Traumschiff – Teil 140

Teste… Transporte… neuer Stall… Aufbau… Ferdis Bruder Lagerfreuden… Besuch im Camp Regenbogen… Sport und Spiel… Love is all you need.

Philipp, Mittwoch, 06.07.2011, 09:15 Uhr mit Noah und Tante Irene beim Frühstück.
Gerade eben erfahre ich, dass Onkel Ulf, Tante Irene und Oma am Mittwoch nächster Woche für zwei Wochen an den Gardasee in Urlaub fahren. Das war zwar schon mal ein Thema vor ein paar Wochen, ist aber wohl an mir vorbei beredet worden.

Noah und Enrico fahren aber wohl nicht mit, wollen hier bei ihren Freunden bleiben und mit denen in das geplante Zeltlager gehen. Das haben sie wohl so mit Noahs Eltern abgemacht, wie ich gerade gehört habe.

„Und Du, Philipp, willst du mit uns nach Italien in Urlaub fahren, das wäre doch bestimmt toll für dich?“, fragt mich Irene jetzt.

Häh, was, wieso soll denn das so toll sein für mich ohne die Jungs? Will ich eh nicht, obwohl ich ja noch nie im Ausland war.

„Wenn es euch recht ist, bleibe ich lieber auch hier bei den Anderen“, sag ich, leicht rotwangig, „dass mit dem Zeltlager, das würde mir besser gefallen.“

„Das muss ich zuerst mal mit Ulf besprechen, ich habe da schon meine Bedenken. Da du ja noch minderjährig bist, habe ich ein flaues Gefühl bei der Sache, wenn wir dich hier lassen, Philipp. Schließlich tragen wir ja die Verantwortung für dich und in zwei Wochen kann ja auch einiges passieren.“

Ich schaue zu Noah und meine Augen bitten ihn um Unterstützung. Ich will nicht weg und seit gestern Abend schon erst recht nicht mehr. Zuviel hält mich hier und Noah sagt jetzt: „Mama, Philipp ist kein kleines Kind mehr und wenn er bei uns ist, ist er ja nicht allein, wir, Rico und ich, wir passen doch auch auf, das nichts passiert. Papa sieht das bestimmt auch so, ihr kennt doch alle, die mit uns da draußen campen und Jeremys Familie und der Hof sind ja auch in der Nähe.“

Dankbar schau ich ihn an, meinen, ja, meinen großen Bruder eben, der sich mit seinem Rico-Schatz echt immer gut um mich kümmert und der weiß, wie ich mich als schwuler Teenie fühle und der weiß, dass es mit Ronny wohl auch einen Anwärter gibt, der mich wohl sehr mag und ich ihn auch

Noah will jetzt mit seinem Auto in eine nahe gelegene Waschanlage fahren und das Auto innen und außen sauber machen. Außerdem soll er noch mit oder für Oma noch was einkaufen. Da sein Schatz heute die letzte Frühschicht hat, will Noah, das ich ihn dort hin begleite und auch ein bisschen zur Hand gehe.

Das ist so eine Anlage, in der man das Auto selber waschen muss mit so einer Art Hochdruckreiniger und saugen innen geht da auch mit einem Monzstaubsauger. Nach dem Frühstück ziehen wir alte Sachen an und fahren los. Kaum unterwegs, kommt schon wieder eine Frage von ihm: „Na, was ist denn jetzt, gibt es zu Ronny schon was Neues?“

Ich schweige zunächst, dann sagt er: „Wenn ihr jetzt befreundet seid oder eventuell auch mehr, muss er wohl oder übel, wenn ihr euch sehen wollt, entweder raus kommen, dich im Camp besuchen oder aber von Anfang an ganz mit ins Zeltlager kommen. Um das zu regeln, musst du zuerst mit ihm reden und er dann wohl auch mit seinen Leuten daheim.
Mit Ole musst du auch reden, falls Ronny mitkommen darf. Er wird das wohl entscheiden und auch mit Jerome und Jeremy darüber reden. Das dürfte aber das kleinste Problem bei der ganzen Sache sein, denk ich.“

Upps, soweit habe ich noch gar nicht gedacht, weil mir zu viel im Kopf rumgeht im Moment und der noch nicht wieder voll leistungsfähig ist. Ich hole mein Handy raus und wähle, als mir einfällt, das er ja bestimmt noch in der Schule sitzt. So tippe ich los.

„Hallo, Ronny, guten Morgen. Nach unserem extrem guten Gespräch gestern und unserem Wunsch, uns besser kennen zu lernen und viel miteinander zu unternehmen, gibt es einige Dinge, die wir unbedingt besprechen müssen. Wann bist du zu Hause und wie ist die genaue Adresse? Noah kann mich bestimmt zu dir bringen später, es ist echt sauwichtig und eilig ist es auch.“

Wir hatten nach anfänglichen Schüchternheitsproblemen doch ein sehr gutes Gespräch zusammen. Alles begann natürlich mit der Frage, sind wir denn auch echt schwul jetzt?

Bei mir war ich mir da sicher und das habe ich dann auch mit rotem Kopf zu gegeben. Er hat dann erklärt, dass er sich da nicht einfach so sicher ist. Er fühlt sich zwar sehr zu mir hingezogen, aber es wäre wohl das erste Mal überhaupt, das er für einen Jungen schwärmt, eine starke Zuneigung für mich empfindet, es aber nicht so recht erklären kann.

„Du weiß ja aus unseren Schulgesprächen schon, das ich schon öfter mal eine weibliche Pussy gestreichelt habe und einige Mädels haben auch an mir gerieben, verstehst du? Eine, die Martha, hat sogar kurz an meiner Spitze geleckt. Ich habe aber nie das große Kribbeln im Bauch verspürt und als mein Ding fertig war mit kribbeln, war alles wieder weg.

Verliebt war ich da eigentlich nie, eher nur geil. Es war wohl immer nur sowas wie bedeutungsloser Sex und war auch nur ganz selten zweimal mit dem gleichen Mädel. Als du gekommen bist, ich meine, in unsere Klasse, da war direkt so eine Spannung in mir und das, das wurde dann auch schnell mehr, verstehst du.

Zu Hause habe ich allen gesagt, das ich eventuell schwul bin, weil ich so viel empfinde für dich und das alles sehr verwirrend ist im Moment.“

„Komm her zu mir“, habe ich gesagt, „wir machen einen Test.“

Als er dann vor mir stand, habe ich mich auf die Zehenspitzen gestellt, seinen Kopf zu mir gezogen und dann habe ich ihn einfach geküsst. Wir bekamen prompt voll die Erektion, wir konnten das beide spüren und meine Zunge musste nur drei Mal gegen seine Lippen stupsen, bis sich sein Mund öffnete.

Als ich mich nach etwa 30 Sekunden lösen wollte, hielt er mich fest an sich gedrückt und dann rieb er sich sogar ein bisschen an mir.

„Aufhören“, nuschelte ich, aber es war wohl zu spät. Beide kamen wir heftig, verhalten stöhnend, voll in unsere Unterhosen und es war uns, der Gesichtsfarbe nach zu urteilen, schon etwas peinlich…….aber echt nur etwas.

Dafür war es aber ziemlich nass in der Büx, nicht besonders angenehm. „Wow, so bin ich noch nie……du weißt schon“, sagte er leise.

„Gekommen“, sagte ich und grinste etwas.

„Geh da ins Bad, mach dich sauber, sonst kommt es außen durch“, sagte ich und schob ihn Richtung Badtüre.

„Soll ich dir eine trockene Pants geben?“, frag ich dabei.

„Ich glaube nicht, dass mir deine passen“, sagt er grinsend.

„Ich hole eine für dich bei Noah im Zimmer, der hat da bestimmt nix dagegen.“

„OK, besser wäre schon was frisches“, meint er. „Ich bring dir eine“, sag ich, „geh schon mal ins Bad.“

Als er im Bad war, zog ich Shorts und Pants aus, putzte mich sauber und zog schnell etwas Frisches an. Die nassen Pants legte ich zusammen mit der Shorts unten auf den Boden des Kleiderschranks. Boar, man, das war ja echt irre gut und hat ihm auch hoffentlich mehr Klarheit geschaffen, was sein Schwul sein angeht.

Ich geh über den Flur und klopfe bei Noah. Auf sein „ Herein“ geh ich ins Zimmer und sehe, das auch Enrico mittlerweile da ist. Beide tragen nur sexy Unterhosen, waren wohl gerade erst duschen, denn die Haare sind noch feucht.

„Was gibt es denn, Philipp?“, fragt Noah mich.

„Ronny und ich hatten… na ja,… einen kleinen Unfall und er braucht eine frische Pants und meine sind zu klein.“

Mein Gesicht glüht bei der Ansage. Zuerst überraschte Blicke, dann synchrones Grinsen und Rico, strubbelt mir durch die Haare und schiebt mich dann zum geöffneten Kleiderschrank.

„Such eine aus“, sagt er, „aber denk daran, dass er die zu Hause in die Wäsche macht und nimm nicht die Heißeste von den Höschen.“

Schnell nehme ich eine schwarze Boxer von Calvin Klein, was für jeden Tag und nicht für heiße Dates, sag Danke und will gehen. „Nach her wollen wir hören, was abging bei euch“, sagt Rico grinsend.

„Na ja“ sagt Noah, „Sperma, denk ich“, und er lacht ein bisschen, Rico jetzt auch, „Arsch“, sag ich und geh zur Türe.

„Aber ein sau geiler“, sagt Rico jetzt und geht hin zu Noah.
Ich gehe schnell zurück ins Zimmer, klopfe an die Badtüre und reich dann, als er einen Spalt aufmacht, die frische Pants durch zu ihm.

Die Türe schließt sich wieder und obwohl ich jetzt gerne Mäuschen spielen und zugucken möchte, unterdrücke ich mein Verlangen. Als er kurz darauf angezogen aus dem Bad kommt,

dreht er sich zu mir.

„Ich glaube jetzt schon, das ich schwul bin, zumindest Bi, aber ich steh jetzt wohl voll auf dich und du bist kein Mädel. Ich muss jetzt heim, wir reden Morgen weiter, wann und wo, das klären wir morgen früh, ich schreibe dir, wenn die Schule aus ist. Bis Morgen, Philipp.“

Als er zur Türe wollte, sagte ich “Stop“ und nahm seinen Arm und drehte ihn zu mir.

„Ohne einen weiteren Kuss wird hier nicht einfach abgehauen“, sag ich und geh wieder auf die Zehenspitzen. Dieses Mal war der Kuss richtig heiß und lang und gut und erst das erneute Steigen der Aktien brachte uns dazu, aufzuhören. Ich brachte ihn noch runter zur Haustüre, dann war ich wieder allein.

Alles war auf einmal anders, besser und froh ging ich zurück in mein Zimmer. Der Abend brachte dann noch die Entscheidung, das ich mit den beiden Jungs in das Zeltlager fahren darf, cool… saucool.

Seine Antwort kommt um 11:50 Uhr.

„Ich bin jetzt zu Hause“, schreibt er, „wenn du möchtest, kannst du vorbei kommen, am besten so um 13:30 Uhr, dann ist Mama auch zu Hause.“

Upps, seine Leute… aber wenn das klappen soll, das er mit zum campen darf, geht an einer direkten Begegnung mit ihnen wohl kein Weg vorbei.

Das Auto ist jetzt blitz blank und ich frage Noah, ob er mich um 13:30 Uhr zu Ronny nach Hause bringen kann. Das macht er natürlich und ich habe einen dumpfen Druck im Bauch, wenn ich daran denke, dort auf seine Familie zu treffen.

Wer weiß denn, ob sie mir eine Art Schuld geben, das ihr Sohn oder Enkel jetzt auf Jungs, speziell wohl auf mich steht.

Was wird werden, wenn sie mich ablehnen, wenn er nicht mit Zelten darf. Ich glaube nicht, das die Anderen was dagegen hätten, wenn Ronny dabei wäre, wo er doch Quasi mein Freund ist. Ist er doch jetzt, oder? Ich denke schon, jedenfalls von mir aus sehr gern.

Zuerst fahren wir jetzt zu uns heim, essen und umziehen, duschen werde ich auch noch und was Schickes drunter anziehen. Dank Noah und Rico habe ich ja mittlerweile auch schöne Unterwäsche, sexy und auch für jeden Tag, die graubraunen Baumwollwebflattershorts sind in die Altkleidersammlung gewandert. Wer weiß, wer jetzt wo darein furzt.

Es gibt Spagetti Bolognese und Salat, gut und lecker und satt springe ich jetzt oben unter die Dusche und mache mich fertig und es ist 13:10, als ich fertig bin und bei Noah klopfe. Der ist noch in der Unterhose, einer recht knappen, gelben Speedo mit blauen Bündchen am Bauch und am Beinansatz, von Andrew Christian. Das weiß ich auch nur, weil da drauf steht, auf dem breiten Bund.

Das Höschen verdeckt zwar alles, aber sein Ding oder eher Dong zeichnet sich deutlich ab und immer wieder fasziniert einen dieses enorm große und dicke Gerät oder, wie Rico immer sagt: „mein heiliges Kanonenrohr“, das ich ja schon des Öfteren unbekleidet gesehen habe beim textilfreien Schwimmen.

Bei diesem Anblick bekomme ich gleich wieder eine satte Erektion, was meinem schwulen Cousin natürlich nicht verborgen bleibt.

„Willst du nicht vorher noch ein bisschen Druck ablassen?“, fragt er grinsend und lässt mich mal wieder tief rot werden.

„Nein“, sag ich, „zieh dir was an, dann geht das von selber weg.“

Beim Anziehen wendet er mir Rücken und den Po zu und als er sich bückt, um die Jeans hoch zu ziehen, spannt die Speedo so fest über seinen, ja, göttlichen Knackarsch, das es mir fast kommt.
Man,  man, ich bin schon echt voll schwul, aber er ist auch voll die Sahneschnitte schlecht hin. Jetzt ist er fertig, nimmt Geldbeutel und Schlüssel, so wie sein Smartphone und grinst mich an.

„Los, kleiner Spanner, auf geht‘s, wir fahren zu deiner Schwiegermutter.“

„Du bist soo ein Arsch… , aber ein lieber“, sag ich und zeige dazu meinen Stinkefinger.

Auf der Treppe nach unten lachen wir beide und dann sagen wir Tante Irene: „Tschüss“ und gehen zum Auto.

Martin, Donnerstag, 07.07.2011, 09:00 Uhr, in Bremerhaven bei Remmers, bereit zum Pferdetransport.
Heute, zum Ferienbeginn, ist schon sehr früh einiges los hier bei uns am Haus. Fast alle Schüler und Studenten sind hier oder kommen noch her. Mit Natascha, Sigrid und Torsten fahren wir mit dem SUV.

Zuerst zu Jeremys Opa, Kluge heißen die, auf den Hof und holen einen großen Pferdeanhänger, den wir dort unter Jeremys Führung an den SUV anhängen. Dann fahren wir auf dem Eichenhof, etwa fünfzehn Kilometer weg von hier, Nataschas Pferd ab holen, um es auf den Hof von Jeremys Opa zu bringen, wo der Wallach dann ab heute eingestellt wird. Lis will ja dann für Sigrid ein weiteres Pferd kaufen, so dass die Mädels auch gemeinsam reiten können.
Da auf dem Eichenhof einige Pferde zum Verkauf stehen, hat Lis gesagt, wir sollen mal schauen, ob da was für uns dabei ist und auch den eventuellen Preis ermitteln. Jeremys Mama, Frau Kluge-Johnson, sie hat wohl die meiste Ahnung vom Pferdekauf, hat sich spontan bereit erklärt, uns zum Eichenhof zu begleiten und die dort zum Verkauf angebotenen Pferde an zu schauen. Beide Frauen, Lis und Jeremys Mama haben ausführlich miteinander telefoniert wegen des Pferdekaufs.

Zunächst fahren wir zum Hof von Jeremys Opa und hängen dort den Hänger an. Torsten lassen wir, aus Platzgründen bei Jeremys Opa zurück, Jeremys Mama und Jeremy fahren mit uns rüber zu dem Eichenhof.

Während wir unterwegs sind, holen Ole, Jerome und die anderen die Dinge, die wir zum Zelten brauchen, über der Garage raus und tragen es runter, so dass wir es später gleich in den Hänger verladen können. Ole hat sich mit Jeremy abgestimmt, was dort bei ihnen vorhanden ist und was wir von uns aus mitnehmen wollen. Wenn das mit den Pferden erledigt ist, werden wir alles bei Remmers aufladen und mit dem Hänger zu Jeremys zu Hause und dann von dort an den Waldsee bringen.

Etwas hektisch geht es schon zu aber das ist nur vorübergehend, Ole hat wie immer alles im Griff. Während einige Jungs Sachen von oben runter holen, schickt Ole Robin, Roland, sowie Matze und Chris, die wohl gestern Abend schon von Hamburg gekommen sind, mit einer großen Liste zum Einkaufen.

Essen und Getränke für rund dreißig Leute, Besucher nicht mitgerechnet, da kommt schon was zusammen. Da man sich, die meisten jedenfalls, schon länger kennt, ist auch bekannt, was jeder gern oder nicht gern isst und trinkt.

Ole hat zunächst mal fünfzig Euro von jedem eingesammelt, um die Einkäufe zu tätigen und die Oma und die Tante haben noch jeweils 500,- Euro draufgelegt. Mit einem Teil der Kohle fahren nun die vier eingeteilten plus Noah und dem Daccia Kombi von Enrico zum ersten Einkauf.

Rico hat heute Noahs Opel mit zur Arbeit, aber ab morgen nach der Frühschicht hat er dann, wie auch Paolo, Kevin und Ralf, Rolf, sowie Tom und Micha, Finn nicht zu vergessen, auch Ferien.
Für sie alle ist der morgige Freitag der vorerst letzte Arbeitstag, dann haben sie drei Wochen Urlaub. Gerry hat dann erst ab Sonntag frei und nur zwei Wochen. Der Salon macht in der Zeit Betriebsferien.

Alwin hat seine Trainerkollegen gebeten, das Studio in der Urlaubszeit für ein paar Stunden am Spätnachmittag zu betreuen, ansonsten bleibt auch dort zu, Ferien für drei Wochen. Alle Zeiten, auch die des Trainings, sind auf der Webseite des Vereins von Robin veröffentlicht worden, Ole hat wie immer an alles gedacht.

Gleich sind wir auf dem Eichenhof und wenn ich alles richtig mitbekommen habe, will Jeremy ebenfalls noch ein Pferd kaufen für den Finn. Ferdi stammt vom Eichenhof und da gibt es noch einen fünf jährigen Bruder von Ferdi, den möchte er wohl kaufen, damit Finn und er zusammen reiten können.

Ganz offensichtlich haben sich da auch zwei gesucht und gefunden, ein tolles Paar jedenfalls, die beiden Jungs.

Auf dem Eichenhof angekommen, werden wir vom Besitzer nicht gerade freundlich empfangen, verständlich, holen wir doch Nataschas Pferd ab und schmälern so seinen Umsatz.

Die Miene hellt sich aber sehr auf, als ihm Jeremys Mama sagt, dass wir für Remmers ein weiteres Pferd kaufen wollen und das Jeremy Ferdis Bruder kaufen möchte. Die drei, Jeremy und seine Mutter und auch Sigrid, gehen mit dem Besitzer nach den Pferden sehen, die zum Verkauf stehen, Natascha holt in der Zeit ihren Wallach und bringt ihn zum Anhänger, den ich mittlerweile geöffnet habe.

Natascha bringt das Pferd in den Hänger, der Platz für zwei Pferde bietet und dann geht auch sie zu den anderen in den Stall und guckt, was Sigrid und Frau Kluge-Johnson für ein Pferd aussuchen. Jeremy kommt bald darauf aus dem großen Stall und hat wohl das gesuchte Pferd, Ferdis Bruder, am Halfter und führt in herum.

Dabei redet er permanent leise auf das Pferd ein, das ganz offensichtlich die Ohren spitzt und seiner Stimme lauscht.

Sigrid hat sich eine braune Hannoveraner Stute ausgesucht und Jeremys Mama bestärkt sie darin, dieses Pferd zu nehmen. Es soll 9.000,- Euro kosten und Natascha telefoniert mit Lis und dann kaufen sie das Pferd, nach dem Frau Kluge noch mal mit Lis geredet und Natascha ein Pferdebild geschickt hat.

Die Mädels bringen das neue Pferd nun auch in den Anhänger und dann wollen wir zunächst mal wieder zurück. Jeremy bleibt bei seinem neuen Pferd, das mit 7.500,- Euro nicht gerade so viel wie die Stute gekostet hat, hier, bis ich ihn abhole.

Alle scheinen zufrieden und so fahre ich zunächst mit den Mädels und Jeremys Mama, die zwei Remmers-Pferde im Hänger, zurück zu Kluges Hof.

Jeremy und das andere Pferd, das Henry heißt, werde ich im Anschluss holen fahren. Bei Kluges laden wir die Pferde aus und die Mädels bringen sie in die vorgesehenen Boxen, die recht groß, sehr sauber und mit frischem Stroh ausgestattet sind. Ich fahre zurück, um Jeremy und Henry ab zu holen.

Jeremy, Freitag, 08.07.2011, 12:30 Uhr mit Mama bei Oma am Mittagstisch, anschließend bei der weiteren Vorbereitung.

Ferdi und seinen Bruder Henry habe ich schon lang vor dem Frühstück gefüttert und danach raus auf die Weide am Haus gelassen, wo der Neue, bzw. die Neuen bereits von den anderen ausgiebig beäugt und beschnuppert worden sind.

Antje hat Nataschas Pferde ebenfalls gefüttert und dann raus gebracht. Arko hat dann ebenfalls seinen Antrittsbesuch bei den Neuen abgehalten und an ihnen geschnuppert und sie wohl für würdig gefunden, hier zu leben.

Alle scheinen sich zu verstehen und als ich gestern Abend Mama gefragt habe, warum die Stute doch ziemlich teuer war, hat sie gesagt, das die Stute tragend ist, also bald ein Fohlen bekommt. WOW, das gefällt mir. Sie, die Stute, ist reinrassig und auch der Vater des Fohlens ist reinrassiger Hannoveraner. Das wird bestimmt ein süßes Fohlen werden.

Nach dem der Transport gestern erledigt war, sind die zwei Mädels und Torsten mit Martin zurück nach Bremerhaven gefahren. Martin wollte dann wohl noch einen Hänger mieten, um die Campingsachen her zu bringen.

Opa hat aber außer dem Pferdeanhänger noch einen recht guten Doppelachsenhänger mit Plane für hinters Auto und den hat er Martin mit gegeben. Torsten fand meinen Opa saucool und Opa hat über Torstens Sprüche sehr gelacht und findet ihn auch OK.

Ein weiterer Anhänger mit einem 5.000 Liter Wassertank für hinter einen Traktor, der steht in der großen Scheune und mit einem Schlauch habe ich den seit gestern Abend mit Trinkwasser gefüllt und der war dann heute Morgen auch voll.

Den schleppe ich nach dem Essen raus an den See und stelle in am Rand unseres Camps im Schatten der Bäume ab. Auf unserem Hof gibt es insgesamt fünf Traktoren, unterschiedlich in Alter, Farbe und Größe. Für den Wasserwagen nehme ich nach dem Essen einen einundzwanzig Jahre alten John Deere, grasgrün, mit 80 PS, ein schwerer, alter, aber immer noch echt guter Trecker und der bleibt dann auch am See stehen.

Er hat halt weniger moderne Anbaumöglichkeiten und auch wenig Elektronik.
Er ist der Älteste hier bei uns, die anderen sind moderner und so ein richtig Großer wie der Case mit fast 300 PS und voller Elektronik bis hin zum GPS, der kostet je nach Modell, schnell mal 350.000,- Euro und die wollen ja dann auch verdient werden.

Da alle Autos auf Opas Wunsch hin bis auf den SUV, hier auf dem Hof abgestellt werden sollen, werden wir, wenn alle kommen um 13:00 Uhr, mit einem anderen Hänger Strohballen und die Leute mit ihrem Gepäck dort raus fahren und dann das Lager auf bauen. Die, wo heute noch arbeiten müssen, werden dann später zu uns stoßen und werden dann am Haus abgeholt.
Ich bin ziemlich aufgeregt, sowas hatte ich noch nie, ein Camp mit so vielen jungen Leuten, das wird bestimmt saucool und das Schönste dabei ist… na ja, was wohl? Richtig, mindestens sieben Nächte ganz nah, im Schlafsack, lieg ich bei meinem … ja, Schatz, das ist er jetzt für mich, mein Finn.

Es ist soo toll, ihn da in der Trainingshalle gefunden zu haben und auch endlich mal mutig genug gewesen zu sein, mich auf meine, aber auch seine Gefühle ein zu lassen und es tut so gut, alles. Hoffentlich ist es ihm genau so ernst wie mir damit. Ich will nur ihn und er hoffentlich nur mich.

Nach dem Frühstück mit Mama kletterte ich die Leiter hoch zum Stallboden, wo große Mengen von kleinen, viereckigen Strohballen auf einer und ähnliche Heuballen auf der anderen Seite lagern. In der großen Scheune hinter den Stallungen lagern große Vierkantballen, etwa 400 kg das Stück und auch große Rundballen Heu.

Von den über dem Stall liegenden, kleinen Strohballen habe ich dann ein Dutzend zu einer Bodenklappe geschoben, diese geöffnet und dann die Ballen runter in den Gang vor den Boxen fallen lassen, nach dem ich mich vergewissert hatte, das da niemand da unten rumläuft.
Seit ich Finn jetzt habe, als Freund und Schatz, muss ich ständig an ihn denken und wenn ich an unsere Spielchen am See und im Schlafsack denke, und das tue ich ja oft, wenn auch nicht ständig, bekomme ich immer sofort eine Erektion.

Dies veranlasst mich, wesentlich öfter als zu früheren Zeiten, mich um mein geschwollenes Teil zu kümmern.

Die nächsten Tage und Nächte werden bestimmt fantastisch werden und ich habe jetzt im sprichwörtlichen Sinne Hummeln im …..na, wo schon, genau da und eine stramme Erektion stellte sich auch auf dem Heuboden wieder ein. Das Alleinsein auf dem großen Heubodens hier über dem Stall lädt mich natürlich zur sofortigen, liebevollen und geilen Behandlung der Schwellung ein.

Es war nicht das erste Mal hier oben, das ich mir einen runtergeholt habe, im Gegensatz zu früher brauche ich aber jetzt keinen Smartphoneporno, die Gedanken an Finn und die Bilder im Kopfkino reichten, um schnell und heftig zu kommen. Der reichliche Schuss heißer Sahne hinterließ im Staub des Bodens eine Art Bild und es hatte die Form ähnlich wie beim Bleigießen an Silvester, cool. Bei genauerem Hinsehen glaubte ich, einen Delfin zu erkennen und musste kichern.

Mit dem Stiefel verwische ich alles, Staub und Samen und entspannt, ohne Beule vorn und ohne schlechtes Gewissen, stieg ich die Leiter wieder runter, um dort die Ballen per Schubkarren hinaus zu fahren und dort an der Seite zu stapeln. Ich musste schon kichern, als ich über das eben da oben abgelaufene Spielchen nachdenke.

Das X-Hamster noch nicht nachgefragt hat, warum ich ihre Seite nicht mehr besuche…, man,  man, der Gedanke bringt mich echt zum Lachen.

Oma ruft jetzt quer über den Hof nach mir, es gibt wohl Mittagessen und ich laufe zum Haus. Arko, der jetzt auch bei mir ist, folgt mir. Oma sagt mir, dass sie uns für den Sonntag- Nachmittag Fleisch eingelegt hat, das wir dann dort draußen grillen können. Das freut mich denn ihre Grillsteaks, selbst mariniert, sind echt einmalig.

„Deine Mutter und ich machen dann auch noch je eine große Schüssel Kartoffelsalat und auch Nudelsalat dazu“, sagt sie. Oma ist eine sehr gute Köchin und Mama hat einiges gelernt von ihr.
Ich hole mir jetzt nach dem ich satt bin, mal die Schlüssel vom John Deere und hänge in der Scheune den Wasserwagen an. Sechs Tonnen, das ist für den alten Boliden kein Auftrag und so fahre ich denn auch gleich das Wasser zum See.

Im Schatten einer großen Eiche stelle ich den Tankwagen ab, zieh die Bremse an und sichere in mit Keilen gegen wegrollen. Eine TS 25, eine motorisierte Wasserpumpe mit 250 Liter Ansaugleistung steht bei dem Wassertank auf der Ladefläche des Anhängers.

Die habe ich, auf Opas Anweisung hin, mitgenommen, da wir ja auch ein Lagerfeuer haben und um zumindest eine eventuelle Löschmöglichkeit dabei zu haben, bestand mein Opa darauf, die Pumpe mit ein paar Schläuchen und zwei Strahlrohren mit zu nehmen. Falls es zu einem Brand kommen sollte, können wir uns dann wenigstens helfen.

Alle müssen vorsichtig sein mit jeder Art von Feuer. Es ist zwar ein alter, gesunder Mischwald und keine Fichtenmonokultur, aber Vorsicht ist auch hier oberstes Gebot.
Arko wird durch seine Anwesenheit dafür sorgen, dass uns die Wildschweine meiden und nicht den Proviant fressen und der Hund von Kevin, der soll ja auch mit her kommen.

Arko wird sich bestimmt gut mit dem kleinen Fiffi vertragen, denk ich. Nachdem der Wasserwagen versorgt ist, fahre ich zurück und hänge einen anderen, normal flachen Hänger an. Darauf kommt später das Stroh und einige Bohlen, daraus bauen wir Sitzgelegenheiten um die dort vorhandene Feuerstelle.

Um Bälle und verschiedene Spiele wollte sich Ole kümmern, er hat gesagt, dass Remmers da einiges haben und dass sie dort auch schon gezeltet haben im Rahmen einer großen Party. Mal sehen, was sie da so mit bringen.

Wir haben da auch noch einiges zu Hause und können das bei Bedarf holen. Zwei große Schlauchboote haben wir auch noch, richtig große, aus Bundeswehrbeständen, Onkel Günter hat die vor ein paar Jahren ersteigert und instand gesetzt und die werde ich mit unserem großen Kompressor in der Werkstatt des Gebäudes, in dem die Landmaschinen stehen, aufblasen und dann später mit dem Hänger zum See fahren.

Langeweile denk ich, wird es nicht geben da draußen am See, bei so vielen Leuten und abends wollen die Jungs um Kevin, Ralf und Robin auch noch singen am Feuer, das wird bestimmt romantisch.

Es ist jetzt fast 14:30 Uhr, wegen mir könnten die ersten jetzt kommen, dann könnten wir Schlauchboote und Ballen und Bohlen aufladen und hinbringen, vielleicht schon gleich mit dem Aufbau der Zelte beginnen.

Mama ist nach Bremen gefahren, einige übersetzte Dokumente weg bringen. Sie bringt mir Sonnencreme mit, bei meiner sehr hellen Haut brauche ich LSF 30 und höher, sonst werde ich schnell sehr rot. Meist lass ich in der Sonne, auch im Wasser, ein weißes T-Shirt an zum Schutz.
Das ist halt der Nachteil, wenn man rötliche Haare, weiße Haut und Sommersprossen hat, aber da alles andere an mir stimmt und Finn gefällt es ja offensichtlich auch sehr.
Ich würde ja gern die zwei großen Boote schon aufblasen, aber die kann ich allein nicht bis zur Werkstatt zum Kompressor tragen, also muss ich warten, bis Verstärkung kommt, was hoffentlich nicht mehr so lange dauert.

Ich schreibe an Finn, was ich schon alles erledigt habe, dass ich ihn vermisse und mich wahnsinnig auf die kommende Zeit mit ihm hier draußen am See und im Zelt freue. Die Antwort lautet: „Ich freu mich auch, kann es kaum erwarten“, schreibt er und hängt ein paar Herzchensmilies an. Ich glaube fest, dass ich ihn liebe.

Jerome, Freitag, 08.07. 15:10 Uhr auf dem elterlichen Grundstück, mit den meisten anderen, fertig mit Verladen.

Der Kombi und der große Hänger sind beladen, alles von Oles Liste ist verstaut und es kann jetzt losgehen. Bis auf die Leute mit Job und die 4 Einkäufer sind alle da und wir teilen uns, jeder mit Rucksack oder Reisetasche, auf die Autos auf.

Der SUV mit Hänger wird von Martin gefahren, der mit Oles Golf später zurück fährt. Martin wäre nicht Martin, wenn er nicht noch beim Aufbau helfen würde. Er ist ja auch der Einzige, der vom BGS her weiß, wie man eine Latrine, das ist ein Freiluftscheißhaus im Wald, baut.

Jeremys Opa wollte keine Dixies dort am Wald und eine Latrine, die wird nach dem Camp mit Chlorkalk ein gestreut und dann zugeschüttet, den Rest erledigt die Natur. Martin weiß alles darüber und das nötige Werkzeug ist dabei oder bei Jeremy vorhanden.

Das Motto des Camps hat Ole festgelegt und es heißt: „Zurück zur Natur“ und er hat gesagt, das es kein Fastfood gibt dort draußen und keine Orgien mit Pizza oder sowas in der Art gibt. Ich denke schon, dass wir das hinkriegen, ohne zu verhungern.

Mit Jeremy hat er sich abgestimmt, was wir aufbauen und auch wie. Auch mit Martin hat er sich lange ausgetauscht und Martin hat alles aufladen lassen, was sie besprochen haben.
Wir anderen sind nicht in alles eingeweiht und lassen uns überraschen und Martin und Ole, das ist Organisation in den Superlativen.

Was wir nicht haben hier, das wird bestimmt bei Jeremy vorhanden sein und ich denke, es wird ein saugeiles Zeltlager. Da draußen im und am Wald kann man ja auch mit seinem Schatz mal ein bisschen in den Büschen verschwinden, wenn der Hafer sticht und die Aktien steigen.

Diejenigen, die noch auf der Arbeit sind, kommen später von der WG aus, wo sie sich um 17:30 treffen wollen, raus zum Hof, wo sie Jeremy mit Trecker und Hänger abholen wird.
Eine große, mit Metall ausgekleidete Holzkiste wird dort draußen der einzige Kühlschrank sein in dem sich zwei große, in handliche Stücke zerschlagene Eisstangen befinden, die, in Wasser schwimmend, für das nötige kühle Klima sorgen, Strom gibt es so gut wie gar nicht, ein Solarpaneel sorgt für ein paar Watt zum Handy laden und Muke hören. Mal sehen, wie wir Verwöhnten mit dieser Herausforderung umgehen und wie wir uns in die Rolle der Naturmenschen mit den Bedingungen auseinandersetzen.

Bevor wir losfahren, macht Ole einen Anwesenheitscheck und verteilt die Leute auf die Autos. Mit im SUV fahren neben Martin der Ole und sein Frank und Natascha und Marie, Marvin ist auch noch auf der Arbeit. Noah, Philipp und als Neuling sein Freund Ronny, sowie Torsten und Sigrid fahren in Ricos Daccia, ein Mitnehmen der Roller, das wollte Ole nicht, wegen Lärm und so.

Ich, Sergej, Lex und Wolfi und Paul, wir fahren mit dem Kombi eins und mit dem Bus von Micha kommen später die Berufstätigen zu Jeremys Hof. Die Einkäufer kommen mit Matzes Duster, Alwin, der noch im Studio ist, kommt mit Gerry zum Ladenschluss nach. Nach meiner Rechnung sind wir rund 30 Leute und es wird hoffentlich ein Riesenspaß.

Nun fahren wir los, von Mama und Oma und Frieda verabschiedet, alle winken uns, Oma und Frieda haben jede einen kleinen Hosenscheißer auf dem Arm, die sich sehr gut entwickeln und alle im Haus auf Trab halten. Frau Jensen und Frau Gut schauen ebenfalls von der Treppe aus zu, wie wir davon fahren. Auf geht es in unser kleines Abenteuer, bei dem wir alle hoffentlich Spaß haben werden.

Ole, Freitag, 08.06. 2011, 16:25 Uhr, auf dem Hof bei Jeremy angekommen.
Das Empfangskomitee ist etwa so zahlreich, wie es das Bremerhaven- Verabschiedungskomitee war. Jeremy steht, an einen großen, wohl schon älteren, grünen Traktor gelehnt und sieht uns freudig entgegen.

Seine Mama steht mit ihren Eltern auf der Eingangstreppe zum Älteren der beiden recht großen Wohnhäuser. Bei ihnen stehen noch eine weitere Frau und ein Mädel etwa in unserem Alter. Der Opa hat zwei Getränkekisten neben sich stehen. Ein Kasten Flensburger und ein Kasten alkoholfreie Getränke.

Jeremy kommt auf uns zu und sagt uns, wo wir, vom SUV abgesehen, unsere Autos parken sollen, damit sie nicht im Weg stehen. Alle steigen wir zunächst mal aus und Jeremy stellt uns kurz vor.

„Nehmt euch mal alle was zum Trinken“, sagt der Opa, „wir wollen auf gutes Gelingen und auch zur Begrüßung anstoßen.“

Das tun wir dann auch. Alle stehen zusammen an der Treppe, trinken was und reden miteinander. So langsam kommt Urlaubsstimmung auf. Jeremy kommt zu mir und sagt, das wir noch einige Sachen auf einen Hänger laden müssen, das aber die Hälfte schon mit Martin und dem Hänger an den See fahren sollen, um dort auszuladen.

Martin meint dann, das es besser wäre, erst hier zusammen aufzuladen und dann gemeinsam an den See zu fahren. “Vielleicht sind dann bis dahin auch die anderen Jungs da“, sagt er. Das scheint Jeremy zu gefallen, hofft er doch, dass sein Finn bald kommt mit den Anderen.

Wir folgen Jeremy in das Stallgebäude, wo einige, genauer gesagt, dreißig Vierkant ballen Stroh und zwei Heuballen liegen, die wir nun mit zwei Mann auf die Ladefläche heben, wo sie von Jeremy und Torsten nebeneinander, vorne beginnend, aneinander gelegt werden.
Der Anhänger hat rundum recht hohe Bracken, so dass die Ballen dreißig Zentimeter unterhalb des Bordrandes eine große Fläche bilden.

Mit sechs Leuten geht Jeremy zur Werkstatt, um die Schlauchboote zunächst auf zu pumpen, um sie dann auch oben auf der Strohfläche zu platzieren. Zwölf Paddel, je ein zusammengerollter Bootsboden aus Holzleisten, (die lagen vor dem Aufpumpen schon in den Booten) sowie zwei Fußpumpen gehören auch dazu und werden mit verladen.

„Brauchen wir Schwimmwesten?“, fragt Jeremy.

„Ich denke nicht“, sagt Ole, „ aber nimm doch einfach ein paar mit.“

Also wirft Jeremy noch vier Stück in das obere Boot.

„Nun noch die Bohlen“, sagt Jeremy und deutet auf acht Bohlen, wie sie oft bei Gerüsten verwendet werden und die an einer der Stallwände gestapelt sind. Das scheint jetzt vorerst mal alles zu sein und das Eingekaufte, das nachher noch kommt, kann Matze mit dem Duster gleich bis zum Camp bringen. Bald werden sie alle da sein und auf dem Hänger, wo jetzt alle noch ihre persönlichen Sachen laden, werden sie gleich sitzen, wenn wir losfahren.

Matze, Freitag, 08.07., 17:15 Uhr, auf der Zufahrt zum Hof, Michas Bus mit dem Rest der Mannschaft fährt hinter ihnen her.

Gleich sind wir da, der Wagen hinten ist voll mit Essen und Trinken und allem, was Magen und Gaumen in den ersten Tagen hier in der „Wildnis“ brauchen. Alle sind heiß auf unsere gemeinsame Zeit hier draußen und wir freuen uns, mit all unseren Freunden zusammen zu sein.

Das besondere Flair eines so großen Camps in freier Natur, das wird bestimmt gut werden und die beiden Jungs auf den Rücksitzen sind sehr aufgeregt. Bier, Cola und Schorle hat Martin im Hänger, eine Zugabe von Lis und Carl August zu unserem Urlaub.

Ole hatte sich bei der Einkaufsliste eng mit Enrico abgestimmt, der wohl, mit viel Unterstützung, zumindest für warme Gerichte zuständig sein wird.

Der stattliche Hof kommt in Sicht und alle stehen um einen Traktor mit Anhänger herum und scheinen auf uns, auf den Rest zu warten. Ein großer schwarzer Hund tollt mit dem kleinen weißen Fiffi auf einer eingezäunten Wiese, auf der auch einige Pferde sind.

Nun, da sind wir jetzt und steigen aus. Wir, Chris und ich, werden von denen, die wir noch nicht gesehen haben, umarmt und mit Wangenküsschen begrüßt, den Neuen werden wir von Ole vorgestellt und dann wird das Organisatorische geregelt.

Wir vier sollen hinter dem Traktor her mit den Sachen hinten drin zum See fahren. Alle anderen verteilen sich, mit ihrem Gepäck, nachdem auch Micha den Bus nach Jeremys Anweisung abgestellt hat, auf dem großen Hänger und auf dem grünen Traktor, der nun von Jeremy gestartet wird. Rucksäcke und Taschen sind im oberen der beiden aufeinanderliegenden Schlauchboote, so das für alle noch genug Platz zum Sitzen ist. Langsam setzt sich der Traktor in Bewegung und ich rolle dann mal hinterher.

Es geht an dem großen Stall vorbei und dann biegen wir auf einen Weg ein, der in südlicher Richtung zum weiter entfernten Wald führt. Der Weg ist ein wenig ausgefahren, für den Duster bei dem trockenen Wetter aber kein Problem. Nach etwa fünf Kilometer kommen wir an den Wald, der sich im offenen Halbkreis um den See erstreckt.

Das Camp liegt in dem Halbkreis, auf einem kurz gemähten Wiesenstreifen von etwa fünfzehn Metern Breite und man kann von dort den Hof nicht sehen. Ein Weg führt direkt vom Camp aus in den Wald.

Dort, unter einer sehr dicken Eiche, steht ein Hänger mit einem Tank und anderen diversen Sachen drauf. Ich gehe mal davon aus, das dort das Trinkwasser drinnen ist. Neben diesem Wasserwagen steht der Hänger, den wir in Bremerhaven bei Remmers beladen haben und man ist da schon fleißig am Ausladen.

Ole ruft nun alle am Traktor zusammen.

„Setzt euch bitte und hört mir genau zu.“

Alle lassen sich im Halbkreis nieder und Ole beginnt, zu reden.

„Mädels und Jungs. Zunächst mal willkommen bei unserer großen und hoffentlich tollen Sommerferienzeltaktion, die wir dankenswerter Weise hier auf dem Hof von Jeremys Opa machen dürfen. Das Motto ist mit „Viel Natur“ eins, das die ein oder andere Errungenschaft der Zivilisation hier draußen vermissen lässt und das uns alle etwas fordert, nämlich zu improvisieren, mit weniger auskommen zu müssen, als wir es gewohnt sind. Ich bitte euch alle, eure Handys und Smartphones mit Einbrechen der Dunkelheit, gegen 22:00 Uhr, auszuschalten. Bis dahin kann jeder seine Sprachbox besprechen, das ihr in der nächsten Woche, mindestens bis zum Fünfzehnten, nur am Abend von 18:00 bis 19:00Uhr erreichbar seid, eure Nachrichten abhört und das für Notfälle nur mein Handy ständig erreichbar ist, die Nummer könnt ihr dort angeben.

Morgen, nach dem Aufstehen deponieren wir alle ausgeschalteten Handys in einer Kiste, die wir dann im SUV, der ja hier bleibt, aufbewahren und wo ihr es dann um 18:00 Uhr täglich holen und abhören könnt.“

Schweigen, kein Protest, einige überraschte Gesichter. Damit hat wohl keiner gerechnet aber es meckert auch keiner.

Nach einer kurzen Pause sagt er dann: „Martin bleibt noch etwas hier und auch Kai ist unterwegs hier her, beide helfen noch beim Aufbau, speziell das Waldklosett werden wir machen müssen, damit wir nicht in den Wald kacken müssen. Pinkeln im und am Wald, mindestens fünfundzwanzig Meter weg vom Camp, ist kein Problem.

Da es im Wald ringsum Wild gibt und auch Wildschweine, empfiehlt es sich, in der Nähe zu bleiben, da die Hunde und ab morgen auch die Pferde die Schweine vom Camp fern halten. Essenreste, egal welcher Art kommen in eine extra zu diesem Zweck mitgebrachte Mülltonne und in eine zweite kommt sonstiger Müll.

Mit Feuer ist wegen Wald und trockenem Wetter besonders vorsichtig um zu gehen und da niemand raucht hier, ist das einzig notwendige Feuer das Lagerfeuer, das auch zum Kochen genutzt wird und für alle Eventualitäten haben wir eine Motorspritze dabei, die wir aber auch zum Betreiben einer Dusche verwenden wollen. Heißes Wasser gibt es allerdings nicht, aber der See hat etwa vierundzwanzig Grad, also kein Eiswasser.

Eine Dusche, mit Sichtschutz, werden wir dann Morgen im Laufe des Tages bauen, ebenso alles das, was wir heute nicht mehr schaffen.

Zunächst beginnen Micha, Tom, die Zwillinge, Robin und Roland mit mir zusammen mit dem Zeltaufbau und zwar so, das ein bisschen Privatsphäre gewährleistet ist und nicht das ganze Camp wach wird, wenn Torsten furzt.“

Gelächter, Protest vom Furzknoten.

„Martin geht bitte dann mit drei Leuten, Torsten, Ralf und Lex und beginnt damit, das Klo zu Bauen. Das Klo wird in der Hauptwindrichtung vom Lager weg, etwa fünfzig Meter dort im Wald angelegt, der Weg dorthin mit Leuchtband austrassiert, so dass man das auch nachts gut findet.
Da sich ja fast alle nackt kennen, wird nur ein Klo mit drei Sitzplätzen gebaut und wenn es halt so ist, sitzen eben zwei oder auch drei beim fröhlichen Kacken nebeneinander. Das Klo ist deshalb so weit weg, damit es im Camp nicht stinkt und das niemand wach wird, wenn einer furzt wie das Horn von Gondor.“

Wieder einige Lacher. Jeremys Handy geht und er sagt, das Kai jetzt vorne am Hof ist und das der Opa in mit einem Traktor herbringt. Als der Traktor mit den Beiden ankommt, beginnen Kai und Martin zusammen mit Torsten, Ralf und Lex mit dem Ausheben der Grube, die etwa 2,10 m lang, 0,6 m breit und etwa 1,20 tief werden soll.

Der Aushub bleibt als Wall nach hinten vor Ort, um am Ende des Camps die Grube wieder vollständig zu zuschütten.

Mit ein paar Brettern, einigen Balkenstücken und zwei Planen, eine als Dach, die andre als Sichtschutz vorne vorbei, wird eine Sitzreihe über der Grube errichtet, so dass man relativ bequem im Sitzen kacken kann.

Es ist nicht gerade besonders komfortabel, es erfüllt aber den Zweck und für fast alle ist es was Neues und durchaus auch gewöhnungsbedürftig. Der Weg vom Camp dorthin wird durch ein im Dunkeln leuchtendes Flatterband vom Waldrand aus gekennzeichnet und das dürfte dann auch jeder im Dunkeln finden.

Parallel zum Toilettenbau stellen die anderen mit etwas Abstand zueinander die Zelte auf und auch die Sitzgelegenheiten um die Feuerstelle werden mit Strohballen und Bohlen errichtet.
Jeremys Opa fährt zum Hof zurück, nach dem er Ole, Frank und Sergej den Gebrauch der Motorpumpe erklärt hat.

Chris und Matze haben das Solarpanel aufgebaut und die Mädels haben die Getränke und alles, was gekühlt werden muss, in die große Kühlkiste einsortiert und bis 21:00 Uhr ist alles zunächst mal fertig. Was sonst noch zu machen ist, werden wir morgen früh beginnend, zusammen erledigen und den Ausbau der Dusche, Feinheiten am Klo und sonstiges zur Komfortverbesserung wollen wir dann erledigen.

Sonntag beginnt dann das Lagerleben mit Schwimmen, Boot fahren, Spielen usw… Wer möchte, darf auch Angeln und Rico kann dann den gefangenen Fisch mit zubereiten.

Fünf komplette Bierzeltgarnituren, vier zum Sitzen beim Essen und so, eine als Platz zum Zubereiten der Mahlzeiten, werden vom Hänger geholt und aufgebaut. Heute Abend bekommen alle nur Brötchen, Rohesser und oder Fleischwurst und Käse aus der Hand, ein Getränk oder zwei nach Wahl und als Frank den Martin und den Kai im SUV zum Hof zurück bringt, sind wir unter uns. Vom Hof dort fahren die Zwei mit dem Achter, in dem Kai gekommen ist, zurück nach Bremerhaven.

Zwölf  Zelte, drei große für maximal sechs Personen, der Rest hat Platz für maximal vier Leute stehen im Halbkreis um die Feuerstelle und wenn Frank zurück ist, werden die Plätze verteilt werden. Ole hat jedes Zelt mit einem Din 4 Blatt nummeriert und will dann die Zelte auslosen.
In die kleinen Zelte sollen immer zwei, in die großen vier Leute, so oder ähnlich soll es werden. Luftmatratzen und Schlafsäcke werden von jedem dann eingeräumt werden, ebenso das persönliche Gepäck.

Von dem am Waldrand aufgeschichteten Holzstapel machen Ole, mit Philipp und Ronny nun ein Feuer, nicht zu groß und alle sitzen nun drum herum und kauen auf dem Abendbrot. Als Frank zurück kommt, bringt er einen Korb, voll mit Äpfeln mit, den ihm der Opa mit gegeben hat. Da kann sich jeder bedienen. Als alle soweit satt sind, beginnt die Verteilung der Zelte und zwar so, dass die Paare immer zusammen ein oder bei den großen Zelten zwei Paare sich das Zelt teilen.

Als jeder weiß, wo er die nächsten Nächte schläft, räumen alle ihre Sachen dort ein und bereiten die Zelte für die Nacht vor. Da es noch hell und auch noch warm ist, wollen die meisten noch ins Wasser und es dauert nicht lang, da kocht das Wasser vor dem Camp und alle haben Spaß.

Badekleidung haben zunächst nur Philipp, Ronny und Jeremy an aber nach fünf Minuten fliegen deren nasse Badehosen im Bogen ans Ufer und nun sind alle nackig im Wasser. Ich denke, dass erst beim Verlassen des Sees bei den zwei Jungen und bei Jeremy das Schamgefühl wieder einsetzt oder auch nicht.

Philipp, Freitag, 08.07. 23:00 Uhr abends, mit Ronny im Zelt, es ist Ruhe eingekehrt nach der Abendbadeparty.

Nackt sind wir aus dem Wasser und haben schnell die Handtücher umgebunden, während außer Jeremy ja eh schon alle nackt ins Wasser gesprungen und somit auch nackt wieder raus gekommen sind. Ronny hat große Augen gemacht, alles beguckt und unterm Handtuch tat sich was, so dass er schnell, rot im Gesicht in unser Zelt gehüpft ist.

Ich war ja schon ein paar Mal dabei, als alle nackt gebadet oder Sauna gemacht haben und kriege da so schnell kein Problem mehr. Allerdings fuhr mir dann doch der geile Anblick von Ronnys nacktem Körper mit seinem erwachenden Glied heftig zwischen die großen Zehen und ebenfalls mit Handtuch drum schlüpfe ich auch in unser Zelt.

Da liegt er, auf dem Rücken und versucht, eine Unterhose, Retro rot, über Po und steifen Schwanz nach oben zu ziehen. Wow, ein super schöner und unbeschnittenen Penis, größer als Meiner liegt auf seinem Bauch und ich lasse mein Handtuch fallen, so dass er meine Steifen nun auch sehen kann.

Natürlich guckt er voll drauf und ich habe das Gefühl, das meiner dadurch noch etwas größer wird. Seine Pants ist nicht über die Knie nach oben hinauf gekommen und als seine Hand sich um mein Ding schließt, komme ich mit einem unterdrückten Stöhnen und spritze über seine Hand, voll auf seine Pants.

„Sorry“, stammle ich und will mich seiner Hand entziehen. Er zieht mich, an meinem Ding, näher zu sich und flüstert ein „Bitte“ und deutet auf sein voll steifes Ding.
Ich knie mich neben ihn und nehm den schönen Schwanz in meine rechte Hand und als ich mit der linken Hand seinen Sack kraule, spritzt er über meine Hand.

Ich hoffe jetzt, dass niemand sein Stöhnen gehört hat, denke aber nach allem was Noah immer erzählt, das es niemand stören wird, wenn mal irgendwo einer stöhnt und laut waren wir ja nicht. Einen solchen Auftakt hier draußen haben wir wohl beide nicht erwartet, nicht mal gehofft, denk ich.

Er nimmt meine mit seinem Sperma bekleckerte Hand und zieht mich runter zu sich und dann umarmen und küssen wir uns wie blöd, beide überwältigt und wohl auch etwas vom Geschehen überrumpelt und auch beide wieder schnell wachsend. Ich lege mich neben ihn, mit den Füßen neben seinem Kopf und wie schon bei Maxi, nehme ich sein Ding in meinen Mund und spiele mit der Zunge an ihm rum, lutsche rauf und runter und reize das kleine Bändchen an der Eichelunterseite.

Er ist um einiges größer als es Maxi da unten war. Es dauert nur ein paar Augenblicke, bis er meinen in den Mund nimmt und mir dieselben Freuden, dieses wahnsinnige Feeling, beschert, das eine Zunge an einem steifen und geilen Penis erzeugen kann und es ist soo irre gut, das wir beide nicht lange auf einen zweiten Schuss warten müssen.

Unterdrücktes Stöhnen begleitet die wohlige Entspannung und nun werden wir uns erst mal alles abputzen müssen, bevor wir, nun auf jedenfalls zusammen, in einen der beiden Schlafsäcke kriechen und schlafen werden.

Wer hätte gedacht, dass es so kommt, so spontan und ohne große Worte. Die kommen aber noch, denn bevor wir uns Aneinander kuscheln, flüstert er mir ins Ohr.

„Ich bin sowas von Verliebt in dich, es ist alles so anders mit dir, so viel schöner und ich bin soo froh, dass es dich gibt für mich.“

Dann küssen wir uns und später, mit seinem, jetzt schlaffen Penis an meinem Po, schlafen wir ein.
Der Wald rauscht leise im Wind und wiegt uns in den Schlaf, die Hunde bewachen uns und ich habe ein sicheres Gefühl in seinem Arm. Mein Ronny, denk ich glücklich, von dem ich hoffe, dass er mein Enrico wird, dass wir uns lieben und zusammen bleiben.

*-*-*

Tag 1 im Camp.

Ole, Samstagmorgen, 07:30 Uhr, wach, mit Frank in einem Schlafsack.
Sanft, vom Gezwitscher der Vögel geweckt und inspiriert, reibt mein nackter Po seinen feuchten, steifen Dong, der längs in meiner Ritze liegt und dort einige Schleimfäden hinterlässt.

Bis auf den Gesang der Vögel und ein gelegentliches Knacken im angrenzenden Wald ist wohl noch alles am Schlafen oder aber zumindest in den Zelten. Ob wir es hinbekommen, leise und mit viel Gefühl zu ficken, ich hoffe es und dass er wach ist, merke ich an seinen Händen, die gerade meine Vorhaut zurück zu schieben und meinen Sack zu massieren.

So aufzuwachen, mit dem Nervenkitzel, das vielleicht einige unserer Freundinnen und Freunde unsere Zweisamkeit belauschen könnten, das gibt mir jedenfalls das Gefühl, etwas Verruchtes zu tun.

Er scheint nicht großartig zu denken denn jetzt drückt er sich mit schleimiger Unterstützung langsam in mich hinein und mit meiner Shorts von gestern fest vor den Mund gepresst, reguliere ich mein Stöhnen so, dass es nicht über das Zelt hinaus zu hören ist.

Rechts neben uns liegen Noah und Rico am äußert rechten Rand der Zelte, links von uns, das Zelt ist noch leer, da werden Alwin und Gerry am Nachmittag einziehen, wenn der Salon geschlossen ist. Die Zahl der direkten Zuhörer ist damit gering und deshalb lass ich ihn auch in mich gleiten.

Jeremy, der wohl in letzter Zeit Morgens immer vom Hof bis an den See und zurück joggt, will heute Morgen mit Finn und Arko zum Hof laufen. Scheinbar machen sich beide, dem Hundegebell nach zu urteilen, mit Arko und dem Fiffi auf den Weg.

Also, denk ich, habe ich noch Zeit für eine „Guten Morgen-Nummer“ mit Frank, der nun in einem guten Rhythmus ein und ausfährt und mir gut tut.

Finn und Jeremy wollen dort auf dem Hof sechzig Brötchen, die er bei ihrem Bäcker bestellt und die seine Mama in Bremen holen wollte, abholen und dann mit seinen zwei Pferden und Finn mit den Brötchen und frischer Milch hier her zurück reiten und uns dann alle zum Frühstück wecken.

Ich wollte in der Zeit, in der beide unterwegs sind, schon mal Kaffeewasser kochen und dann auch den Kaffee aufschütten. aber da ist mir ja jetzt was dazwischen gekommen, genauer zwischen die großen Zehen.

Das ist gerade soo gut, dass mir der Kaffee ziemlich egal ist. Frank bringt es gefühlvoll und leise zum Höhepunkt und die Shorts dämpft mein lustvolles Stöhnen, eine etwas andere Nummer, als sonst und der Kick lässt es besonders gut knallen.

Er zieht sich, meine Nacken küssend, zurück und ich drücke die Shorts an meinen Hintern, um alles, was rausläuft, vom Schlafsackinneren fern zu halten. Er dreht mich auf den Rücken und besorgt sich bei mir ein Eiweißfrühstück der besonderen Art, ohne Brot und sonstiges. Nach einer Verschnaufpause ziehen wir eine Turnhose über und kriechen aus dem Zelt ins Freie.
Ein Rundumblick zeig uns, dass wir nach Finn und Jeremy die Ersten sind, die das Zelt verlassen haben und wir beginnen damit, den Kaffee zu machen. Ein großer, unten runder Topf, den wir mit einem Dreibein über das Feuer stellen werden, wird mit etwa zehn Litern Wasser gefüllt.

Das macht Frank, während ich das Feuer in Gang setze, das im Laufe der Nacht erloschen ist. Als es richtig brennt, stellen wir den Topf mit dem Dreibein übers Feuer und jetzt heißt es warten, bis es kocht.

Einen Topf, sechs Liter gehen darein, stelle ich auf den Arbeitstisch und mache jetzt einige Ess-Löffel gemahlenen Kaffee hinein. Zwei große Thermoskannen stelle ich auch bereit, um den Kaffe dann aus den zum kochen benutzten Topf mit einer Schöpfkelle durch ein Sieb in diese Warmhaltekannen zu schütten.

Etwas nostalgisch, aber eben Campmäßig, finde ich und es gelingt auch gut, der braune Saft ist stark und gut und Wasser kann sich ja der ein oder andere selber zumischen, wenn es ihm zu stark ist. In einigen Zelten regt sich was und die Wegmänner mit Matze und Roland sind die ersten und sie springen nackt, mit einem Handtuch in der Hand, zum Wasser und dann, allerdings ohne Handtuch, auch hinein.

Der entstehende Lärm, Lachen und Jauchzen, das Wasser ist nach dem warmen Schlafsack wohl doch gefühlt kalt, weckt auch die Anderen auf und durch die Jungs im Wasser animiert, tummeln sich bald fünfzehn Leute im See.

Der Weg zur Latrine scheint zunächst für die Mädels interessant zu sein und sie gehen dann auch gemeinsam in die Richtung. Die Jungs werden wohl einfach in den See pinkeln, denk ich und bei dieser Wassermenge ist das ja auch wurscht.

Einige haben keinen Bock, jetzt ins Wasser zu springen und Micha und Tom beginnen damit, Tische und Bänke her zurichten und für das Frühstück vor zubereiten.

Hufgetrappel, das schnell näher kommt und dann kommen Finn und Jeremy mit den Brötchen, die Finn in einer großen Papiertüte hat, auf das Camp zugeritten, Jeremy trägt einen größeren Henkelkorb und nach dem Absteigen stellt er den auf den Arbeitstisch und nimmt das Tuch, mit dem der Inhalt abgedeckt ist, ab.

In dem Korb sind verschiedene Gläser mit Marmelade, Äpfel und eine drei Liter-Kanne mit frischer Milch. Zusammen machen wir die Tische fertig und auf mein rufen kommen dann auch alle aus dem Wasser, trocknen sich ab und ziehen Hosen und Shirts an.

Die Sonne scheint und es ist eine tolle Stimmung beim Frühstück und ich finde, dass es eine tolle Idee war, das alles hier, trotz des großen Aufwands zu machen und ich werde später vorschlagen, Jeremys Leute zu fragen, ob wir nicht statt einer gleich zwei Wochen hier bleiben können.

Da jeder zwischendurch ja auch mal nach Hause fahren kann, von hier oder vom Training aus, dürfte es allen Recht sein. Bei unseren zwei Jongstern scheint auch alles OK zu sein, ihre wohl erste gemeinsam verbrachte Nacht im Zelt, in einem Schlafsack, nehme ich an, hat ihnen, ihrem doch sehr zufriedenen Gesichtsausdruck und ihrem Appetit nach zu urteilen, gut bekommen zu sein.

Junge Liebe macht halt hungrig, nicht nur aufs Essen.

Die von Finn und Jeremy mit her gebrachten Ferdi und Henri grasen ein Stück vom Camp abseits und Arko und der Fiffi rennen um sie rum und bellen ab und zu freudig. Auch ihnen gefällt es hier draußen, ohne Leinen und Zwänge, mit Auslauf und jeder Menge Zuwendung den ganzen Tag.

Sergej, mit den Anderen beim Frühstück, bereits beim zweiten Brötchen mit von Jeremys Oma gemachter Himbeermarmelade

Einfach nur geil, alles hier. Camp, Essen, Wetter und Wasser, der Schatz dabei, Herz, was willst du mehr. Ich denke, dass wir zunächst noch ein bisschen am Camp arbeiten werden. Ole teilt ein und alle akzeptieren seine Rolle als Leader.

Einiges ist noch fertig zu machen und dann werden wir wohl die Boote zu Wasser lassen und auch eine Dusche wollten wir ja bauen. Die Brause ist an einem Rohr mit Bogen oben und einem Erddorn unten und einem Schlauchanschluss mit Absperrhahn. Zwei Paletten sollen den Boden bilden, das Wasser läuft dann auf die Wiese direkt am Wald und von da in einen kleinen Graben. Mit einer Plane will Ole einen Sichtschutz zum Camp hin machen, damit sich beim Waschen keiner bespannt fühlt.

Der SUV, vom Hänger abgekoppelt, steht ebenfalls im Schatten neben dem Wasserwagen. Auch der grüne Trecker ist vom Hänger getrennt und steht beim SUV.

Vielleicht kann Jeremy den Jungen, Robin, Roland und Philipp und Ronny ja das Traktor fahren bei bringen, vielleicht auch den Mädels. Das wäre doch mal was für die, die noch kein Auto fahren dürfen. Natascha und Sigrid wollen nach her, am Nachmittag, auch ihre Pferde her holen und dann können ja auch die anderen bestimmt mal unter Anleitung ein bisschen reiten.
Jeremy sagt jetzt: „Mein Onkel holt später noch Strohballen rein, große Vierkantballen, 2,50 mal 1,0 Meter, 50 cm dick. Die müssen mit dem Frontlader des kleineren Case-Schleppers aufgeladen werden.

Dazu fahren sie, Opa und er, hier vorbei zum einem großen Feld hinter dem Wald. Wenn wir noch den ein oder anderen großen Ballen brauchen können, die sind wie überdimensionale Bauklötze, dann können sie auf dem Rückweg hier was abladen. Onkel Günther bringt noch ein Volleyballnetz und Stangen dafür mit, das können wir dann ja auch noch aufbauen.“

Nun scheinen alle satt und auch munter zu sein. Der Kaffee war gut und auch stark genug ud jetzt gilt es zunächst mal abzuräumen. Das machen die Mädels mit Enrico, der für alles, was mit Verpflegung zu tun hat, die Verantwortung übernommen hat. Rolf und Paul sind fürs Dusche bauen zuständig, Torsten, Micha und Tom helfen dabei.

Die Pumpe kommt auf einen Platz am Ufer, dort steht sie wohl nicht zum ersten Mal und von dort geht dann einer der Schläuche zur Dusche, ein zweiter Schlauch mit einem Strahlrohr wird angeschlossen und liegt dann aufgerollt bei der Pumpe, griffbereit für alle Fälle.
Enrico will dann später eine Gemüsesuppe mit Einlage kochen, über dem Feuer, in dem Großen runden Topf, dazu gibt es Brot von Jeremys Oma, die haben echt noch einen richtigen Steinbackofen im Haus und das Brot soll echt der Hammer sein, hat Finn gesagt. Der kennt das Brot ja schon von seinen Besuchen hier.

Boris, Samstag 09.07.2011 12:20, Bremen Hauptbahnhof mit Anke und Gepäck für zwei Wochen.
Seit über sechs Stunden hängen wir jetzt auf der Bahn, mein Schatz und ich. Ole hat uns vor einigen Tagen angerufen und uns gefragt, ob wir mit der ganzen Gang einen Campurlaub machen wollen, mindestens eine Woche.

Nach Rücksprache mit Opa und Ankes Eltern haben wir zugesagt und gleichzeitig versprochen unser Kommen geheim zu halten. Wir sind also eine Überraschung und ich bin auf die Gesichter gespannt.

Eine SMS an Martin, das war mit Ole so abgesprochen, ist raus seit gut dreißig Minuten und der holt uns hier ab und bringt uns zu dem Hof, auf dessen Land das Camp aufgebaut ist. Wie wir von dort in das Camp kommen, das will Ole regeln.

Opas Hausumbau ist fertig und wir wohnen nun alle dort in Radebeul und Opa ist nicht mehr so traurig. Vanessa weicht ihm, wenn er zu Hause ist, nicht von der Seite und lenkt ihn somit von seiner Trauer ab.

Das Gartengrundstück hat er verkauft, niemand von uns wollte noch dahin gehen. Ein Unternehmer aus Dresden hat es gekauft und mit dem Geld war die Hälfte des Anbaus bezahlt.
Der oder die mutmaßlichen Mörder von Oma sind bei einer Verfolgungsjagd mit der tschechischen Polizei in der Nähe von Eger von der Straße abgekommen, eine steile Böschung hinunter und dann in den dort aufgestauten Fluss gestürzt und im Auto ertrunken.

Omas altes Kofferradio wurde in dem später geborgenen Auto gefunden und als Beweis für ihre Tatbeteiligung gewertet. Drei Leute waren in dem Auto, alle tot und damit ist dieses traurige Kapitel wohl abgeschlossen. Serge weiß noch nichts davon, die Meldung ist erst zwei Tage alt.

Wir gehen mit unserem Gepäck zum Haupteingang, dort will Martin uns abholen.
Auf die Gesichter, vor allem von Serge, aber auch von Robin bin ich gespannt, will ihn gesund sehen und drücken, meinen ganz besonderen Freund und auch die, die mich von unserem Zusammensein auf dem Schiff und in Bremerhaven kennen, freu ich mich, für Anke gibt es heute viele neue Gesichter und sie ist schon ein wenig aufgeregt. Unser erster gemeinsamer Urlaub, das ist doch nur toll.

Martin kommt auf uns zu, winkt und wir gehen flott auf ihn zu. Eine nette Begrüßung mit Umarmung für mich und auch für Anke, dann gehen wir zum Wagen und es ist der Achter, den er dabei hat.

„Ich bring euch zuerst zu Lis und Carl August, dort gibt es noch Mittagessen, danach fahre ich euch zu dem Hof. Am Haus dort werdet ihr dann abgeholt, das regelt alles Ole. Mit dem Achter kann ich den Weg zum Camp nicht fahren, der würde in der Mitte vom Weg aufsitzen und der SUV ist dort draußen, ich denke, das man euch damit abholt.“

Bei Jeromes Mama werden wir ganz freundlich begrüßt und auch Carl August ist da. Die Oma und ihre Schwester dürfen beim Empfangskomitee auch nicht fehlen, die Zwillinge Krabbeln auf einer großen runden und weichen Unterlage, die im Wohnzimmer auf dem Boden liegt. Sie brabbeln ein bisschen und sind echt süß, die zwei Pampersrocker.

Mama für die Zwei Kleinen. Carl August, aber auch die Frauen sind überrascht, dass die mutmaßlichen Mörder ihre gerechte Strafe erleiden mussten, er hat es noch nicht gewusst. Er will das natürlich direkt seinem Freund bei der Bremer Kripo erzählen und wir, wir wollen jetzt langsam los zu den Anderen.

Wir gehen zum Auto und Martin fährt los, nach dem er noch ein paar Dachen eingeladen hat. Nun geht es los und auch ich bin jetzt aufgeregt und freu mich auf alles, was jetzt kommt.

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