Fotostudio Plange – Teil 9 – Strohwitwer

Strohwitwer

Tja, lieber Leser, wo soll ich anfangen? Während das erste gemeinsame Frühstück ziemlich lustig und locker ablief, so viel gelacht hatte ich seit langem nicht mehr, zogen erste Wolken beim Aufräumen der Überreste der Geburtstagsfeier auf. Allerdings nahm ich diese wegen der rosaroten Brille, die ich auf hatte, nicht richtig wahr. Es ist nun einmal so, dass frisch Verliebte oftmals den Drang verspüren, sich zu berühren und zu befummeln. Igor und mir erging es nicht anders! Marvins Bemerkung, wir sollten uns doch lieber mit der Reinigung des Kellers als der Erforschung der Mundhöhle des Anderen beschäftigen, tat ich als dummen Spruch ab. Allerdings war das erst der erste Spruch dieser Art, den er mir oder uns bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten reindrückte.

Den nach seinem Geburtstag um eine Viertelstunde verlängerten Zapfenstreich nutzte er reichlich aus. Zunächst dachte ich, er wolle mir und meinem Liebsten Zeit für uns geben. Welcher Teenager sieht schon gerne seinen Erziehungsberechtigten kuschelnd mit seinem neuen Partner auf dem Sofa liegen? Ich jedenfalls würde gerne auf diesen Anblick verzichten, wenn ich könnte.

Am Donnerstagabend fragte mich Igor, ob sich der Arzt bezüglich der Ergebnisse schon gemeldet hätte. Wir waren ja am Montag gemeinsamen bei Doktor Borgmann gewesen. Ein Anruf bei dem Mediziner am folgenden Tag brachte Klarheit: Man hätte Mittwoch bereits angerufen und eine Nachricht für uns hinterlassen. Marvin wird es wohl aufgrund seiner Englischklausur am Donnerstag einfach vergessen haben, diese Info an mich weiterzugeben. Das Ergebnis war positiv, wir waren beide negativ. Zwar meinte der Weißkittel, wir sollten, um ganz auf der sicheren Seite zu sein, den Test in vier bis sechs Wochen noch einmal wiederholen. Der Virus bräuchte seine Zeit, bis man ihn eindeutig nachweisen könnte. Aber mein letztes Buchstabieren des Wortes Begehren war einen Monate vor der Sache mit Marvin und da hat man mich ja auch diesbezüglich zur Ader gelassen! Igor, fleißiger Blutspender (was macht man als Student nicht alles für Kohle?), hatte ebenfalls nichts von seinem Hausarzt gehört. Wir konnten also getrost die Nahkampfsocken im Schrank lassen!

Am späten Sonntagabend, Igor war nach dem Abendessen Münster gefahren, denn er musste am nächsten Morgen mit seinem Sportseminar nach Hamburg, schaute ich in die Glotze. Die Aussicht auf eine endlos lange Woche Strohwitwerschaft erheiterte nicht gerade meine Stimmung. Gerade erst zusammen und dann schon wieder getrennt! Verdammter Mist! Die Tagesthemen liefen schon, als mein Bruder aus Australien anrief. Er war ziemlich von der Rolle, denn Claudia war nach einem Ausflug in die Blauen Berge in der Nähe von Sydney mit über 40 Grad Fieber, Schüttelfrost und Erbrechen mit dem Notarzt in die nächste Klinik eingeliefert worden. Er würde jetzt wieder ins Krankenhaus, ich solle Marvin Bescheid sagen. Als er um kurz vor elf dann endlich kam, hatte ich seine Verspätung längst verdrängt.

Danach war er zu nichts mehr zu gebrauchen, er wurde fahrig, bitter und wirkte mehr als niedergeschlagen. Besonders schlimm wurde es, als Klaus uns die Diagnose mitteilte: Dengue-Fieber! Der zweite Fieberschub wäre zwar schon fast vorüber und sie würde aussehen, als ob sie Masern hätte. Aber genaueres konnte man noch nicht sagen. In zwei Wochen solle sie zur Kur kommen, allerdings könne man noch nicht absehen, wie lange der Sanatoriumsaufenthalt dauern würde, mindestens jedoch sechs Wochen. Deswegen wäre es für alle Beteiligten wohl besser, wenn Marvin nicht wie geplant über Weihnachten kommen würde, sondern erst zu Ostern auf den fünften Kontinent fliegen würde. Er hätte mit den Zwillingen, seiner Arbeit und den Besuchen am Krankenlager schon genug zu tun.

Marvin brach zusammen, Apathie und Heulkrämpfe wechselten sich ab, er aß nichts mehr, er schlief nicht mehr. In der Schule meldete ich ihn Krank. Ziemlich besorgt rief ich Doktor Borgmann an und der Medizinmann kam sofort zum Hausbesuch. Körperlich würde ihm zwar nichts fehlen, es sei eine stressbedingte Reaktion des Körpers. Er empfahl Ruhe und seelische Streicheleinheiten. Aber egal, was ich auch machte und unternahm, es wurde und wurde nicht besser. Igor, dessen Unterstützung ich jetzt sehr gut hätte gebrauchen können, war mir in diesem Moment auch keine Hilfe. Er war ja auf seiner Exkursion mit seinem Sportseminar in Hamburg und somit unerreichbar für mich, jedenfalls körperlich. Ich war fertig mit den Nerven, allerdings durfte ich mir nichts anmerken lassen. Ich musste stark bleiben für den Kleinen.

Freitagabend, Swetlana hatte mittags extra eine frische Hühnersuppe für den Kleinen gekocht. Wir hatten jeder etwas davon gegessen, er aber ohne großen Appetit. Marvin hatte sich sofort wieder in sein Zimmer verkrochen, ich starrte auf den Fernseher, die Nachrichten liefen an meinem geistigen Auge einfach vorbei. Ich nahm irgendwie nichts war. Igor müsste jetzt im Musical sein, wenn ich sein Seminarprogramm richtig im Kopf hatte. Ein plötzliches Getrampel auf dem Flur ließ mich aus meiner Trägheit erwachen. Ich fand Marvin im Badezimmer über die Kloschüssel gebeugt. Er hatte die Hühnersuppe, die ja angeblich immer helfen soll, in die städtische Kanalisation befördert, allerdings nicht alles. Ein Teil war auf den Fliesen gelandet, ein anderer zierte sein Shirt. Ich machte ein Handtuch nass und wusch ihm das Erbrochene ab, zog ihm ein sauberes T-Shirt an und wechselte, wie bei einem Kleinkind, auch seine nicht mehr saubere Unterhose. So gewandet hob ich ihn auf, trug ihn in mein Schlafzimmer und legte ihn ins Bett. Einen Eimer stellte ich vorsichtshalber an die Bettseite. Ich beseitigte die Spuren im Badezimmer, schaute jedoch alle paar Minuten nach ihm. Er lag wie regungslos im Bett. Als ich den Inhalt des Wischeimers im Klo entsorgte, hörte ich ein Stöhnen aus dem Schlafzimmer, sofort war ich zur Stelle. Er hatte wieder einmal einen Weinkrampf. Ich legte mich neben ihn und streichelte ihm über die Haare. Er blickte mich an, seine Augen waren nass, seine Haare klebten an seiner Stirn. Ich griff nach meinem Taschentuch und tupfte seine Tränen ab.

„Lass mich!“

„Warum sollte ich das lassen?“ Ich entfaltete das Taschentuch und drückte es auf seine Nase, so dass er sich schnäuzen konnte, was er dann auch tat.

„Lass mich alleine!“

„Das werde ich nicht tun, mein Engel! Egal was du jetzt zu mir sagst!“

„Engel? Igor ist dein Engel! Ich bin doch nur …“ Tränen kullerten wieder über seine Wangen.

„Was bist du?“

„Ich bin doch nur ein lästiges Stück Fleisch! Du liebst mich nicht mehr, denn du hast ja deinen Igor! Und Papa liebt mich auch nicht mehr, denn ich störe ihn ja nur, er will mich ja auch nicht mehr sehen! Am liebsten wäre ich gar nicht mehr da! Am besten wäre ich tot!“

Ich erschrak! „Marvin Christian Alfons Plange! Tickst du noch gerade? Was ist in dich gefahren?“

Seine Tränen versiegten urplötzlich, als ich ihn beim vollen Namen nannte, denn das machte ich eigentlich nur dann, wenn er irgendwelchen Bockmist gebaut hatte. „Du kümmerst dich doch nur noch um den blöden Igor! Seitdem du mit dem Russen fickst, bin ich dir doch gleichgültig! Du liebst mich nicht mehr! Keiner liebt mich!“

„Ach! Keiner liebt dich! Du armer Junge! Du spinnst, wenn ich das so sagen kann! Wie kommst du nur auf diese bescheuerte Idee?“ Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Angriff in solchen Fällen immer eine gute Lösung ist.

„Papa sagte doch am Telefon, ich würde stören! Und sag jetzt nicht, dass es nicht so wäre. Ich hab dein Telefonat mit ihm mitbekommen!“

„Dann, mein Engel, hast du aber ziemlich schlecht zugehört! Klaus zerreißt es das Herz, dass er dich nicht wie geplant zu Weihnachten sehen kann! Meinst du nicht, er würde alles dafür geben, dass ihr nicht gemeinsam unter dem Weihnachtsbaum sitzen könnt! Weißt du, wie viele Stunden dein Vater am Tag schläft? Weißt du das?“

„Nein!“ War zwar leise, aber dennoch zu hören.

„Drei! Hörst du! Drei Stunden! Er verbringt jede freie Minute im Krankenhaus bei Claudia, die noch lange nicht über den Berg ist. Er hat Angst! Tierische Angst! Er weiß jetzt schon nicht, wie er alles unter einen Hut bringen soll! Deine Mutter, seinen Job, ihre Genesung! Ach ja, da sind ja noch deine Brüder, die habe ich bei der ganzen Angelegenheit glatt vergessen, aber die sind ja anscheinend uninteressant für dich! Auch für Klaus hat der Tag nur 24 Stunden! Aber kein Problem! Ich bring dich zum Flughafen und setz dich in den Flieger! Du wirst ihm eine tolle Hilfe sein! Vielleicht kann er dann eine Stunde länger schlafen, um seine Akkus aufzuladen!“

„Ah, …“ Er wirkte wie versteinert!

„Sprachlos? Marvin! Was ist? Nur weil Klaus dich liebt, will er nicht, dass du kommst! Er kann sich um dich nicht so kümmern, wie er es gerne möchte, wie er es für angebracht hält!“ Meine Wut auf seine Uneinsichtigkeit war fast verraucht.

„Aber …“ Hilflosigkeit machte sich breit.

„Aber er liebt dich ja nicht! Er ist ja eigensinnig! Du bist ja der Störfaktor in seinem Leben!“

„Das wusste ich nicht! Dann macht er sich ja doch Sorgen um mich?“ Er war ziemlich kleinlaut!

„Was denn sonst, du Idiot? Was meinst du, wieso ich ihm nicht gesagt habe, dass du seit drei Tagen nicht mehr zur Schule gehst? Wenn er das wüsste, würde er komplett zusammenbrechen und damit wäre jetzt keinem gedient! Weder ihm, noch deiner Mutter und von den Zwillingen ganz zu schweigen. Er braucht jetzt seine Kräfte! Auch wenn er sie jetzt anders einteilen muss, als er es gerne tun würde, aber auch seine Kräfte sind nur beschränkt! Du bist zwar jetzt der Leidtragende, aber das heißt noch lange nicht, dass er dich nicht liebt!“

„Halt mich!“ Welch plötzliche Wendung!

Ich strich ihm über den Rücken, er zitterte am ganzen Körper. „Alles wird gut, mein Engel! Alles wird wieder gut!“

Plötzlich durchzuckte es ihn. „Nein! Es wird nicht wieder gut! Du poppst mit Igor und ich steh außen vor. Du berührst ihn und nicht mich! Ich bin doch überflüssig!“ Er drehte sich um und fing wieder an zu weinen.

Ich wusste, es war ein Vabanquespiel, auf dass mich einließ, aber eine andere Möglichkeit hatte ich nicht. Ich musste ihm irgendwie zeigen, dass man Liebe und Sexualität nicht gleichsetzen kann. „Komm mit!“

„Was?“ Er schaute mich fragend an.

Ich erhob mich und zog ihn zu mir hoch. „Komm einfach mit.“ Ich ging ins Bad und er folgte mir wie ein Dackel.

Er stand wie der verlorene Sohn in dem gekachelten Raum. „Was soll ich hier?“

„Zieh dich aus!“

„Was?“ Er schaute mich irritiert an.

„Zieh dich aus!“ Ich kramte in der Wäschetonne.

„Du spinnst!“ Ich hatte gefunden, was ich gesucht hatte.

Ich trat an ihn heran und zog ihm das Shirt über den Kopf und die Retro in die Kniekehlen. Er stand nackt vor mir. „Was soll das?“

„Wirst du gleich sehen! Ich werde dir später eine Frage stellen, aber bis dahin hältst du die Klappe. Verstanden?“ Er nickte. Ich drückte ihm die Sachen, die ich ihm vorhin ausgezogen hatte, in die Hand. „Anziehen!“

„Du spinnst! Ich kann doch nicht … diese Sachen …“ Augenscheinlich ekelte er sich.

„Anziehen!“ Ich legte meinen Finger auf die Lippen und bedeutete ihm, zu schweigen. Widerwillig folgte er meiner Anweisung, man sah, dass er sich unwohl fühlte. Ich zog mich vor ihm aus. Er starrte mich an wie die Schlange Karr, die Mogli hypnotisieren wollte. Nackt, wie ich war, trat ich erneut an ihn heran, umrundete ihn mehrmals ziemlich eng, berührte ihn am ganzen Körper. Schließlich ging ich dann vor ihm in die Knie. Die Boxer, die wirklich einen ziemlich eigentümlichen Geruch hatte, zog ich ihm etwas runter, klemmte den Bund unter seinem Sack. Ich packte ihn fest an seinem besten Stück, zog an seinen Hoden. Fest, fast brutal, riss ich ihm die Vorhaut zurück und leckte mit meiner Zunge über seine Eichel. Ich fing an, den kleinen Marvin zu blasen. Er war wie versteinert, ließ es sich in stoischer Ruhe gefallen, was ich da tat. Wie ich es mir gedacht hatte, regte sich nichts. Nach einer Minute beendete ich das brutale Spiel. Ich erhob mich, streifte ihn das dreckige T-Shirt von den Armen und befreite ihn von der bepissten Unterhose und führte ihn unter die Dusche. Ich stellte das Wasser an und nahm etwas Duschgel und seifte ihn ab. Der kleine Marvin regte sich leicht. Er wollte etwas sagen, aber ich legte ihm den Finger auf die Lippen. Er schwieg. Ich verließ die Dusche, rubbelte zuerst mich trocken und packte ihn dann in ein weiches Badelaken, wattierte ihn fast ab. In einen Bademantel gehüllt führte ich ihn wieder im Schlafzimmer und bedeutete ihm, wieder unter die Bettdecke zu schlüpfen.

Als er lag, stellte ich die entscheidende Frage. „Welche Berührung hat dir besser gefallen? Die Sexuelle oder die Sorgende?“

„Was soll das? Natürlich war das Duschen besser!“ Er schüttelte den Kopf.

„Siehst du! Das ist es, was ich meine. Wenn ich dich auf das Sexuelle in dir reduzieren würde, dann wäre es mir total egal, was du an hast, wie du dich fühlst, was du empfindest, was du denkst. Dann geht es nur um deinen Schwanz und ob der steht! Um nicht mehr!“

Es folgte eine ziemlich lange Gedankenpause. „Aber du hast mich von meinen dreckigen Klamotten befreit, mich gewaschen und mich in Watte gepackt und wieder ins Bett gelegt. Also ist dir meine Seele mehr wert als alles andere?“

Ich nickte und streichelte ihn über den Kopf. Er fing wieder an zu schluchzen. „Was ist, mein Großer?“

„Ich hab mich so was von Scheiße benommen!“ Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung!

Ich drückte ihn an mich, streichelte ihn.

„Und ich Idiot dachte, ich müsste mit Igor um deine Gunst konkurrieren! Was meinst du, wieso ich alles, was ich torpedieren konnte, auch beschossen habe?“ Ich klopfte ihm wohlwollend auf die Schulter. Das Weinen hatte aufgehört.

„Das musst du nicht! Igor ist mein Freund, mein Liebhaber, du aber bist meine Familie. Du wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben, den dir niemand streitig machen kann!“ Er blickte mich fast glücklich an.

„Du Steff?“

„Ja?“

„Wann kommt Igor eigentlich wieder?“

„Der ist morgen Nachmittag wieder da, wieso fragst du?“

„Könntest du dann morgen Abend ein Tisch bestellen, bei unserem Griechen? Ich würde mich gerne bei ihm für mein Verhalten entschuldigen. Er muss mich wohl für unausstehlich halten!“

„Er wird es wohl verstehen, da bin ich mir sicher! Aber wir können morgen Abend dessen trotz gerne bei Costas einkehren. Kein Thema, mein Engel!“

„Gut, denn ich will endlich klare Verhältnisse schaffen!“

„Inwiefern?“

„Ich weiß, dass er schwul ist. Also wieso sollte er nicht wissen sollen, dass ich es auch bin!“ Die Logik ist zwingend, wie ich dachte.

„Wenn du bereit bist, dich ihm gegenüber zu outen …“

„Bin ich! Dank Dir! Und dann hätte ich gerne noch etwas!“ Er setzte sich auf.

„Was denn?“

„Darf ich heute Nacht bei dir schlafen?“

„Aber natürlich!“ Glücklich über diesen Umstand war ich zwar nicht, aber die Pflanze des Vertrauens hatte gerade ihre Dürreperiode einigermaßen überstanden. Sie jetzt wieder der prallen Sonne auszusetzen, wollte ich auch wieder nicht. Ich fügte mich in mein Schicksal.

„Aber dann beide gleich!“ Er zog sich umständlich den Bademantel, den er bis dato getragen hatte, aus und warf ihn auf den Boden. Er war nackt, ich hatte ihm ja nach dem Abtupfen nichts angezogen, nur den Bademantel übergezogen. Seine Sachen lagen immer noch im Bad.

„Alles klar! Aber du erlaubst, dass ich erst das Licht in der restlichen Wohnung lösche, ehe ich wieder zu dir ins Bett komme.“

„Zwar nur ungern, aber mach einfach.“ Ich schlüpfte aus dem Bett und betätigte die Lichtschalter in entsprechender Weise, ehe ich wieder ins Bett schlüpfte. Seiner Hand tastete nach meiner Seite. „Sagte ich nicht, in gleicher Weise?“

„Ja, sagtest du!“ Er ruckelte an meiner Unterbekleidung und ich zog mich ebenfalls aus, warf meine Sachen auf dem Boden. Er kuschelte sich eng an mich und fiel – keine fünf Minuten später – in Morpheus Reich. Es war ein komisches Gefühl, Marvin, mittlerweile zwei Zentimeter größer als ich, lag nackt an mich gedrückt in meinem Bett. Die Nacht war für mich mehr als unruhig!

Der Samstag zog sich wie Kaugummi! Mit meinen Gedanken war ich überall, aber nicht im Geschäft und bei der Sache. Für läppische Passbilder auf Polaroid brauchte ich fast eine halbe Stunde, normalerweise ist das eine fünf Minuten Angelegenheit. Normalerweise! Die beiden Kirchen in der Nähe des Ladens läuteten zur Mittagszeit. Erst die katholische Martinskirche, dann, nach einer Minute, die 12 Schläge der Protestanten. Selbst über die Zeit konnten sie sich nicht einigen! Ich schüttelte den Kopf. Marvin lag immer noch oben im Bett und schlief sich wohl gesund, sollte er! Igor müsste jetzt auf dem Rückweg von Hamburg sein. Die Truppe wollte nach dem Theaterbesuch noch um die Häuser ziehen, um dann am heutigen Samstag, nach einem ausgiebigen Frühstück, die Heimreise anzutreten. Er wollte erst bei sich in Münster vorbei und dann so gegen vier bei mir aufschlagen. Noch vier Stunden! Vier lange Stunden! Ich starrte durch das Schaufenster ins Leere!

Ein Räuspern riss mich aus meinen Gedanken. „Wird man hier auch bedient?“

Diese Stimme! Igor! Endlich! Was machte er schon hier? Ich war baff und erstaunt, aber egal, er war wieder da! Das war die Hauptsache! Mein Schatz stand mitten im Laden und ich hatte ihn gar nicht reinkommen gehört. Wo war ich nur mit meinen Gedanken? Er ließ seine Sporttasche fallen und stürmte auf mich zu! Wie zwei Ertrinkende tauschten wir unsere Atemluft aus.

„Was machst du denn schon hier? Du wolltest doch erst um vier …“

„Ich habe es nicht mehr ausgehalten ohne dich! Ich bin um kurz nach acht mit meinem Seminarleiter zurück, seine Schwester hat Silberhochzeit. Aber wenn ich störe, dann kann ich auch wieder fahren!“ Er drehte sich um in Richtungsausgang. Ich hielt ihn zurück.

„Du tickst wohl linksrum! Ich lass dich jetzt nicht mehr fort! Nie mehr!“ Ich zog ihn wieder an mich und wir knuddelten eine Runde.

„Nie mehr?“ Er blickte mir tief in die Augen.

„Nie mehr! Du weißt nicht, wie ich dich vermisst haben.“ Unsere Lippen trafen sich erneut.

In diesem Moment öffnete sich die hintere Tür, die in den Hausflur führt. Marvin, mittlerweile im Trainingsanzug, hatte zwei Tassen in der Hand. „Steff, ich hab uns Kaffee gemacht …“ Er schaute uns an und erkannte seinen Trainer. „Ach! Hallo Igor!“

Er kam langsam auf uns zu, stellte die Kaffeebehälter auf den Tresen und baute sich vor uns auf. „Könntet ihr bitte mal eure Liebkosungen kurz unterbrechen? Wäre das möglich?“

Wir schauten uns fragend an, lösten aber Umarmung, wie er es wollte. Er blickte mich an, drückte mir einen Kuss auf die Lippen. „Danke, dass du es mit mir Esel aushältst!“ Ich war baff, Igor ebenso, aber es sollte noch besser kommen! Er wandte sich an seinen Trainer, der hielt ihm die Hand hin. Aber was machte der Kleine? Er zog ihn an sich, umarmte ihn fest und küsste ihn ebenfalls. „Schön, dass du jetzt wieder da bist!“ Er gab ihm ein zweites Bussi.

Igor war mehr als überrascht und sichtlich verlegen. Er versuchte ein Lächeln, aber so richtig gelang ihm das nicht. „Ah, Marvin! Ich hab ja nichts dagegen, aber nur, weil ich mit deinem Onkel zusammen bin, brauchst du mich nicht abzuknutschen. Ich bin ja nicht deine Tante!“

„Nein, du bist der Freund meines Onkels und ich küsse wen ich will und wann ich will und wie oft ich will. Und ehe du Befürchtungen hast! Nein, es ist mir keineswegs unangenehm, dich zu küssen! Ich habe keine Probleme damit! Jedenfalls nicht mehr seit gestern.“ Der Kleine hatte seine Lektion anscheinend verstanden. Igor war sprachlos.

„Ich wollte es dir ja eigentlich erst heute Abend beim Essen sagen, aber da du eh schon da bist, kann ich es auch gleich loswerden. Igor! Ich küsse gerne Männer, denn ich steh auf sie!“

„Du bist …“

„Ja, ich bin auch einer von euch! Wie Steff so schön sagt, ich bin auch verzaubert.“

Mein Russe blickte mich fragend an. „Warum hast du nichts gesagt?“

Ich wollte gerade antworten, aber Marvin war schneller. „Eher gefriert die Hölle zu, als das Stefan jemand outet. Ist halt so eine Eigenart von ihm, aber eine ziemlich Liebenswerte!“

Ich blickte auf meine beiden Lieben. „Ich würde jetzt sagen, wir machen den Laden zu und gehen nach oben und feiern.“

Marvin funkelte mich an und packte Igor bei der Hand. „Vergiss es! Ladenschluss ist erst um Zwei und keine Minute früher. Ich will ja nicht, dass wir am Hungertuch nagen, nur weil du Wiedersehen feiern willst. Ich geh jetzt mit meiner Tante Kaffee trinken und du wirst schön hier bleiben und arbeiten! Eigentlich wäre er ja eh noch lange nicht da, also hab dich nicht so!“

Ich schnappte nach Atem und schaute verzweifelt auf Igor. Aber kam Hilfe von ihm? Nein! Er zuckte lediglich entschuldigend mit den Schultern. „Tut mir leid, Schatz! Aber wo Marvin Recht hat, …“ Er hakte sich bei meinem Neffen ein und beide zogen ab. Ich blieb mit offenem Mund stehen und wusste nicht, was ich davon halten sollte. Die spinnen beide, dachte ich, aber fügte mich in mein Schicksal.

Ich hatte den Laden gerade abgeschlossen, als Igor in der Tür stand und mich zu sich heran winkte. Freudig ging ich auf meinen Liebsten zu. Kurz bevor ich ihn erreichte, machte er einen Schritt auf mich zu und packte mich am Hosenbund und zog mich zu sich heran. „Klappe halten und mitkommen!“

Was wollte er? Er zog mich in Richtung Kellerabgang. Fast wären wir auf der Treppe gestürzt, konnten uns gerade noch rechtzeitig abzufangen. Er führte mich in die Sauna, der typische Geruch empfing mich, obwohl es nicht gerade warm war. Ich stand immer noch wie verdattert da, als er die Tür zum Kellerflur verriegelte. Er schaute mich an. „Na! Worauf wartest du? Auf eine Einladung? Ich will dich endlich nackt sehen! Darauf hab ich fast eine Woche sehnsüchtig gewartet!“ Er drehte sich um und binnen eines Augenblicks stand er, wie Gott ihn erschaffen, vor mir! Er hatte ja auch nur einen Trainingsanzug an. Aber er sah göttlich aus! Wie hatte ich ihn und seinen Körper vermisst. Seinen Luststab auch, ich geb es ja zu! Ich nestelte an meinem Hemd. Er legte seine Hände an meine Brust, fuhr mit seinen Fingern unter den Stoff und riss ihn auf, die Knöpfe flogen durch die Gegend. „Das dauert mir zu lange!“ Ich warf meine Klamotten achtlos an die Seite und ließ mir beim Entkleiden helfen. Auch mir konnte es jetzt nicht mehr schnell genug gehen.

Er zog mich unter die Dusche. Das Wasser spürte ich kaum, seine Hände waren überall. Wie räudige Hunde leckten wir uns. Er drehte mich in Richtung Duschwand. Ich griff nach hinten, an seinen prallen Zauberstab. Tastete mich nach unten, seine Eier schienen kurz vor dem Platzen zu sein, so dick waren sie. Während seine Linke etwas unterhalb meines Nackens mich leicht nach unten drückte, betätigte er mit der rechten Hand den Seifenspender. Ich spürte das kühle Gel, wie er es in meiner Ritze verteilte. Sein Mittelfinger spielte an meinem Eingang.

„Schatz! Ich bin nicht gespült!“

Er beugte sich über mich und hauchte mir ins Ohr: „Das ist mir im Moment so was von Latte! Ich will dich!“ Ich spürte, wie seine 21 cm in meiner Kimme nach unten geführt wurden und am Eingang verharrten. Er stieß zu! Gnadenlos! Ich rang nach Luft, biss mir auf die Lippen. Der Schmerz verflog und die Geilheit obsiegte. Drei Stöße und er war ganz drinnen.

„Igor!“ Ich stöhnte vor Lust. „Endlich! Fick mich!“

„Man, was hab ich dich vermisst!“ Er zog sich fast ganz heraus, um dann komplett wieder in die Grotte einzufahren. Seine Hubbewegungen begannen. Genießen konnte ich das Gefühl des „Ausgefüllt-Seins“ leider nicht lange, schon nach zwei Minuten verkrampfte er und entlud sich in mir. Stöhnend brach er auf meinem Rücken zusammen.

„Sorry, aber das war nötig! Und jetzt bist du dran!“ Er drehte mich um, ging auf die Knie und liebkoste mit seiner Zunge den kleinen Stefan. Ich griff seinen Kopf, streichelte ihn, ließ meine Hände da liegen. Genüsslich verleibte er sich meine 20 Zentimeter ein. Ich spürte an meiner Spitze schon seine Mandeln und führte seinen Kopf auf und ab. Igors Rechte spielte mit meinen Eiern, seine linke Hand wanderte nach oben, in Richtung meiner Brust. Als er mich daran kniff, wusste ich, was ich zu tun hatte. Mit Schwung drückte ich seinen Hinterkopf ganz an mich, die Mandeln waren kein Hindernis mehr, sie flogen beiseite wie eine Schwingtür. Ich spürte seine Zähne, wie sie sich um meinen Schwanz schlossen und sanft zubissen. Zwei, drei Minuten später kannte ich auch kein Halten mehr, meine Sahne fand ihren direkten Weg in seine Speiseröhre.

Ich zog ihn zu mir hoch und wir küssten uns. Die aufgestauten Hormone hatten ihr passendes Ventil gefunden. Es war zwar alles andere als romantisch, aber der Druck war erst einmal von uns genommen. Wir duschten uns ab und traten, ein Handtuch um die Hüften geschwungen, hinaus in den Kellerflur und verließen den Vorraum zum finnischen Schwitzkasten in Richtung Partykeller.

Händchenhaltend saßen wir auf dem Sofa, er erzählte mir von Hamburg und seinem Seminar, seinen Kommilitonen und der Sehnsucht nach mir. Plötzlich sah er mich grinsend an: „Sag mal, hast du eigentlich mit Marvin gemacht? Der ist ja wie ausgewechselt! Nett, freundlich, hilfsbereit und nicht so mürrisch und abweisend wie vor einer Woche! Er hat mir vorhin beim Kaffee sein schwules Leben erzählt, in allen Einzelheiten. Echt gut drauf, der Kleine! Ist er auf Droge? Gib es zu, du hast ihm was in den Tee getan, du Schuft!“

„Nein, mein Schatz, ich habe ihm keine Pillen gegeben, ich bin doch kein Dealer! Ich habe ihm lediglich den Kopf gewaschen! Mehr nicht! Ich musste einige Tassen wieder in seinen Gehirnschrank stellen und andere richtig rücken.“

„Da wäre ich gerne dabei gewesen!“ Er grinste.

„Das glaube ich eher weniger! Ich musste zu ziemlich drastischen Mitteln greifen, damit er wieder auf den Boden der Tatsachen kommt. Er ist gestern zusammengebrochen, er wollte nicht mehr leben!“

„Bitte? Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“ Er war mehr als verwirrt.

„Das ist mein vollster Ernst, mein Engel!“

Ich berichtete ihm vom gestrigen Abend, wie Marvin mehr oder minder ausgerastet war, seinem Leben ein Ende setzen wollte. Auslöser hierfür waren die australische Tragödie und unsere Beziehung. Der Kleine fühlte sich von allen verlassen und ungeliebt. Igor war mehr als geschockt. „Aber ich hab dich ihm doch nicht weggenommen!“

„Aus seiner Sicht der Dinge schon! Erinnerst du dich an seinen Geburtstag? Als er plötzlich oben auftauchte und uns auf dem Sofa überraschte?“

„Natürlich! Wie könnte ich diesem Tag je vergessen! Seitdem sind wir ein Paar!“ Er küsste mich.

„Aber in dieser Nacht ist eine Welt für Marvin zusammengebrochen. Sein Onkel, eben noch bester Kumpel und Retter in der Not, hat plötzlich nur noch Augen für seinen neuen Geliebten und lässt ihn, das elternlose Waisenkind, links liegen.“

„Retter in der Not? Warte mal! Ihr seit kurzfristig im Bad verschwunden, aber was ihr da gemacht habt? Keine Ahnung!“

Ich erzählte ihm von der Befreiungsaktion, er grinste und schüttelte den Kopf. „Plugg und Cockring! Auf was für Ideen kommst du? Sexspielzeug für einen Siebzehnjährigen! Stefan!“

„Naja, er hatte es sich zum Geburtstag gewünscht! Nach der Sache mit diesem Sebastian wollte ich ihm eine Freude machen.“

„Hör mir mit dem Idioten auf! Marvin hat mir alles berichtet! Der Typ sollte mir mal unter die Augen kommen!“ Leichte Wut lag in seiner Stimme.

„Tote soll man ruhen lassen! Aber was meinte Marvin? Seitdem wir zusammen wären, würde ich mich nicht mehr um ihn kümmern. Wir beide hätten Sex und er würde außen vor stehen. Ich würde nur noch dich berühren und nicht mehr ihn, er sei überflüssig für mich geworden! Du hättest seinen Platz eingenommen und ich würde ihn nicht mehr lieben!“

„Das ist ziemlich starker Tobak!“ Er wirkte resigniert.

„Tja, und da musste ich ihm zeigen, dass Liebe und Sex zwei verschiedene Paar Schuhe sind!“

„Und wie hast du es ihm gezeigt?“ Er war neugierig geworden.

„Ich hoffe, du bist nicht böse, aber ich habe immer einen geblasen!“

„Du hast was? Das glaube ich jetzt nicht! Du nimmst mich doch jetzt auf den Arm, oder?“ Fast flehentlich schaute er mich an.

„Ich nehme dich gerne auf die Arme, um dich ins Bett zu tragen, um dort mit dir das Wort Begehren zu buchstabieren. Aber ich hatte wirklich seinen Schwanz im Mund.“

„Ich fass es nicht! Der Kleine will sich das Leben nehmen und du bläst ihm einen!“

„Nein! Ich habe ihm gezeigt, dass man Sex nicht mit Liebe gleichsetzen kann. Du weißt ja nicht, wie ich …“

„Wie?“ Seine Gereiztheit war unverkennbar.

„Er hatte sich ja vorher bekotzt und in die Hose … Naja! Ich hab ihn diese Sachen wieder anziehen lassen und war alles andere als zärtlich dabei. Ich kenn mich und meine Blaskunst und ich kenn Marvin, der mag es ja eher romantisch, zärtlich und sanft. Das Ergebnis war, es regte sich nichts und er ekelte sich mehr vor sich selber als vor der Berührung. Nach einer Minute hab ich ihn dann unter die Dusche gestellt, ihn saubergemacht und in Watte gepackt. Erst als er wieder im Bett lag, hab ich gefragt, wobei er sich besser gefühlt hat!“

„Lass mich raten! Die Dusche?“

„Genau! Und da kam bei ihm die Erkenntnis, dass der Sex zwischen uns beiden nichts, aber auch gar nichts, mit meiner Liebe zu ihm zu tun hat.“

„Blasen als Liebesbeweis! Nicht schlecht die Idee! Könntest du ja auch mal wieder bei mir machen.“ Er grinste mich an.

„Wie bei Marvin?“ Ich blickte ihn schelmisch an.

„Bitte zart, mein Engel! Wie spät haben wir eigentlich?“

Ich blickte auf die Uhr neben der Tür. „Viertel vor vier! Den Tisch hab ich erst zu acht bestellt. Wir haben also alle Zeit, oder hast du noch Termine?“

„Nein! Du hast noch einen Termin und zwar um sieben. Es geht um dein Geburtstagsgeschenk, da muss noch was gemacht werden.“ Seinen Finger fuhren meine Brust entlang und spielten mit meinen Nippeln, die sich sofort wieder versteiften. Ich schnurrte wie eine Katze.

„Aber ich hab doch erst in 14 Tagen!“

„Tja, aber vorher muss noch was gemacht werden, sowohl bei dir als auch bei mir. Lass dich einfach überraschen! Wo bleibt jetzt dein Liebesbeweis?“ Er zwickte mich in die Brustwarze und legte sich rücklings auf das Sofa. Der Knoten am Handtuch löste sich wie von selbst.

„Wie der Herr wünschen!“ Ich beugte mich über ihn und ließ meine Zunge über sein bestes Stück gleiten. Meine Hände wanderten von seinem Bauchnabel nach unten, glitten über seine Oberschenkel und spreizten so seine Beine. Sein Gemächte lag nun frei vor mir. Meine Lippen gingen auf Wanderschaft. Ich saugte eins seiner Eier ein, er jauchzte. Dann wurde das andere der gleichen Behandlung unterzogen, die Reaktion war die gleiche. Mit meinen Händen drückte ich seine Knie nach oben, sein Loch war gut zu sehen. Meine Zunge wanderte über den Damm in Richtung Aus- respektive Eingang.

„Schatz! Was wird das?“

Ich musste das Zungenspiel unterbrechen, um zu antworten, denn mein Wischlappen war mit etwas anderem beschäftigt. „Nach was sieht das denn aus? Was könnte das werden?“

„Ich bin nicht sauber!“ Das klang fast entschuldigend.

„Mir geht es wie dir! Mir ist das auch Latte! Und bis sieben haben wir eh alle Zeit der Welt, etwaige Spuren zu beseitigen.“ Ich grinste ihn frech an.

„Dann lass dich nicht länger aufhalten! Ich will dich endlich auch wieder in mir haben.“ Ich küsste ihn und kam seine Aufforderung liebend gerne nach.

Tja, lieber Leser, das waren wichtige Tage in Zusammenleben zwischen meinem Neffen und mir, eigentlich zwischen meinem Neffen auf der einen Seite und Igor und mir auf der Anderen. Aber wer meint, dass ab jetzt alles Friede, Freude, Eierkuchen war, der irrt leider. Ich kann euch sagen, es folgten weitere schlaflose Nächte, die ich (oder besser wir) Marvin zu verdanken hatte (n)! Aber da ich annehme, dass sich eh niemand dafür interessiert, werde ich lieber den Mantel des Schweigens darüber hüllen, sein Benehmen auf meiner Geburtstagsfeier war auch wirklich eher peinlich für ihn, als das man es berichten könnte. Und wieso Igors Überraschung für mich zu seinem unfreiwilligen Outing geführt hat, will ja wohl auch keiner wissen. Oder etwa doch? *fg

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