Unbreakable – Teil 2

Max großer Traum geht in Erfüllung, er lernt Kian kennen. Aber es gibt da ein kleines Problem… Kian ist berühmt. Amüsante, aber auch zum Nachdenken anregende Geschichte über wahre Freundschaften.

Teil 2

“Oh, sorry. Can I help you?” Vor Max lag Kian. Der blonde Sänger von Westlife.

[Damit ihr nicht mein schlechtes Schulenglisch geniesen müßt, alles in deutsch *g]

“Ähm…nein.”

“Wer hat hier die Tür offen gelassen zu den öffentlichen Gängen?” kam es geschrien durch den Flur.

“Kian, ist was passiert.”

“Nein schon gut Bob, ich bin im Dunkeln nur über den Kleinen hier gestolpert.”

“Wer ist das?”

“Ich weiß nicht ausser einem “Nein” hat er noch nichts gesagt.”

“Mein Name ist Max.” Max kam sich so blöd vor, was für ein geistreicher Satz. Da kniete wohl der süßeste Junge vor ihm und er sagt mein Name ist Max.

“Soll ich..?” fragte der Mann Kian.

“Nein schon gut Bob ich denke ich habe da nicht einen gewöhnlichen Fan vor mir. Brauchst ihn nicht hinaus zubefördern.”

Noch immer lag Max auf dem Boden.

“Alles in Ordnung, Kian ist in fünf Minuten wieder auf der Bühne,” sagte Bob über sein Headset.

“Beeile dich Kian, in zwanzig Minuten ist die Pause rum, und du mußt wieder auf die Bühne.”

“Okay ich beeile mich, nur noch kurz in die Garderobe. Max kommst du mit?”

Kian reichte Max die Hand und zog ihn wieder auf die Füsse.

“Gerne,” Max stand endlich wieder, ” und wo hin?”

“In unsere Garderobe natürlich, wohin denkst du denn?”

Kian lächelte.

Oh Mann dieses Lächeln, dachte Max. Im kam alles vor wie im Traum.

“Und wie gefällt dir die Show bis jetzt?”

“Gut.”

“Nur gut? Mann, was kann ich machen, das sie dir super gefällt?”

“In dem du den nächsten Song nur für mich singst.”

Ups hatte Max das gerade wirklich gesagt. Er wurde feuerrot im Gesicht.

Kian schaute ihm tief in die Augen.

“Okay… wenn du willst, aber du stehst im Backstagebereich und nicht unten.

“Sorry ich …wollte nicht….

“Keine Sorge Kleiner, aber ich weiß was du meinst.”

Jetzt war Max völlig durch den Wind. Wie hat er das eben nur gemeint er versteht es? Kian strich mit seiner Hand durch Max’s Haar. Max war wie angewurzelt.

“So jetzt aber, ich muß aufs Klo und dann wieder auf die Bühne, warte hier.”

Kian verschwand hinter einer Tür.

Was soll ich jetzt tun, dachte Max. Weglaufen? Machte keinen Sinn, er hatte keine Kontrolle über seine Körper. Er war völlig gelähmt. Die Tür ging auf und Kian kam heraus.

“So jetzt aber schnell ich muß nach oben, komm.”

Kian zog Max an seinem Ärmel hinter sich her.

Ein Sicherheitsmensch kam auf ihn zu.

“Jarrett könntest du dich bitte um den Kleinen hier kümmern, verpass ihm ein Vipausweis und bring ihn hinter die Bühne, ich muß los, bin eh schon spät dran.”

“Geht in Ordnung Kian.”

Und schon verschwand Kian Richtung Bühne.

“So nun komm mal, wie heißt du eigentlich und was hast du mit Kian gemacht?”

“Ich?…Max….Wieso?”

“Kian hat noch nie jemand mit hinter die Bühne gebracht bei den anderen Jungs ist das Gang und Gebe.”

Max schüttelte nur den Kopf. Jarrett brachte ihm einen Vipausweiß an der Jacke an und brachte ihn hinter die Bühne.

Draußen war das Geschrei der Fans wieder auf dem Höhepunkt.

“Wo bleibt Max denn?”

Jule versuchte sich in dem Getümmel um zu schauen.

“Ich weiß es nicht er wollte zur Toilette, aber als ich unten war, hab ich ihn nirgends gesehen,” sagte Richard.

“Na super, können wir jetzt eine Vermisstenanzeige aufgeben?” sagte Nathalie genervt.

“Der wird schon kommen, der wird sich doch sein Kian nicht entgehen lassen.”

Richard und Nathalie grinsen. Eng umschlungen, warteten sie auf die zweite Runde. Das Licht ging auf und fünf Spot erhellten. Die Jungs saßen auf Hockern und sanfte Gitarrenklänge waren zu hören. Im Nu war es in der Halle ruhig geworden. Viele kleine Flammen gingen auf und wurden zum Takt der Musik hin und her bewegt.

“Feel I’m so…….,” begann es zu singen und die Menge fing wieder an zu brodeln.

Jule schaute sich immer noch besorgt nach Max um.

Ein gelbes Glühen wie bei einem Sonnenaufgang erhellte die Bühne.

“….Never Knew I was losing you…….”

Jule schaute Richtung Bühne.

“Was zum Teufel macht………”rief sie.

“Was?” Richard und Nathalies Köpfe flogen herum zu Jule.

“Stell dich ruhig bis vor an den Rand Max sonst siehst du nichts.”

“Danke Jarrett.”

“Nichts zu danken Kleiner.” Und schon war er verschwunden.

Kian stand bei den Jungs und sprach mit ihnen. Fast gleichzeitig wendeten alle ihre Köpfe und schauten zu Max und grinsten. Kian zwinkerte ihm zu.

Max’s Gesichtsfarbe machte jedem Strahler Konkurrenz.

Mark klopfte Kian auf die Schulter und sie nahmen ihre Plätze ein.

Das Gejohle der Fans verstummte als die Gitarrenklänge der Band begannen.

Kian blinselte zu Max.

Oh wow, Never knew i was losing you, war es dachte Max. Ich werde dich nie verlieren. Tränen trieb es in Max’s Augen.

“Alles in Ordnung?” fragte eine Frau neben ihm.

Max fuhr zusammen und drehte sich zur Seite.

“Ja.”

“Hi ich bin Bell die Assistentin des Tourmanagers und du bist sicherlich Max?”

Neuigkeiten verbreiten sich hier wohl wie ein Lauffeuer, dachte sich Max.

Bell sah ihm seine Unsicherheit an.

“Ja ich bin der Max.”

“Hättest du Lust nachher noch auf die Party der Jungs mitzukommen?”

“Party?”

“Ja nach jedem Auftritt gibt es eine kleine Party.”

“Schon gerne, aber ich bin nicht alleine hier. Ich möchte nicht meine Freunde alleine lassen.”

“Sagst du mir bitte ihre Namen?”

“Ähm ja wieso?”

“Die kannst du natürlich mitnehmen. Ich werde mich drum kümmern sie aufzutreiben.”

Max schaute zur Bühne und ging ein Schritt vor um Kian besser zu sehen.

“Aber nicht weiter Max, das Publikum kann dich schon sehen.”

Max blieb stehen, und er hatte nur Augen für Kian.

Der zwinkerte ihm gerade zu.

“Was ist denn Jule?” fragte Nathalie.

“Was ist? Schaut doch mal genau auf die Bühne neben der rechten Box beim Keyboard.”

“Da steht ja….”stammelte Richard.

“Max. Wie kommt der auf die Bühne. Wow soviel Mut hätte ich ihm nicht zu getraut,” kam es aus Jules Mund.

Das Konzert lief weiter. Nach der dritten Zugabe war dann endlich Schluß. Max war die ganze Zeit unverändert auf seinem Platz gestanden. Die Drei machten sich im Geschiebe der Menge zum Ausgang auf, als plötzlich eine Durchsage durch die Halle dröhnte.

“Jule Schreiber und ihre Freunde bitte zur Information.”

Die Drei schauten sich verwundert an.

“Was soll das jetzt?” sagte Jule. Richard zuckte mit den Schultern.

Als sie endlich durch den Ausgang gequetscht haben, liefen sie Richtung Information.

“Hallo ich bin Jule Schreiber, sie haben mich ausrufen lassen?”

“Du bist Jule?” sagte eine Frau, die sich bisher mit einem Mann unterhalten hatte.

“Ja bin ich.”

“Und ihr seid sicherlich Richard und Nathalie?”

Beide nickten nur und sahen Jule fragend an.

“Dann kommt mal mit.”

“Dürften wir erfahren was los ist?” fragte Nathalie.

“Ich glaube Nathalie, daß hat was mit Max zu tun.” sagte Richard.

Jule nickte ihm zu.

“So hier gleich rechts, setzt euch schon mal hin es kommt gleich jemand abholen,” sagte die Frau und weiß sie in ein Zimmer.

Sie ließ die Tür offen stehen und verschwand im Flur.

Draußen war Gelächter zu hören. Mehrere Leute versammelten sich vor dem Zimmer auf dem Flur. Einer davon drehte sich um und kam ins Zimmer.

Es war Max.

“Hallo Leute.”

“Max?” kam es wie aus einem Munde.

Die Frau von vorhin trat ins Zimmer.

“Max wir müssen uns beeilen kommt ihr?”

“Ja Bell, wir kommen..also los Leute kommt.”

“Könnest du uns mal erklären was los ist,” kam es von Jule.

“Jule gleich kommt bitte mit ich habe eine Überraschung für euch,” erwiderte Max freudestrahlend.

Die Drei folgten Max. Durch ein Gewirr von Gängen kamen sie in eine Tiefgarage.

“Bis gleich Max…” sagte jemand und stieg in einen kleine Tourbus ein.

Jule zoppelte an Max Jacke.

“War das nicht gerade…?”

“Ja, das war Bryan. Aber nun kommt schon. Bei Bell steht unser Wagen.”

Wortlos folgten die Drei Max und stiegen ein.

Bell reichte Max etwas und schloss die Tür.

“So bevor ihr noch hier mir wegsterbt, alles der Reihe nach.”

Max erzählte Jule, Nathalie und Richard, das erlebte von der Pause

“Und dann wurde ich gefragt ob ich nicht Lust hätte auf die Party mit zu kommen. Ohne euch wollte ich nicht gehen, und Bell sagte ich solle euch mitnehmen.”

“Wow Max, das ist wohl das aufregendste was ich bisher gehört habe,” sagte Jule und lies sich in ihren Sitz zurückfallen.

“Ach so hier sind eure Ausweise, damit ihr euch überall unbehelligt bewegen könnt. Und Jule, Kian will dich nachher kennen lernen.”

“Kian? Wirklich? Hast du noch mehr Überraschungen auf Lager?”

“Jetzt wartet es doch erstmal ab.”

“Und was ist mit unseren Eltern die warten auf uns.”

“Hat Bell bereits geregelt. Sie hat meine Mutter angerufen, damit sie die anderen verständigen kann.”

Der Wagen setzte sich in Bewegung.

“Später werden wir dann nach Hause gebracht. Also alles kein Problem unsere Eltern wissen Bescheid und wir haben grünes Licht.”

“Du bist nicht wieder zu erkennen Max weißt du das?” sagte Richard.

“Wenn du den süßtesten Jungen auf dir liegen gehabt hättest wärst du auch so.”

“Das glaube ich weniger,” meinte Richard und alle fingen an zu lachen.

Das Gejohle der Fans war unerträglich. Sogar hinter den Fenstern des gepanzerten Wagens, war es noch deutlich zu hören.

“Das erleben wir jedesmal,” sagte Bell, und wartet ab vor dem Hotel fängt es nochmal an.”

“Vor dem Hotel?” fragte Nathalie.

“Ja im Hotel findet die kleine Party statt auf dem Stockwerk der Jungs.”

“Und wie kommen wir dahin?” wollte Max wissen.

“Na ihr steigt zusammen mit Westlife vor dem Hotel aus.”

“O Gott, ich weiß nicht ob ich das kann,” meinte Max.

“Max keine Sorge, die Jungs kümmern sich schon um euch, hat mir Kian versprochen.”

Jule bemerkte ein Funkeln in Max Augen. Sie rückte ein wenig näher zu ihm hin.

“Du Max?”

“Ja?”

Sei nicht enttäuscht, wenn nichts zu Stande kommt.”

“Jule keine Sorge, ich erwarte nichts, es ist schön das Größte für mich einen Abend mit ihm zu verbringen.”

“Dann ist ja gut.”

Das Auto fuhr vor. Westlife war bereits da. Ein Blitzlichtgewitter ging auf sie hernieder.

“So jetzt gilts und immer lächeln Jungs und Mädels.”

Bell stieg aus. Jule und Nathalie folgten ihr, dann Richard und zum Schluß Max.

Bryan kam her und umarmte die beiden Mädels und führte sie Richtung Eingang.

“Du Jule ich sehe nur noch Sternchen vor lauter Blitzlicht.”

“Meinst du mir geht es besser Nathalie, bin nur froh das Bryan uns führt.”

Richard und Max ging es nicht besser. Max hatte weiche Knie am liebsten wäre er wieder ins Auto zurück gestiegen. Aber Nicki packte ihn an der Schulter und lenkte ihn zum Eingang.

Endlich drinnen, erholten sie sich erstmal von den Blitzen.

Bell kam zu ihnen.

“In den Aufzug mit euch bevor die Meute das Hotel stürmt.”

Die Vier liefen zum Aufzug.

“Ach Max,” rief Bell, “bevor ich es vergesse, du sollst nochmal zu Kian kommen, er hat die Suite 5. Und ihr anderen folgt einfach der Musik oben.”

Die anderen schauten Max grinsend an.

“Was denn, seid ja nur neidisch.”

“Ich bestimmt nicht,” sagte Richard und sie gingen lachend zum Aufzug.

Max suchte die Suite. An der Tür klopfte er. Ein lautes “Come in”, war zu hören. Er sammelte seine ganzen Mut zusammen und öffnete die Tür. Ihm stockte der Atem. Kian nur mit einer knappen Shorts begleitet, rubbelte sich gerade mit einem Handtuch die Haare trocken.

“Setz dich Max, ich bin gleich fertig. Und wie hat dir die Show gefallen?”

“Ich bin noch ganz hin und weg.”

“Wußte ich doch, daß ich meinen Kleinen aus der Fassung bringen kann.”

Meinen Kleinen, hatte er meinen gesagt, Max wurde es ganz anders.

“He Max was ist los?” Kian stand jetzt direkt vor ihm.

“Ich wollte mich noch bei dir entschuldigen, wegen der Sache mit dem Liedwunsch.”

“Schon gut Max habe ich gerne getan.” Aber ist es das wirklich?”

“Nein, aber ich weiß nicht wie ich es sagen soll.”

“Ist es so schwer?

“Ja, weil ich nicht weiß wie du darauf reagierst.”

“Versuch es doch einfach einmal.”

Max zögerte.

“Ich …ich habe mich …in dich verliebt. ..ich bin schwul Kian.”

Einen Augenblick herrschte Stille. Max wollte aufstehen und gehen. Dicke Tränen rannen über seine Wangen.

“Ich finde es mutig von dir, daß du mir das sagst. Ich hätte das nicht fertig gebracht…..ich bin noch lange nicht so weit wie du.”

Max drehte sich um.

“Was hast du gesagt?”

“Du hast schon richtig verstanden Max.”

“Du hattest doch jetzt drei Jahre eine Freundin.”

“was hat es damit zu tun. Ich dachte immer was sind das so blöde Hintergedanken wenn ich als Jungs hinter herschaute.”

“Und was hat deine Meinung geändert?”

“Du!”

“Wie ich?”

“Als du deine Musikwunsch geäußert hast und ich dir in die Augen geschaut habe hat es mich erwischt.”

“Inwiefern?”

“Du machst es einem auch nicht gerade leicht Max.” Kian war mittlerweile fertig angezogen.

“Ich habe dir in die Augen geschaut, und bekam Schmetterlingen in den Bauch. Ich dachte was für ein süßer Kerl genau das was ich mir erträume.”

Kian drehte sich um und schaute zum Fenster hinaus. Max erhob sich und lief zu ihm. Vorsichtig legte er seine Hand auf die Schulter.

Ein Zucken ging durch Kian’s Körper.

“Kian?” Er drehte sich um. Tränen liefen ihm über die Wangen.

“He hör bitte auf sonst mache ich mit.”

“Bitte nicht Kleiner. Dein Gesicht ist so……”

Weiter kam er nicht mehr. Max gab ihm einen Kuss. Die Tür flog auf.

“He Kian wo ble……ups Entschuldigung au waia.”

“Schon gut Nicki komm rein.”

Kian schaute auf den Boden, blieb aber dicht bei Max stehen.

“Ist alles in Ordnung?” fragte Nicki.

“Ja passt schon. Ich habe mich grad Hals über Kopf in den Kleinen da verliebt,” dabei lächelte er Max an.

“Dann gratuliere ich mal Kian.”

“Danke Nicki.”

Max bekam nur ein Kopfnicken hin. Tausend Gedanken schossen ihm durch den Kopf.

Nicki verschwand wieder.

“Um ehrlich zu sein, Max du warst nur der Auslöser, aber darüber unterhalten wir uns später, auf wir müssen rüber.”

Er nahm Max an der Hand und zog ihn zur Tür.

“Wo steckt er denn schon wieder.” meinte Jule.

“Der ist bei seinem Kian,” kicherte Nathalie, “Jule guck mal sind das nicht Lucy und Jess von No Angels?”

“Stimmt Nathalie und Ben hab ich auch schon gesehen,” sagte Jule und verrenkte sich den Kopf um vielleicht noch jemand zu entdecken.

“Ben wo, den muß ich kennen lernen.”

“He langsam meine Kleine ich bin ja auch noch da,” sagte Richard eifersüchtig.

Nathalie zwinkerte ihm verliebt zu. Die Tür öffnete sich und Kian und Max kamen herein.

“Hallo ihr drei. Darf ich euch Kian persönlich vorstellen?”

Sie gaben sich einander die Hand.

“Und das ist meine beste Freundin Jule, von der ich dir erzählt hat Kian.”

“Hallo Jule, freut mich dich kennen zu lernen. Du bist also diejenige, die auf unseren Max aufpasst.”

“Und mußt Kian sein, der meinem Kleinen hier den Kopf so verdreht hat.”

Kian wurde rot.

“Kian ich sagte dir ja, vor Jule mußt du dich in acht nehmen vor Jule. Sie sagt was sie denkt.”

“Das habe ich gemerkt.” Jule grinste ihn frech an.

“So. hab ihr die Jungs schon richtig kennen gelernt?”

Nathalies Augen flammen auf, “nein noch nicht so richtig.”

“Dann werden wir das mal nachholen, und ich sehe schon da gib es bestimmt noch mehr Leute, die ich euch vorstellen kann.

Die vier liefen Kian hinterher. Max und Jule in einem kleine Abstand zu den anderen.

“Und was wollte er von dir?”

“Was bist du wieder so neugierig.”

“Man, Max ich will so was wissen, wenn mein Freund mit einem Lächeln den Raum betritt, als hätte er gerade den Jackpot geknackt.”

“Vielleicht habe ich das ja.”

“Du meinst…?”

“Wir haben uns geküsst.”

“Jetzt bin ich baff.

War ich auch.”

Beide mußten lachen. Der Abend verging schnell, viel zu schnell, wenn es um Nathalie ging.

“Sag mal ist Bravo Pflichtlektüre bei dir oder warum weißt du über die Leute so gut Bescheid hier,” wollte Richard wissen.

“Das ist allgemein Bildung mein lieber Richard,” sagte Jule. Nathalie und Jule fingen laut an zu lachen, als Richard eine Grimasse zog.

“Ich denke wir werden langsam aufbrechen, es ist schon ein Uhr, wir sollten uns langsam verabschieden und dann nach unserem Wagen Ausschau halten,” meinte Jule.

Die drei anderen nickten ihr zu.

Bell kam auf sie zu.

“Was ihr wollt schon gehen? Schade, naja ich hoffe es hat euch gefallen. Ich besorg euch den Wagen und hol die Jungs zur Verabschiedung.” sagte Bell und verschwand.

“Ob die irgendwann mal Feierabend hat, das wäre kein Job für mich.”

Die Jungs kamen und verabschiedeten sich.

“Wir werden uns ja bald wieder sehen, Nathalie nicht so traurig sein.”

Nathalie schaute die anderen verdutzt an.

“Ähm wie meint ihr das?”

“Hat es Kian noch nicht erzählt?” sagte Shane.

“Nein habe ich noch nicht, Shane jetzt ist die ganze Überraschung kaputt. Ich wollte es als Weihnachtsgeschenk aufheben.”

“Ups sorry, wenn ich vorgegriffen habe.”

Kian wandte sich am Max.

“Wir haben uns gedacht, ob ihr nicht Lust hättet, nach Weihnachten zu uns nach Irland zu kommen und Silvester mit uns zu feiern.”

“Was……..? Wow. Irland.”

Die Vier fielen sich in den Arm und jubelten.

“Gerne.” Wir sind dabei.” “Silvester in Irland” “Megastark.” Sie sprachen alle durcheinander.

“Da meine Familie ein großes Haus besitzt, könnt ihr alle bei mir unterkommen,” meinte Kian. Diese Überraschung schien gelungen. Max trat zu Kian.

“Warum das alles?”

“Weil ich mich in dich verliebt habe, mein Kleiner. Ich möchte dich an meinen freien Tagen um mich haben. Und weil ich deinen Freunden was gutes tun wollte, habe ich sie eben mit eingeladen.”

Max sah Kian sprachlos aber lächelnd an.

Die Jungs von Westlife gruppierten sich nochmal und fingen ohne Musik noch mal den Song “Never Knew I Was Losing You” zu singen. Alle Gäste reihten sich um sie. Max bekam Tränen in die Augen, als Kian beim dem Wort “Losing” ihn anschaute. Jule nahm ihn in den Arm. Der Song war kaum fertig, als die ganze Menge anfing zu jubeln und applaudieren.

“Eurer Wagen ist da,” meldete sich Bell zu Wort.

“Ich komm noch mit runter Bell, bleib du hier oben und amüsier dich noch ein wenig,”

“Danke Kian, bis später.” Und weg war sie wieder.

Sie stiegen gemeinsam in den Aufzug, der sie in die Tiefgarage bringen sollte.

“Hier ist meine Handynummer Max, wenn irgendetwas sein sollte, rufe mich an, okay?”

Max sah ihn mit seinen immer noch feuchten Augen an und nickte.

Bevor sie unten in den Wagen stiegen, nahm Kian Max nochmal in den Arm.

“Vergiss mich nicht Kleiner, in zwei Wochen sehen wir uns. Dann haben wir genügend Zeit zum Reden oder andere Dinge.”

“Ich freu mich auf dich Kian und ich werde dich bestimmt nicht vergessen.” Sie gaben sich eine Kuss.

Max stieg ein und setzte sich in die Ecke. Beim raus fahren winkte Kian ihm ein letztesmal zu und verschwand im Aufzug. Dicke Tränen kullerten Max über die Wangen.

“Oh Mann hat es dich erwischt,” meinte Richard. Sogleich füllte er einen Schmerz in der Rippengegend.

Nathalie hatte ihm in die Seite gehauen.

“Wie kann man nur so unsensibel sein als Mann. Ich werde die Männer nie verstehen.”

Jule strich sanft über Max’s Haar. Er schaute nach draußen und dachte an Kian.

“Bin ich froh wenn diese Woche rum ist. Keinen Tag länger wollte ich zur Schule gehen dieses Jahr.”

“Ach Richard die paar tage bekommst du auch noch vorbei. Und dann haben wir zwei Wochen Ferien.”

“Stimmt Max. Und dann noch Weihnachten und dann ab nach Irland.”

“Da wäre ich mir nicht so sicher.”

“Was?”

“Ach meine Mutter macht Stunk. Sie hat Angst um mich.”

“Warum das denn?”

“Sie glaubt ich wäre einem reichen Jüngelchen auf den Leim gegangen. Sie will mich nicht fortlassen.”

“Hey du bist jetzt achtzehn Jahre alt, da kannste doch machen was du willst.”

“Du magst mich jetzt zwar für altmodisch halten, aber ich horche meiner Mutter wenn sie etwas will.”

“Naja. Machs mal gut bis Morgen in der Schule.”

“Bye Richard.”

“Hallo Mum, ich bin zu Hause.”

“Hallo Max, hast du Hunger?”

“Ja habe ich Mum, wie ein Bär.”

“Gut komm, ich bin gleich fertig mit dem Essen.”

Still schweigend saßen sie am Tisch und aßen.

“Max, zieh nicht so ein Gesicht. Ich mein es doch nur gut mit dir.”

“Ist gut Mum.”

Max wollte nicht reden. Seit dem Konzert lag seine Mutter ihm wegen der Irlandreise in den Ohren.

An der Tür klingelte es.

“Erwartest du jemanden Max?”

“Nein nicht das ich wüßte.”

“Naja dann wird ich mal Nachsehen.”

Marianne lief zur Tür und öffnete. Der Postbote.

“Hallo Frau Kehrer hier ist ein Telegramm für Ihren Sohn.”

“Kann ich unterschreiben?”

“Aber natürlich, bitte hier an der Linie.”

“Danke und auf Wiedersehen.”

Marianne schloß die Tür und lief zurück zur Küche.

“Wer war es denn?”

“Die Post.”

“Die Post? Die ist aber heute spät dran.” Marianne trat in die Küche.

“Sie war ja auch schon durch. Nein hier dieses Telegramm ist für dich gekommen.”

“Ein Telegramm für mich?” Max sah seine Mutter staunend an. Er nahm ein Messer und öffnete es. Es war von Kian.

Hallo Kleiner,

melde dich doch bitte. Du rufst nicht zurück und lässt meine SmS unbeantwortet. Was ist los?

Dein Kian

Max ließ das Telegramm fallen stand auf . Er lief in sein Zimmer und schloß sich ein.

“Max? Was ist los?”

Es kam keine Antwort.

“Hallo Jule.”

“Hallo Marianne, warum rufst du an?”

“Könntest du bitte kommen?”

“Oje das hört sich nicht gut an, was ist passiert?”

“Ach ich habe Max gesagt, daß er nicht mit nach Irland soll, weil ich nicht haben will das er zum Spielball von diesem Sänger wird. Und heute kam ein Telegramm, ich kann es aber leider nicht lesen es ist auf englisch. Und seitdem hat Max sich in sein Zimmer eingeschlossen.”

“Gut mach nichts Marianne ich komme sofort.”

Etwa zwanzig Minuten später klingelte es an der Tür.

“Du warst aber schnell, hallo Jule.”

“Nein meine Mutter hat mich gefahren, sie parkt nur noch ein dann kommt sie hoch.”

“Hast du Verstärkung notwendig.”

“Das weiß ich noch nicht. Wo ist das Telegramm?”

“In der Küche komm rein.”

Jule legte ihre Jacke ab und folgte Marianne.

“Hier Jule, das ist vorhin gekommen.”

Jule nahm es und lass es durch.

“Hallo ist jemand da?”

“Christine? Wir sind in der Küche.”

“Hallo Marianne. Schon wieder Familienkonferenz? Das wird langsam zur Gewohnheit deines Sohnes.”

“Tut mir leid Christine.”

“Ihr zwei wieder.”

Marianne und Christine schauten Jule erstaunt an.

“Der liebe Max ist verliebt. Dass erstemal so richtig in seinem Leben. Aber er hört lieber auf seine Mutter, weil er sie nicht verletzten will und verzichtet auf diese Liebe.”

“Und… das steht da alles in dem Telegramm?” fragte Marianne und setzte sich.

“Ach Quatsch. Das ist ein verzweifelter Hilferuf von Max’s Freund Kian. Max hat sich anscheinend nicht mehr bei ihm gemeldet,” erwiderte Jule.

“Da hab ich wohl was falsch eingeschätzt.”

Jule setzte sich zu Marianne an den Tisch.

“Ich glaub ich mach jetzt Kaffee. Marianne darf ich?”

“Ja Christine du weißt ja wo alles steht.” Sie wandte sich Jule zu.

“Marianne ich weiß nicht was da am Konzertabend vorgefallen ist. Ich habe nur die Hälfte mitgekriegt. Aber was ich gesehen habe, wie sehr verliebt die zwei sich angetan waren.”

“Das geht aber alles so schnell.”

“Marianne,” Christine mischte sich in das Gespräch ein, ” hast du noch nie was von Liebe auf den ersten Blick gehört?”

“Doch schon.”

“Aber?”

“Ich werde nicht richtig mit dieser Situation fertig. Max ist immer noch mein kleiner Junge den ich aufgezogen habe. Und jetzt will er in die weite Welt hinaus um einen total Fremden wieder zusehen.”

“Wäre es was anderes wenn es ein Mädchen wäre?”

“Ich weiß nicht.”

“Ist das der Geldbeutel von Max?”

“Ja aber was willst du mit dem?”

“Moment.” Jule durchsuchte Max’s Geldbeutel.

“Jule das ist fremdes Eigentum so was macht man normalerweise nicht,” ermahnte Christine ihre Tochter.

“Wenn es Max hilft ist es egal. Ah da ist sie ja. Die Nummer von Kian.”

“Was hast du vor Jule?”

“Ich weiß es selber noch nicht so recht. Marianne wo steht das Telefon?”

“Im Wohnzimmer…?”

“Trinkt ihr euren Kaffee ich komme gleich wieder,” sagte Jule und verschwand.

(Wochenende)

“Hey Sohn wie lange willst du noch schlafen, es gibt schon Mittagessen.”

“Oh man Mum lass mich schlafen.”

“Wenn du willst, esse ich halt alleine. Ach übrigends da ist ein Brief aus Irland angekommen.”

Max war blitzschnell wach, und sprang aus dem Bett.

“Wo?”

Seine Mutter winkte mit dem Umschlag. Max riss ihr ihn förmlich aus der Hand.

“Okay dann geh ich schon mal, in ner halben Stunde gibt es Essen.”

“Okay Mum.”

Er öffnete das Kuvert und zog eine Brief von Kian heraus.

Hallo mein Kleiner,

du machst ja Sachen. Als Jule mich angerufen hat und mir alles erklärt hat, war mir sofort klar, das ich dir schreiben muß, denn an das Telefon gehst du ja nach wie vor nicht.

Ich finde es rührend wie du zu deiner Mutter stehst und ihre Meinung respektierst. Aber hast du nicht was vergessen. Es geht alleine nur um dich. Um uns! Ich weiß nicht was uns die Zukunft bringen wird, aber ich weiß das ich mich unheimlich verliebt in dich habe. Du fehlst mir wahnsinnig, obwohl unsere Zweisamkeit nur kurz war. Ich weiß es klingt verrückt, nach einem Tag schon solche Gefühle zu hegen. Aber sei ehrlich dir geht es doch genauso, oder? Meine Gefühle für dich sind echt. Und ich möchte mir die Zeit nehmen, diesen lieben Menschen, der mich so lieb in der Tiefgarage in München geküsst hat, näher kennen zu lernen. Gib mir die Chance und schlag es mir nicht aus. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber zum erstenmal, empfinde ich eine Leere vor Weihnachten. Mir fehlt etwas. Du fehlst mir. Den ganzen Tag kann ich an Nichts anderes Denken. Sämtliche Ablenkungen der Jungs helfen nichts. Und seit wir von der Tournee Pause machen, ist es noch schlimmer geworden, weil ich plötzlich zu viel Zeit habe für mich. Ich habe dir ein Bild mitgeschickt, das wenn du willst, bei dir aufstellen kannst. Es ist ein privates, und in der Öffentlichkeit nicht bekannt. Alleine für dich.

Am Freitag abend steht in München ein Privatjet bereit, der sechs Personen mitnehmen soll. Ja sechs! Deine Mutter und die Mutter von Jule sind auch eingeladen. Irgendwann sollte ich ja auch mal meine Schwiegermami kennen lernen. Du siehst es ist mir ernst. Und wenn du nicht kommst dann hole ich dich selber. Damit du deiner Mutter diesen Brief zeigen kannst, habe ich es in Deutsch übersetzen lassen und bei gelegt.

Dein Kian

..der dich unheimlich vermisst!!!!!!!

Max standen die Tränen in den Augen. Er zog das Bild aus dem Umschlag. Kian mit einem süßen Lächeln und wirren blonden Haaren. Er stand auf und zog sich an. Er lief zur Küche und setzte sich an den Tisch.

“Was ist?”

Max gab wortlos seiner Mutter die Übersetzung. Marianne lass den Brief.

Sie hob den Kopf, “und du meinst ich soll wirklich mit fliegen nach Irland zu deinem Kian?”

“Mum es wäre mir sehr wichtig, komm mit bitte.”

“Soll ich wirklich die ganzen Pullis mitnehmen Max?”

“Mum wie oft hab ich dir schon gesagt, bei Kian in Irland liegt Schnee. Oder willst du dich in Irland neu einkleiden.”

“Wäre nicht mal eine schlechte Idee.”

“Mumm!”

“Schon gut Max. Und die anderen kommen uns abholen?”

“Ja wir fahren mit Christine zum Flughafen. Aber beeile dich jetzt sie kommt in zehn Minuten.”

“O Gott, ich bin doch nicht fertig”

“Mütter.”

Es klingelte an der Tür.

“Das werden sie sein ich mach auf.”

Max öffnete die Tür und wollte schon Christine und Jule in Empfang nehmen, als…

“Kian.”

“Hallo mein Kleiner.”

“Du ………

“Ja ich hole dich lieber selber ab. Bin mit dem Privatjet schon eine Stunde früher her geflogen. Dachte bevor du es dir doch anders überlegst….., soll ich hier warten.”

“Sorry Kian ich hab mit allem gerechnet, nur nicht mit dir, komm rein. Und vor allem komm mal her…”

Max zog Kian an sich umarmte ihn und gab ihn einen langen sinnliche Kuss.

“Wow, hast mich wohl doch sehr vermisst..”

“Und wie Kian.”

“Naja jetzt hast du mich ja wieder.”

“Ja endlich…..” und Max gab ihm noch einen Kuss.

“Ich will ja nicht stören Max, aber…”

Max und Kian fuhren auseinander.

“Sorry Miss Kehrer.”

Kian ging zu Max’s Mutter und streckte ihr die Hand entgegen. Sie schüttelte ihm die Hand

“Das ist also der junge Mann, der dir so den Kopf verdreht hat. Geschmack hast du ja, er sieht wirklich gut aus.”

“Mum.”

Kian schaute Max fragend an. Max übersetzte ihm, was seine Mutter gerade zum Besten gegeben hat, worauf Kian rot anlief. Max mußte Lachen.

“Komm hilf mir mit dem Koffer, ich bin fertig.”

Im Flur war Getrampel zu hören. Es waren Jule und Christine, sie waren schon wieder beim diskutieren.

“Ja Mama habe ich eingepackt. Ich habe alles dabei. Und was ich nicht dabei haben sollte, was solls.”

“Hallo Jule Hallo Christine.”

“Hallo Max, wem gehört denn die Limousine vor dem Haus?”

“Dem hier,” sagte Max und zog Kian vor sich.

“Kian, hello,” Jule fiel Kian um den Hals, “what do you doing here?”

“Er wollte sicher gehen, daß ich auch wirklich mit komme,” beantwortete Max Jules Frage zu Kian.

“Das ist also der Junge, weswegen wir jetzt zwei Wochen Aufregung hatten,” sagte Christine.

“Ja Mama, darf ich dir Kian vorstellen. Kian this is my Mother Christine.”

“Gut Tag Christinä.”

“Du kannst deutsch,” fragte Max seinen Freund verwundert.

“Nur ein paar Worte Max, die Aussprache für mich doch schwierig ist. Aber ich denke wir müssen los. Jule sag deiner Mutter, wir laden das Gepäck um, wir fahren alle mit meinem Wagen.”

Die Koffer wurden herunter getragen und verladen und umgeladen. Dann ging es Richtung Flughafen.

“An so eine Limousine könnte ich mich gewöhnen,” meinte Christine.

“Da hast du recht, Christine und schau wie das Auto ausgestattet ist, ” meinte Marianne und sah sich weiter um.

Am Flughafen war die Begrüßung mit Richard und Nathalie genauso herzlich. Kian und Max kümmerten sich um das Gepäck. Während Richard und Nathalie sich von ihren Eltern verabschiedeten.

Und schon ging es los. Der Jet rollte über die Startbahn, und erhob sich in die Luft.

Auf nach Irland.

“Na mein Kleiner glücklich?”

“Ja Kian. Ich wollte mich nochmal bedanken.”

“Wofür denn Max?”

“Es hat in meinem Leben sich noch nie jemand um mich bemüht, wie du. Schon dein Brief hat mir gezeigt, wie ernst du es meinst. Ich bin eben einfach glücklich mit dir. Am liebsten würde ich die Zeit anhalten und diesen Moment genießen so lange ich kann.”

“Zeit anhalten? Ich glaube da würdest du einiges verpassen.”

“Du machst mich neugierig.”

Kian lächelte. “Lass dich überraschen, du wirst schon sehen.”

Es folgte ein langer Kuss.

“Sind sie nicht ein Traumpaar, dein Kleiner und dieser Kian?”

“Ach ich weiß nicht.”

“Was ist Marianne?”

“Im Augenblick ist alles schön und gut. Aber was ist wenn der Alltag die beiden einholt. Kian geht weiter auf Konzerttournee und Max muß wieder in die Schule. Was wird dann wenn sie sich ewig nicht sehen. Ich habe Angst um Max, daß er die langen Trennungen nicht standhält und es ihm das Herz bricht.”

“Marianne, malst du nicht ein bischen schwarz? Ich verstehe deine Ängste. Aber vertraue deinem Jungen. Er wird es schon irgendwie hinbiegen. Und es gibt ja auch noch andere Ferien. Und nun lass nicht die Löffel hängen, sondern genieße diesen exklusiven Kurzurlaub.”

“Du hast Recht Christine ich weiß gar nicht mehr was es ist Urlaub zu machen. Und Max! Ich muß einfach mehr vertrauen zu ihm haben.”

“Recht so, und nun stoss mit mir an, wann kriegen wir schon mal Champagner serviert.”

Die Beiden prosteten sich zu.

“Meine kleine Schwester Jessica war ja so neidisch, als sie hörte das ich zu Westlife nach Irland fliege.”

“Jule muß ich mir jetzt Sorgen, machen um meine Nathalie?”

Jule grinste, ” Richard ich würde auf jeden Fall raten mal auf sie aufpassen, Soviel ich weiß ist ja auch Mark noch solo.”

“Jule, du…..” weiter kam sie nicht, weil Richard ihr den Mund zuhob.

“Ich nehme jetzt die Hand weg und gebe dir einen Kuss und ich will keine Ton hören, okay?”

Nathalie nickte und Jule mußte grinsen. “Da muß ich wohl auf euch beide nicht aufpassen.”

Der Flug verlief ruhig, ebenso die Landung in Dublin.

Die Formalitäten am Zoll gingen recht zügig voran, schnell konnten sie auschecken.

“Und wo geht es hin?” wollte Max von Kian wissen.

“Draußen müssen schon zwei Wagen bereit stehen. Wir fahren erstmal zu mir nach Hause.”

“Habt ihr denn soviel Platz? Wir sind sechs Personen.”

“Haben wir. Habe dir doch erzählt, dass meine Oma eine kleine Pension hat und das liegt direkt neben meinem Elternhaus. Und für dich ist ja wohl klar wo du schläfst,” bemerkte Kian mit frechen Grinsen.

Max wurde rot. Die Wagen standen vor dem Flughafen bereit. Ein freudenstrahlender Mann kam auf sie zu. Er sah aus wie Kian nur um einiges älter.

“Darf ich euch vorstellen, das ist mein Vater.”

“Hätte ich jetzt nicht gedacht, ihr habt ja auch gar keine Ähnlichkeit mit einander,” meinte Jule grinsend.

“Guten Abend, meine Herrschaften,” kam es von Kians Vater im perfekten Deutsch.

“Sie sprechen Deutsch, Mr. Egan?” sagte Marianne erstaunt.

“Ja im Gegensatz zu meinem Sohn schon, meine Mutter ist Deutsche,” entgegnete er.

“Bei ihr werden sie auch wohnen, sie hat eine kleine Pension direkt neben unserem Haus.”

Kian sah Max fragend an.

“Tja ich denke du mußt deutsch lernen, es wird dir nichts anderes übrig bleiben,” meinte Max zu Kian. Alle fingen an zu lachen, nur Kian schaute ein wenig betrübt.

“He Großer nicht traurig sein, das wird schon.”

“So Kian John Francis Egan, wärst du so nett und würdest du mir deine Freunde mal vorstellen.”

“Francis?” Max mußte grinsen.

“Natürlich Dad. Das ist Jule, Nathalie und Richard, Jules Mutter Christine und hier Max’s Mutter Marianne.” Nacheinander schüttelte Kian’s Vater die Hände.

“Zu guter letzt und das ist Max.”

“Du bist also der Grund, warum wir die letzten zwei Wochen solche Höllenqualen erleiden mußten?”

“Bei Ihnen war das genauso?” fragte Max’s Mutter. Mister Egan nickte grinsend.

Kian und Max wurden rot. Alle lachten und stiegen ein.

“Wow und hier soll ich die nächsten Tage schlafen.”

“Ja und direkt neben mir,” sagte Kian.

“Du weist ja garnicht, ob ich das will.”

“Was?”

Kian packte Max und schmiss ihn aufs Bett. Max mußte laut lachen, als Kian ihn anfing zu kitzeln.

“Hör auf haha, ich kann haha ich kann nicht mehr haha…”

An der Tür klopfte es. Kian ließ von Max ab.

“Come in.”

Es öffnete sich die Tür und eine Frau betrat das Zimmer.

“Mum. Komm rein ich will dir Max vorstellen.”

“Wird ja auch langsam Zeit. Du bist also Max?”

“Ja Miss Egan.”

“Ich freue mich sehr dich kenne zu lernen. Besonders weil du so einen guten Einfluß auf unseren Großen hast.”

Max schaute Kian fragend an. Er wurde rot.

“Seit Kian dich kennt, ist es hier viel familiärer wieder geworden. Er redet wieder mit uns, hat mehr Zeit mit uns zu verbringen. Das war bis vor kurzen nicht so. Da war er noch total verschlossen und abweisend.”

“Mum.”

“Kian, Tatsachen darf man sagen, oder Max?”

Max konnte nur nicken.”

“So jetzt lasse ich euch aber noch ein bischen alleine. Kommt aber pünktlich zum Essen.”

“Ja Mum.”

Sie ging und verschloss die Tür hinter sich.

“Mensch Kian ich habe noch was für dich,” sagte Max und rannte zu seiner Tasche. Er zog ein großes Paket heraus.

“Wirklich für mich?”

“Ja.”

Kian riss das Geschenkpapier herunter und ein großer Bilderrahmen kam zum Vorschein. Ein großes Bild in der Mitte und viele kleine Bilder darum verteilt, alle von Max zierten es.

“Richard hat mir geholfen, der hat einen Pc, da ging das dann leicht..”

“Mensch danke Max. Wow. Wo hänge ich das nur hin?”

“An dein Bett?” sagte Max und grinste.

“Apropo Computer. Hier ist mein Geschenk für dich Max,” meinte Kian und reichte ihm einen Umschlag. Max öffnete ihn.

“Das ist für mich, man Kian , dass kann ich nicht annehmen, das ist viel zu teuer.”

“Mach dir keine Gedanken wegen dem Geld, davon habe ich genug. Ich habe dir den Pc gekauft, damit du per Internet immer mit mir in Verbindung bleiben kannst.”

“Deswegen warst du so früh in Deutschland, du hast mir einen PC gekauft.”

“Genau, wenn du wieder zu Hause bist, kannst du ihn abholen, aber davon wollen wir jetzt nicht reden, bist ja erst angekommen.”

“Danke Kian,” sagte Max und fiel Kian um den Hals.

“Könnten wir das später ins Bett verlegen?”

Max wurde rot.

“Du Kian …. ich habe noch nie…..du weißt schon.”

“Max keine Sorge, für mich ist es auch das erstemal, deswegen wollen wir auch nichts überstürzen.”

“Danke Kian.”

“Aber nun los Max, wir müssen runter zum Abendessen. Sonst bekommen wir ne Standpauke von meiner Großmutter. Die haßt es wenn man unpünktlich ist.”

“Ist halt eine Deutsche,” erwiderte Max grinsend und folgte Kian aus dem Zimmer.

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Unbreakable - Teil 2, 10.0 out of 10 based on 14 ratings

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