Vorteil wir hatten alle da drinnen Platz und mussten und nicht zu Recht biegen.
Ich verabschiedete mich kurz von Tom und dann von Fred und rannte dann zu Fabi, der mir den Rucksack abnahm und diesen nachdem wir das Fahrzeug erreicht hatten in den Kofferraum verfrachtete.
Wir stiegen dann ganz hinten ein und ich begrüßte die Meute, die mich genauso freudig zurück grüßten. Matthis war wie immer der Fahrer und ich zog ganz schnell den Sicherheitsgurt über meine Schulter, denn Matthis dachte bei jedem Fahrzeug das man diese als Rennwagen testen sollte.
Und so war es auch mit quietschenden Reifen fuhr er los. Die plötzliche Beschleunigung des Fahrzeugs drückte mich gegen den Sitz und ich stieß in Gedanken ein Stoßgebet zum Himmel, dass wir alle Gesund ankommen würden, wo auch immer diese Jagdhütte stand.

„Mensch Matthis weniger Gas wir sind noch in der Stadt und nicht auf der Autobahn!“ brüllte Silvio im Auto.

„Mein Gott nun hab dich nicht so. Das Auto ist neu und muss eingefahren werden!“, brüllte Matthis zurück.

„Hoffentlich versteht das auch das Getriebe…“, setzte Rian hinzu.

Wir fuhren aus der Stadt und dann ging es auf die Autobahn. Irgendwann war ich dann wohl eingeschlafen. Durch ein unsanftes Ruckeln und holpern wurde ich wach und sah verschlafen aus dem Fenster. Ich sah nur Bäume und viel Grün.
Fabi schnarchte neben mir und auch die anderen waren ziemlich ruhig. Lustig sah Fabi schon aus, als ich zu ihm sah. Den Mund halb offen und halb auf mir liegend. Wenn der nicht so hetero wäre hätte ich ihn vernascht.
Na ja gut bis jetzt hatte ich noch keine Erfahrungen gesammelt, also noch Jungfrau. Ach menno.

„Leute aufwachen wir sind da!“

Matthis brüllte durch das Auto das auch die letzte Laus wach war. Das Auto stoppte fast zeitgleich mit seiner Ansage und auch Fabi schmatzte mir ins Ohr und erhob seinen Oberkörper.

„Au man, los Stev, raus aus dem Wagen und dann zeig ich dir die Umgebung.“

„Nix da, erst werden die Sachen reingebracht und dann könnt ihr euch umsehen.“

Ja, Rian gab mal wieder den Takt an, aber OK er hat ja recht. Mit verspannten Muskeln stieg ich aus und sah mich um. Das Jagdhaus gefiel mir gleich. Es war ein ziemlich großes Blockhaus und sah richtig gut in Schuss aus.

„Wir fahren oft hierher! Hier können wir uns wenigstens verwandeln ohne Aufsehen zu erregen.“

Fabi stand neben mir und legte seine Hand auf meine Schulter.

„Es ist für mich immer eine Befreiung hier zu sein. Als ich noch klein war, ist Rian oft mit mir hier gewesen. Matthis hat hier mit mir geübt, dass ich diese unkontrollierten Verwandlungen in den Griff bekomme. Das einzige was ich immer vermisst habe war ein Spielkamerad.“

Etwas wehmütig hörte sich Fabi an.

„He, jetzt hast du mich und wir werden beide heute durch den Wald rennen! OK?“

„Ja, das habe ich mir immer gewünscht dass ich mit jemanden zusammen Unfug machen kann und mit Dir wird das bestimmt richtig lustig!“

Wir holten unser Gepäck und liefen dann hinter den anderen zum Blockhaus. Rian stand drinnen und verteilte die Zimmer. Ich und Fabi hatten ein Zimmer für uns. Matthis und Silvio erhielten auch eins der Räume.
Mit dem Hinweis aber, dass bitte Ihre Aktionen im Zimmer etwas leiser von statten gehen sollen. Alle lachten darüber nur Matthis und Silvio fanden es wohl nicht so lustig und liefen rot an.
Fabi und ich machten uns dann auf zu unserem Zimmer und schmissen unser Gepäck, nachdem wir das Zimmer betreten hatten, in die Ecke. Da nur ein großes Bett im Zimmer stand, warfen wir uns zeitgleich auf dieses und begannen eine wilde Kissenschlacht.
Fabi war total ausgelassen und lachte die ganze Zeit, genauso wie ich. Ach und ja ich rief meine geliebte Mutter an und sagte ihr das wir gut angekommen und alles ok ist.

„Wenn ihr fertig seid, könnt ihr in der Küche mithelfen Essen zu machen.“

Erschrocken sahen wir zur Tür wo Rian mit einem Grinsen stand und zu uns sah. Fabi stand als erster auf und als er an Rian vorbeigehen wollte nahm dieser ihn in den Arm.

„Ich freue mich für dich das du endlich jemanden in deinem Alter hast zum rumtoben.“

Und kaum verständlich für mich kam noch ein hab dich lieb von Rian bevor er Fabi wieder los lies. Fabi verschwand aber Rian stand noch da.

„Danke Stev, dass du ihm verzeihen konntest. Fabi ist seit dem du bei uns bist wie ausgewechselt. Er hat endlich den Freund den er schon immer haben wollte und was mich glücklich macht ist das er endlich lachen kann und sich freut auf jeden Tag den du bei ihm verbringst.“

Mit diesen Worten verließ Rian das Zimmer und ich begab mich dann auch zur Küche die nicht schwer zu finden war, denn Silvio gab laut Anweisungen aus dieser. Nachdem das Essen fertig war und wir es dann auch aufgegessen hatten, begann Rian den ersten Abend hier zu planen.
Um acht Uhr abends sollte der erste große Ausflug in den Wald losgehen.

„Fabi und Stev ihr bleibt zusammen und Fabi wenn etwas sein sollte, weißt du was du zu tun hast!“

Fabi nickte Rian zu und grinste mich dann von der Seite an.

„Das wird lustig glaub mir!“

„Ok ich lass mich überraschen….“

Eine Stunde später ist es soweit und wir treten alle nackt aus dem Haus und Rian verwandelt sich als erster in einen rabenschwarzen riesigen Wolf. War ja klar als Alpha musste man schon dominant aussehen.
Kurz darauf sind wir alle verwandelt und ich lecke mir kurz durch mein braunes Fell. Fabi steht neben mir und knufft mich freundschaftlich in die Seite. Kurz darauf gibt Rian den Startbefehl und alle rennen gleichzeitig los.
Fabi biegt gleich links ab und ich folge ihm. Meine Pfoten trommeln auf dem Waldboden nur so dahin. Es liegen so viele unbekannte Gerüche in der Luft und dazu kommen die Geräusche des Waldes. Es ist unbeschreiblich und wunderschön.
Irgendwo heult ein Wolf und dann antworten diesem andere, auch ich heule kurz auf um zu sagen es ist alles in Ordnung. Fabi vor mir stoppt abrupt und bleibt stehen. Ich selbst versuche auch zu stoppen, aber das klappt dann doch noch nicht so wie es sein sollte und knalle gegen Fabi der kurz winselt.
Dann fängt er spielerisch an mich in die Seite zu zwicken und versucht dann mich umzuwerfen. Es macht Spaß und ich muss vor lauter Vergnügen knurren. Es ist lustig und wir raufen miteinander.
Nach einer ganzen weile beenden wir das Spiel und Fabi setzt sich kurz hin und schaut mich an. Seine Schnauze verzieht sich und er zeigt seine Zähne, dass sollte dann wohl ein Lächeln sein. Er erhebt sich und läuft dann los.
Ich folge ihm. Na mal sehen wo er mich hinführt. Da es Sommer ist, ist es noch ziemlich warm. Die Bäume lichten sich vor uns und der Blick fällt auf einen See. Wir hören Stimmen und ein plätschern, Fabi duckt sich hinter einem Busch.
So folge ich ihm weiter und mach neben ihm angekommen, das gleiche. Ich sehe vorsichtig nach vorne und sehe zwei junge Frauen die doch tatsächlich da nackt rumalbern und im Wasser stehen. Sie bespritzen sich mit Wasser.
Fabi der Spanner, ich muss grinsen, aber mir wird langweilig und Fabi starrt immer noch. Na gut dann soll er das mal tun, für mich bietet sich da kein tolles Bild ich hätte lieber was anderes sehen wollen.
Ja man hat’s nicht leicht. Ich schleiche mich rückwärts zurück zwischen die Bäume und schlage einen Bogen um den See und beginne wieder zu rennen. Es macht so einen Spaß. Plötzlich kracht irgendetwas unvorbereitet in meine Seite und ich heule kurz vor Schmerzen auf.
Ich liege dann auch auf der rechten Seite auf dem Waldboden. Vorsichtig hebe ich meinen Kopf und schaue mich um. Nicht weit von mir steht auch rechts zwischen den Bäumen ein Wolf er hat ein fast weißes Fell und macht eine komische Grimasse mit seiner Schnauze.
Ha, ha, lache nur, das bekommst du wieder. Kurz darauf stehe ich auch wieder auf vier Pfoten und immer noch schaut der Wolf zu mir. Ganz vorsichtig macht er ein paar Schritte auf mich zu, da ich ihn nicht unfreundlich anknurre kommt er noch näher und dann steht er vor mir.
Er stupst mich vorsichtig mit seiner Schnauze an und dann etwas mutiger, da ich ihn dann auch anstupse drängt er sich an mich und leckt kurz durch mein Fell. Dann sieht er mich wieder an und läuft ein paar Schritte von mir weg, um dann wieder zu mir zu kommen.
Ich verstehe und wir beginnen beide gleichzeitig um die Wette zu rennen. Immer wieder halten wir an und beschnüffeln uns und stupsen mit den Schnauzen den anderen vorsichtig aber liebevoll an. Wir rennen und rennen das tun wir die ganze Nacht.
Ab und zu höre ich das Heulen eines oder mehrerer Wölfe, aber ich lasse mich davon nicht stören. Irgendwann werde ich müde und der andere Wolf wohl auch. Er führt mich zu einer alleinstehenden Scheune. Das Scheunentor ist offen und er schleicht hinein.
Ich hinterher. In der Scheune ist es dunkel aber als Wolf kann ich trotzdem gut sehen und so sehe ich auch den weißen Wolf im Heu liegen. Vorsichtig tapse ich zu ihm und lege mich dann auch in das Heu.
Es ist schön und der Geruch des Wolfs kommt mir irgendwie bekannt vor. Müde strecke ich mich aus und merke noch dass der andere seinen Kopf auf meinem Brustkorb legt, ehe ich einschlafe.

„Hilfe ein nackter Mann liegt in unserer Scheune…“, irgendetwas kreischt hier ziemlich laut und ich wache auf.

Tatsächlich habe ich mich wohl wieder zurückverwandelt und liege nun nackt hier im Heu. Der andere Wolf ist verschwunden. Rein gar nichts verrät hier das er heute Nacht hier mit mir zusammen gelegen hat.
Jetzt aber zu meinem Problem. Die Frau kreischte immer noch ziemlich hysterisch und dann höre ich eine Männerstimme die sich ziemlich wütend anhörte.

„Diese Kranken aus der Stadt, erst saufen und dann noch nackt hier rumrennen. Den kastriere ich jetzt.“

Sch… hat der eben kastrieren gesagt. Ich sprang auf und rannte panisch aus der Scheune. Um die arme Frau nicht noch mehr zu erschrecken hielt ich eine Hand vor meine Goldjuwelen. Rechts von mir sah ich tatsächlich einen Mann auf mich zu rennen.
Und was hielt der da für einen krummen Säbel in der Hand. Der meint es ernst ging es mir durch den Kopf und ich rannte panisch in Richtung Wald. Ich hörte immer noch das Gebrüll des Bauern als mich was feuchtes an der Schulter traf.
Nach dem Geruch zu urteilen war das… Der Schmiss mit Kuhscheisse. Echt mal hatte der nicht alle. Ich drehte mich kurz nach dem Herrn um und platsch die nächste Ladung traf mein Gesicht. Dann gab es nochmals ein Platsch und dieser traf gezielt meine rechte Pohälfte.
Ganz Klasse na da werden die anderen ja was zu lachen haben. Endlich hatte ich den Waldrand erreicht und ich tauchte in diesen unter, um mich dann wieder in einen Wolf zu verwandeln.
Dann rannte ich los und irgendwann roch ich altbekanntes und dann stand ich vor der Blockhütte. Ich verwandelte mich zurück und schlich mich ins Haus. Leise wollte ich durch den Wohnraum zu Fabi und meinem Zimmer gehen, als vom Sofa Rians Stimme zu hören war.

„Was stinkt denn hier so das ist ja ekel….“

Rians Kopf erschien und er sah mich sprachlos an.

„Wie siehst Du denn aus?“

„Ich hab mal ne Schlammpackung probiert…“

„Schlamm bist du dir da sicher? Das riecht eher nach was anderem…“

„Ähm na ja ich hab mich da wohl vertan. Soll aber gut für die Haut sein!“

„Wenn Du meinst? Ich glaub eher du hast Bekanntschaft mit dem Bauer gemacht!“

„Nöö welcher Bauer?“, ein bisschen Blöd durfte man sich ja anstellen.

Rian fing an zu lachen als ich mich umdrehen wollte um ins Bad zu flüchten.

„Sag mal die Schlammpackung auf deinem Hintern hättest Du aber besser verteilen müssen..“
Ha ha sehr lustig. Rian bekam sich gar nicht mehr ein.

„Wenn schon dann hättest Du beide Pobacken einschmieren sollen. Ohhh man das hatte ich schon lange nicht mehr…“

„Sei doch bitte leise wenn die anderen wach werden dann sehen die das auch noch…“

„UI… Silvio komm mal da hat einer versucht sich mit einem Kuhfladen anzufreunden…“

Super ganz super das hatte ich davon.

„Tja ihr wisst ja gar nicht wie gesund das ist!“

Ich wackelte mit meiner beschmierten Pobacke in Richtung Matthis und ging hocherhobenen Hauptes ins Badezimmer und schloss ganz schnell die Tür. Das Gelächter auf der anderen Seite ignorierend trat ich unter die Dusche und blieb auch erst einmal eine gefühlte Ewigkeit unter dieser und wusch mich.
Ein Klopfen störte dann das duschen.

„Stev wir wollen auch noch alle mal ins Bad. Zum anderen hattest Du schon Deine Schönheitsmaske…“

Ein Grölen auf der anderen Seite sagte mir, dass nun auch der letzte im Rudel von meinem Malheur wusste. Ganz toll.
Ich trocknete mich dann ab und schwang mir das Badetuch um die Hüften. Zum Glück hatte ich meine Kronjuwelen gerettet und war nicht kastriert worden. Kurz dachte ich an diesen Wolf der mir heute Nacht begegnet war und ich musste lächeln als ich mich erinnerte wie er seinen Kopf auf mich legte.
Ich muss wohl ein ziemlich blödes Grinsen auf dem Gesicht gezeigt haben, als ich das Bad verließ denn Matthis der mich direkt ansah pfiff durch die Zähne.

„Hat der Kleine sich verliebt?“
Wie bitte??

„Noch so ein Spruch und ich verpass Dir auch eine Gesichtsmaske. Ich weiß nämlich wo noch mehr Schlamm herum liegt!“

„Nee kein Bedarf… Hats denn wenigstens geholfen???“

„Ha ha ha…“

Wütend stampfte ich an den anderen vorbei in Fabis und mein Zimmer und zog mir neue Klamotten an. Fabi lag wie ich sehen konnte im Bett und schlief noch. Na, den konnte wohl noch nicht mal ein Presslufthammer wecken.

„Fabi los aufstehen!“, dabei zog ich ihm die Bettdecke weg.

„Menno kann man nicht mal ausschlafen?“

„Nee kannst du nicht… Ich muss dir was erzählen.“

Fabi setzte sich auf und sah mich an.

„Sag mal, wo warst du plötzlich heute Nacht?“

„Man es war langweilig und nackte Frauen zu bespannen, dazu hatte ich keine Lust.“

„Ja, da hätte was anderes planschen müssen…“

„Grr…. Fabi echt mal. Könnte ich andersrum auch sagen!“

„Sorry was wolltest du mir denn erzählen?“

„Ich habe einen anderen Wolf getroffen! Der hatte ein so schönes Fell und so schöne Augen…“

Ich musste wie ein Trottel ausgesehen haben, denn Fabi prustete los. Dann wurde er plötzlich ernst.

„Hör mal hier gibt es keine Wölfe außer uns. Und Wölfe nicht Werwölfe sind viel kleiner als wir.

Wie groß war er denn?“

„Genauso groß wie ich, aber etwas schmaler im Körperbau. Meinst Du das war einer von den drei?“

„Keine Ahnung aber wie kommt der hierher?“

„Tja gute Frage müssen wir das Rian nicht sagen?“

„Besser ist Stev. Wenn wir es nicht tun dann bekommen wir eine ganz schöne Abreibung von ihm!“

Ich nickte:“ OK wir sagen es ihm nach dem Frühstück!“

Fabi nickte und stand auf. Bevor er das Zimmer verließ, drehte er sich nochmals zu mir: „Stev du hast dich wohl verliebt oder?“

„Ich weiß es nicht. Aber es war sehr schön, mit ihm herum zu tollen.“

„Oh man, wenn man Deinen Blick sieht. Dich hat es erwischt.“

Mit diesen Worten verschwand Fabi aus dem Zimmer. Nachdenklich setzte ich mich aufs Bett und grübelte über Fabis Worte nach. Irgendwie hatte er recht, jedenfalls mein Herz bummerte ganz schön wenn ich an den anderen Wolf dachte.

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2 Kommentare

  1. Huhu,

    das ist eine sehr interessante, gelungene Storie, bin sehr gespannt wie es weitergeht. Weitere Folgen ausdrücklich gewünscht.

    VlG Andi

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    • Markus on 25. Februar 2017 at 17:15
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    So spannend geschrieben wann kommen den die Fortsetzungen ich warte gespannt

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