Memories

Mit Blaulicht und Sirenen fuhr ein Krankenwagen die Straßen entlang zum Krankenhaus. Innerhalb weniger Minuten erreichte der Krankenwagen das Krankenhaus.

Natürlich wurde der Krankenwagen schon von ein paar Ärzten und Schwestern erwartet. Die Sanitäter öffneten die Hintertür des Wagens und zogen, eine junge Frau aus dem Wagen heraus, die auf einer fahrbaren Trage lag.
Anschließend stieg auch ein Mann, mit sorgenvollem Gesicht, aus. Die Frau hatte schreckliche Schmerzen, denn sie stöhnte immer wieder schmerzvoll auf.
Die Frau wurde von dem Krankenhauspersonal in Empfang genommen und sofort in den OP geschoben, während der Ehemann nach den Personalien gefragt wurde.
„Ähm …ja der Name meiner Frau ist, …ist …hach …können wir das nicht nachher machen …ich muss doch zu meiner Frau …bitte…”, bat der Mann aufgeregt und irgendwie verzweifelt, während sein Kopf vor Schweiß glänzte.
„Bitte, sie können jetzt nichts für ihre Frau tun und wir müssen jetzt ihre Personalien haben. Bitte seien sie doch vernünftig.”, sprach die Empfangsschwester ruhig auf diesen Mann ein.
Der Mann nickte und sprach dann: „Der Name meiner Frau ist, Fabienne Lymand und mein Name ist Randir Lymand.”, gab er dann, mehr oder weniger bereitwillig, Auskunft.
Anschließend bat ihn die Schwester im Warteraum Platz zu nehmen. Schweißgebadet und aufgeregt tat er wie ihm geheißen und wartete …und wartete und wartete…
Sekunden wurden zu Minuten, Minuten zu Stunden und diese wurden beinahe zu einer… Ewigkeit.
Im OP bemühten sich derweil sämtliche Ärzte und Schwestern, das Leben von Fabienne und dem, noch ungeborenen, Kind zu retten.
Leider konnte nur das Leben von Fabienne gerettet werden …das Kind war …tot…
Das Kind starb, als man es, per Kaiserschnitt, auf die Welt zu holen versucht hatte.
Da man Fabienne unter Vollnarkose gesetzt hatte, bekam sie natürlich nichts mit. Sie erfuhr erst später vom Tod ihres Kindes und war daran zusammengebrochen. Der Tod ihres Kindes, auf das sie sich so sehr gefreut und auf das sie solange gewartet hatte, war für sie sehr schlimm gewesen. So musste sie, nach der Beerdigung ihres Kindes, die sie nur schwer verkraftete, für eine Zeitlang, in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen werden.
*-*-*
Das alles war jetzt etwa ein Jahr her. Der Alltag war weitgehend wieder hergestellt, doch kam Fabienne, verständlicher Weise, nie ganz über den Tod ihres Kindes – ihrem kleinen Sohn Toby, dem sie trotzdem einen Namen gegeben hatte, hinweg.
Zu allem Übel konnte Fabienne keine weiteren Kinder mehr bekommen, was ihre Trauer noch mehr verstärkte. Ständig besuchte sie Tobys kleines Grab und sprach zu ihm. Tag für Tag war sie hier bei ihm und Randir, der sich voll in die Arbeit gestürzt hatte, ging nur am Wochenende mit.
Das alles hatte auch ihn sehr schwer getroffen, doch er versuchte alles, um den Tod seines Sohnes zu verdrängen, was ihm natürlich nur sehr schwer gelang…
Wieder einmal, war Fabienne auf dem Friedhof und sprach zu Toby. Der Tag war wunderschön, die Sonne schien vom Himmel herab und es war, als hätte Toby selbst die Sonne an den Himmel gemalt, dennoch war es bitterkalt, denn es war Winter und es lag Schnee.
Als nun Fabienne, wie immer, zu dem Grab, von Toby, sprach …hörte sie plötzlich ein leises Wimmern …bildete sie sich das nur ein? Hatte sie jetzt schon Halluzinationen? Doch als sie weiter sprach hörte sie das Wimmern abermals. Nun wurde es ihr doch zu unheimlich und sie machte sich auf die Suche woher das Wimmern kommen konnte.
Dass das Wimmern nicht von dem Grab her kommen konnte, war ihr auch klar.
Nur wenige Meter vom Grab ihres Sohnes entfernt, fand sie eine kleine Tragetasche. Sie bückte sich und sah hinein. Was sie sah erschütterte sie zutiefst. Ein kleines Baby, das sicher erst wenige Tage alt war, befand sich darin, weinte und wimmerte herzzerreißend. Es war schon fast blau gefroren.
Welcher Unmensch …welche Frau, oder wer auch immer, brachte es übers Herz ein so kleines Baby hier …auf einem Friedhof …in dieser Eiseskälte, auszusetzen???, fragte sich Fabienne und schüttelte den Kopf.
Fabienne nahm das Baby an sich. Sie öffnete ihren Mantel, hielt das Kind an ihren Körper und schloss den Mantel wieder vorsichtig. Das Kind schmiegte sich sogleich an Fabienne an und war augenblicklich still. Die Tragetasche nahm sie ebenfalls mit sich und ging auf dem schnellsten Wege zu ihrem Auto.
Sie setzte sich vorerst auf den Rücksitz und sah sich das kleine Würmchen erst mal an. Es ist so süß, dachte sie. Sie war, vom ersten Augenblick an, sehr angetan von dem Baby. Während sie das Baby wärmte, sah sie noch einmal in die Tragetasche und fand einen Zettel darin und las was drauf geschrieben stand.
*-*-*
Hallo, der / die du das Baby gefunden hast, kümmere dich bitte gut um ihn.
Es ist ein kleiner Junge und ich gab ihm den Namen Sephiroth.
Er ist erst drei Tage alt, doch ich kann ihn nicht behalten… So leid es mir tut.
Meine Eltern haben mich geschlagen. Sie haben mich verprügelt, weil ich ein Kind zur Welt gebracht habe. Sie haben es nicht verstanden.
Ich bitte dich, kümmere dich um Sephiroth und gib ihm bitte ein gutes und schönes Zuhause.
Ich danke dir und wünsche dir alles Gute und viel Glück mit dem Kleinen.
Liebe Grüße,
die unbekannte Mutter.
*-*-*
Fabienne ließ den Kleinen nicht mehr los und steckte den Zettel in ihre Manteltasche. Mit dem Kleinen unter ihrem Mantel setzte sie sich ans Lenkrad und fuhr, auf dem schnellsten Wege, nach Hause…
*-*-*
Aus sicherer Entfernung hatte die unbekannte Mutter alles mit angesehen. Und sie freute sich für ihren kleinen Jungen, denn sie wusste, dass er bei dieser Frau, die doch täglich auf diesen Friedhof kam und dieses Kindergrab besuchte, ein gutes Zuhause und eine glückliche Kindheit haben würde…
*-*-*
Schon bald war Fabienne zu Hause angekommen, parkte den Wagen und lief, nachdem sie auch die Tragetasche aus dem Auto entfernt hatte, ins Haus hinein.
Drinnen angekommen, lief sie ins Wohnzimmer und fand dort, zu ihrer Überraschung, ihren Mann Randir vor.
„Randy, mein Schatz.”, begrüßte sie ihn und strahlte: „Schau, was ich gefunden hab.”, begann sie, knöpfte ihren Mantel auf und zeigte ihrem Liebsten freudestrahlend das Baby, das sie unter ihrem Mantel hielt.
Sie erzählte ihm die Geschichte, wie sie den Kleinen gefunden hatte, dann bat sie Randir vollkommen euphorisch:
„Liebster, könntest du bitte Babynahrung und alles was wir noch so brauchen kaufen gehen?”
Sie schrieb ihm eine Liste, all dessen, was sie für Sephiroth brauchte.
„Halt! Stopp! Nein, so geht das doch nicht. Liebes, du kannst den Kleinen nicht einfach so behalten. Wir müssen das Jugendamt verständigen und das Kind muss von einem Arzt untersucht werden.”, erklärte Randir seiner Frau, in seiner sehr sachlichen Art und Weise.
Erschrocken sah Fabienne ihren Mann an und mit Tränen in den Augen schüttelte sie den Kopf.
„NEIN, ich werde Sephiroth nicht mehr hergeben. Das kannst du vergessen. Ich werde dieses kleine Würmchen behalten und ihm ein wunderschönes Zuhause geben. Und wenn du die benötigten Sachen nicht kaufen gehst, dann werde ich es tun.”, erwiderte sie und hielt das Baby beschützend vor sich.
„Schon gut, schon gut …behalte ihn meinetwegen.”, willigte Randir schließlich ein.
Er sah sich den Kleinen genauer an. Lächelnd nickte er und sprach:
„Ich kann dich verstehen, er ist wirklich niedlich. Wir behalten ihn und ziehen ihn, wie unseren Sohn, auf.”
Er konnte seiner Frau doch nicht weh tun, indem er ihr das Kind weg nahm. Sie schien plötzlich so völlig anders …voller Lebensfreude und er war sich sicher, dass sie dem Kleinen eine wunderbare Mutter sein würde.
Freudestrahlend küsste Fabienne ihren Liebsten, dann nahm er den Zettel von seiner Frau entgegen, verließ das Haus und fuhr einkaufen.
Derweil kümmerte sich Fabienne um den Kleinen. Sie stieg, mit dem Baby …“ihrem Baby“… die Stufen nach oben und ging zuerst ins Kinderzimmer, dass sich, seit damals, nicht verändert hatte, und zog das Baby aus.
Nachdem sie ihn in ein weiches Badetuch eingewickelt hatte, nahm sie ihn wieder an sich und betrat mit ihm das Bad. In eine kleine Kinderbadewanne, ließ sie angenehm warmes Wasser ein, dann badete sie den Kleinen.
Anschließend brachte sie den Kleinen ins Kinderzimmer, wo sie ihn ankleidete und liebevoll mit ihm sprach.
„Na, mein Kleiner …du bist so niedlich. Wer hat es nur fertig gebracht dich auszusetzen. Aber, ich verspreche dir, mein Kleiner, dass ich dich von nun an immer beschützen werde, egal vor wem und du wirst hier ein gutes Zuhause haben. Ich hab dich so lieb, mein kleiner Prinz.” und ihn dabei beinahe anhimmelte.
Irgendwann kam dann auch Randir wieder nach Hause und brachte alles Gewünschte mit.
Mit Sephiroth in ihren Armen, ging sie ihrem Liebsten entgegen.
„Schau doch mal, Schatz …ist er nicht allerliebst?!”, freute sich Fabienne, mit strahlenden Augen und legte Sephiroth in Randirs Arme.
Fast sah es so aus, als würde das Baby seinen „Vater” Randir leicht anlächeln, was natürlich nicht der Fall war, doch es sah ebenso aus. Natürlich war Randir ebenfalls von dem Kleinen sehr angetan.
*-*-*
Beide behielten den kleinen Sephiroth und adoptierten ihn, nur wenig später, offiziell. Vom ersten Augenblick an wurde der Kleine wie ein Prinz von den Beiden behandelt. Es gab nichts was sie ihm verwehrten. Kein Wunsch blieb unerfüllt. Dabei war es egal, ob es sich nur um eine Gute-Nacht-Geschichte handelte, Spaziergänge, Reisen, oder materielle Dinge …ganz oben stand jedoch die liebevolle Zuwendung die Fabienne und Randir Sephiroth angedeihen ließen. Kurzum, Sephiroth fehlte es an nichts…
Natürlich vergaßen Fabienne und Randir nie ihr erstes Kind… Toby. Doch nun gingen sie nur noch einmal in der Woche, und schon bald noch etwas seltener, zum Grab von Toby.
Selbstverständlich nahm Fabienne Sephiroth immer mit sich. Niemals ließ Fabienne ihren kleinen Sohn allein. Auf das Grab von Toby stellte Fabienne jedes Mal ein paar frische Blumen hin und sprach ein paar Worte zu dem Grab…
*-*-*
Die Jahre vergingen viel zu schnell und schon bald hatte Sephiroth das Alter von sechzehn Jahren erreicht.
Sephiroth war von seinen Eltern sehr verwöhnt worden und das ließ er seine Umwelt schon gern ein wenig spüren. Er war etwas Besseres. Allerdings ließ er dies seine Eltern niemals spüren. Er verehrte und liebte seine Eltern sehr. Obwohl er wusste, dass er „nur“ adoptiert war. Beide hatten es ihm irgendwann gesagt, dass sie ihn adoptiert hatten und ihm auch die Geschichte erzählt, wie Fabienne ihn auf dem Friedhof gefunden hatte.
Fabienne und Randir waren für ihn die einzigen Eltern, die er je hatte und haben würde. Das stand für Sephiroth fest.
Seine leibliche Mutter konnte Sephiroth niemals kennen lernen, denn sie hatte sich irgendwann das Leben genommen.
Immer wieder hatte sie Fabienne gesehen, wenn sie mit Sephiroth auf den Friedhof ging. Es freute sie zu sehen, dass es ihrem kleinen Sohn gut ging. Die unbekannte Mutter bekam auch noch mit wie Sephiroth laufen lernte. Und sie sah, wie niedlich und hübsch ihr kleiner Sohn war. Sie ertrug es jedoch nicht mehr länger …es tat ihr zu weh, dass sie sich nicht selbst um den Kleinen kümmern konnte und setzte ihrem Leben irgendwann ein Ende…
*-*-*
Sephiroth hatte die modernsten, teuersten und besten Sachen überhaupt. In der Schule gehörten nur ausgewählte Mitschüler zu seinen Freunden. Selbstverständlich war er der Anführer der Clique, die ER gegründet hatte.
Seine schulischen Leistungen waren exzellent, so dass er ab und an Nachhilfe gab …allerdings nur dann wenn es IHM gerade passte.
Es war mal wieder ein ganz normaler Schultag …Gedränge auf den Fluren und Chaos in den Klassenzimmern. Sephiroth unterhielt sich noch etwas mit seinen Leuten aus der Clique, als ihn plötzlich ein Schüler der zwölften Klasse, anrempelte.
„Entschuldigung.”, sprach der Schüler gehetzt und lief weiter, das heißt …er wollte weiterlaufen…
„MOMENT MAL!”, rief Sephiroth diesem Schüler nach.
Er schnappte sich diesen Mistkerl, wie er ihn nannte, blitzschnell und hielt ihn am Arm fest.
„Pass mal auf du kleine miese Ratte. Du kannst mich hier nicht anrempeln und dich NUR entschuldigen. Was glaubst du eigentlich wer du bist und wen du vor dir hast?”, giftete Sephiroth den Kerl, vor sich, an.
Der jedoch grinste nur und ließ sich von dem Anderen nicht einschüchtern.
„Ooch… das tut mir aber leid, Kleiner. Hab ich dir etwa weh getan?! Du bist doch der kleine verwöhnte Streber. Von dir hört man ja so einiges, in der ganzen Schule. Du bist Sephiroth, nicht wahr. Dich erkennt man doch sofort an deinen langen silbernen Haaren. Geh nach Hause zu deiner Mami und lass dir mal eine ordentliche Frisur verpassen, kleiner Sephiroth, der du noch nicht einmal ein Mann bist.”, lachte der andere ihn aus, befreite sich aus dem Griff des Silberhaarigen und ging weiter seines Weges.
Sephiroth war wütend und schwor Rache und seine Jungs stimmten ihm selbstverständlich zu. Sie hielten allesamt zu ihm und während der nächsten Pausen planten sie das weitere Vorgehen.
In einer der großen Pausen saßen die Vier mal wieder auf ihrem Platz, an einem Baum, auf dem Schulhof.
„Hey Seph, wie wäre es, wenn wir Damien, so heißt der Kerl, der dich angerempelt hat, nach der Schule auflauern und ihm ordentlich eins auf die Fresse hauen.”, schlug Zack vor.
Doch Sephiroth war mit seinen Gedanken ganz woanders. Er wollte es diesen Kerl allein heimzahlen. Er wollte ihn …erledigen …für immer …vernichten …eliminieren. Obgleich es nur ein Versehen war, ging es für Sephiroth um die Ehre …dieser Kerl …hatte seine Ehre verletzt …ihn gekränkt und beleidigt.
Das konnte Sephiroth auf gar keinen Fall auf sich sitzen lassen.
„Seph?”, fragte Zack und stupste seinen Kumpel leicht an.
„Äh …ja …was ist denn?”, fragte Sephiroth, aus seinen Gedanken gerissen.
„Hast du mir eben zugehört?”, fragte Zack leicht grinsend.
„Nein, entschuldige, bitte.”, erwiderte Sephiroth: „Was sagtest du denn?”
Zack erzählte ihm alles noch einmal, doch Sephiroth winkte nur ab.
„Nein, ich werde mir Damien allein vornehmen und ich werde ihn …vernichten, verlasst euch drauf. Und wehe es mischt sich einer von euch ein…”, drohte Sephiroth und sah seine Freunde, mit drohenden Blicken und leicht erhobener Faust, an.
Seine Freunde sahen ihn an und nickten: „Schon okay.”, sprach Genesis.
„Hast du denn schon einen Plan wie du das bewerkstelligen willst?”, wollte Angeal wissen.
„Ja, natürlich …aber das ist und bleibt mein Geheimnis…”, antwortete Sephiroth, leise… drohend…
*-*-*
Die Schule war vorbei und die Freunde gingen, jeder für sich, nach Hause. Sephiroth lief ziemlich nachdenklich die Straße entlang. Ihn beschäftigte die Sache mit Damien noch immer und er legte sich schon mal einen Plan zurecht.
„Na, wenn das mal nicht der kleine Streber, Sephiroth, ist.”, sprach es, nachdem Sephiroth gegen etwas gelaufen war, weil er nicht hingesehen und aufgepasst hatte.
Er sah hoch und sah jemanden vor sich stehen …genau den, …den er abgrundtief hasste …den er vernichten wollte …Damien!
„Gib den Weg frei, Damien, oder du wirst den Tag verfluchen an dem du geboren wurdest, das schwöre ich dir!”, warnte Sephiroth Damien und sah ihn bedrohlich an, während der Wind mit seinen langen silbernen Haaren spielte.
„Ooch… wie süß, sollte das jetzt eine Drohung werden, Kleiner?”, grinste Damien und sah sich Sephiroth etwas genauer an.
Grinsend betrachtete er den Anderen, dachte sich aber seinen Teil.
„Ich gebe mich nicht mit Abschaum ab.”, wand sich Sephiroth ab.
Sephiroth ging in die entgegengesetzte Richtung, denn er konnte auch in der anderen Richtung zum Anwesen seiner Eltern gelangen. Mit Damien würde und wollte er sich später befassen, wenn die Zeit reif war.
Doch wenn Sephiroth nun dachte, dass er Damien damit abgehängt hätte …weit gefehlt. Damien ging ihm nach. Über Sephiroths Drohungen stand Damien drüber, so was war er gewohnt. Sanft packte Damien Sephiroth am Arm und drehte ihn zu sich um.
„Was ist los, Sephiroth? Vorhin hast mir noch Rache geschworen und eben hast du mir sogar gedroht. Du hast es dir doch nicht etwa anders überlegt, mein kleiner Streber …oder…?!”, sprach Damien provozierend zu Sephiroth.
„Erst mal …nenn mich nicht „mein” kleiner Streber, denn das bin ich nicht, und zum anderen …lass mich sofort los…”, erwiderte Sephiroth, mit der Freundlichkeit einer ausgewachsenen Königskobra und… in seiner Stimme lag Kälte …eisige Kälte.
Seine Augen strahlten ebenfalls eine Kälte aus …die selbst die Hölle gefrieren lassen würde.
„Nein, ich lasse dich nicht los, Sephiroth. Was ist los …hm? Ist es dir unangenehm, wenn ich dich berühre?”, wollte Damien provozierend wissen.
Ja, es war Sephiroth sehr unangenehm, wenn man ihn berührte. Selbst seine Freunde hielten mehr oder weniger Abstand zu ihm, sie wussten, dass Sephiroth es nicht mochte. Also ließen sie es bleiben, wenn es irgendwie ging. Die einzigen die ihn berühren durften waren seine Eltern. Warum das so war wusste Sephiroth selbst nicht.
Scheinbar gelassen stand Sephiroth da und blickte Damien, mit seinen, kalten Augen, die zu kleinen Sehschlitzen verengt waren, an.
„So, du wirst mich also nicht loslassen, dann werde ich dir wohl eine Lektion erteilen müssen…”, flüsterte Sephiroth mit drohend ruhiger Stimme und glich einer Kobra …kurz vor dem Angriff.
Dann, und so als hätte man etwas verpasst, beförderte Sephiroth Damien auf den Boden der Tatsachen zurück. Mit einem schnellen und sehr geschickten Griff hatte er ihn zu Boden geschleudert, wo Damien vorläufig, sehr verblüfft und etwas geschockt, liegen blieb. Das hatte Damien nun doch nicht erwartet. Dann war Sephiroth womöglich doch nicht das Muttersöhnchen und …der Streber, für den er ihn hielt.
Schließlich trat Sephiroth mit seinem rechten Fuß nach Damien und stellte diesen auf Damiens Brustkorb drauf. Dann sprach er triumphierend:
„Lass dir eines gesagt sein: Ich mag es nicht, wenn man mich berührt …das dürfen nur meine Eltern. Und noch etwas, ich bin weder ein Feigling …noch ein Streber …ich …bin ein Perfektionist. Was ich tue werden niemals halbe Sachen sein. Irgendwann mache ich dich fertig, sei dir dessen bewusst. Und Damien …wage es nie wieder …mir zu nahe zu kommen, klar!”, dann nahm Sephiroth seinen Fuß von Damien runter, lächelte böse und hinterhältig, dann ging er nach Hause…
Damien stand schnell auf und sah Sephiroth nach. Er war tatsächlich nicht der, für den Damien ihn gehalten hatte. Sephiroth hatte sehr viel mehr zu bieten …als das was er für gewöhnlich zu zeigen bereit war. Er war doch sehr viel stärker, als es den Anschein hatte. Doch sah man es ihm keineswegs an.
Langsam begann Damien Sephiroth ehrlich zu bewundern. Von nun an würde er ihn in Ruhe lassen …nun …er nahm es sich zumindest vor, zudem war diese kleine Lektion von Sephiroth Damien eine Lehre. Noch einmal würde er sich sicher nicht mit ihn anlegen. Und doch hatte dieser Bengel etwas an sich, das… Moment mal, was dachte er da eigentlich?!
Nachdem Sephiroth zu Hause angekommen war wurde er, wie immer, sehr herzlich von seiner Mutter Fabienne begrüßt.
„Sephi, mein Engel. Da bist du ja wieder. Na du, wie war dein Tag? Das Essen ist gleich fertig, Schatz.”, wobei sie ihn liebevoll umarmte und ihm einen Kuss auf die Wange gab.
Ihm gefiel es nicht besonders, doch er ließ es, seiner Mutter zu Liebe, zu. Allerdings rollte er mit den Augen und blickte nach oben. Natürlich wusste Fabienne, dass es ihrem Sohnemann nicht gefiel, wenn sie ihn auf die Wange küsste. Aber sie konnte es nicht lassen… zu sehr liebte sie ihren Sohn.
„Mein Tag war ganz okay, danke.”, antwortete Sephiroth grinsend und sprach dann weiter: „Mum, ich wäre gern ein wenig allein, okay. Essen kann ich doch auch später noch.”
„Ist okay, mein Schatz. Ich lasse dich in Ruhe.”, respektierte Fabienne den Wunsch ihres Sohnes.
Sephiroth ging hinauf in sein Zimmer, schloss die Tür und setzte sich an seinen Schreibtisch, der genau vor seinem Fenster stand. Nachdenklich sah er hinaus. Dann erblickte er …Damien! Was suchte der denn hier? Der war ihm doch wohl nicht etwa gefolgt!? Wohnte der nicht in einem ganz anderen Stadtteil? Aber vielleicht wohnte auch einer seiner Freunde hier in der Nähe.
Warum hatte er ihn dann aber hier niemals gesehen? Fragen über Fragen gingen Sephiroth durch den Kopf, doch für jede gefundene Antwort, stellte sich gleich eine andere Frage.
War das eben etwa ein Läuten …nicht dass …nein… Doch zum Nachdenken war es jetzt zu spät…
„Sephiroth?”, rief seine Mutter von unten hinauf. „Kommst du mal bitte runter?”, bat sie ihn.
Sephiroth ging an seine Tür öffnete sie einen Spalt breit und rief hinab.
„Was ist denn los, Mum?”
„Hier möchte dich jemand sprechen, soll ich ihn zu dir hinauf schicken?”, fragte Fabienne weiter.
„Nein, Mum, ich sagte dir doch vorhin schon, dass ich meine Ruhe möchte.”, lehnte Sephiroth die Frage, konsequent, ab.
„Schon gut, Sephi.”, willigte seine Mutter ein, dann war es erst mal still.
„Es tut mit leid, Damien, aber wenn Sephiroth seine Ruhe möchte, dann akzeptiere ich das. Bitte, kommen sie ein anderes Mal wieder.”, bat Fabienne und wollte Damien gerade zur Tür begleiten, als dieser sagte:
„Wissen sie was, ich glaube ihr Sohn ist ein kleines verwöhntes und verzogenes Muttersöhnchen, das sollte ihm wirklich mal jemand sagen und es ihm austreiben.”, mit diesen Worten ging er, ohne noch etwas zu sagen, an Fabienne vorbei und die Treppe hoch.
Dann öffnete er die Tür zu Sephiroths Zimmer, ohne vorher angeklopft zu haben. Er hatte schließlich sehen können, wo sich Sephiroths Zimmer befand, als dieser die Türe ein wenig geöffnet hatte.
Damien fand Sephiroth auf einem weichen Sofa vor, wo er sich auszuruhen schien.
„So, so, der Kleine ruht sich aus und lässt sich verwöhnen. Steh auf, Sephiroth!”, sprach Damien laut und stellte sich neben das Sofa.
Sephiroth aber drehte sich weg: „Lass mich in Ruhe. Und verschwinde endlich. Was zum …”, Sephiroth stand auf und stellte sich genau vor Damien hin.
Dann fragte er: „Was, zum Teufel noch mal, willst du von mir?!” und sah Damien böse an.
„Das fragst du mich nicht wirklich, oder?! Ich will, dass du mal von deinem Sofa runter kommst, dich bewegst und dich nicht dauernd bedienen lässt. Was glaubst DU eigentlich wer du bist? Du bist kein …Prinz …nur ein verwöhnter kleiner Bengel! Man sollte dich mal ordentlich übers Knie legen!”, sprach Damien etwas lauter werdend, wobei er Sephiroth abermals unbemerkt musterte.
Dann jedoch war es schlagartig vorbei, denn Fabienne betrat das Zimmer und wütete, wie eine Furie.:
„Sie verschwinden sofort aus dem Zimmer meines Sohnes, oder ich werde die Polizei rufen und sie hinauswerfen lassen! Was erlauben sie sich eigentlich, so mit meinem Sohn zu reden?! Raus hier, sonst vergesse ich mich!”
Grinsend trat Damien den Rückzug an.

„Schon gut, ich gehe, aber Sephiroth …wir sehen uns wieder …verlass dich drauf.”, damit zwinkerte er Sephiroth zu und verschwand durch die Tür, verfolgt von Fabienne.
Fabienne wütete immer noch und gab nun genau acht, dass Damien nicht noch einen Trick versuchte. Sie gab erst auf, als Damien das Haus durch die Tür verlassen und sie die Tür von innen verschlossen hatte.
Schließlich ging Fabienne noch einmal in das Zimmer ihres Sohnes, klopfte an und betrat das Zimmer anschließend. Langsam ging sie auf Sephiroth zu, der noch immer neben dem Sofa stand und an die Wand vor sich starrte.
„Hey, mein Kleiner, was ist denn los?”, fragte Fabienne und nahm ihren Sohn sanft in die Arme.
Sephiroth schmiegte sich an seine Mutter an und fragte sie flüsternd:
„Mum, bin ich wirklich so schlimm? Und warum hast du noch nie so mit mir gesprochen, oder Dad? Was habe ich denn falsch gemacht?”
Fabienne streichelte Sephiroth zärtlich.
„Mein Kleiner, ich hatte nie Grund dazu, so mit dir zu reden, auch dein Vater hatte nie Grund solche Worte an dich zu richten. Und du hast nichts falsch gemacht, mein Sohn. Du bist das Beste was uns passieren konnte und das bleibst du auch. Du bist nie schlimm gewesen, lass dir so etwas nicht einreden. Wir lieben dich.”
„Danke Mum. Ich liebe euch auch.”, flüsterte Sephiroth und war wirklich froh solche Eltern zu haben…
Auf dem Weg nach Hause tat es Damien schon wieder leid, was er zu Sephiroth gesagt hatte. Denn er mochte den Kleinen echt gern …diese Ausstrahlung …diese langen silbernen Haare …diese schlanke Gestalt …ihn zu verführen …ein Traum…
In seinen Gedanken schien es sich wirklich nur noch um Sephiroth zu drehen.
Jedoch wusste Damien auch, dass es nicht leicht werden würde, Sephiroth die Gefühle zu gestehen, die er für ihn empfand. Er würde es sicher nicht verstehen, vielleicht würde er davonlaufen, oder ihn beschimpfen …egal. Es würde gewiss ein hartes Stück Arbeit werden, aber er musste versuchen Sephiroth für sich zu gewinnen.
Ihn zu erobern …beinahe eine Lebensaufgabe…
*-*-*
Sephiroth hatte sich derweil wieder auf das weiche Sofa gelegt und blickte nachdenklich an die Decke. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass er etwas ändern musste. Oder waren etwa schon Veränderungen im Anmarsch? Er spürte förmlich, dass in nächster Zeit etwas auf ihn zukommen würde. Nur was?
Nun, das würde sich sehr bald zeigen…
Der Rest des Tages verlief weitgehend langweilig, bis auf ein langes Telefonat, dass Sephiroth mit Genesis führte.
„Sag mal, was ist denn nun mit Damien? Wollen wir uns den nicht doch besser gemeinsam vornehmen? Ich glaub, mit dem Typen stimmt was nicht. Der ist mir vorhin übern Weg gelaufen und sprach mich an. Du, der wollte doch tatsächlich wissen, ob du eine Freundin oder einen Freund hast. Man, der wollte mich voll über dich ausquetschen. Ich hab ihm natürlich keinerlei Auskunft gegeben. Warum sollte ich auch? Du sag mal, der ist doch in deine Richtung gelaufen, hat der dich besucht?”, fragte Genesis.
„Ist doch egal, ich will gar nicht darüber reden.”, erwiderte Sephiroth leise und klang eher …ein wenig betrübt.
„Was ist denn los, Seph? Kann ich dir irgendwie helfen, soll ich vorbeikommen?”, fragte Genesis sorgenvoll.
„Nein, lass nur, ich, …ich sagte doch schon, dass ich nicht drüber reden will, ich mag …ich will jetzt auch niemanden sehen.”, erwiderte Sephiroth genervt.
„Seph, jetzt mache ich mir aber wirklich Sorgen um dich. Was ist los mit dir? Hat Damien dir was angetan?”
„Nein, hat er nicht. Wir sehen uns morgen. Bye!”, erwiderte Sephiroth nur noch, dann schaltete er das Telefon ab.
Schließlich stand er von dem Sofa auf, zog sich etwas anderes an und verließ sein Zimmer.
„Mum, ich geh noch mal raus. Ich bin bald wieder zurück. Ach ja, und was ich sagen wollte: Meine Hausaufgaben hab ich schon erledigt.”, sprach Sephiroth zu Fabienne und verließ anschließend das Haus.
„Ist okay, mein Schatz. Pass auf dich auf!”, rief Fabienne Sephiroth noch nach, doch da war er schon weg.
*-*-*
Es dämmerte bereits und die Straßenlaternen begannen langsam zu ihr Licht abzugeben.
Sephiroth lief, langsamen Schrittes, die Straßen entlang. Immer noch vollkommen in Gedanken versunken achtete er auf rein gar nichts, was um ihn herum passierte. Er lief auf eine stark befahrende Straße zu und überquerte diese, ohne aufzupassen. Quietschend bremsten einige Autos, was einige Male beinahe schief gegangen wäre.
Dann jedoch kam ein großer LKW angefahren und hätte Sephiroth beinahe überrollt, wenn Damien ihn nicht rechtzeitig gerettet hätte. Schnell packte Damien Sephiroth und brachte ihn, auf dem Gehsteig, in Sicherheit. Er stellte Sephiroth vor sich hin, packte ihn kräftig an den Schultern und schüttelte ihn sacht. Ihm war es jetzt auch herzlich egal, ob der Bengel es nun mochte angefasst zu werden oder nicht.
„Sephiroth! Willst du dich umbringen, oder was?! Was ist los mit dir?!”, fragte Damien Sephiroth sehr aufgebracht, der ihn dann seinerseits nur fragend ansah.
„Sephiroth? Hey, Kleiner, was ist los mit dir …hm? Bedrückt dich etwas, kann ich dir helfen?”, wollte Damien wissen und beruhigte sich langsam wieder.
Langsam kehrte auch Sephiroth, aus seinen Gedanken wieder in die Realität zurück, sah Damien an und sah auch, dass Damien ihn an den Schultern gepackt hatte. Mit eisigen Blicken sah er Damien an und flüsterte drohend:
„Lass mich sofort los, oder du wirst es bitter bereuen, das schwöre ich dir!”
Schnell, und weil Damien genau wusste, dass man sich mit Sephiroth besser nicht anlegte, ließ er ihn los.
„Schon gut, schon gut …beruhige dich wieder. Ich habe dir das Leben gerettet, meinst du nicht, dass du dich dafür wenigstens bedanken könntest?”
„Nein, das meine ich nicht! Bye!”, mit diesen Worten drehte Sephiroth Damien den Rücken zu und war im Begriff zu gehen, ohne auch nur noch ein Wort gesagt oder sich wenigstens bedankt zu haben.
„Moment mal …hier geblieben, Kleiner! Du kannst nicht einfach abhauen, wenn ich mit dir rede.”, rief Damien Sephiroth nach und stellte sich ihm in den Weg.
„Lass mich sofort vorbei!”, sprach Sephiroth mit normaler Stimme, die jedoch völlig ausdruckslos klang.
„Nein, Sephiroth, ich lasse dich jetzt nicht vorbei. Bitte, ich möchte mit dir reden und …also, ich muss dir etwas wichtiges sagen.”, antwortete Damien und sah Sephiroth direkt in die Augen.
Doch, hielt er dessen kalten Blick nicht lange stand und wand seinen Blick wieder leicht von Sephiroth ab.
Sephiroth sah Damien unvermindert weiter mit seinem kalten, starren Blick, von oben herab, an.
„Ich, will aber nicht mit dir reden. Und jetzt lass mich vorbei, oder du kannst was erleben…”
„Sephiroth bitte, lass mich doch erst mal ausreden.”, bat Damien und in seinem Blick lag Sehnsucht, …Sehnsucht nach ….
„Ich will deine Worte …aber nicht hören und es ist mir auch herzlich egal, was du mir zu sagen hast. Im Übrigen hast du mir gar nichts zu sagen.”, sprach Sephiroth wieder mit der Freundlichkeit einer ausgewachsenen Kobra.
„Oh doch, du wirst dir jetzt meine Worte anhören müssen. Denn…. ich habe mich in dich verliebt, Sephiroth.”, gestand Damien, leise.
„Wie bitte?! Ich glaub, ich hör nicht richtig! Du hast dich in mich verknallt?! Das ist doch wohl nicht dein Ernst! Und nun pass mal auf: Ich …liebe dich aber nicht, klar!? Ich werde dich niemals lieben …ich hasse dich und nun lass mich endlich zufrieden!”, wütete Sephiroth und war nun schon etwas geschockt.
Dann rannte er, so schnell er konnte, an Damien vorbei …die Straßen entlang …nach Hause…
*-*-*
Damien stand da, sah Sephiroth eine Zeitlang nach und konnte sich ein wirklich breites Grinsen nicht verkneifen, denn mit dieser Reaktion hatte er jetzt schon gerechnet. Von nun an begann seine Jagd auf Sephiroth und nach der gemeinsamen Liebe, die Sephiroth bislang leider noch ablehnte. Kein Wunder, er war ja auch erst sechzehn Jahre alt.
Was Liebe ist wusste er vermutlich nicht einmal …die einzige Liebe die er wahrscheinlich kannte, war die Liebe, die er von seinen Eltern bekam und für sie fühlte. Nun, Damien würde ihm schon zeigen …was es heißt jemanden zu lieben oder verliebt zu sein. Zumindest wusste Sephiroth jetzt Bescheid, das sollte, fürs erste, genügen.
Völlig fertig kam Sephiroth auf dem Anwesen seiner Eltern an, betrat das Haus und rannte hinauf in sein Zimmer. Krachend fiel die Tür ins Schloss und Sephiroth ließ sich auf sein Bett fallen.
„Verdammt!”; fluchte Sephiroth und kämpfte gegen die Tränen an.
”Was bildet sich Damien eigentlich ein? Er kann mich nicht lieben, wenn ich ihn doch so sehr hasse. Außerdem geht doch so was nicht …ein Mann kann doch keinen Mann lieben…”, sprach Sephiroth laut der Decke entgegen.
Sein Vater Randir bekam sein kleines Selbstgespräch mit und betrat das Zimmer. Er ging langsam zum Bett seines Sohnes und setzte sich zu ihm. Sacht legte er seine Hand auf die Hand seines Sohnes.
„Mein Sohn, jetzt höre mir bitte zu. Ich hab dein kleines „Gespräch“ von eben mitbekommen und ich möchte dir etwas sagen: Es ist vollkommen okay, wenn ein Mann einen anderen Mann liebt oder sich in einen anderen Mann verliebt.”, erklärte Randir seinem Sohn sehr sachlich.
„Aber das kann doch nicht sein. W …weil …also ich liebe ihn aber nicht …ich hasse ihn sogar…”, erwiderte Sephiroth.
„Dann solltest du es demjenigen sagen, damit er sich keine falschen Hoffnungen macht, verstehst du?”
„Ja, aber, ich habe es ihm gesagt und er hat nur gelächelt. Ich glaub, der nimmt mich nicht ernst.”
„Dann werde ich dir beistehen, wenn du willst.”
„Ach Dad….”, begann Sephiroth zu weinen, erhob sich und umarmte seinen Vater.
Er schmiegte sich an dessen Schulter an und weinte sich nun aus, während Randir seinem Sohn den Rücken streichelte.
„Schhh… ist schon gut, Sephi. Ich bin ja da. Ist es denn so schlimm? Oder steckt da doch mehr dahinter, als du zugeben willst …hm?”, versuchte Randir seinen Sohn ein wenig zu beruhigen, konnte es sich aber nicht verkneifen ihn ein wenig zu provozieren.
Sephiroth ließ seinen Vater los und entfernte sich ein wenig von ihm, dann antwortete er empört:
„Dad, w-was denkst du von mir? Da gibt es nichts weiter und es ist auch nicht schlimm. Ich brauche auch nichts zuzugeben …weil… da einfach nichts ist.”
„Ich verstehe, aber solltest du Hilfe brauchen oder einen Rat, dann weißt du, kannst du immer auf uns zählen.”, mit diesen Worten stand Randir auf, strich seinen Sohn noch einmal über den Kopf und verließ anschließend das Zimmer.
Sogleich stand Sephiroth auf und verschloss die Tür. Anschließend legte er sich bäuchlings wieder auf sein Bett und weinte. Warum er weinte wusste er jetzt selber nicht, es war eben einfach so. Und doch machte er sich so seine Gedanken:
Tze …ich und jemanden lieben und dann auch noch Damien …ausgerechnet …meinen Erzfeind. Niemals! Eher wird der Mond runter fallen, als dass ich mich diesem …diesem Möchte-gern-Helden zum Fraß vorwerfen würde. Vielleicht sollte ich mich tatsächlich …aber nein…
Schnell schob er diese Gedanken wieder von sich weg. Er würde sich ganz einfach so verhalten wie sonst auch, basta. Und an Damien musste er ja nicht denken, auch wenn der ihm zwangsläufig in der Schule begegnen würde, was er ja nicht verhindern konnte. Er konnte ihn ja dann einfach ignorieren. Aber was sollte er tun, wenn ….ja, wenn Damien ihn nicht in Ruhe ließ und ihm weiter auf den Wecker ging? Weshalb nannte er ihn eigentlich beim Namen? DER war doch eh nur ein hirnloser Idiot.
*-*-*
Am nächsten Morgen, als Genesis, Angeal und Zack ihren Freund Sephiroth von Zuhause abholen wollten, hatte Sephiroth das erste Mal, in seinem Leben, wirklich verschlafen.
Randir und Fabienne waren arbeiten und bislang hatte auch immer alles sehr gut geklappt, nur heute hatte er den Wecker entweder nicht gehört oder er hatte ihn nicht hören wollen.
Zack läutete an der Haustür …einmal, zweimal …dreimal …schließlich ging Sephiroth nach unten, zur Haustür und öffnete diese. Halbnackt, nur mit einer Boxershorts bekleidet, so stand er vor seinen Freunden, die ihn dann auch noch ein bisschen komisch ansahen, weil …so halbnackt hatten ihn seine Freunde noch nie gesehen.
„Was gibt es denn so wichtiges, dass ihr mich aus dem Bett klingeln müsst.”, fragte Sephiroth noch sehr verschlafen.
„Ja, wir wünschen dir auch einen guten Morgen, du Schlafmütze. Hallo?! Wir haben Schule, Seph!”, erwiderte Genesis.
„Ähm… Ja, kommt erst mal rein. Ich mach mich gleich fertig. Dann ging er in die Küche kochte sich einen Kaffee, setzte sich an den Tisch und ließ sich erst mal das üppige Frühstück schmecken, das ihm seine Mutter hingestellt hatte, so wie sie es immer tat.
Nachdem Sephiroth in aller Ruhe seinen Kaffee ausgetrunken und endlich zuende gefrühstückt hatte, setzte er sich endlich in Bewegung, ging ins Bad und duschte ausgiebig. Anschließend kleidete er sich an, dann stylte er noch seine Haare und lief dann wieder hinab, um mit seinen Freunden in die Schule zu gehen.
„Man, ich hab heute echt null Bock auf den ganzen Kram. Vor allem wenn ich daran denke, dass …”, Sephiroth sprach nicht weiter, sondern schluckte den Rest des Satzes runter.
Genesis wollte den Rest aber doch hören und fragte seinen Freund: „Wenn du woran denkst …dass was…?”
„Ach nichts, vergiss es einfach, okay.”, erwiderte Sephiroth genervt und schwieg sich aus.
Die vier Jungs waren beinahe an der Schule angekommen, da fragte ihn Zack: „Es hat nicht zufällig was mit …Damien zu tun …oder?”
„WAS??!! NEIN! Lasst mich doch mal in Ruhe, mit dem Scheiß, man!”, regte sich Sephiroth künstlich auf, rannte davon und ließ seine Freunde einfach stehen.
Die drei Freunde grinsten nur und nickten einander zu. Dann sprach Angeal:
„Ich denke, wir sollten ihm folgen. Das hat ganz sicher was mit Damien zu tun. Wenn da nicht mehr im Spiel ist außer …Hass… dann weiß ich auch nicht was mit ihm sonst los sein könnte. Denn, ehrlich gesagt, kaufe ich ihm seine Version, von wegen, er hasst Damien, nicht so ganz ab. Habt ihr mal gesehen, wie er den Kopf hält? Sonst trug er seinen Kopf immer stolz nach oben und nun… Er sieht bekümmert aus und wenn ihr mich fragt …unser Freund hat Liebeskummer…”
„Stimmt, das ist mir auch aufgefallen.”, erwiderte Zack: „Warum sonst wollte er nicht, dass wir gemeinsam Damien zu Leibe rücken?”
„Ja, jetzt verstehe ich auch, warum er am Telefon mit mir nicht über Damien reden wollte und stattdessen aufgelegt hat.”, entgegnete Genesis.
„Kommt, wir sollten Seph folgen. Nicht, dass er noch Dummheiten macht.”, schlug Zack vor, die anderen nickten nur und ließen die Schule für heute mal sausen.
Sephiroth war den Freunden jetzt einfach wichtiger…
Aber auch Damien machte sich so seine Gedanken, wo die Clique denn heute war, die von Sephiroth angeführt wurde. Denen war doch wohl nicht etwa was passiert? So konnte auch Damien nicht anders, verließ das Schulgelände und machte sich auf den Weg zum Anwesen der Lymands.
Sephiroth war nach Hause gerannt, hatte in einer Windeseile das Haus betreten, war hoch in sein Zimmer geflitzt und hatte dieses zudem verschlossen.
Niemand …wirklich niemand sollte ihn jetzt stören.
Er setzte sich auf das Sofa und ließ seinen Oberkörper nach vorn sinken. Sich auf seine Oberschenkel, mit den Unterarmen, abstützend, ließ er den Kopf hängen und seufzte.
Warum konnten DIE ihn nicht in Ruhe lassen? Verdammt, er liebte niemanden, außer seine Eltern und sich selbst. Warum begriff das niemand?
Während Sephiroth so am Nachdenken war begann es an der Haustür zu läuten. Wieder und wieder …es nahm einfach kein Ende. Sephiroth stand auf, da ihm das ständige Läuten mächtig auf den Zeiger ging. Er sah heimlich und ohne dass es jemand bemerkte aus dem Fenster und erblickte Zack, Angeal, Genesis und …Damien!
Wie jetzt? Hatten sich seine Freunde etwa mit Damien gegen ihn verbündet? Wenn nicht, warum standen dann alle geschlossen vor seiner Haustür?
Das ärgerte Sephiroth sehr. Doch er dachte vorläufig nicht daran sich auch nur ansatzweise aus seinem Zimmer geschweige aus dem Haus zu bewegen.
Leider würde dieser Zustand nicht sehr lange anhalten, denn schon bald würden seine Eltern heimkommen. Dann sollte er sich wirklich was einfallen lassen. Aber er hatte ja sein Zimmer zum Glück abgeschlossen und er hatte Eltern, die ihn sicher nicht den anderen ausliefern würden…
Damien war, nachdem er das Schulgelände verlassen hatte, auf Zack, Genesis und Angeal getroffen. Zuerst hatten die drei Freunde Damien nur angepöbelt. Aber als Damien sie zur Rede gestellt und ihnen offenbart hatte, dass er Sephiroth liebte, hatten sie ihm doch, wenn auch etwas skeptisch, zugehört.
Denn auch die Drei hatten sich große Sorgen, um ihren besten Freund, gemacht. Gemeinsam waren sie alle dann zum Anwesen der Lymands gegangen.
Als sich jedoch, auch nach mehrmaligem Läuten, niemand zeigte, wurde die Sorge aller noch etwas größer. So setzten sich alle gemeinsam auf die kühlen Steine und warteten ab. Wenn Sephiroth nicht zu Hause war, würde er hier irgendwann vorbei müssen. Und wenn er zu Hause war, dann würden aber sicher bald seine Eltern hier auftauchen. Wenn sie es den Beiden erklärten, würden sie sicher zu Sephiroth vorgelassen werden.
*-*-*
Jedoch sollten die Vier eine ganz andere Erfahrung machen, als sie dachten. Denn als erstes kam Fabienne von der Arbeit nach Hause. Als sie die vier Jugendlichen vor dem Haus sitzen sah, fragte sie vorerst, was sie alle hier zu suchen hätten. Natürlich kannte sie die Freunde ihres Sohnes, doch war sie jetzt nicht in der Stimmung sich mit ihnen zu unterhalten.
Genesis erwiderte daraufhin: „Wir bitten um Entschuldigung, aber wir glauben, dass mit Sephiroth etwas nicht stimmt. Wir machen uns wirklich Sorgen um ihn.”
„Ich …glaube, aber, dass mit meinem Sohn alles in Ordnung ist und ich denke auch, dass ihr jetzt von hier verschwinden solltet. Ganz besonders …sie …junger Mann…”, mit diesen Worten wand sie sich Damien zu.
Sie schloss die Haustür auf und wollte eben hineingehen, als sich Zack erhob und sie höflich fragte.
„Mrs. Lymand, dürfte ich wenigstens mit Sephiroth reden. Bitte, ich mache mir wirklich große Sorgen um ihn und er ist auch heute nicht in der Schule gewesen. Wegen ihm waren auch wir nicht in der Schule, denn er ist davongelaufen. Bitte, lassen sie mich mit ihm reden.”
Fabienne nickte und ließ Zack, mit einer einladenden Handbewegung, eintreten.
Sogleich lief Zack die Stufen, zu Sephiroths Zimmer, hinauf, und klopfte an.
„Lass mich in Ruhe!”, rief Sephiroth aus seinem Zimmer heraus.
„Seph, bitte, ich möchte mit dir reden. Bitte, lass mich zu dir ins Zimmer.”, bat Zack.
„NEIN! Ich sagte, du sollst verschwinden! Ihr seid alles Verräter …habt euch mit diesem Idioten … verbündet!”, regte sich Sephiroth auf.
Zack wollte gerade etwas erwidern, als sich Fabienne einmischte:
„Zack, wenn mein Sohn nicht mit dir reden will, dann braucht er das nicht zu tun.”
„Ja …aber …ich…”, Zack wollte noch etwas erwidern, als ihn Fabienne vom Zimmer ihres Sohnes, mit ein wenig „Überzeugungsarbeit” entfernte.
Sephiroth rieb sich die Hände, lachte leise und gemein auf, als er hörte wie seine Mutter Zack von seiner Tür weg zog und wie der sich zu verteidigen suchte.
Doch, nicht lange und Sephiroth öffnete die Tür und sprach zu seiner Mutter:
„Mum, bitte lass ihn los, ich möchte doch mit ihm reden …ein letztes Mal.”
Fabienne ließ Zack los, der dann sogleich ins Zimmer von Sephiroth lief. Sephiroth schloss die Tür, stellte sich vor Zack hin und sprach dann:
„Was willst du, Zack?”
„Seph, bitte, ich möchte gern mit dir reden, eigentlich wollten die anderen auch mit dir reden, aber du lässt ja niemanden an dich heran. Wir haben unterwegs Damien getroffen und er sagte uns, dass er in dich verliebt ist. Und seine Worte waren ehrlich, bitte, glaub mir.”, antwortete Zack ruhig und gelassen.
„Ja, toll, genau das ist es was ich nicht will. Diese schwule Ratte soll sich jemand anderen suchen, aber nicht mich. Man, ich bin nicht schwul. Wofür hältst du mich?!”, regte sich Sephiroth weiter auf.
„Darf ich dir ganz ehrlich meine Meinung sagen?!”, fragte Zack.
„…nur ein falsches Wort …und du fliegst raus…”, drohte Sephiroth.
„Ganz ehrlich, du empfindest sehr viel mehr für Damien, als du zuzugeben bereit bist. Du kannst oder willst es nicht zulassen. Du bist der Anführer der Clique und der Größte und willst …keine Gefühle zeigen …nicht wahr. Aber selbst wenn du dich ebenfalls in Damien verliebt hättest und mit ihm zusammen kommst, meinst du wirklich, dass wir dich deswegen fallen lassen würden? Mensch Seph, keiner von uns würde dich fallen lassen. Jeder von uns würde weiterhin zu dir stehen.“, erklärte Zack ruhig und fragte seinen Freund: „Wovor fürchtest du dich eigentlich, Seph?”
Sephiroth ging ein Stück rückwärts und setzte sich dann auf sein Bett. Nachdenklich und traurig zugleich ließ er seinen Oberkörper nach vorn sinken…
”Nein, verdammt! Ich will das nicht. Und Angst hab ich auch keine…”
Sephiroth stand wieder auf und lief in seinem Zimmer herum, wie ein Tiger in seinem Käfig. Schließlich lehnte er sich an eine Wand und ließ seufzend den Kopf hängen. Er wusste nicht mehr was er noch denken sollte…
Während Zack und Sephiroth miteinander sprachen, war auch Randir nach Hause gekommen und sah die „Bande” ebenfalls vor dem Haus sitzen. Auch ihm wurde die Lage erklärt und er ließ, gegen den Willen seiner Frau, die Jungs ins Haus ein.

Denn ihm lag etwas daran, dass sie sich alle vertragen. Er führte die Jungs anschließend zum Zimmer seines Sohnes, klopfte an und ließ sie alle in das Zimmer. Er schloss die Tür von Außen und entfernte sich.
Sephiroth sah sie alle in seinem Zimmer stehen und blieb vorerst an der Wand stehen. Wie ein scheues Reh sah er erst seine Freunde, dann …Damien …an.
Ohne, dass es Sephiroth bemerkte gab Zack, Angeal und Genesis ein Zeichen, dann verschwanden die Drei aus dem Zimmer.
Zack schloss leise die Tür und die drei Freunde liefen die Stufen hinab. Randir fing die Drei ab und fragte sie:
„Wie sieht’s aus, möchtet ihr etwas trinken?”
„Sehr gern.”, antworteten die Freunden, wie aus einem Munde.
Randir bot allen einen Platz an und bewirtete sie.
Im Zimmer von Sephiroth spielten sich derweil ganz andere Dinge ab…
Damien stand mitten im Raum, während sich Sephiroth nicht einen Millimeter von der Stelle bewegte.
Schließlich brach Sephiroth sein Schweigen und sprach, beinahe drohend:
„Verschwinde aus meinem Zimmer, Damien…”
„Nein, ich werde mich jetzt nicht von der Stelle bewegen. Warum …weißt du ja bereits. Ich habe mich in dich verliebt, Sephiroth. Warum kannst du es nicht einfach zulassen?”, erwiderte Damien.
„Verdammt, noch mal, hast du vielleicht schon mal daran gedacht, dass ich eventuell nicht so bin, wie du?! Dass ich eventuell nicht schwul sein könnte?! Allein der Gedanke, mit einem Kerl ins Bett zu steigen, widert mich an.”, schrie Sephiroth nun Damien an.
„Schon gut, schon gut, ich gehe. Das war deutlich. Mach’s gut, Sephiroth. Wir sehen uns vielleicht in der Schule.”, dann ging Damien zur Tür, öffnete diese und trat auf den Flur hinaus.
Gerade wollte er die Tür schließen, als er von drinnen noch etwas ganz anderes zu hören bekam…
Sephiroth hatte Damien vorerst nur nachgeschaut, dann legte er sich auf sein Bett und begann bittere Tränen zu vergießen. Er konnte ja nicht ahnen …geschweige denn wissen, dass es Damien noch mitbekam.
Vorsichtig öffnete Damien noch einmal die Tür (bloß gut, dass die Türen hier nicht quietschten oder womöglich knarrten) und sah noch einmal ins Zimmer hinein. Dann sah er Sephiroth weinend auf seinem Bett liegen. Ganz langsam nährte sich Damien Sephiroths Bett, setzte sich neben Sephiroth auf das Bett und streichelte seinen Rücken…
Als Sephiroth bemerkte, dass ihm jemand den Rücken streichelte, drehte er sich ein wenig erschrocken um. Dann setzte er sich schnell auf und sah Damien an.
„Was soll das?!”, fragte Sephiroth mit Tränen in den Augen.
„Sephiroth, warum weinst du jetzt …hm?”, fragte Damien liebevoll.
„Ich weine nicht. Lass mich in Ruhe und verschwinde…”, flüsterte Sephiroth.
„Nein, ich werde jetzt nicht gehen und wenn du dich auf den Kopf stellst. Wir werden jetzt vernünftig miteinander reden.”, blieb Damien nun konsequent.
„Tze …dann rede doch, aber aus mir bekommst du kein Wort mehr raus.”, wurde Sephiroth nun sehr stur.
„Gut, dann rede ich oder noch besser wir schweigen uns an, was hältst du davon?”, erwiderte Damien und sprach dann weiter, da von Sephiroth absolut nichts mehr kam.
„Du hast also nicht geweint. Gut so, das habe ich auch nicht von dir erwartet. Hmm …die Frage ist nur, wo kamen dann die Tränen in deinen Augen her? Findest du das nicht auch ein wenig merkwürdig? Ich mein ein Staubkorn kann es ja kaum gewesen sein, wo hier so gar kein Lüftchen weht. Sephiroth jetzt rede mit mir, oder soll ich dir etwa noch mehr solchen Quatsch erzählen …hm?”, sprach Damien und sah Sephiroth grinsend an.
Sephiroth jedoch drehte sich von Damien weg, er sah keinen Anlass sich mit DEM da zu unterhalten.
„Okay, Sephiroth, du willst also nicht mit mir reden. Gut, dann bleiben wir hier sitzen, bis du mit mir redest und wenn es die ganze Nacht dauern sollte. Ich hab Zeit und ich habe viel Geduld. Ich darf es mir doch derweil etwas gemütlich machen, oder…?”, provozierte Damien Sephiroth und machte es sich auf Sephiroths Bett gemütlich.
Natürlich ärgerte sich Sephiroth über so viel Dreistigkeit. Aber er wollte nicht mit Damien reden, also ließ er sich auf diese Provokation nicht ein. Auch wenn er Damien am Liebsten ordentlich eine rein gehauen hätte…
*-*-*
Langsam bewegte sich Sephiroth, stand von dem Bett auf, und ging zur Tür. Diese öffnete er und verließ das Zimmer mit den Worten:
„Viel Spaß noch auf meinem Bett. Lass es dir gut gehen, solange du noch kannst und die Chance dazu hast.”, dann knallte er die Tür hinter sich zu und lief die Stufen in aller Eile hinab.
„MUM!”, rief Sephiroth seine Mutter.
Sogleich war Fabienne zu ihrem Sohn geeilt und fragte ihn: ”Was ist denn los?”
„Nichts ist los. Ich wollte dir nur sagen, dass ich noch etwas hinaus gehe, ich möchte einfach ein wenig frische Luft schnappen.”, erwiderte Sephiroth und versuchte ruhig zu bleiben.
Fabienne nickte und willigte mit den Worten: „Aber pass gut auf dich auf, Schatz.” ein.
„Das werde ich, Mum.”, antwortete Sephiroth und verließ das Haus und bald auch das Anwesen, so schnell er konnte.
Er drehte sich jedoch noch mal um, betrat noch einmal das Anwesen, schloss die Garage auf, schnappte sich den Schlüssel, denn er wusste genau wo sich dieser befand, setzte sich dann in das Auto seines Vaters, startete und fuhr davon…
Randir hörte, dass jemand sein Auto startete. Er blickte aus dem Fenster und sah Sephiroth mit seinem Auto davonfahren. Sogleich schnappte er sich die Schlüssel seiner Frau, hastete in die Garage, bestieg den Wagen seiner Frau und fuhr seinem Sohn nach.
Irgendwann …Stunden später …war der Tank des Wagens, den Sephiroth fuhr, leer. Und er blieb stehen.
„Mist, verdammter!”, fluchte Sephiroth, stemmte seine Hände gegen das Lenkrad und blieb erst einmal in dem Auto sitzen.
Randir war seinem Sohn gefolgt und stieg aus dem anderen Auto aus, nachdem er hinter seinem Wagen gestoppt hatte und ging auf sein Auto zu. Er öffnete die Beifahrertür und setzte sich in das Auto. Vorerst blickte er zur Frontscheibe, ohne wirklich hinauszusehen und schwieg. Auch Sephiroth schwieg, doch er sah auf den Autoboden.
Nach einer kleinen Weile brach Randir sein Schweigen und fragte ruhig:
„Warum, Sephiroth, warum? Was sollte das? Was ist los mit dir?”, Randir blickte seinen Sohn vorwurfsvoll, aber auch sorgenvoll an und sprach dann weiter:
„Weißt du, Sephi, du warst und bist unser ganzer Stolz. Schon seit wir dich das erste Mal sahen. Warum bereitest du uns nun solchen Kummer? Wir haben dich aufgenommen, adoptiert und wie unseren eigenen Sohn aufgezogen, als wir unseren leiblichen Sohn verloren hatten. Dir fehlte es wirklich an nichts. Weißt du, Sephi, ich dachte wirklich du vertraust uns und wir könnten dir vertrauen. Damals, als du erst drei Tage alt warst und ich dich in meinen Armen hielt, da hatte ich das Gefühl, dass du mich angelächelt hättest. Dieses Lächeln erwärmte mein Herz, so dass ich deiner Mutter zustimmte und wir dich behielten. Und nun …klaust du …aus Dankbarkeit, mein Auto, oder was sollte das werden!? Mensch Junge, dir hätte sonst was passieren können, weißt du das?! Und weißt du auch, wie sehr dich deine Mutter liebt …sie liebt dich mehr noch als sie mich je liebte, aber ich ließ und lasse es zu, weil ich sie ebenfalls sehr liebe. Und dich liebe dich auch. Weißt du, wie weh es deiner Mutter getan hätte, wäre dir etwas passiert? Ich glaube …sie wäre dir gefolgt. Sie liebt dich abgöttisch. Hey, Kleiner, bitte, rede mit mir. Nur so kann ich dir helfen. Und nun frage ich dich: Liebst du diesen jungen Mann? Liebst du Damien? Wenn nicht dann sag es mir ins Gesicht und ich werde dir zur Seite stehen und dir behilflich sein. Aber wenn du nicht mit mir redest und noch dazu weg läufst, kann ich dir nicht helfen.”, Randir hatte seine Rede beendet und sah seinen Sohn, mit ernstem Gesicht, an.
„Dad….”, weinte Sephiroth, fiel seinem Vater um den Hals und weinte sich aus. „Es tut mir leid. Bitte …vergib mir…”, schluchzte Sephiroth, während Randir seinem Sohn sanft den Rücken streichelte. „Schhh… schon gut, ich meine es doch nicht böse.“
Eine Weile blieben die Beiden in dem Auto sitzen, dann fragte Randir seinen Sohn:
„Wie sieht’s aus, gehen wir ein Stück spazieren? Dann können wir uns mal richtig unterhalten …was hältst du davon?”
Sephiroth nickte einwilligend: „Okay, ich bin einverstanden. Danke Dad.”
Beide verließen das Auto, schlossen beide Autos ab und gingen ein wenig spazieren. Dabei unterhielten sie sich sehr lange…
„Dad, ich weiß nicht was ich fühlen soll. Und es war auch nicht richtig als ich sagte, dass ich Damien hassen würde. Aber ich liebe ihn auch noch nicht so …wie er mich wahrscheinlich.”
„Ja, mein Sohn, die Betonung liegt auf „noch”. Was fühlst du denn, wenn er in deiner Nähe ist?”
„Nichts. Gar nichts. Deshalb sag ich ja, ich weiß nicht was ich fühlen soll.”
„Mein Sohn, du bist noch sehr jung, daher ist es kein Wunder, dass du noch nicht wirklich weißt, was du fühlen sollst. Das kann ich gut verstehen. Dann solltest du es Damien auch so sagen und dich nicht stur stellen. Und …weglaufen …ist auch keine Lösung. Ich werde dir den Rücken stärken, Kleiner, wenn du möchtest. Aber du musst mit Damien reden, okay.”
„Okay, Dad. Ich danke dir. Du bist der beste Dad der Welt.”, erwiderte Sephiroth und umarmte seinem Vater.
„Schon gut, Sephi, du weißt, dass ich immer zu dir stehe, ebenso wie deine Mutter. Und nun komm, wir fahren jetzt erst mal tanken, ich schlepp den Wagen ab und dann fahren wir nach Hause und du klärst die Sache mit Damien, okay.”
„So machen wir das.”, willigte Sephiroth ein.
Randir hatte das Auto abgeschleppt und es an der nächsten Tankstelle voll tanken lassen. Anschließend ließ er Sephiroth, ausnahmsweise den Wagen nach Hause fahren, er selbst fuhr das Auto seiner Frau heim.
*-*-*
Nachdem beide auf den Anwesen eingetroffen waren, parkten sie die Autos in der Garage. Randir schloss die Garage ab, dann gingen beide gemeinsam ins Haus. Noch einmal streichelte Randir Sephiroths Rücken.
„Du schaffst das, ich bin bei dir.”, flüsterte Randir noch, dann betraten sie die Küche.
Vorerst schickte Randir die anderen Anwesenden, außer Damien, hinaus. Dann nickte er seinem Sohn zu und setzte sich neben ihn. Dann begann Sephiroth vernünftig zu reden. Er wusste, dass er die Unterstützung seines Vaters sicher hatte:
„Damien, ich habe dir etwas mitzuteilen und bitte höre mir einen Augenblick zu.”, begann Sephiroth seine Rede, während Damien ihn ansah und nickte, dann sprach Sephiroth ruhig weiter:
„Erst mal möchte ich dir vorweg sagen, dass ich dich nicht hasse …aber …ich liebe dich auch nicht. Ich fühle eigentlich gar nichts für dich. Noch nicht, ich mein …also ich…”, weiter kam Sephiroth nicht, da mischte sich liebevoll Randir ein.
„Schon gut, Sephi, ich helfe dir.”, sprach Randir ruhig und wand sich ebenfalls an Damien:
„Damien, wie du sicher weißt ist mein Sohn erst sechzehn und auch schon sechzehn, aber er kann noch nicht so die Gefühle zeigen und damit auch noch nicht so umgehen, wie du vielleicht. Ich schlage daher vor, dass ihr euch vielleicht öfter treffen könntet und eventuell baut sich ja zwischen euch eine Freundschaft auf. Denn auch aus Freundschaften ist schon sehr oft die große Liebe geworden.”, erklärte Randir und zwinkerte beiden zu.
„Das verstehe ich gut, Mr. Lymand.”, erwiderte Damien ein wenig lächelnd.
Nickend willigte auch Sephiroth ein und sprach: „Ich bin auch damit einverstanden. Also, Frieden?”, mit diesen Worten stand Sephiroth auf und reichte Damien die Hand.
„Frieden.”, erwiderte Damien freundlich und reichte Sephiroth ebenfalls die Hand.
Genau in diesem Moment kam Zack in die Küche und fragte erstaunt: „Haben wir jetzt ein neues Mitglied in der Clique?”
Sephiroth, Randir und auch Damien blickten gleichzeitig zu Zack, dann erwiderte Randir, seinen Sohn anblickend: „Hey, Seph, das ist doch eine sehr gute Idee, warum eigentlich nicht.”
Sephiroth sah erst seinen Vater an, dann blickte er zu Damien und schließlich zu Zack.
Beinahe unmerklich schüttelte Sephiroth den Kopf. Er wollte nicht, dass Damien Mitglied in seiner Clique wurde und schwieg deshalb.
„Sephi? Was ist los?”, wollte Randir nun wissen.
„Nichts …ich will es eigentlich nicht, …dass …na ja, dass Damien jetzt schon Mitglied in meiner Clique wird.”, sträubte sich Sephiroth entschlossen, während Zack in der Tür stand, sich aber schon bald dazu setzte.
„Darf ich fragen, warum nicht?”, fragte Randir geduldig.
„Weiß ich nicht. Ist doch auch egal. Ich will es eben nicht.”, begann Sephiroth nun doch wieder herum zu Zicken.
„Das ist keine Antwort, Sephi. Ich möchte von dir wissen, warum du nicht willst, dass Damien in deine Clique aufgenommen wird? Ich mein, eben hast du Damien noch die Hand gereicht und Frieden mit ihm geschlossen. Also, was soll das jetzt?”
„Man, Scheiße, lasst mich doch alle in Ruhe!”, motzte Sephiroth und lief genervt davon.
Oben in seinem Zimmer wollte er eben die Tür von innen verschließen, als sich jemand von außen dagegen stemmte.
„Nein, Sephiroth. Du wirst jetzt nicht schon wieder weglaufen.”, sprach Damien, schloss die Tür hinter sich und blieb genau dort stehen, damit ihm der Kleine nicht wieder entwischen konnte.
Stur und bockig, wie ein kleines Kind stand Sephiroth, mit verschränkten Armen, mitten im Raum.
„Was soll das? Was willst du noch von mir?! Reicht es nicht schon, dass ich dir den „Frieden” angeboten habe?! Musst du nun auch noch in meine Clique wollen?! Und nun lass mich hier raus, oder noch besser, verschwinde sofort aus meinem Zimmer!”, sprach Sephiroth wütend, aber doch mit ruhiger Stimme.
„Sephiroth, jetzt höre mir bitte einen Moment zu. Du weißt, ich liebe dich, aber ich würde mich, dir zuliebe, auch auf eine Freundschaft einlassen, wenn du es zulassen würdest. Außerdem bin ich es nicht gewesen, der den Vorschlag mit dem neuen Mitglied in deiner Clique hatte, oder!? Ich wäre schon mit deiner Freundschaft zufrieden und ich will auch nicht unbedingt in deine Clique. Wovor hast du nur solche Angst, Sephiroth?”
„Tze, ich habe vor gar nichts Angst. Wovor sollte ich mich denn auch fürchten?”, erwiderte Sephiroth arrogant und voller Stolz.
„Na, zum Beispiel, dass dir jemand deine Clique wegnehmen und dir deine Freunde ausspannen könnte und du würdest dann eventuell ganz allein und einsam sein. Vielleicht fürchtest du auch, ich könnte dich von deinem „Anführerposten” stoßen. Oder hast du einfach Angst dich zu verlieben und vor den ganzen Gefühlen, die auf dich zukommen könnten? Vielleicht gibt es da noch ganz andere Ängste …hm?”
Verdammt, Damien kam Sephiroths Ängsten gefährlich nahe und er sprach diese viel zu offen aus. Er musste unbedingt versuchen daraus zu entkommen. Viel zu tief war Damien schon in ihn eingedrungen, das konnte so auf keinen Fall weitergehen. Nach einer Ausrede suchend blickte Sephiroth zu Boden und sein Gesicht färbte sich in ein leuchtendes, sehr ungesundes Rot.
Langsam ging Damien auf Sephiroth zu und blieb, in einem geringen Abstand vor ihm stehen.
„Was ist los, Kleiner? Ich habe deine Ängste zu offen ausgesprochen, stimmt’s? Hey, ich will dir nicht wehtun. Und es tut mir leid, wenn ich dich doch irgendwie verletzt haben sollte. Das wollte ich nicht, bitte glaub mir.”, mit diesen Worten umarmte Damien Sephiroth sanft und hielt ihn einfach nur in den Armen.
Gefühle stiegen in Sephiroth auf und er fühlte sich zunehmend unwohl. Nach relativ kurzer Zeit stieß Sephiroth Damien sehr unsanft von sich.
„Nein, lass das …ich…”, sprach Sephiroth, doch beendete er den Satz nicht und er blickte Damien auch nicht an.
Er drehte sich von Damien weg und blickte scheinbar aus dem Fenster.
„Schon gut, Kleiner, ich verstehe dich. Und ich werde dich jetzt allein lassen, okay. Bye, mach’s gut.”, antwortete Damien kurz und bündig, dann verließ er das Zimmer.
Nachdem Damien die Treppen hinab gegangen war, bedankte er sich bei Randir, verabschiedete sich vom ihm und machte sich auf den Weg nach Hause.
Sephiroth hatte sich derweil in seinem Zimmer eingeschlossen und war nicht bereit, das Zimmer noch einmal zu verlassen. Er legte sich in sein Bett, schaltete das Fernsehen an, relaxte und schlief schon sehr bald ein, ohne auch nur einen einzigen Gedanken an die Gespräche zu verschwenden.
*-*-*
Sephiroth erwachte aus einem eigentlich sehr schönen Traum, doch ängstigte ihn das, was er geträumt hatte …na ja, zum Glück war es ja nur ein Traum, wenn er ihm auch mehr als real vor kam. In diesem Traum ging es wieder einmal um …Damien!
Langsam setzte sich Sephiroth in seinem Bett auf und sah sich um. Dann sah er auf die Uhr …au man, es war erst viertel vor drei und ein Blick zum Fernsehen verriet ihm, dass dort ein ziemlich mieser Erotikfilm lief …und doch sah er interessiert zu, dann schaltete er ein paar Mal hin und her …nichts anderes …immer wieder …Moment mal …war das nicht ein …Schwulenfilm?!
Zunächst gelangweilt dann, etwas interessierter, sah Sephiroth zum Fernsehgerät und sah sich diesen Film an. Die Männer, die sich da liebten, sahen richtig klasse aus und passten richtig gut zusammen. Entgegen seiner Erwartungen, ekelte ihn nicht an, was er sah …im Gegenteil …in ihm regte sich etwas und er…
Nein, was soll das?! Schnell schaltete er den Fernseher aus und ließ seinen Oberkörper nach vorn sinken. Sodann bemerkte er, dass ihn dieser Film ziemlich angeheizt hatte …aber…
Was sollte er jetzt tun? Sollte er jetzt etwa, so wie es ihm sein „Instinkt” sagte, Hand an sich legen …so was hatte er noch nie getan …und …er fand es auch irgendwie unangemessen. Nur, wenn er jetzt nichts dagegen tat, was würde dann passieren …zudem seine Erregung ja nun sichtbar war.
Er legte sich in sein Bett und versuchte an etwas anderes zu denken und die Bilder aus dem Film, aus seinem Kopf zu verdrängen. Aber es gelang ihm nicht. Wie von selbst …so als konnte er gar nicht anders, legte er doch Hand an sich und begann sich zu streicheln.
Nach nur sehr kurzer Zeit überkam ihn ein wohliges Gefühl, als er sich in seiner Hand ergoss. Sein ganzer Körper zitterte leicht, seine Augen waren geschlossen und seiner Kehle entrann ein erregtes Stöhnen… Jetzt fühlte sich Sephiroth schon sehr viel besser. Nachdem er sich erholt hatte und wieder normal atmen konnte, stand er auf, lief ins Bad und duschte so an die …zwei Stunden…
Erst als er alle Spuren beseitigt hatte, trocknete er sich ab und ging wieder in sein Zimmer. Hier zog er sich etwas bequemes an, holte sich anschließend, aus der Küche eine Flasche Mineralwasser, lief wieder in sein Zimmer, legte sich auf das Sofa und schaltete das Fernsehen wieder an. Er sah sich diesen „Schwulenfilm“ weiter an.
Jetzt versuchte Sephiroth sich unter Kontrolle zu halten, was ihm sehr schwer fiel. Aber er schaffte es letztlich. Woraufhin er schließlich einschlief. Zum Glück war ja Samstag und er musste heute nicht in die Schule, somit konnte er endlich mal wieder ausschlafen.
*-*-*
Samstagmorgen, Sephiroth schlief noch sehr lange und erwachte erst, als ihn seine Mutter vorsichtig weckte …was nicht so ganz „ungefährlich“ war …ebenso gut konnte man auch gleich in ein Krokodilsgehege gehen, das dann wahrlich gemütlicher war, als Sephiroth, wenn man ihn weckte…
„Sephi? Sephi, mein Schatz, komm wach auf.”, weckte Fabienne ihren Sohn sehr sanft.
„Mum, was ist denn?”, fragte Sephiroth Schlaftrunken, ohne seine Augen zu öffnen.
„Sephi, du hast Besuch. Möchtest du dich erst frisch machen, oder magst du deinen Besuch so empfangen?”, wollte Fabienne noch wissen.
„So, wer ist es denn?”, fragte Sephiroth weiter.
Doch kam Fabienne nicht mehr dazu ihm zu antworten, denn der Besuch sprach für sich selbst:
„Ich bin es, Sephiroth und ich wollte dich fragen…” dann trat Damien neben Fabienne und stand jetzt vor dem Sofa, auf dem Sephiroth lag.
„Verschwinde einfach. Mir ist nicht nach reden…”, mit diesen Worten drehte sich Sephiroth um, schloss die Augen und schwieg wieder.
„Sephi, das ist sehr unhöflich. Bitte, rede mit Damien anständig.”, forderte Fabienne liebevoll, verließ dann aber das Zimmer ihres Sohnes.
Sephiroth drehte sich wieder um, stand langsam auf und sah Damien gelangweilt an.
„So, ich bin jetzt wach, was gibt es denn so wichtiges?”, fragte Sephiroth und sah Damien tief in die Augen, der dann beinahe dahin schmolz.
„Seph, ich wollte dich fragen ob du vielleicht Lust hast mit mir in Kino zu gehen.”, erwiderte Damien freundlich.
„Dazu hab ich keinen Bock. Und jetzt raus aus meinem Zimmer. Ich will nämlich weiter schlafen.”
„Gut, wie du meinst, wir können auch unser kleines Gespräch von gestern fortsetzen. Na, was hältst du davon?”
„Ich sagte schon, dass ich beabsichtige noch etwas zu schlafen. Und jetzt raus hier…”
Damien verschloss die Zimmertür von innen und sprach: „Nein, ich werde das Zimmer jetzt nicht verlassen.”
„Man, geht das schon wieder los?!”, murmelte Sephiroth, verschränkte die Arme, rollte mit den Augen und stellte sich ans Fenster.
Mit einem Mal dachte er, eigentlich ungewollt, an den Film, den er um drei Uhr morgens gesehen und der ihn so sehr erregt hatte, dass er …Hand an sich legen musste. Vorerst gelang es ihm diese Erregung zu unterdrücken. Jedoch wurde seine Erregung, trotz aller Mühe, sehr bald und sehr deutlich sichtbar, so dass er sich wirklich nicht mehr zu Damien umdrehen konnte.
Mist, verdammter …dachte Sephiroth, was sollte er jetzt tun? Wenn Damien das mitbekam, dass er …so erregt war …was würde er dann tun? Und vor allem, was konnte er selbst jetzt gegen seine Erregung tun? Hier, vor Damien konnte er jetzt kaum Hand an sich legen …das würde den doch erst recht …anheizen.
Krampfhaft versuchte Sephiroth an etwas anderes zu denken, auch wenn es ihm gerade sehr schwer fiel und er unter großem „Druck“ stand.
Nun saß… eher stand… Sephiroth, wortwörtlich, in der Falle…
Sephiroth schwieg sich aus, denn er hatte jetzt wirklich mit seiner Erregung zu kämpfen. Damien fragte ihn jedoch:
„Was ist los, Seph? Kann ich dir helfen? Was hast du denn? Bitte, rede mit mir, Kleiner.” und ging mit langsamen Schritten auf Sephiroth zu.
Sanft berührte er ihn an den Schultern und drehte ihn langsam zu sich um. Zuerst blickte Damien Sephiroth ins Gesicht, das knallrot angelaufen war. Sein Blick wanderte auch ein wenig über den Körper des Anderen. Dann musste er schmunzeln. So war das also …der Kleine stand ziemlich unter Druck.
Damien legte seine Arme vorsichtig um Sephiroths Hüfte und flüsterte ihm ins Ohr:
„Ich kann dir helfen, deinen Druck loszuwerden, Kleiner. Wenn du mich lässt.” und grinste frech.
Sephiroth stand nun so sehr unter Druck, dass er es notgedrungen zuließ und Damien ohne Worte zunickte.
Damiens Herz machte beinahe einen Freudensprung. Er hob Sephiroth hoch und trug ihn, auf seinen starken Armen, auf das breite weiche Bett. Langsam begann Damien Sephiroth zu entkleiden, doch merkte er sehr schnell, dass der Kleine unter sehr großem Druck stand. Also machte er sich an Sephiroths Hose zu schaffen, zog dem Kleinen die Hosen aus und begann die Männlichkeit seines Angebeteten zuerst sanft zu streicheln.
Aber er wollte es nicht zu schnell enden lassen und Sephiroth noch etwas der süßen Folter aussetzen. Deshalb küsste er den Silberhaarigen zunächst sanft, dann leidenschaftlich auf den Mund. Im nächsten Moment küsste er am Hals des Jüngeren entlang und sich an dem zarten, sehr schlanken Körper des Jüngeren hinab zu küssen.
Und erst nachdem er sich den Innenschenkeln und auch dem anderen Rest des Körpers ausgiebig gewidmet hatte, küsste und leckte er die Männlichkeit seines Angebeteten sehr sanft. Vorsichtig ließ er „den kleinen Sephiroth“ in seinen Mund gleiten und begann genussvoll zu saugen. Erst sehr sacht, dann immer gieriger werdend, bearbeitete er Sephiroths Männlichkeit…
Derweil war Sephiroth längst nicht mehr Herr seiner Sinne und stöhnte nur noch laut auf. Diese Gefühle …die kein Ende mehr zu nehmen schienen …sie waren so …schön …viel schöner, als wenn er es sich selbst machte. Sein Herz pochte so schnell, als könnte jeder Schlag der Letzte sein.
Schließlich konnte er sich nicht mehr zusammennehmen und ergoss sich unter lautem Stöhnen, das eher einem äußerst erregtem Schreien glich. Sein ganzer Körper zitterte …bebte und bäumte sich auf. Seine Hände suchten Halt in dem weichen Bettlaken und krallten sich hinein.
„Ahhh …Damien…!”, stöhnte Sephiroth laut auf.
Währenddessen spreizte Damien die Beine des Jüngeren und führte erst einen dann zwei Finger behutsam in den Eingang des Jüngeren ein, nachdem er seine Finger etwas befeuchtet hatte. Vorsichtig begann er ihn zu weiten und ihn auf das vorzubereiten, was er gleich mit ihm tun würde.
Seine Augen schließend kam Sephiroth nicht mehr aus dem Stöhnen heraus und seine Männlichkeit hatte sich schon wieder zu einer schmerzhaften Schwellung aufgerichtet.

Dies war Damien natürlich nicht entgangen. Er befeuchtete seine Männlichkeit mit etwas Speichel (Gleitcreme stand nicht zur Verfügung) und versuchte vorsichtig in Sephiroth einzudringen.
Als Sephiroth das bemerkte, verkrampfte er ein wenig und aus seinen Augen rann eine winzige Träne, so dass Damien sein „Vorhaben” zunächst nicht fortführen konnte.
„Schh…, ganz locker bleiben, Kleiner, nicht verkrampfen, dann tut es auch nicht weh, versprochen.”, flüsterte Damien Sephiroth liebevoll zu und küsste ihn sanft.
Schließlich schaffte es Damien in den Sephiroth einzudringen und bewegte sich anfangs nicht, damit sich der Kleinere an ihn gewöhnen konnte. Dann bewegte er sich nur sehr sacht in ihm.
Sephiroth stöhnte erst vor Schmerz, dann vor Erregung laut auf, als Damien in ihn eindrang.
Diese Enge erregte Damien so sehr, dass er sich kaum noch beherrschen konnte. Lustvoll bog er seinen Oberkörper leicht nach hinten und stöhnte. Jetzt stieß Damien sehr hart zu, auch wenn er befürchtete dem Jüngeren weh zu tun, doch konnte er sich nun nicht mehr beherrschen. So brachte er sich und Sephiroth zum wohlverdienten Höhepunkt.
Beider Körper spannten sich lustvoll an. Beide stöhnten laut auf …dann entspannten sie sich wieder und Damien fiel neben Sephiroth auf das weiche Bett.
Damien sah Sephiroth liebevoll an und hauchte ihm zu:
„Ich liebe dich.”, und streichelte seinen „Liebsten” zärtlich.
Doch Sephiroth erwiderte nichts …er errötete nur und schloss seine Augen.
Eine Weile blieb Sephiroth noch neben Damien liegen, doch dann stieg er aus dem Bett und ging ins Bad. Jetzt musste er unbedingt gründlich duschen. Er musste alles sorgfältig abwaschen und das tat er auch…
Damien hatte sich zwar gewundert, dass Sephiroth nichts erwidert hatte und sich schon so bald erhoben und sich ins Bad verkrümelt hatte. Aber er blieb dennoch selig in dem Bett liegen, schloss die Augen, drehte sich auf die Seite und genoss den Duft von Sephiroth, der dem Kopfkissen anhaftete. Er liebte Sephiroth wirklich von ganzem Herzen…
An die zwei Stunden vergingen ehe Sephiroth das Bad verließ und sein Zimmer betrat. Er betrat anschließend seinen begehbaren Kleiderschrank, holte sich seine schwarzen Sachen raus und kleidete sich an. Jetzt fühlte er sich schon sehr viel besser. Nur eines störte noch. Damien!
*-*-*
Mit einer Eiseskälte, in seinem Blick, weckte Sephiroth Damien, der friedlich eingeschlummert war, sehr unsanft:
„Los Damien steh auf und verzieh dich. Du hast hier nichts zu suchen!”, doch berührte er ihn nicht.
Ein wenig verschlafen räkelte sich Damien und sah Sephiroth lächelnd an. Als er jedoch diesen eisigen Blick von Sephiroth wahrnahm wurde ihm ziemlich mulmig zumute. Sogleich stand er auf und zog sich seine Boxershorts an. Dann fragte er ihn:
”Darf ich wenigsten noch duschen?”
„Mach was du willst, aber geh mir aus den Augen und nimm deine Klamotten mit!”, erwiderte Sephiroth kalt und sah Damien arrogant und hochmütig an, während er ihm seine Sachen achtlos vor die Tür warf.
Damien verließ das Zimmer und hob seine Sachen vom Boden auf um das Bad aufzusuchen.
Währenddessen verschloss Sephiroth das Zimmer wieder und atmete erst mal tief durch.
Geschafft …dem hatte er es aber gezeigt. Sephiroth lachte diabolisch auf, als er an den erschrockenen Blick von Damien dachte.
Da er sowieso wach war, war ihm jetzt langweilig und er verließ sein Zimmer wieder, woraufhin er auf Damien traf, der gerade aus dem Bad kam. Sephiroth ignorierte Damien gekonnt und lief an ihm vorbei. Er flitzte die Treppen runter, lief in die Küche zu seiner Mutter und fragte sie:
„Mum, darf ich mit dem Ferrari fahren? Bitte, Mum.”, und sah Fabienne liebevoll und mit kindlichem Blick an.
Fabienne lächelte ihren Sohn an und nickte, dann sprach sie liebevoll bittend:
„Na gut, Schatz, aber fahr vorsichtig, hörst du. Und bitte, fahre nicht zu schnell.”
„Werde ich nicht, versprochen, Mum. Ich hab dich lieb und danke.”, bedankte sich Sephiroth, drückte seine Mutter liebevoll an sich, und ließ sich von seiner Mutter die Schlüssel geben.
Dann ging er in die Garage, stieg in den Wagen ein, startete den Motor und fuhr, vor Damiens erstauntem Gesicht, davon…
Kopfschüttelnd sah Damien Sephiroth nach. Hatte sich Damien wirklich so sehr von seinem Gefühl und von Sephiroth täuschen lassen? Wobei, wenn er richtig überlegte, hatte Sephiroth ihn nur für eines gebraucht …sich befriedigen zu lassen. Sollte er sich wirklich so sehr geirrt haben? Nun, scheinbar verhielt es sich tatsächlich so, dass Sephiroth nichts von ihm wollte …er liebte ihn wirklich nicht.
Traurig trat Damien den Heimweg an und er schwor sich …ab sofort würde er Sephiroth aus dem Weg gehen …wenn es sich denn einrichten ließ.
Es würde sehr schwer werden, denn er liebte diesen Bengel, den er zudem eben erst verführt und der sich ihm so ganz und gar hingegeben hatte. Sollte das alles wirklich nur eine Illusion und eine Lüge gewesen sein? Nein, das konnte es doch noch nicht gewesen sein…
Immer weiter lief Damien, in Gedanken versunken, die Straße entlang, als plötzlich neben ihm ein Auto, mit quietschenden Reifen, hielt…
Sephiroth war eine Weile herum gefahren und hatte genug Zeit zum Nachdenken gehabt. Hatte er sich in letzter Zeit wirklich richtig verhalten? Er hatte seine Freunde enttäuscht, seine Eltern und …Damien…
Sollte er vielleicht zurückfahren und sich bei Damien entschuldigen …nein …Sephiroth schüttelte mit dem Kopf …niemals würde er sich, außer bei seinen Eltern, bei jemandem entschuldigen.
Aber er hatte einen anderen Plan, wie er vorgehen konnte, ohne sich entschuldigen zu müssen.
So wendete er den Wagen und kehrte um. Er war schon eine Weile gefahren, als er Damien auf dem Gehweg laufen sah. Er schien traurig zu sein oder überlegte er nur? Na, egal, Sephiroth fuhr an den Rand des Gehwegs und stoppte das Auto.
„Damien, bitte bleib stehen ich möchte mit dir reden.”, begann Sephiroth, sprang gekonnt aus dem Ferrari-Cabrio und stellte sich genau vor Damien hin.
Damien seinerseits sah Sephiroth nur an und fragte ruhig und traurig:
„Was willst du noch, Sephiroth? Hast du mir nicht genug weh getan, reicht es dir denn noch immer nicht!? Ich gratuliere, du hast dein Ziel erreicht und mich vernichtet. Das war es doch was du wolltest, nicht wahr?!”
„Bitte, steig in den Wagen. Ich möchte mit dir reden. Und nein, ich will dir jetzt nicht noch einmal weh tun und ich will dich auch nicht mehr „vernichten“. Komm, ich fahr dich heim.”, bot Sephiroth Damien bittend an.
„Okay, schon gut. Ich werde mir anhören was du zu sagen hast.”, willigte Damien ein und stieg in den Wagen, denn irgendwie kam er von Sephiroth nicht los und liebte ihn trotz allem noch immer.
Sephiroth startete den Motor, gab Gas und fuhr vorerst in einen wunderschönen kleinen Park.
Hier parkte Sephiroth den Wagen, stieg aus und bat auch Damien auszusteigen.
Ohne ein Wort zu verlieren kam Damien der Bitte von Sephiroth nach.
Auf einem wunderschönen Fleckchen Rasen setzte sich Sephiroth und bot auch Damien einen Platz an. Damien setzte sich und sah Sephiroth einfach nur an …verdammt, wenn ihn dieser Anblick seines Angebeteten nur nicht so sehr faszinieren würde…
Sephiroth sah Damien ebenfalls an, aber diesmal hatte sein Blick etwas warmes …freundliches, dann sprach Sephiroth ruhig:
„Damien, ich bin nicht der Typ der sich entschuldigt und das werde ich auch nicht tun, ich hoffe du verstehst das. Aber, ich möchte dir etwas sagen. Von nun an werde ich dich nicht mehr als meinen Feind ansehen, ich werde versuchen zu dir ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen. Es wird eine Zeitlang dauern und ich bitte dich, mir etwas Zeit zu geben. Nun, vielleicht, entwickelt sich ja, irgendwann Liebe zwischen uns. Nur, bitte, bedränge mich nicht, okay. Ich biete dir zudem auch an Mitglied in meiner Clique zu werden, wenn du möchtest. Ja, das war’s eigentlich schon was ich dir sagen wollte …außer …na ja …noch, …dass du echt ein fantastischer Liebhaber bist.”, dann errötete Sephiroth und senkte seinen Kopf.
Damien schmunzelte und erwiderte: „Seph, bitte sieh mich doch an. Ich würde niemals von dir erwarten, geschweige von dir verlangen, dass du dich entschuldigst. Aber ich freue mich sehr über deine Worte. Und ich danke dir. Zudem würde ich mich wirklich sehr freuen, Mitglied deiner Clique werden zu dürfen. Und was die Zeit angeht …ich werde dir soviel Zeit lassen, wie du brauchst.”, erwiderte Damien, doch ging er jetzt nicht auf die Bemerkung von Sephiroth wegen dem „Liebhaber” ein.
Dem Kleinen war es ohnehin schon unangenehm genug, das spürte Damien genau. Langsam und sanft schob Damien einen Finger unter Sephiroths Kinn und hob dessen Kopf ein wenig an. Dann machte Damien Sephiroth ein Kompliment:
„Weißt du eigentlich was für wunderschöne Augen und was für ein hübsches Gesicht du hast?” und lächelte, dann fragte er ihn vorsichtig:
„Seph, darf ich dich in die Arme nehmen?”
Sephiroth nickte, ein wenig lächelnd, dann nahm Damien ihn liebevoll in die Arme, küsste ihn und drückte ihn sanft an sich.
Nur ganz langsam wagte es Sephiroth sich an Damien anzulehnen und ihm zu vertrauen…
Epilog
Wie versprochen nahm Sephiroth Damien in seine Clique auf, was auch die anderen drei Freunde sehr freute. Zwischen allen, außer einem, entwickelte sich eine enge Freundschaft, nach dem Motto: Einer für alle und alle für einen!
Wie erwartet verwandelte sich irgendwann die Freundschaft zwischen Damien und Sephiroth zu einer sehr starken Liebe. Sie begannen sich von ganzen Herzen zu lieben und …sie trennten sich nie wieder voneinander.
Natürlich war Sephiroth schon die ganze Zeit von Damien angetan, um nicht zu sagen, in ihn, verliebt gewesen. Aber er konnte es sich nicht eingestehen und er wollte es nicht wahrhaben. Vor seinen Freunden hatte Sephiroth immer nur den Größten spielen wollen …den Unbesiegbaren …er der angeblich keine Gefühle kannte …geschweige denn empfand. Dabei hatte er nur Angst vor dem was ihn erwartete…
Sephiroths Eltern …oder zumindest sein Vater Randir, hatte es natürlich die ganze Zeit bemerkt. Er kannte seinen Sohn einfach viel zu gut, um das nicht zu erkennen.
Da Sephiroths Eltern eine große Villa besaßen, zog Damien irgendwann zu Sephiroth.
Beider Eltern hatten nichts gegen diese Beziehung, auch wenn Damiens Vater doch sehr erschrocken über die Neigung seines Sohnes war. Dennoch stand er zu seinem Sohn.
Was niemand wusste, Zack und Angeal waren schon sehr lange ein Paar. Das hatte alle mehr als erstaunt, als sich die beiden irgendwann vor den Freunden, der Clique, outeten. Auch Sephiroth war sehr verwundert, obgleich er eigentlich alles von und über seine Freunde wusste. Er freute sich jedoch für Zack und Angeal.
Allein, Genesis konnte das alles nicht wirklich verstehen und trennte sich irgendwann von der „Schwulen – Clique”, wie er sie nannte. Zuerst war er allein geblieben, hatte sich aber irgendwann eine Freundin und neue Freunde gesucht und gefunden. Seiner ehemaligen Clique ging er, von nun an, aus dem Weg…
ENDE

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1 Kommentar

  1. Huhu Sephiroth,

    das ist eine sehr interessante, spannende Story, macht Spaß zu lesen, gerne mehr in dieser Art; )

    Viele liebe Grüße

    Andi

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