Traumschiff – Teil 118

So, es geht weiter. Ein Danke an meine Beta und an die treuen Kommischreiber.

Noch Feiertage…Wehrdienst… Jahreswechsel… Neffe

Jerome, Sonntag, 26.12. 15:30 Uhr, oben in der WG im Wohnraum.

So langsam trudeln auch die letzten ein, wollen dabei sein, wenn unsere Poolhalle, so nenne ich sie mal, erstmals in Gebrauch genommen wird. Es ist eine sehr gut gebaute Holz Rahmenkonstruktion mit großen, dreifach Isolierglas Schiebeelementen und auch Teile des großen Dachs sind Wintergarten artig verglast, so das viel Licht hinein fällt. Die Schiebeelemente kann man im Sommer auf schieben, so das Sonne, Wärme und Wind im Poolbereich spürbar sind.

Zwei der drei aufgestellten Doppelgaragen sind mit dem neuen Teil integriert, in der rechten sind hinten die Technik und vorne je drei Umkleiden, in der linken sind Duschen, Toiletten und eine Sauna. Die Garagen sind im Zuge der Arbeiten an der Pool Überdachung noch zusätzlich isoliert worden, so dass alles jetzt sogar echt wintertauglich ist.

Um 16:00 Uhr gehen wir runter, wollen uns überzeugen, dass wir jetzt Jahreszeitlich unabhängig schwimmen und Sauna machen können, etwas das uns auch die Möglichkeiten zum parallelen Training gibt, ohne immer auf Dauerlauf und Jogging ausweichen zu müssen. Die Elemente zum Haus und zum Tor hin sind so verspiegelt, das man nicht hinein sehen kann, so dass wir auch hier, ohne Anstoß zu erregen, nackt baden können. Auf Robins besonderen Wunsch hat Kevin auch einen Whirlpool vor der Garage mit der Sauna drin aufstellen lassen. Die Firma Stiefel hat alles toll gemacht oder machen lassen und es ist toll geworden. Einige tragen heute neue Klamotten, die sie wohl zu Weihnachten bekommen haben. Wir haben auch welche bekommen und sogar ein Paket aus Dresden für uns lag unter dem Baum bei Mama. Wir hatten natürlich auch was verschickt, nach Dresden und auch nach Radebeul.

Bei den Umkleiden stehen auf jeder Seite ein großer Kühlschrank mit Getränken, so dass es hier unten jetzt an nichts fehlt. Es ist alles sehr toll geworden und trotz Minustemperaturen, 2 Grad sind es draußen, ist es hier drinnen schön warm. Die Rahmenkonstruktion und auch die Leimbinder der Dachkonstruktion sind deckend weiß behandelt und die Glasteile im Dach können im Sommer mit Jalousien beschattet werden. Natürlich ist auch Beleuchtung vorhanden und Sau cool sieht es aus, wenn nur die Beleuchtung im Schwimmbecken an ist. Gewiss, es hat schon seinen Preis, das Ganze, aber es ist auch einfach Klasse und auf der Bank ist ja bei unseren beiden Sponsoren immer noch satt und genug und ich habe das drum rum wie Kühlschränke und Sauna und Umkleiden bezahlt, damit ist unser Beitrag zum ganzen zumindest symbolisch, geleistet.

Die Lieferung der Handys und der anderen Elektroniksachen von Rufus Weiden an das Heim in Dresden ist dort am 23. eingetroffen und am Abend des 24. dann gemäß den Wünschen und Listen der Kids verteilt worden, hat Kevin stolz und froh erzählt.

Für den Sommer 2011 hat er, per Schreiben mit den Geschenken, allen dort im Heim einen Urlaub in Südfrankreich versprochen, mit einem 2-tägigen Besuch von Disneyland Paris auf der Rückfahrt. Dazu will er ihnen einen Reisebus mieten, der die gesamte Zeit samt Fahrer zu ihrer Verfügung steht. Das sind doch mal tolle Aussichten für die Leute, mit denen es das Schicksal nicht so gut gemeint hat. Wir alle finden das echt toll und es zeigt mir, das beide, Kevin und Wolfi sich das Bedürfnis, anderen, schwächeren zu helfen, genauso zu eigen gemacht haben, wie das in unserer Familie gelebt wird.

Die Bäume auf dem Hof sind nach der Pflanzung Anfang November wohl alle angegangen. Genau, meint Herr Stiefel, sieht man es aber erst, wenn sie im Frühjahr austreiben. Insgesamt sind es 9 Baumscheiben, die mit Bruchsteinen rund ummauert sind und 40 cm aus dem Boden ragen. 2, links und rechts den Platz vor dem Laden eingrenzend, sind mit Platanen bepflanzt, die anderen 7, verteilt auf dem Hof, sind Obstbäume.

Je ein früher und ein später Apfelbaum, eine Süß- und eine Sauerkirsche, ein Birnenbaum und eine Pflaume und ein Mirabellenbaum haben Stiefels Leute gepflanzt. Sergej hat gemeint, wir sollten als Sichtschutz von der linken Gebäudeecke aus eine Reihe Tuja oder so was Immergrünes pflanzen lassen. Da in dem Bereich dann der Beton aufgeschnitten und entfernt werden muss, damit die Hecke dann genug Erde zum Wachsen hat, werde ich mal Stiefel direkt fragen, ob und wie das machbar ist und was es ungefähr kosten könnte. Das können die auch ohne Ewald Knauer, denk ich, der ja mit der Sporthalle zurzeit genug zu tun hat. Stiefel macht das dann immer mit guten Leuten oder guten Subunternehmern.

Jetzt sind alle umgezogen und jeder hat von Sergej und Kevin ein Glas Cremant, wer wollte oder die Jüngeren mit Orangensaft bekommen. Ich werde wohl jetzt mal wieder was sagen müssen.

„Liebe Mädels, liebe Jungs, Freunde“, sag ich, „heute am 2. Weihnachtstag wollen wir das Sahnehäubchen der WG, unsere Poolhalle, in Gebrauch nehmen. Gesponsert wurde dieses edle Bauwerk von unseren beiden Freunden Kevin und Wolfi, die nach der unerwarteten Erbschaft auch einen Beitrag zu unserem Wohlergehen leisten wollten. Dafür ist ihnen unser aller Dank gewiss und ich wünsche uns allen, dass wir viel Freude damit haben. Prost!“ Und dann trinken wir. Robin macht den Vorschlag, das wir uns alle hinter einander am Rand des Beckens aufstellen sollen und dann in der Art eines Wasserballetts seitlich nacheinander ins Becken fallen lassen und das Wolfi das mit seiner Kamera, die auch Videos aufnimmt, im Bild fest hält.

Das findet allgemeinen Beifall und nach dem die Gläser leer und sicher verstaut sind, nehmen wir entsprechend Aufstellung und es klappt dann auch ganz ordentlich. Nun ist es also offiziell in Betrieb genommen. Eingewiesen in die Technik ist Frank, er hat sich freiwillig dazu bereit erklärt, das zu übernehmen, weiß nun, wie alles funktioniert und auch einfache Wartungsdinge kann und wird er machen. Regelmäßige Wasserproben, Kontrolle der Filter, das Einstellen der Wasser- und Lufttemperatur in der Halle und auch das Chloren des Wassers, wenn nötig, werden von Frank erledigt. Paul war ebenfalls mit bei der umfangreichen Einweisung, um Frank in Abwesenheit vertreten zu können.

Der bühnenreife Akt der Inbesitznahme des Beckens durch unsere Aktion hat einen schönen Weihnachtsbadenachmittag eröffnet und zwischen durch habe ich Martin angerufen und ihn gefragt, ob er denn Lust hätte, mit Kai und italienischem Essen um 20:00 Uhr hier bei uns ein bisschen mit zu feiern oben in der WG?

Natürlich kommen die Beiden und bringen Essen mit für alle und ich werde das bezahlen. Dann werden wir, da die meisten ja ausschlafen können, auch den mitgelieferten Wein dazu trinken und wenn der nicht reicht, haben wir selber auch noch genügend im Haus. Ich gebe die Info, das unsere Bärenbrüder um 20 Uhr mit Essen kommen, an die anderen weiter und so werden wir uns dann eine halbe Stunde vorher anziehen und hoch gehen. Schon jetzt steht fest, dass diese Halle aus Holz und Glas eine sehr gute Investition war. Der Gedanke, diese WG vielleicht nach dem Studium weiter fort zu führen, also hier wohnen zu bleiben, geht mir gerade im Kopf herum, mal sehen, was mein Schatz und auch die anderen Bewohner davon halten. Ich könnte mir das schon vorstellen, zumindest für ein paar Jahre. Der Gedanke ist nicht so abwegig, finde ich, hier ist doch echt alles, was man zum Leben und Lieben braucht und Platz genug für an zu bauen ist doch auch noch genug da.

Matze, Sonntag, 26.12. 20:30 Uhr, beim Pizza- und Pastaschmaus in der WG

Nun geht das Weihnachtsfest schon wieder dem Ende zu. Wie alle Jahre zuvor, auch bei meinen Eltern zu Hause, ein Fest mit üppigem Essen, viel Süßigkeiten und viel zu wenig Bewegung. Dieses Jahr ist ja nun einiges anders, zu Hause war ja ganz früher logischerweise der religiöse Grund der überwiegende Aspekt, bei meinen Wahleltern in den letzten 2 Jahren war es eher ein genussreiches, ruhiges und beschauliches heran feiern an das Jahresende, mit netten Geschenken, viel Chillen und viel Gemütlichkeit.

Obwohl, der Onkel musste auch zwischen durch mal in die Klinik und ich fuhr auch an solchen Tagen zum Training irgendwo ins Gelände und lief.

Dieses Jahr war es schon um vieles anders, da waren jetzt zunächst mal 2 Familien und dazu noch ein Haufen toller Freunde, die ja auch mit uns feiern wollten und so war Chillen und Beschaulichkeit eher nicht so angesagt.

Nach dem Besuch des befreundeten Professorenehepaars bei meinen Eltern, am letzten Wochenende, die wohl in Hamburg, zumindest mal er, Medizin lehren werden, wenn wir dort studieren, war die restliche Woche überwiegend vom Weihnachtsshopping geprägt. Der Besuch des Weihnachtsmarktes in Bremen und Bremerhaven, ohne Auto, dafür mit Glühwein und mit den 2 frisch verliebten Jungs, die allerdings nur jeweils ein Glas des Heißgetränks bekamen, nahm einiges an Zeit in Anspruch und auch Hilfe zu Hause bei uns und bei Chris war angesagt.

Beim Abendessen am letzten Samstag wurden Chris und ich von den Gästen meiner Eltern schon als Paar wahrgenommen, was aber beide absolut nicht zu stören schien. Wir erzählten vom Besuch in der Wohnung in Hamburg und das wir halt zusammen studieren werden. Auch die Umstände, warum erst später als möglich, also Robins Geschichte, erzählten wir. Alles in Allem war es ein gemütlicher Abend im Kreise der Familie für Chris und mich, mit dem Vorteil, nun einen unserer zukünftigen Professoren schon persönlich zu kennen. Vielleicht wird er ja mal unser Doktorvater, wer weiß.

Bei Wegmanns sind nun offensichtlich alle verliebt, nach Chris kam ja dann Robin mit seinem Roland und nun ist auch ganz offensichtlich Mutter Wegmann mit dem Kapitän Sunderman verbandelt, sag ich jetzt mal mit Aussicht auf mehr. Robin hat gemeint, der Kapitän wäre schon am Samstag, als Chris und ich bei uns und er bei Roland war, über Nacht in seiner Mamas Bett gewesen. Das Gästezimmer war jedenfalls unbenutzt und seine Mutter hätte auch so was Gewisses in den Augen gehabt, als er und Roland zu ihnen nach Hause kamen. „Gepoppt haben die bestimmt“, hat er grinsend gesagt, worauf Chris ihm eine Kopfnuss gab.

„Wenn sie tatsächlich Sex hatten“, sagte Chris, „dann ist das Mamas Sache. Sie hat dir und mir zu Liebe nach Papas Tod auf so viel verzichtet und wenn der Käptn nun vieles davon mit ihr nach holt, dann gönnen wir ihr das und da der Herr Sundermann auch ein toller Mensch ist, wie du wohl am besten weiß von uns, geht das voll OK, Kleiner.“ „Ist ja OK“, sagte der Kleine, „es kommt nur alles so plötzlich. Alle Wegmänner sind verliebt, hoffentlich denken die 2 auch an Safer Sex. Meinst du, das Mama noch schwanger werden könnte, so wie Lis?“

Da haben wir alle gelacht, aber so alt ist seine Mama ja auch noch nicht mit 45 oder so um den Dreh. Ich denke, sie wird schon aufpassen, dass es nicht mehr dazu kommt.

Roland hat dann gemeint, dass es für Kinder schon komisch ist, wenn sie mit kriegen, dass die Eltern auch Sex haben. Das Kopfkino, das dann läuft dazu, passt irgendwie nicht so richtig ins Elternbild, meint er und umgekehrt wäre es wahrscheinlich ähnlich.

Chris und ich sind gespannt, ob es Winston gelingt, seine Eltern zwischen den Feiertagen zu einem Paristrip zu überreden und dann hier den Robin zu besuchen. Robin würde das sehr freuen, ob es aber klappt, weiß er noch nicht.

Wir sind nicht traurig, wenn jetzt die Weihnachtstage rum sind. Wir wollen fleißig trainieren, weil wir beide zu genommen haben durch zu viel essen und zu wenig bewegen.

Das werden wohl die meisten hier tun, denk ich und das Schwimmen heute war ja schon ein kleiner Anfang. Morgen ist ja dann auch wieder Karatetraining und die ersten Prüfungen für einige von uns rücken immer näher, ich werde dann Dan 7 bekommen. Um die Termine kümmert sich Alwin, der mit Gerry gleich nach Hause fahren will. Sein Bruder ist heute bei Sabine Weiden zu Besuch, den holen sie nach her dort ab. Robin und Roland fahren mit zu uns. Robin wollte zuerst hier in der WG bleiben, aber die Betten sind heute wohl alle schon belegt.

Noah und Enrico sind hier, ebenso Tom und Micha, Marie und Marvin sowie Torsten mit Sigrid und Denise und Armin, sie bleiben in den freien Zimmern und auf der Couch im Wohnraum, das wollten die beiden Jungs nun doch nicht.

Einige, Kevin und Ralf und auch Enrico haben morgen Mittagsschicht im Hilton, alle anderen haben frei. Morgen Früh um halb 11 wollen wir mit den 2 Jungs laufen gehen, rund um den Spaaderner See und Roland will uns dann den Wohnwagen seiner Familie zeigen. Mal sehen, wie unsere Kondition ist und ob wir das öfter wiederholen sollten.

Am 30.12. um 15:00 Uhr muss Robin noch mal zur Untersuchung zu Alex Brunner. Roland, aber auch Chris und ich, fahren mit dort hin. Roland soll den Alex kennen lernen und umgekehrt und wir wollen ihn einfach besuchen, unseren Doktorfreund, den wir in den Staaten echt lieb gewonnen haben.

Chris drängt nun auch zum Aufbruch, will nach Hause, die Jungs abliefern und dann wollen wir zu mir, da sind wir ungestörter, wenn wir noch einige Kalorien verbrennen wollen mit einander. Von dieser Art der Fettverbrennung können wir nicht genug bekommen. Mit den 2 Jungs im Schlepptau geht es runter zum Auto und dann zunächst mal nach Bremerhaven. Dort finden wir ihre Mama und den Kapitän im Wohnzimmer, die Glotze läuft und sie trinken Wein. Nach dem wir sie begrüßt haben, sagt Chris seiner Mama, das wir gleich weiter zu uns fahren und morgen um halb 11 mit den Jungs zum Laufen gehen. Robin und Roland verschwinden in Robins Zimmer und Chris will noch kurz hoch, Sportsachen für Morgen früh holen, dann muss er sich hier nicht umziehen.

Ich gehe in der Zeit noch mal zu den Jungs, sage ihnen, dass sie bitte auch fertig sind, wenn wir um halb 11 kommen.

Sie sitzen am Rechner, Winston ist wohl online und Robin sagt, dass Winston erst zu Ostern nach Europa kommt mit seinen Eltern, die nicht im Winter nach Paris wollten. Mit dieser Info geh ich jetzt zurück zur Haustüre und dann mit Schatz, der gerade runterkommt, zum Wagen. 30 Minuten später schließen wir unsere Haustüre hinter uns und sagen meinen Eltern, die im Wohnzimmer sitzen, einen Gruß und bleiben ein wenig bei ihnen sitzen, ein Glas Wein lang, Roter aus Griechenland. Bevor wir hoch gehen, frage ich, ob wir morgen Früh um 9:00 Uhr Frühstück haben können? Natürlich geht das klar und so gehen wir hoch.

Oben sind wir schnell nackt und im Bad und erforschende Hände und küssende Lippen leiten einen heißen Abend ein, wir tun was für Leib und Seele und es wird eigentlich von Mal zu Mal besser, inniger, es ist schwer zu beschreiben, es ist einfach wundervoll, was wir uns gegenseitig Gutes tun. Etwas, das so unheimlich gut ist, kann unmöglich Sünde sein, das ist mir beim Lieben mit Chris klar geworden und darüber bin ich sehr froh und glücklich mit meinem tollen Schatz, den ich um ein Haar nie kennen gelernt hätte. Ein schlechtes Gewissen, von wegen Sünde und so habe ich nicht mehr und das verdanke ich Chris und all den guten und schönen Dingen die er mit und vor allem an und in mir tut.

Ich wollte damals ja zuerst gar nicht auf diese Party da bei Remmers und wenn meine Mutter nicht an meinen schon fast vergessenen Familiensinn appelliert hätte, wäre ich heute wohl immer noch Single, einsam und Freunde hätte ich wohl auch keine. Die heißen Lippen, die gerade an meinen Glocken spielen und die zart an meinen Schwanz reibende Hand lassen mich spüren, dass das hier alles die Realität ist. Das hier ist der geile Wahnsinn und ein Sturm an guten Gefühlen hüllt mich ein, als seine Zunge, am Bändchen kitzelnd, mich zum ersten Mal heute Abend heftig kommen lässt und er saugt alles auf, mein großer, geiler und lieber Samenräuber.

Kai, Montag, 27.12.2010, um 7 Uhr mit Martin beim Frühstück in ihrer Wohnung.

Von unterm Tisch her kommt leises Geschmatze, der Fiffi und seine geliebte Fleischwurst, bereits ein festes Ritual jeden Morgen. Martin und ich müssen ran heute, Carl August fährt nach Bremen in die Firma mit Martin. Ich fahre mit den Damen zu Hinnerk, der heute siebzig wird und der ab 10:00 Uhr „Open Villa“ hat. Vorher muss ich noch Tanken und dann noch ein Geschenk abholen. Hinnerk hat als Hobby eine elektrische Eisenbahn, die auf dem großen Dachboden der Villa als eine große Anlage installiert ist, ungefähr siebzig Quadratmeter, mit allem Drum und dran.

Oma und Frieda haben ihm dazu zwei relativ seltene und teure Lokomotiven und diverse Wagen bestellt, die ich dann nach dem Tanken abhole in einem Geschäft hier in Bremerhaven. Wenn die Damen dann bei Hinnerk sind, fahre ich um elf mit der Chefin zu ihrer Frauenärztin zur fälligen Kontrolluntersuchung und irgendwann am Nachmittag muss ich dann die wohl leicht betüddelten Damen noch mal bei Hinnerk abholen. So sieht mein Tag heute aus.

Nach dem Essen neulich beim Italiener habe ich später zu Hause in trauter Runde noch den Rest meiner Geschichte erzählt, bei einem Glas Wein, es können auch 2 oder 3 gewesen sein.

Die Besuche nachts in meinem Bett endeten erst, als ich im Februar 1992, kurz nach meinem 18. Geburtstag Paderborn verließ und mich bei der Bundeswehr meldete. Die Haushälterin war wohl etwas hellhörig geworden, beobachtete uns mit Argusaugen und Onkel Karl hatte Schiss, das unser Sexverhältnis auf flog, also kam er nicht mehr zum Poppen in den Nächten.

Verpflichtet zum ersten April 1992 für 2 Jahre kam ich dann, nach der Grundausbildung in Kassel, zu einem Panzergrenadierbataillon nach Wetzlar und zwar in die 5., die schwere Kompanie, die auch über Kampfpanzer und Jagdpanzer verfügte.

Dort machte ich nach der Grundausbildung die Führerscheine für Krad und LKW und Bus, A und C+D und auch F4 für gepanzerte Fahrzeuge über 40 Tonnen. Als Gefreiter und Kopanietruppsoldat fuhr ich dann bei Übungen und Manöver einen M113, ein gepanzertes Mannschaftstransportfahrzeug mit Ketten, amerikanisches Modell, im Landserjargon auch fahrbare Butterdose genannt. Ansonsten saß ich beim Kompanietruppführer im Büro

Es war anfangs eine Sexarme und beziehungslose Zeit und Charlys Arsch fehlte mir schon oft. Als SAZ 2 bekam ich etwas über 1.100 D-Mark, den Führerschein gabs umsonst, nur auffallen als Schwuler durfte ich nicht, zu der Zeit wurde man noch entlassen dafür. Von der mir zu stehenden Verpflichtungsprämie, 1.800 D-Mark und einem Teil meine Ersparten kaufte ich mein erstes Auto, einen Renault R4, ein Franzose, Baujahr 1989 mit 25 KW, ein 4-türiger Kleinwagen, zuverlässig und robust, kein ausgesprochen schönes Auto, aber sehr praktisch.

Mobil war es nun auch möglich, zum Wochenende nach Kassel oder Frankfurt zu fahren, um dort in Bars oder Clubs nach anderen schwulen Jungs und Männer zu suchen. Mit viel Glück traf ich in Kassel einen Mann aus Wetzlar, der sechs Jahre älter war als ich und so hatten wir beide jemanden in der Stadt, den wir treffen konnten, wenn uns danach war. Er war Landwirt, der Hof war vor der Stadt und er war der einzige Sohn, seine Eltern tolerierten es weitgehend, dass er schwul war und wir hatten eigentlich eine gute Zeit.

In 1994 wurde dann der § 175 gestrichen, schwuler Sex unter Erwachsenen war somit nicht mehr mit Strafe bedroht und das erleichterte alles ein bisschen. Am Ende meiner Dienstzeit, im April 1994, wollte mein Vorgesetzter, das ich um zwei Jahre verlängern solle. Da hier alles gut lief und auch mit Erwin, so hieß der Landwirt, das sexuelle Dasein befriedigend war, wollte ich zuerst noch zwei weitere Jahre in Wetzlar bleiben, aber es kam anders.

Erwins Eltern hatten mich mittlerweile akzeptiert, wohl auch, weil ich, immer wenn ich übers Wochenende oder auch im Urlaub da war, auf dem Hof mit half, wo es nötig war. Gewiss, Erwin war nicht mein Traummann und ich wohl auch nicht seiner, aber es war eine überwiegend gute Zeit und es fehlte uns eigentlich nichts.

Das Erwin, der Blödmann, manchmal unter der Woche, wenn ich nicht da war, noch Cruisen ging in den Fuldaauen, erfuhr ich erst kurz, bevor meine Zeit zu Ende war und auch, dass er sich dabei wohl mit Hepatitis infiziert hatte.

Ich hatte immer auf Safer Sex bestanden und trotzdem bekam ich es mit der Angst zu tun, fuhr nicht mehr hin, er wollte das auch nicht und meine Ruhe fand ich erst wieder, als ein Bluttest bei mir, einen Monat später, negativ war. Den Test habe gemacht nach meiner Entlassung aus der Truppe und ich war schon sauer, dass der geile Bock sich und auch mich der Art gefährdet hat. Ich bin dann weg aus Wetzlar, ich war ja jetzt wieder flexibel und fing im Mai1994 zunächst bei einem größeren Frankfurter Busunternehmer an und fuhr Reiseziele in Europa, überwiegend in Spanien an.

Das andauernde unterwegs sein war natürlich nicht dazu geeignet, einen Partner zu finden und so musste man einfach Glück haben, im Bus oder im Hotel jemanden zu finden, der schwul war und gern ein bisschen unverbindlichen Sex im Urlaub haben wollte.

Das klappte natürlich nicht auf jeder Reise, ab und zu jedoch schon und in einem Hotel in Spanien, das ich in der Zeit öfter anfuhr und auch für zwei Wochen dort blieb, klappte es auch. Da war der Geschäftsführer, er war sechsunddreißig Jahre alt, schwul, Single und wir kamen uns schnell näher.

Er war ein echter Hingucker, braun gebrannt, schlank, nicht dünn und sein Arsch, das Beste, was ich bis dorthin kannte, nur der von Martin…der mich ans Bein trat, so dass ich nicht weitersprach vor den Jungs.

Die Tour war mir natürlich schnell die Liebste und in dem Jahr war ich so vier mal zwei Wochen bei Juan Carlos Fereira in Rosas und es war immer sehr toll und auch er wartete immer sehnsüchtig auf mich. Die jeweils zwei Wochen verwöhnte er mich kulinarisch und ich ihn im Bett, was mir bei einem solchen Mann nicht schwer fiel. Der Chef war froh, dass ich mich immer um die Tour bewarb, viele der Kollegen mochten so lange Touren nicht, weil sie Familie hatten. Wie sagte Tante Frieda doch immer: „Wat dem einen sein Uhl, ist dem andern sein Nachtigall“, frei übersetzt: „Des einen Freud, des anderen Leid.“ So ist das im Leben.

Am 2. September 1995 meldete meine Firma aus heiterem Himmel Konkurs an und wir standen von heute auf morgen auf der Straße. Seine Frau hatte die Scheidung eingereicht und sie wollte Kohle, die halbe Firma gehörte ihr. Der Chef hat alles verkauft, die Tussi ausbezahlt und zwei Monate später wieder ein kleineres Busunternehmen auf gemacht.

Vierunddreißig Leute waren auf einen Schlag arbeitslos und suchten neue Stellen und so viele gab es da nicht auf einmal in der Region.

In der Frankfurter Allgemeinen war ein Stellenangebot als Cheffahrer in Bremen und dahin schickte ich eine von insgesamt sieben Bewerbungen, die ich innerhalb einer Woche auf den Weg brachte. Auf diese Bewerbung kam als einzige schnell eine Antwort und so fuhr ich mit meinem immer noch fahrenden R4 nach Bremen und stellte mich vor.

Es war ein Unternehmer auf dem Entsorgungssektor mit etwa 100 Beschäftigten und drei mittleren, verschiedenen Betriebsbereichen um Bremen herum. Sie bewohnten ein großes Haus, er war etwas über vierzig und sie hatten drei Kinder, 12, 14 und 17, das mittlere war ein Mädchen.

Sie, seine Frau, war vierzig, pummelig und sehr arrogant und hochnäsig, vermutlich auch chronisch untervögelt. Die zwei jüngeren Kinder waren auch pummelig, fast dick, frech und ungezogen und mir gegenüber absolut respektlos.

Der Große, er war nicht pummelig, kam mehr auf den Vater, hatte einen Roller und fuhr nur selten mit mir. Er nahm mich einfach gar nicht wahr, ignorierte mich, erwiderte keinen Gruß und das Wort „Bitte“ kam in seinem Wortschatz nicht vor.

Ich war der dritte Fahrer in zwei Jahren, sagte mir die Köchin, die auch keinen leichten Stand hatte. Da sie aber sehr gut, ja sogar fantastisch gut kochte, behandelte man sie nicht gerade so von oben herunter wie das andere Personal. Der Mann, er war eigentlich nicht verkehrt, hoffte, das ich jetzt mal für längere Zeit bleiben würde.

Also zog ich zum Monatsende nach Bremen, zwei Zimmer, Küche, Bad, Altbau aber ganz OK, 56 Quadratmeter, 490,- kalt plus 140,- DM Nebenkosten, bis zum Job waren es zwei Kilometer zu fahren.

Den Umzug hat der Chef bezahlt, war froh, einen Fahrer gefunden zu haben und als Gehalt gab es brutto 3.400,- DM, das war nicht schlecht.

Die Umstellung auf Euro war für das Jahr 2000 angekündigt. Am 1. Oktober fing ich an, am 5. hatte ich eigentlich schon die Schnauze gestrichen voll, nach dem sie mich in einem teuren Geschäft vor allen Leuten, Kunden und Personal, lautstark und übelst angeschnauzt hatte.

Am 10. Oktober abends fuhr ich die beiden dann ins Hilton in Bremen, dort war ein Empfang der IHK, so eine Art Oktoberfest und dort, wir Fahrer saßen in der Lobby, dort bin ich meinem Glück begegnet, dort traf ich zum ersten Mal auf Martin.

Ich glaube, es hat bei uns beiden gleich „Klick“ gemacht, wir kamen ins Gespräch und er sagte mir im Laufe der Unterhaltung, das sein Chef auch einen neuen, zusätzlichen Fahrer sucht und er ,ja er schwärmte geradezu von seinem Job und erzählte mir einiges, auch von Jerome. Fast wäre ich neidisch geworden auf ihn.

Ich erzählte ihm von der dummen und arroganten Nebelkrähe, die mich wie Dreck behandelte und er sagte, ich solle am nächsten Tag eine Bewerbung schreiben und die an seine Adresse schicken. „Wenn ich dich dem Chef vorschlage, bekommst du den Job“, hat er gesagt und so kam es dann auch. Am 1. Januar fing ich an, solange musste ich die Krähe noch ertragen und ihre Brut, dann war ich erlöst. Allerdings gab ich jetzt des Öfteren mal Kontra, wenn es zu bunt wurde und den 17-jährigen, der sich nie anschnallen wollte, ließ ich bei einer Vollbremsung heftig gegen das Armaturenbrett krachen, und das tat mir, ihm aber gar nicht gut.

Am 1. Januar bin ich nun schon 15 Jahre hier und mit Martin war ich schon seit Anfang November zusammen. Seit jetzt ihr beiden, dabei blickte ich die Jungs an, jetzt hier seit, ist mein Leben nahezu perfekt und wenn diese Erbschaftssache mal rum ist, dann ist alles gut und das ich jetzt, nach so vielen Jahren wieder in einer intakten Familie lebe, das ist einfach nur toll und es bedeutet mir sooo viel. Es war ein toller Abend und sie wissen nun, dass ihr Kai nicht unbedingt ein Heiliger war, aber ich finde, sie haben es gut aufgenommen.

Martin geht jetzt los, nach dem er mich geküsst hat und ich habe noch etwas Zeit, so früh sind die Geschäfte noch nicht auf. Ich werde noch eine Maschine Wäsche machen, die Box ist voll, also geh ich in den Nebenraum der Garage, wo die Waschmaschine steht und mache sie voll.

Buntes ist dran und als sie läuft, geh ich zurück und trinke noch einen Pott Kaffee. Den Fiffi lass ich raus zum pinkeln, der kommt von allein zurück. Plötzlich bellt er draußen ganz aufgeregt und ich schaue besser mal nach, was er denn hat, der Kleine.

Als ich raus komme, hält dort gerade ein VW Golf mit einem Kennzeichen HMÜ und ein junger Mann, so gut um die zwanzig, ist ausgestiegen und wird von unserem Fiffi verbellt. Braver Hund, denk ich und dann stell ich fest, dass Statur und auch Aussehen des jungen Mannes viel von mir hat, als ich in dem Alter um die zwanzig war. Zusammen mit dem Kennzeichen dämmert es bei mir, das könnte dann wohl mein Neffe sein, der Sohn meiner homophoben und geldgierigen Schwester. Wie auch immer er mich hier gefunden hat, weiß ich nicht und was er will, auch nicht, aber das wird sich bestimmt gleich ändern.

Er kommt auf mich zu, weiter vom Fiffi verbellt, der immer um ihn herum springt und sagt: „Guten Morgen, mein Name ist Jens Stuckenbrock und wenn mich nicht alles täuscht, sind sie Kai Rieger, der jüngere Bruder meiner Mutter.“ „So ist es wohl“, sag ich, „was verschafft mir die Ehre ihres Besuchs, wollen sie sehen, wie die Familienschwuchtel aussieht oder was?“ Er wird ein bisschen rot um die Nase, mein Neffe.

„Nein, bestimmt nicht.“ sagt er. Martin fährt auf den Hof, ich muss gleich weg. „Da kommt mein Mann“, sag ich, auf Martin deutend, „ich muss leider jetzt los und bin nicht vor 12:00 Uhr zurück. Martin wird sich solange um sie kümmern.“ Martin kommt zu uns rüber und ich sage ihm, wer das ist und das ich jetzt los muss.

„Kommen sie, junger Mann“, sagt Martin, während ich zur Garage gehe, um den Bentley raus zu fahren. Mein Neffe folgt Martin in die Wohnung, der Fiffi auch, ich fahre irritiert und nachdenklich vom Hof.

Roland, Dienstag, 28.12. 13:00 Uhr, bei Wegmanns, in Robins Zimmer.

Nach einem leckeren Mittagessen zu 4., mit seiner Mama und dem Kapitän, liegen wir auf Robins Bett, Muke läuft und wir Chillen.

Beide haben wir leichten Muskelkater, gestern Morgen waren wir mit Chris und Matze laufen und am Nachmittag dann noch im Karatetraining mit Alwin und Matze, die uns auch gut ran genommen haben.

Nach her, um 14:00 Uhr, gehen wir beide zu uns, Blumen gießen, Briefkasten leeren und nach dem Rechten schauen. Mal sehen, was wir dann noch machen, dort so ganz allein, mein Schnuckel und ich.

Zum Schlafen heute Abend kommen wir aber wahrscheinlich wieder hier her, zum Abendbrot schon, denn unser Kühlschrank zu Hause ist leer, total leer und abgetaut ist er auch. Einen Tag, bevor Mama und Papa zurück kommen, mache ich ihn wieder an und werde dann mit Robin etwas einkaufen, das werde ich dann wohl auch müssen. Mama hat extra Geld und einen Zettel da gelassen.

Ein wenig aufgeregt sind wir glaub ich beide, sein Kopf liegt jetzt auf meiner Brust und ich kraule sanft durch seine weichen Haare, die immer so wahnsinnig gut riechen. Er ist das Schönste und das Liebste für mich geworden in dieser Zeit. Ich sehe es immer vor mir, wie er in die Klasse kommt, vom Direx gebracht.

Just in diesem Moment habe ich wohl schon mein Herz an ihn verloren, wenn mir das da auch noch nicht richtig bewusst war. An diesem Tag hat er sich in mein Leben und in mein Herz geschlichen, ich konnte nichts tun dagegen und von da an habe ich ihn immer wieder heimlich beobachtet, seine Nähe gesucht und in jeder Nacht, manch mal auch feucht, von ihm geträumt.

Nach unserer Radtour zum Spaaderner See und in der Zeit danach wurde seine Zuneigung zu mir auch ständig mehr und nun sind wir ineinander verliebt, haben schon erste sexuelle Erfahrungen gemacht und wir verstehen uns täglich besser. Ob wir bereit und auch mutig genug sind, einen Schritt weiter zu gehen und richtig miteinander schlafen wollen, darüber sind wir uns noch nicht im Klaren.

Wir setzen uns auch nicht unter Druck, lassen alles auf uns zu kommen und wenn das Verlangen groß genug ist, dann werden wir dem wohl auch nach geben. Kondome und Gel hatte sein Bruder ja schon frühzeitig auf Robins Bett gelegt, nachdem er uns im Bad hat stöhnen hören, als uns beim gegenseitigen Wichsen und lutschen so richtig geil einer abging.

Chris hat ihm, das heißt, eigentlich uns, ein Toy, so nennt man wohl die Sexspielzeuge, gegeben. Es ist schwarz und hat an der Spitze beginnend eine Kugel von 15 mm Durchmesser, soviel, wie etwa ein etwas dickerer Finger hat. Ein Stückchen dahinter kommt eine weitere Kugel von 20 mm und wieder weiter eine von 25 mm. Die sind fest miteinander verbunden, mit Zwischenraum, etwa 15 mm, dann geht das Ganze in einen um 15 Grad abgewinkelten Griff über, der etwa 12 cm lang ist und der auch in einer Kugel von 20 mm endet.

Man kann das Teil also beidseitig benutzen und wenn man mit der kleinen Kugel anfängt, kann man ausloten, ob der Besuch dahinten Spaß macht oder eher weh tut und dehnen geht wohl auch damit. Wenn es gut tut, kann man ja dann eine Kugel weiter rein schieben und so. Wir waren beide rot, wie immer bei Dingen, die mit dem Sex zu tun haben und Chris redet auch Klartext, sagt wie was geht und auch immer, das es gut und richtig ist, wenn man sich liebt.

Ich glaube, das wir das Ding schon austesten werden, bevor wir uns selber ineinander schieben und je nachdem, wie die Testläufe ausfallen, wird dann auch das Verlangen nach mehr wachsen oder auch nicht. Wir hätten von Chris auch einen richtigen, dem normal dicken und langen Schwanz nachgebildeten Dildo bekommen können. Das wollte Robin aber nicht und er hat gesagt: „Dann können wir ja gleich das Original nehmen.“

Wir waren beide schon etwas verlegen und auch rot im Gesicht beim Anblick des Dildos, der einem realen, steifen Schwanz schon stark ähnelt. Die Eichel und auch die Adern sahen nicht so viel anders aus, wie meiner oder Robins Schwanz mit ganz zurück geschobener Vorhaut und leicht gebogen nach oben war er auch. Wenn man keinen Partner hat, ist das eine Alternative, wie es sich anfühlt im Gegensatz zu seinem oder meinem, wie sagt Robin doch immer: „Pullermann“, das werden wir irgendwann, denk ich, auch wissen. Unser „erstes Mal“ soll auf jeden Fall schön werden, wobei wir schon hoffen, dass uns der Besuch da hinten drin auch Spaß und tolles Feeling bringt.

Matze ist, glaub ich mal, der einzige in diesem, doch sehr großen Freundeskreis, den man als Kind beschnitten hat. Beim Schwimmen und in der Sauna ist es mir aufgefallen, dass er keine Vorhaut mehr hat. Wir haben das dann auch mal gegoogelt am PC und da stand, das es Religionen gibt, die alle männlichen Mitglieder beschneiden und auch, dass das in den USA so eine Marotte ist. Wir sind froh mit unserem immer noch intakten Pimmel und auch von der Größe her sind wir zufrieden, mit dem, was da ist. Ich finde, mit der Vorhaut sieht ein Schwanz irgendwie schöner aus und spielen und besser wichsen kann man mit Vorhaut auch.

Die Kinder, mit denen man das macht, also das Beschneiden, ohne das ein medizinischer Grund vorhanden ist, können sich nicht wehren und da sie ihr Ding dann auch nur ohne die Haut kennen, wissen sie nicht, was ihnen damit genommen wurde. Das sollte so nicht sein.

Robin hebt den Kopf, schaut mich an und fragt: „Sollen wir langsam los gehen zu euch?“ „Von mir aus gerne, ja“, sag ich und wir stehen auf. „Sollen wir nicht doch bei dir im Bett schlafen?“, fragt er. „Mal sehen“, sag ich, „das können wir ja dann immer noch entscheiden. Wir haben aber nichts zu essen im Haus, außer ein paar Konserven.“ „Es gibt doch jede Menge Lieferservice, verhungern werden wir schon nicht“, sagt Robin, „ wir können aber im REWE auch noch was zum Knabbern kaufen oder nehmen einfach was mit.“

Wir nehmen unsere Rucksäcke, nach dem er die Sachen von Chris noch eingepackt hat und dann gehen wir kurz ins Wohnzimmer und verabschieden uns. Der Kapitän und seine Mama wollen ein bisschen spazieren in den nahegelegenen Bürgerpark. Seine Mama gibt uns noch eine Tüte mit Gebäck und anderen Süßigkeiten mit.

Es ist 14:20 Uhr, als wir uns, warm angezogen auf den Weg machen. Es ist trocken kalt und es sieht aus, als wenn es später erneut schneien könnte. Momentan ist es ca. 2 Grad plus. Die coole lange Underwear aus Amiland ist gut, hält echt warm und sieht nicht nach Liebestöter aus. Vielleicht ziehen wir in meinem Zimmer mal eine Jock an, das wäre doch bestimmt heiß und wird uns geil machen. Ich bin echt mal auf Mamas Kommentar gespannt, ewig vor ihr verbergen werde ich die Jocks eh nicht können. Ria hat auch geile Höschen, mit Spitzen und nur einem dünnen Stoffstreifen durch die Poritze. So eine könnte ich mal anziehen, um Robin scharf zu machen, wobei ich ja nicht weiß, ob er so was überhaupt an mir sehen will.

Bei unseren gemeinsamen Recherchen im Internet hat er darüber aber nicht gelästert. Jetzt weiß ich jedenfalls grob, was er überhaupt nicht leiden mag. Alles, was weh tut, stark fesseln, hauen mit Gegenständen auf die Pobacken, „Spanking“, sagen die Amis. Fisten, ins Gesicht pinkeln oder in den Mund, das sind Dinge, die auch ich so nicht mag. „Wenn du von mir gehauen werden willst oder sonst einen ausgefallenen Wunsch beim Sex hast, dann werde ich, wenn es deine Gesundheit nicht gefährdet und du von mir nicht das Gleiche verlangst, obwohl ich es nicht möchte, das wohl tun, weil ich dich lieb habe und ich will, das du Lust und Freude beim Sex mit mir hast. Rede also bitte immer mit mir, wenn so etwas sein sollte. Ich möchte nie erleben, dass du dir irgendwo anders etwas suchen und holen gehst, was ich dir auch geben kann. Umgekehrt wird es genau so sein.

Mein Po, meine Unschuld, mein Schwanz, ICH, das alles ist nur für dich, für niemand sonst, solange du mich lieb hast. Liebe, Treue und Vertrauen so wie Ehrlichkeit, das sollen die Säulen sein, auf der sich unsere Liebe stützt. Ich verschenke mich praktisch an dich, geh gut mit mir um, das wünsche ich mir von dir, Roland, mein Schatz.“

Daraufhin habe ich ihn fast bewusstlos geküsst, als wir unsere Wohnung betreten haben. So eine tolle Liebeserklärung und ja, wir sind doch erst sechzehn.

Martin, Mittwoch, 29.12. 2010, 12:20 Uhr, bei Frau Gut in der Küche.

Frau Gut hat mir einen Teller mit Bohneneintopf hingestellt und den löffele ich jetzt mit Genuss. Den gibt es öfter, den isst der Chef so gern, mit Mettwurst drin. Kai ist noch unterwegs mit Oma und Frieda die letzten Sachen für Silvester besorgen.

Sein Neffe, dieser Jens, ist um 10:00 Uhr heute Morgen los, zurück nach Hann. Münden. Er hat 2 Nächte auf der Couch im Wohnzimmer geschlafen. Die beiden Jungs waren gestern, am späten Nachmittag hier, so dass er jetzt alle aus unserer Familie kennt.

Der Junge ist im Gegensatz zu seiner Mutter voll OK, ich habe den Eindruck, dass er auch auf Männer steht oder aber zumindest Bisexuell ist. Dass er sich nicht traut, das seinen Eltern, vor allem seiner Mutter gegenüber zu zugeben, kann ich verstehen, aber das macht ihn auf Dauer nicht glücklich und ein eventueller Partner, der ein ewiges Versteckspiel mit macht, den wird er wohl kaum finden.

Als Kai am Montag los fuhr, nahm ich den unbekannten Gast zunächst mal mit in unsere Wohnung, der Fiffi kam natürlich mit, um sich, nach Fleischwurst bettelnd, vor den Kühlschrank zu setzen. Zuerst war mal eine Runde Schweigen angesagt und erst, als der Hund kauend unterm Tisch saß, sagte ich: „Ich bin Martin, Kais Mann oder korrekt ausgedrückt im CDU Jargon, sein Lebenspartner. Ich bin über alle Dinge in der Erbschaftsangelegenheit informiert und hoffe, dass sie nicht ähnliche oder gleiche Ansichten haben, wie Ihre Mutter. Wenn doch, wäre es für unser beider Gesundheit besser, sie würden gleich wieder abhauen.“

„Nein“, sagte er, „habe ich nicht, sonst wäre ich vielleicht gar nicht her gekommen. Ich bin nicht homophob, habe einige schwule Freunde, von denen meine Mutter nicht weiß, dass sie schwul sind und auch 2 Fahrer bei uns sind schwul, aber auch das weiß in der Firma außer mir keiner. Wir, 2 meiner schwulen Freunde und ich haben sie vor 2 Jahren in Berlin in einem Club getroffen und das Erstaunen, aber auch das Erschrecken war groß bei ihnen und bei mir. Keiner hat gepetzt und alles ist wie immer.“

Ich habe dann Kaffee angeboten und wir haben beide ein wenig von uns erzählt. Er arbeitet in der Spedition, fährt einen Tiefkühlzug und ist fast immer unterwegs. Ab nächstes Jahr soll er dann in den Innendienst und sich auch dort richtig einarbeiten. Ich habe den Eindruck, dass ihm das nicht so gefällt, das er lieber fährt und da kann man ja auch das ein oder andere amouröse Abendteuer erleben, das zu Hause nicht gut gehen würde.

Obwohl, ich muss sagen, das mir das Fahren eines Sattelzuges heute nicht mehr gefallen würde. Fahrtenschreiber, die man nicht mehr manipulieren kann, Mautkameras, die dich verfolgen, GPS, wo der Chef immer weiß, wo du fährst, ob du stehst, ob du die Strecke änderst und und und. Totale Kontrolle, Termine, die kaum haltbar sind und Polizei und Zoll, die dich beim geringsten Verdacht einer Unregelmäßigkeit anhalten und alles filzen, Zeit, die dir dann anderswo wieder fehlt. Nicht zu vergessen, der Konkurrenzdruck, verursacht durch die Billigfahrer aus Bulgarien, Polen, aus dem gesamten Osten, deren Fahrer oft monatelang unterwegs sind für einen Hungerlohn, mit Karren, die nicht selten schwerwiegende Mängel haben.

Viele dieser jungen Fahrer haben nicht selten in Ermangelung anderer Möglichkeiten Sex mit einander, damit sie bei diesem Job nicht gänzlich durchdrehen aus lauter Frust. Meist kennen sie nur ihre Fahrerkabine, die Autobahnen und die Raststätten, an denen man auch Duschen kann. Gekocht wird mit dem Essbitkocher, der auf dem Tank steht und gekauft unterwegs wir beim Discounter, damit vom kargen Lohn ein bisschen übrig bleibt für die Familie in Polen oder sonst wo. Ein Leben kann man das nicht nennen, finde ich und er, wenn er dann mal im Innendienst ist, wird das auch merken, dass das Fahren heute nichts mehr mit Freiheit und Abenteuer zu tun hat.

Er hat dann erzählt, dass er den Brief des Rechtsanwaltes zufällig gefunden hat. Einen Onkel, dazu mit 37 noch relativ jungen und schwulen zu haben, das war eine Überraschung und die Fragen beim gemeinsamen Familienabendbrot sorgten schnell für Stimmung. Sein Vater blieb relativ ruhig, seine Schwester auch, seine Mutter jedoch schimpfte über den Bruder, das Schwul sein und auch über die Forderungen nach mehr aus der Hinterlassenschaft der Eltern. Er, Jens, hat dann wohl gesagt, dass ihr Verhalten wohl das letzte ist und dass er sich für sie schämt, so wie sie sich aufführt. „Diesen Prozess wirst du mit Pauken und Trompeten verlieren“, sagte er zu ihr, „alles, was ihr Anwalt schreibt, ist korrekt und wenn du Geld sparen willst, einige dich mit deinem Bruder. Du hast keine Chance und du kannst froh sein, wenn sie dich nicht wegen Betrug verklagen. Mich wundert es, das Papa das überhaupt mit gemacht hat, dieses schräge Manöver und deine Einstellungen, Schwulen gegenüber sind wohl auch mittelalterlich und echt das Letzte.“

Damit hing dann der Haussegen bis auf weiteres schief. „Wenn sie wüsste, dass ich hier bei ihrem Bruder bin“, sagte er zu mir, „würde sie mich vielleicht auch gerne enterben.“

Er ist dann am nächsten Tag wieder los, nach Antwerpen und er hat seinem Vater dringend geraten, schleunigst auf seine Mutter einzuwirken, das sie das alles richtig regelt, weil sonst ein nicht gerade unerheblicher Anteil ihres Erbes für Prozesskosten drauf gehen würde.

Der Vater versprach, sein Möglichstes zu tun und das ist wohl zurzeit noch nicht abgeschlossen.

Von Antwerpen zurück, hat er dann für diesen Montag bis heute Urlaub genommen, war bereits gestern losgefahren, um Kai hier zu finden und hatte in Bremen übernachtet. Von Kais Anwalt hat er dann Montag früh die Adresse erfragt, nach dem er gesagt hat, das er vernünftig mit Kai reden wolle und dann war er ja her gekommen. Morgen Früh um 5:00 Uhr hat er Fracht nach München.

Kevin und Wolfi fanden ihn ganz nett gestern Abend und wir hatten was Feines gekocht und haben uns alle gut unterhalten. Die Jungs haben dann auch hier übernachtet, wohl auch weil Wolfi Wein getrunken hat und Kevin, der hatte ja Mittagsschicht.

Enrico, Donnerstag, 30.12. 14:00 auf der Mittagsschicht, halb 11 beginnend bis 19:00 Uhr.

Heute werden schon einige der guten Sachen vorbereitet für die hier Morgen, an Silvester statt findende Party. Morgen dann geht meine Schicht von 8:00 Uhr früh bis 16:00 Uhr, danach werde ich noch mindestens 2 Stunden schlafen müssen, sonst halte ich die Partynacht bei Remmers nicht durch.

Es ist schon blöd, wenn fast alle frei haben und du selber täglich los musst zur Arbeit. Das ist im Gastronomiebereich halt so, wenn andere es sich gut gehen lassen, musst du des Öfteren malochen.

Gut, das es morgen nur ein rein kaltes Buffet ist. Der Jochen, der neue Koch, Oles Bekannter, und Freund des Unfallgegners, der kommt morgen auch her, freiwillig, das finde ich gut, Markus hat ihn gefragt und er hat direkt zugesagt, obwohl er mit seinem Freund bestimmt auch noch feiern will.

Er kommt ja aus dem Catering Bereich, da hat er das mit kaltem Buffet voll drauf, denk ich und mit den Leuten, die Morgen da sind, schaffen wir das locker. Am 1., also Übermorgen, hat er dann ab halb 11 die 1. offizielle Schicht als Koch hier. Er passt, glaub ich, gut in unser Team und das nicht etwa, weil er auch schwul ist, nein, er ist ein guter Koch, das hat man bei seinem mehrtägigem Probeschaffen schnell gemerkt, was er macht, hat Hand und Fuß und der Geschmack ist auch super.

Mein Po ist so gut wie wieder fit, tut nicht mehr weh, auch nicht beim kacken, aber es ist immer noch Einfahrverbot. 2 Tage nach dem Arztbesuch war ich noch mal hin und der coole Doktor war zufrieden mit dem Heilungsverlauf an meinem Po. Das Noah nun über die Tage der Bottom war, hat den Spaß und das Vergnügen nicht geschmälert und ich habe mich auch sehr um das heilige Kanonenrohr gekümmert. Mehr als einmal habe ich meine Kiefergelenke gespürt, nach dem ich ihn sehr gut geblasen und gelutscht habe.

Auch ohne meinen Po waren es spritzige Feiertage oder besser Nächte und bald, Anfang der nächsten Woche, darf er ja dann auch mal wieder den Höhlenforscher geben und wir freuen uns beide darauf. Allerdings wird es da keine flotte Nummer mehr geben, kein Hau Ruck Verfahren, so einen schmerzenden Po möchte ich nie mehr erleben müssen. Erst nach ausreichender Auflockerung und Vorbereitung des Terrains wird es in Zukunft eine Einfahrt in Ricos Höhle geben.

Der Flutschi Verbrauch dort wird auch erhöht werden, um eine ausreichende Schmierung des Kolbens in der Laufbuchse zu gewährleisten und somit einen erneuten, Spaß bremsenden und unangenehmen Motorschaden zu verhindern.

Seine Eltern haben nichts davon mit bekommen und dass ich einen Tag krank in unserer Wohnung war, wissen sie nicht. Da Noah und ich öfter mal einen Tag bei uns in der Wohnung bleiben, ist es auch nicht weiter aufgefallen. Auch beim Training habe ich nichts mehr gespürt und am 08. 01. 2011 sind jetzt die Prüfungen zum 1. Dan in Bremen, hat Alwin gemailt.

Teilnehmen werden Noah und ich, Sergej, Kevin, sein Wolfi, so wie Chris und Robin. Die Anderen sind dann Anfang Februar dran und auch Jerome mit den Prothesen will es dann versuchen. Es ist ein Samstagnachmittag und im Anschluss werden wir in der WG wohl dann auch ein wenig feiern.

Die, die noch nicht geprüft werden und auch einige Erwachsene werden bestimmt mit dorthin fahren und zuschauen. Jerome und Ole rechnen damit, dass wir spätestens Anfang Mai solche Prüfungen und auch Wettkämpfe in unserer Halle durch führen können.

Alwin hat Interesse an dem dort entstehenden, kommerziellen Fitnessstudio angemeldet. Da das erst gegen Ende Juli fertig gestellt und ausgestattet sein wird, will er es neben einem Studium in Gesundheitspsychologie und Medizinpädagogik in Bremen mit Hilfe interessierter Studenten betreiben, die dann dort Praktika und Nebenjob machen sollen. Jerome und auch wir anderen finden das gut, auch, weil Alwin dann immer oder häufig selber dort ist und alles im Griff hätte.

Das ist noch in der Planung, wird aber wohl als eine wahrscheinliche Option gehandelt. Bevor ein Außenstehender das Studio pachtet, ist Alwin dran, wenn er es denn will.

Mein Schatz hat seinen Cousin Philipp gestern auf Facebook geaddet und wir haben mit dem Jungen geskypt.

Da war noch ein Junge auf seinem Zimmer, wohl schon seit dem 24.12. und sie sind wohl beide sehr froh, nicht mehr so allein da zu liegen. Der andere Junge, Maxi heißt der oder Max, hatte auch Leukämie und hat auch Stammzellen bekommen. Beide erholen sich jetzt und müssen ein neues Immunsystem bilden und das kann etwas dauern. Zumindest haben beide überlebt und ihre Chance, wieder ganz gesund zu werden ist sehr realistisch, meinen die Ärzte.

Er, der Philipp, war auch nicht homophob gegenüber Noah und mir, hat gefragt, ob wir uns so richtig lieben, also wie es Eheleute tun und Noah hat das bestätigt. Maxi hat gekichert, hat sich wohl bestimmt gefragt, wer von uns beiden denn die Tussi ist.

Als der Philipp Noah gefragt hat, ob er weiß, von wem aus der Familie die Stammzellen sind, hat Noah gesagt, das er das wohl weiß, es aber zurzeit nicht sagen soll. Später, wenn Philipp mal wieder gesund aus dem Krankenhaus entlassen ist, dann wird er es bestimmt auch erfahren. Damit gab sich der Junge zunächst mal zufrieden.

Später, vor dem Einschlafen haben wir beide im Bett darüber geredet. Noah will, wenn überhaupt, erst sagen, das er der Spender ist, wenn Philipp verspricht, es seiner Mutter nicht zu sagen, solange er dort bei ihr zu Hause wohnt.

Wenn er später einmal nicht mehr zu Hause wohnt, kann er es ihr sagen, dann hat er keinen Nachteil mehr davon, dass er durch schwule Stammzellen geheilt worden ist. Noahs Blutgruppe hat er jetzt auf jeden Fall, hat Herr Schroer gesagt. Der Arzt im Krankenhaus hat das so erklärt.

Paolo schläft kaum noch zu Hause, wohnt schon fast fest bei Natascha und beide haben sich sehr lieb. Das freut mich sehr für meinen Bruder, der echt viel für mich getan hat im Leben. Wenn er in unserer Wohnung übernachtet, meist zum Wochenende hin, ist Natascha bei ihm und schläft auch dort. Den Eltern scheint das nichts aus zu machen und sie freuen sich, das die 2 so froh sind miteinander.

Papas Verhältnis zu mir und Noah ist mittlerweile ein Normales. Er hat wohl gerafft, dass wir seinem bescheuerten Schwuchtelklischee nicht entsprechen, das wir treu sind und uns lieb haben und seit wir dann auch noch des Öfteren mal helfen, wenn es nötig ist, ist alles gut. Mama ist auch froh, dass endlich Frieden ist und ihre Jungs auch wieder nach Hause zu Besuch kommen und das mit Ihren Partnern. Josefine hat ihre Beziehung gelöst, weil der Junge nicht treu war. Vorsichtige Fragen, was denn Robin macht, habe ich ihr wahrheitsgemäß beantwortet, damit sie sich keine falschen Hoffnungen macht. Bei Robin und seinem Roland haben wir alle den Eindruck, dass die eigentliche Kennen-Lern-Phase längst abgeschlossen ist und sie jetzt auch fest zusammen gehören.

Sie geben ein schönes Paar ab und sind gern beim Training und auch bei anderen Aktivitäten dabei.

So, jetzt fahre ich mal die fertigen Sachen ins Kühlhaus und kümmere mich um das Abendessen für die Hotel- und auch für Andere Gäste.

Mittlerweile kommen unter der Woche auch immer mehr Leute zum Essen als es früher war, ich meine, solche die nicht im Hotel wohnen. Das Essen, die neue Speisenkarte und auch ein bisschen die schöne Umgestaltung im Restaurant haben den Umsatz an Essen deutlich spürbar steigen lassen.

Das Personal ist jetzt schon mehr gefordert, vorher war es oft am Abend nicht ausgelastet, jetzt geht die Schicht immer gefühlt schnell rum, weil man genug zu tun hat. Es ist aber gut zu schaffen und die Qualität stimmt auch. Markus Meinle ist sehr zufrieden, der Direktor auch und auch die Leute im Service sind froh, dass sie nicht den halben Abend rum stehen müssen, weil nichts zu tun ist und gefühlt, die Zeit nicht voran geht.

Das ich jetzt immer ein Auto mit habe, ist schon cool und auch praktisch und wenn Noah 18 ist, haben wir jeder 1. Meistens hätten wir ja mit einem Auto genug, wir beide, nach seinen Geburtstag darf er aber dann auch allein in die Schule nach Bremerhaven fahren, dann passt das mit dem 2. Auto schon. Der Roller, den will er im Frühjahr, wenn das Wetter wieder wärmer wird, dann doch verkaufen, weil Roller und Auto, das kostet und ist auch nicht nötig. Ich bin froh, wenn er nicht mehr auf den Roller steigt, ich muss dann immer an den Unfall denken.

Am 17. Januar ist die Verhandlung vor dem Amtsgericht in Bremen, wo Rolf und Noah dann als Nebenkläger auftreten werden. Anwaltlicher Beistand kommt, wie schon häufiger, auch dieses Mal aus der Firma, wie schon bei Ole und Paul und Ulli. Wir sind schon gespannt, was da abgeht, vor allem, was der Typ sagt, warum er so einfach abgehauen ist, das Schwein. Beide, Noah und auch Rolf hätten verbluten können dort im Gebüsch und wir können froh sein, das jemand den Roller an der Leitplanke bei der Polizei gemeldet hat. Ulf müsste mal in Erfahrung bringen, werden die Polente informiert hat und dadurch auch indirekt Noah und Rolf aus ihrer Notlage mit befreit hat.

Sich bei dem Menschen zu bedanken, wäre keine schlechte Idee. Vielleicht taucht der ja als Zeuge vor Gericht auf, wenn die Polizei am Telefon seine Daten abgefragt hat.

So, jetzt ist es bald geschafft, der Chef hat alles angeschaut und ist zufrieden. Morgen noch und dann können die Bonzen feiern. Noahs Papa hat gesagt, dass Herr und Frau Remmers früher auch zu einer solchen Veranstaltung hier her gefahren sind, das aber schon im 3. Jahr nicht mehr tun. Sie feiern lieber zu Hause in etwas kleinerem Kreis, mit normalen Leuten und auch mit ihrem Personal, obwohl dieses Jahr wird das Haus voll werden, aber es ist ja Platz genug und auch nicht das 1. Mal, das es so abgeht dort. An dem für Noah und mich so bedeutungsvollen 40. Geburtstag von Lis Remmers war die Bude ja auch richtig voll. Dieses Datum wird uns immer in Erinnerung bleiben, meinem Schatz und mir.

So, der Arbeitsplatz ist sauber, die Messer sind eingeölt und bei Markus im Büro in einem extra Messerschrank gut verstaut, jetzt geht es gleich nach Hause…..eigentlich habe ich ja jetzt 2 „zu Hause“, und auch 2 Messersätze. Ein „zu Hause“ mit Paolo in Bremerhaven, und eins mit Noah hier in Bremen, nicht schlecht, oder? Das „zu Hause“ bei Noah ist für mich ein besonderes. Alle, die dort wohnen, lieben mich und lassen mich das auch spüren, ein echt tolles Gefühl und ich, liebe sie auch, diese Familie Schroer.

Micha, Donnerstag, 30.12. 17:15, gerade von der Arbeit kommend, zu Hause vorgefahren.

Der Motor geht aus und ich steige aus dem warmen Bus aus und geh zur Haustüre. Tom hat Frühschicht und wartet bestimmt schon bei uns in der Küche. Dort sitzt er bei Mama und trinkt Kaffee, den sie immer macht, wenn Tom kommt. Als ich in die Küche komme, ist etwas anders als sonst. Tom und Mama sind sonst immer guter Dinge, albern rum, erzählen Witze und lachen, heute nicht. Ich sag „Hallo, meine Lieben“, geh dann zu Tom und küsse ihn. Nur halbherzig erwidert er den Kuss, das kenne ich so gar nicht von ihm und ziehe eine Augenbraue hoch. „Was ist passiert?“, frag ich deshalb sofort und muss automatisch an seine Eltern denken.

Er zeigt auf einen Briefumschlag, der geöffnet auf dem Tisch liegt und sagt: „Das ist los, lies mal.“

Ich nehme das Schreiben aus dem Kuvert, schon der Absender macht mich stutzig. „Kreiswehrersatzamt Bremerhaven“ steht da und dann „Einberufungsbescheid“, mir wird komisch, was soll denn der Scheiß jetzt?

Des weiteren steht dann da, das sich Tom zum 1. April 2011 an der Technischen Marineschule in Kiel melden müsse. Eine Liste sagt dann, was er alles dazu mitbringen muss.

Ich bin ….ja was bin ich,…..sauer? angepisst? oder wütend.

Wieso jetzt mein Tom, das stinkt mir. Schwul sein ist ja kein Grund mehr, nicht eingezogen zu werden und das Gesetz, das die Wehrpflicht aufhebt, muss erst durch den Bundesrat, bevor es in Kraft tritt. Ob das noch vor dem 1. April geht, wer weiß.

Es steht auch da, das unabhängig von diesem Gesetz die Einberufung rechtskräftig ist, um in der Übergangsphase die Funktionalität der Armee zu gewährleisten. Die spinnen doch, die Römer, oder?

Zunächst nehme ich ihn in den Arm, drück ihn und schmuse in ab. Dann kommt mir eine Idee. „Du musst verweigern“, sag ich, „du sollst nicht fort gehen.“ Mama stellt mir einen Kaffee hin und sagt: „Kann denn da euer Herr Remmers nichts machen, als dein Chef, mein ich, wo du doch diese speziellen Lehrgänge alle gemacht hast? Frag den doch einfach mal.“ Das finden wir nun beide eine gute Idee auch, weil Tom ab August in die Meisterausbildung gehen soll und auch will.

Jerome müssen wir anrufen oder Ole, der hat ja den Draht zu Jeromes Papa. „Komm hoch“, sag ich, „wir skypen mit Ole, scannen den Schrieb ein und schicken ihm das zu. Herr Remmers hat dafür bestimmt eine Lösung.“

Oben, in meinem Zimmer, küsse ich ihm zunächst mal den Frust aus dem Leib. Er ist dabei etwas hart geworden und so mache ich ihn flugs unten herum frei und jetzt werde ich ihn aus seinem Tief heraus blasen, das er die nicht vorhandenen Engel singen hört. Tom weiß meine Fähigkeiten beim Spiel auf der großen Harnflöte sehr zu schätzen, das hält er selten länger durch und gekonnt bringe ich ihn zum Schnaufen, dann zum Stöhnen und hecheln und nun spritzt er, den Teppich schonend in mein Blendaxdöschen und das ich gut war zeigen seine zitternden Knie und er lässt sich nach hinten aufs Bett fallen. „Fick mich bitte“, nuschelt er. „Später, mein Schatz, “, sag ich, „wir müssen duschen und spülen und ich will Zeit haben für dich. Ich habe Hunger, bin verschwitzt und mein Arschi ist auch nicht sauber, wir machen das, ich bleib heute Nacht bei dir, Hasi.“ „Das hast du toll gemacht. Keiner bläst besser als du“, sagt er und grinst ein bisschen. „Wir haben in den letzten Monaten viel gelernt darüber, wie man die heißen Tropfen mit viel guten Gefühlen aus den Eiern lockt. Vor 6 Monaten haben wir noch gewichst, oft 3-mal am Tag“, sag ich, „und jetzt, blasen und ficken wir wie die Weltmeister und es ist irre gut und das, weil du es bist, der es tut. Du bist mein Schatz, der der es mir immer so galaktisch gut besorgt, so dass keine Wünsche unerfüllt bleiben.“

„So“, sag ich, „Essen jetzt. Was gibt es denn bei euch?“, frag ich. „Ich weiß es nicht“, sagt er, „nach dem Lesen des Absenders hab ich nicht mehr ans essen gedacht.“ Wir gehen runter und schauen, was es bei uns gibt. Rahmwirsing, Bratkartoffeln und Frikadellen, Sau gut kann Mama das und wir beschließen, hier zu bleiben. Es ist gut, immer zwischen 2 Menüs wählen zu können und wenn es bei ihm auch was Gutes gibt, essen wir manchmal 2-mal zu Abend. Beide Mütter kochen immer für Abends, weil ja einige erst dann von der Arbeit kommen. Mein Chef, der Herr Koch, hat mir eröffnet, dass ich nach der Ausbildung auf jeden Fall übernommen werde. Das ist sehr gut, da muss man keinen Stress haben, was nach der Prüfung ist. Ich denke, das nicht nur mein Können sondern auch die Nähe zu Remmers zu dieser frühen Entscheidung bei getragen haben. Auch meine Bereitschaft zum Arbeiten an Samstagen ist damit verantwortlich. Zur Finanzierung meines Führerscheins hat das sehr geholfen.

Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, Autos, Fabrik neue für Kunden aus Ingolstadt abzuholen, an Wochenenden. Normal macht das unser Fischerchen, der jetzt aber einen Freund hat und er will nicht mehr so oft dorthin. Das wird gut bezahlt, verkürzt die Lieferzeit um 2 oder mehr Wochen und die Kunden zahlen schon für die Überführung. Nach Rücksprache mit Tom habe ich zugestimmt, Tommi will dann mitfahren, freitags abends. Von Bremen, mit dem Zug und dann Samstag, nach Übernahme des Wagens zurück nach Bremerhaven. Montags bekommt der Kunde sein Fahrzeug. Meist sind das echt geile Schlitten, Achter, Sechser und Fünfer, ab und an mal ein TT, das ist doch geil. Eine Private Haftpflicht zahlt die Firma, 300,- Euro plus Spesen für Übernachtung und Essen und oft noch ein Trinkgeld von den zufriedenen Kunden, das bringt es doch.

Nach dem Essen wird sich der ausgiebigen Körperreinigung gewidmet, abschließend wird das Antifrust Programm für meinen Tommy gestartet, eingeleitet durch das Anschauen eines Pornofilms von den Helix Studios aus Amiland. Die habe ich am Anfang unserer sexuellen Zweisamkeit für 3 Monate abonniert und dann habe ich etliche dieser echt geilen Streifen auf einen Stick mit 64 GB gezogen und das schauen wir uns mach mal an. Da sind schon verteufelt scharfe Schätzchen dabei mit tollen Schwänzen und Sau feilen Ärschen und auch die Clips selber sind hot, hot, hot.

Das ein oder andere da gesehene haben wir dann auch nachgemacht, Tom fährt voll auf Jocks ab und so habe ich 3 Sau teure von Calvin Klein bestellt. Er wusste nichts davon und als ich aus dem Bad kam und den Bademantel auszog, Wahnsinn. Gespritzt hat er bis an den Spiegel der Kleiderschranktüre und es war wohl auch das 1. Mal, das Mama uns gehört hat,

 

So, ihr Lieben, ich hoffe, dass es gefallen hat. Mal sehen, was das neue Jahr wohl bringt.

Bis bald………Euer Niff

 

 

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Ein Gedanke zu „Traumschiff – Teil 118

  1. Hey Hermann,

    Auch dieser Teil ist dir sehr gut gelungen, schön ausgewogen, hat mir Spaß beim Lesen bereitet.

    VlG Andi

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